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In 347 Tagen 5 Stunden und 5 Minuten um die Welt

 

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Reise Tagebuch
Noch ne Insel

Am nächsten Morgen ging es weiter zur Insel Trankile. Hier hatten wir einige Stunden Aufenthalt und wurden dann am anderen Ende der Insel wieder abgeholt. Genügend Zeit, um sich den Ort anzusehen und etwas zu essen. Danach dauerte es eine Ewigkeit, um nach Puno zurückzukommen. Ich wäre gerne noch am selben Abend nach Bolivien weiter gereist, doch da die Grenze nachts geschlossen ist, war dies erst an nächsten Tag möglich.

Datum: 2010/07/13
Keine fette Beute

Am nächsten Morgen ging ich mit meinem Gastgeber zum Angeln. Doch zuvor zogen sie mich noch mit Kleidung aus ihrem Markt an. Doch das Fischen war wenig ergiebig, wir holten die Netze vom Vortag ein und brachten neue aus. Drei kleine Fischlein – keine Fette Beute. Bei uns hätte die jeder Fischer wieder ins Wasser geworfen... Anschließend holten wir noch Schilf, welches zur Erhaltung der künstlichen Inseln benötigt wird.

Danach fuhr ich mit dem Touristenschiff weiter zur Insel Amantanie. Dies war eine sehr lange Überfahrt und ich lernte drei Amerikanerinnen auf dem Boot kennen. Auf der Insel angekommen, standen einige Frauen am Peer, um einen zu sich nach Hause zu bringen. Denn es gab hier ebenfalls nur Privatunterkünfte. Das ganze war wie schon auf “Los Uros“ ein all-inclusive Paket. Anschließend wurden wir durch den Ort geführt und uns der Weg zu den Ruinen erklärt. Sie meinte, wir würden uns nach Sonnenuntergang wieder am Marktplatz treffen. Ich blieb nicht bis Sonnenuntergang bei den Ruinen und bin deshalb vor den Amerikanerinnen gegangen. Doch bis ich im Dorf war, war auch schon alles dunkel. Und da es hier keinen Strom gab, war es dunkel und der Ort war nicht mehr wiederzuerkennen. Nach einiger Zeit des Umherirrens entschloss ich mich, zum Hafen zu laufen. Denn dieser war gut zu erkennen und von dort würde ich den Weg sicher wieder finden... Pustekuchen, nach kürzester Zeit musste ich feststellen, dass da was nicht stimmt. Ich fragte dann jemanden auf der Straße und was für ein Zufall, der Nachbar meines Vermieters. Die Amerikanerinnen waren schon da, haben es aber auch nicht ohne fremde Hilfe geschafft.

Datum: 2010/07/12
Los Uros

Ich hatte vor, zwei Nächte auf den Inseln im Titicacasee See zu verbringen. Drum ging ich gegen Mittag zum Hafen, um zu den künstlichen Schilfinseln “Los Uros“ überzusetzen. Das ganze war recht touristisch und es wurde einem das Leben auf den Inseln demonstriert und natürlich viel zum Kauf angeboten. Doch diese Schilfinseln bestehen nur noch zu einem Zweck, nämlich als künstliche Touristenattraktion. Ich fragte mich, wo ich hier nur übernachten kann... Die einzelnen Inseln waren recht klein und irgendwie kam mir das im Augenblick wie eine Kaffeefahrt vor. Ich sprach mit dem Kapitän meines Boots und er versicherte mir, mich auf einer Insel abzusetzen, wo eine Übernachtungsmöglichkeit besteht. Ich wurde dann auf einer Insel abgeladen, wo ich tatsächlich übernachten konnte... Hier fand gerade noch eine Art Volkstanzvorführung statt. Ich hatte mir das zwar nicht angesehen, sondern bezog meine Schilfhütte. Als ich wieder zurück kam, (die Insel ist nicht so groß) luden mich die Tänzer ein mit ihnen Bier zu trinken... Es schien so als hätten sie Freibier, denn alle tranken recht viel und schnell, da sie noch das letzte Boot zum Festland erreichen mussten...

Anschließend schaute ich mir auf einem kleinen mit Solarstrom betriebenen schwarz-weiß Fernseher das Finale der Fußball WM an. Das Bild war natürlich mit zahlreichen Störungen versehen und ich konnte kaum erkennen, welcher Spieler zu welcher Mannschaft gehört. Trotzdem ein ganz besonderes Erlebnis. Als die Sonne unterging, wurde es auf den Inseln sehr ruhig (denn ich war der einzigste Tourist hier) und anschließend auch sehr kalt.

Datum: 2010/07/11
Deutschland vor – noch ein Tor!

Da meine vor kurzem gekaufte Hose am Hintern gerissen war und ich keine Lust hatte, nochmals nach einer Hose zu suchen, entschloss ich mich, diese reparieren zu lassen. Dies brachte mich zu einem Markt, der so ganz anders war als die vielen Touristenmärkte. Hier wurden Möbel, Elektronikartikel (natürlich gebraucht), Fahrräder und vieles mehr verkauft. Dass sich das alles im Freien abspielte, ist ja klar... Nach langer Suche fand ich dann endlich die Schneider, die mit fußbetriebenen Nähmaschinen am Straßenrand aufgereiht waren. Ich habe auf dem Markt noch Mittag gegessen und habe anschließend eine Bar gesucht, um das WM Spiel zwischen Deutschland und Uruguay anzusehen. In dieser Bar fiel ich mit meinem Deutschlandtrikot auf wie ein bunter Hund, da jeder irgendwie für Uruguay war! Eine sehr spannende Partie und am Ende gratulierten mir die Anwesenden zum Sieg! Na war ja nur Uruguay und nicht Peru, das verloren hatte...

Datum: 2010/07/10
Schneller Anschluss

Ich wollte heute nach Möglichkeit noch zum Titicacasee fahren. Mit Zug und Minibus ging es zurück nach Cusco. In der Touristeninformation erkundigte ich mich nach den Busverbindungen zum Titicacasee. Der Angestellte hatte eine Auflistung aller Busunternehmen und meinte, es würde nur früh morgens und spät abends Busse geben. Doch ich sah einen Bus auf der Liste, welcher in 10 Minuten fahren würde. Ich schnappte mir das nächste Taxi und ab ging es zum Busbahnhof. In letzter Sekunde kaufte ich ein Ticket und sprang in den Bus. Puh, das war geschafft! Im Bus sprach mich eine junge Peruanerin an. Sie konnte recht gut Englisch und wollte meine Fotos sehen. Es war recht unterhaltsam und liess die lange Busfahrt kürzer erscheinen.

Datum: 2010/07/09
Machu Picchu

Um 4:00 ging ich bewaffnet mit einer Stirnlampen zum Ausstieg nach Machu Picchu. Das war notwendig, wenn man zu den ersten 400 Besuchern des Tages gehören wollte. Nur den ersten 400 war es gestattet, den Berg Wayna Picchu zu besteigen. Wer mit dem Bus fährt, kommt zu spät und deshalb war diese Tortur notwendig! Nach etwa 1,5 Stunden stand ich am Eingang und wartete bis die Pforten um 6:00 öffneten. Die Ruinen boten einen merkwürdigen Anblick, denn auf den Flächen zwischen den Häusern wuchs grünes Gras. Das habe ich in Peru noch nirgends gesehen. Außerdem wurden dort Lamas gehalten, um das Gras zu mähen. Die Lamas sind Touristen gewöhnt und stehen jederzeit für ein gemeinsames Foto zur Verfügung.

Gegen 8:00 wurde der Zugang zum Berg Wayna Picchu geöffnet. Ich bin als 23. gestartet und erreichte noch unter den ersten fünf den Gipfel. Es war ein recht schmaler und steiler Anstieg dort hinauf und meine Hose ist dabei am Hintern gerissen. Gerade einmal drei Tage nachdem ich sie gekauft hatte. Das Problem war, ich konnte nicht zurück zum Hotel um die Hose zu wechseln und somit musste ich mit einer zerrissenen Hose die Ruinen besichtigen. Somit zog ich natürlich viele Blicke auf mich!

Am späten Nachmittag fuhr ich mit dem Bus nach Aquas Calientes zurück. Ich werde hier noch eine weitere Nacht verbringen und am Abend die heißen Quellen besuchen ,um mich von einem anstrengenden Tag zu erholen. Als ich gerade am Ticketschalter der Thermalquellen stand, begegnete mir Wendele mir ihrer Freundin. Die beiden hätten eigentlich schon wieder auf dem Weg nach Cusco sein sollen. Doch sie haben verschlafen und somit die Tour abgebrochen.

Datum: 2010/07/08
Deutschland vs. Spanien

Ich kaufte etwas Brot und Käse, um gemütlich in den Ruinen zu frühstücken. Gegen Mittag ging es dann mit dem Zug nach Machu Picchu. Es war eine landschaftlich schöne Zugfahrt durch tropischen Regenwald. Auch der berühmte Inca Trail schlängelt sich durch dieses Tal. Der Zug endet in Aquas Calientes, einem Touristenstädchen am Fuße von Machu Picchu. Dort ging ich direkt in die nächste Bar ,um das Fußballspiel Deutschland vs. Spanien anzusehen. Doch leider war dies kein erfolgreicher Tag für den deutschen Fußball und somit gab es auch das ersehnte Endspiel gegen Holland nicht! Als ich gegen 22:00 in mein Hotel zurückkehren wollte, begegnete mir Wendele mit ihrer Freundin. Sie sind gerade erst angekommen und waren den ganzen Tag auf den Beinen. Die Anreise mit dem Bus ist sehr langwierig und unkomfortabel. Wir haben noch gemeinsam gegessen und sind zu Bett gegangen, denn am nächsten Morgen würde der Wecker bereits um 4:00 klingeln. Und es gab noch eine gute Nachricht, die Medikamente hatten gewirkt!

Datum: 2010/07/07
Heiliges Tal der Inka

Wie schon am Tag zuvor geplant, besichtigen wir die Ruinen von Pisac und Olanta im heiligen Tal der Inka. Es war wieder sehr heiß und somit wurde die Besichtigung dieser weitlaufenden Ruinen sehr anstrengend. In Olanta ging ich am Abend noch zu den Ruinen und machte ausfindig, dass man diese ohne Probleme besichtigen kann, ohne den überzogen teuren Eintrittspreis zu bezahlen. Ich lief am Abend etwas herum und entschloss mich, am nächsten Morgen wieder zu kommen. Mein Zug nach Machu Picchu wird zur Mittagszeit abfahren.

Datum: 2010/07/06
Inkastadt Cusco

Cusco ist eine Stadt, welche von den Inka gegründet wurde und bis heute noch bewohnt ist. Dies wird natürlich durch zahlreiche historische Gebäude ersichtlich. Somit gab es hier jede Menge zu bewundern. Am Nachmittag ging ich mit Wendele auf einen Markt, um mir eine neue Hose sowie einen Rucksack zu kaufen. Außerdem besorgte mir Dr. Wendele weitere Medikamente wegen meiner Blasenprobleme. Die Mädels wollten mit einer geführten Tour von Cusco aus Machu Picchu besichtigen. Doch mich überzeugte dieses Angebot nicht. Ich wollte mit dem Zug nach Machu Picchu fahren, was zwar etwas teurer war aber auch wesentlich komfortabler. Ferner wollten die Mädels am morgigen Dienstag einige Ruinen im Umland von Cusco besichtigen, was schon auf dem Weg nach Machu Picchu lag. Ich entschloss ich mit Wendele und Ihrer Freundin diese Ruinen zu besichtigen, jedoch nicht nach Cusco zurückzukehren.

Datum: 2010/07/05
Deutschlandtrikot

Am frühen Morgen kamen wir in Cusco an. Wir fuhren alle zusammen mit dem Taxi zu einem Hotel und warteten bis die Zimmer bereit waren. Da die Strecke recht kurvenreich war, konnten wir alle im Bus nicht besonders gut schlafen. Deshalb verbrachten wir die meiste Zeit des darauffolgenden Tages mit schlafen. Am Abend liefen wir etwas durch die Stadt, um etwas zu essen und ein paar Bier zu trinken... Als ich zum Geldautomaten ging, stellte ich den Verlust meiner Kreditkarte fest. Ich versuchte die Karte zu sperren, doch diese Sonderrufnummer war von Peru aus nicht erreichbar. Somit schrieb ich eine Email an die Bank mit der Bitte meine Karte zu sperren. Doch wegen der Zeitverschiebung wird es noch einige Stunden dauern, bis die Sperre erfolgreich ist... Als ich wieder zu den anderen gestoßen bin, hatte mir Wendele ein Deutschlandtrikot überreich,t um mich auf andere Gedanken zu bringen. Wir rechneten fest mit dem Finale Deutschland vs. Holland und freuten uns natürlich auf diese Begegnung!

Datum: 2010/07/04
Hosenbeine

Die Mädels waren vom Vortag so erschöpft, dass sie mit Eseln zurrückgeritten sind... Ich hatte die Hoffnung, dass ich mein verlorenes Hosenbein wieder finden werde. Doch ich konnte es auf dem gesamten Weg nicht finden. Nach etwa einer halben Stunde sagte ein Einheimischer, er hätte mein Hosenbein gesehen, es würde ganz am Anfang des Weges liegen und es sei mit Steinen gefüllt. Ich entschloss mich zurückzulaufen, um es zu holen, denn ich hatte keine Lust, mir neue Hosen zu kaufen... Das würde sicher auch eine Stunde dauern... Also trennte ich mich von der Gruppe, um mein Hosenbein zu holen... Auf dem Weg kam mir ein Mann mit einem Radio entgegen. Es lief gerade das Spiel Deutschland vs. Argentinien und es stand 1:0 für Deutschland. Unglaublich !!! Als ich unsere Gruppe einholte, war das Spiel schon zu Ende und alle gratulierten mir zum Erfolg der deutschen Nationalmannschaft. Sie hatten auch ein Radio; doch wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht zurückgelaufen. Ich hätte lieber das Spiel verfolgt. Allerdings dachte ich, die wollen mich verarschen, denn ich hielt es für unmöglich, dass wir so hoch gegen Argentinien gewonnen haben. Erst als wir im Dorf ankamen, war für mich klar, dass ich nicht auf den Arm genommen wurde...

Die drei Mädels wollten wie ich nach Cusco weiterreisen. Deshalb trennten wir uns nach der Wanderung von dem Japaner und dem peruanischen Führer. Mit dem Bus ging es zurück nach Arequipa, um von dort mit dem Nachtbus nach Cusco weiterzufahren. Als ich am Abend meine Hosenbeine anlegen wollte, stellte ich fest, dass beim Auffüllen meines Hosenbeins mit Steinen der Reißverschluss beschädigt wurde. Das Hosenbein war somit unbrauchbar und ich bin völlig umsonst zurückgelaufen. So ein verdammter Mist!

Datum: 2010/07/03
Darling, how is your pee?

Am nächsten morgen fragte mich Wendele aus Holland: “Darling, how is your pee“? Leider war keine Besserung eingetreten und Dr. Wendele sagte mir, welche Medikamente ich noch probieren könnte. Doch da es hier keine Apotheken gab, wird es noch ein paar Tage dauern, bis ich mich mit neuer Medizin eindecken kann. Wir liefen den ganzen Tag zusammen und unterhielten uns prächtig. Es wurde immer heißer, nicht nur das Wetter, sondern auch unsere Gesprächsthemen... Als ich die Hosenbeine meiner Zip Off Hose in meinem Rucksack verstauen wollte, ging der Reißverschluss des Rucksacks kaputt. Ich hatte mit dem Rucksack, auf dem Rockhopper Cody abgebildet war, eh schon viel Aufmerksamkeit von den Mädels erhalten. Es sei ja so cool, dass ich mit einem Kinderrucksack unterwegs sei...

Der Colca Canyon ist einer der tiefsten Canyons der Welt. Unten war ein Fluss und dort legten wir eine kleine Pause ein. Wir waren sehr müde und ich legte mich mit Wendele in den Sand... Doch der Führer wollte für unseren Geschmack viel zu früh zur letzten Etappe aufbrechen. Leider stellte ich fest, dass ich eines meiner Hosenbeine verloren hatte, da der Rucksack nicht mehr richtig zu schließen war. Es war aber viel zu anstrengend, den Weg bei dieser Hitze wieder zurückzulaufen. Unser Tagesziel war eine Herberge mitten in den Bergen. Dort bekamen wir etwas zu essen und ein Bett. Außerdem gab es dort zwei Schwimmbecken, die mit heißem Quellwasser gefüllt werden. Nach dem Essen kauften wir ein paar Bier und machten uns auf den Weg zu diesen Schwimmbecken. Das war ein wirklich herrlicher Ausklang dieses Tages. Ich flirtete mit Wendele und irgendwann haben es auch die anderen gespannt und sind freundlicherweise ins andere Schwimmbecken gewechselt...

Datum: 2010/07/02
Sprechstunde im Restaurant

Eigentlich wollten Henry und Charlotte mit mir in den Colca Canyon fahren. Doch die beiden waren in einer so schlechten Verfassung, dass sie die Reise nicht auf sich nehmen wollten. Da Charlotte ohnehin in drei Tagen zurück nach London fliegt, war auch nicht die Zeit, dass die beiden am nächsten Tag nachkommen... Ich hatte allerdings genug von Arequipa und entschloss mich zur Abreise mit dem Bus um 14:00. Da mich immer noch der Durchfall plagte, kaufte ich mir noch eine Flasche Cola als Wegproviant! Im Bus waren recht wenig Passagiere, somit konnte ich mich quer über vier Sitze legen um zu schlafen. Auf halber Strecke kam ein offiziell aussehender Ticketverkäufer in den Bus und wollte Eintrittskarten für den Colca Canyon verkaufen. Es waren noch weitere Touristen im Bus, welche dieses Ticket nicht gekauft hatten und somit stellte ich mich einfach dumm. “No comprendo, no hablas espaniol“! Da der Kerl natürlich kein Englisch spricht und es sich eh nicht um ein offizielles Ticket handelt war das Problem somit gelöst... Ich bekam von der Nacht zuvor sehr starkes Sodbrennen, doch leider hatte ich nur Cola zum trinken ,was natürlich alles andere als ideal war. Der Bus hat auch nicht gestoppt und somit gab es für mich keine Möglichkeit etwas zu trinken zu bekommen. Es wurde dunkel und richtig kalt im Bus. Da es tagsüber warm war, hatte ich keine warme Kleidung mit in den Bus gebracht. Deshalb steckte ich meine Arme unter mein T-Shirt, um mich etwas aufzuwärmen. Als wir endlich in Cabanaconde ankamen, fragte mich ein Peruaner, wo ich denn übernachten werde. Er schien eine Art Führer dieser Touristengruppe zu sein! Ich hatte keine Ahnung wo ich schlafen werde und er forderte mich auf, mich seiner Gruppe anzuschließen!

Zu diese Gruppe gehörten noch ein Japaner und drei Mädels, die alle allerdings nur schlecht Englisch sprachen. Auf dem Weg zum Essen sprach mich eine Holländerin, welche auch zu dieser Gruppe gehörte, an. Ich fand es sehr nett, dass sie mich von sich aus ansprach und sie konnte auch perfekt Englisch. Wir saßen uns beim Essen gegenüber und als sich herausstellte, dass sie Ärztin ist, fragte ich sie natürlich sofort, ob sie mir mit meiner Blasenentzündung weiterhelfen kann. Da meine Reiseversicherung leider nicht verlängert werden konnte, würde ich mir so die Arztkosten sparen. Somit hatte ich ein Arztgespräch in einem Restaurant, auch mal was neues... Nach dem Essen besprachen wir noch die zweitägige Wanderung durch den Colca Canyon.

Datum: 2010/07/01
Erschöpfung

Wir wurden zeitig geweckt und bekamen Frühstück, doch außer Tee habe ich zu dieser frühen Stunde nichts hinunterbekommen. Anschließend machten wir uns mit den Stirnlampen auf den Weg zum Gipfel. Nach etwa einer Stunde mussten wir die Steigeisen anlegen, um ein vereistes Schneefeld zu überqueren. Das war sehr unangenehm, da wir schräg zum Hang laufen mussten und die Oberfläche durch die Fußtritte anderer Bergsteiger extrem uneben war. Auf halbem Weg entschieden sich zwei Expeditionsteilnehmer, mit einem der Führer zurück ins Basislager zu gehen. Der bisherige Weg war kein Pappenstiel, doch ich wollte weitergehen. Nun ging es sehr steil den Berg hinauf und nach einer weiteren Stunde war ich am Ende meiner Kräfte angelangt. Es ging einfach gar nichts mehr. Hier war wirklich Schluss für mich! Der Führer sagte, wir dürfen nicht alleine zurück laufen und müssen warten, bis er wieder kommt. Doch da die Sonne gerade erst aufging, war es natürlich bitter kalt. Ich blieb gemeinsam mit dem Israeli zurück und die letzten zwei der Gruppe machten sich auf den Weg zum Gipfel. Immerhin noch über 300 Höhenmeter! Doch es war so kalt, dass wir uns entgegen der Empfehlung zum Abstieg entschieden. Dadurch, dass ich bis zur Erschöpfung gelaufen war, war selbst der Abstieg unheimlich anstrengend. Nach 5 Minuten Abstieg musste ich wegen Erschöpfung fünf Minuten rasten und dies setzte sich für den Rest des Weges fort. Somit dauerte der Rückweg zum Camp doppelt so lange wie der Hinweg. Dort legte ich mich in die Sonne und wartete bis die Gipfelstürmer hier eintrafen. Mit den letzten Kräften baute ich mit meinem Kollegen das Zelt ab und wir nahmen die letzten 250 Höhenmeter Abstieg in Angriff.

Als ich wieder im Hotel war, warf ich mir gleich mal Antibiotika ein, um die Blasenentzündung in Griff zu bekommen. Außerdem hatte ich auch wieder Durchfall und war total erschöpft. Ich duschte noch und legte mich ins Bett. Just in diesem Moment hörte ich ein Gegacker im Gang. Das mussten Henry und Charlotte sein, denn wer würde sonst Fuck Off wie ein Hühnchen gackern! Ich war zwar überhaupt nicht in der Verfassung, mit den beiden die Nacht durchzusaufen, doch wer mich kennt weiss, das es dafür nicht besonders viel Überzeugungsarbeit braucht. Wir gingen in ein Restaurant zum Abendessen und anschließend in eine Bar um Pisco Sour zu trinken. Wir bestellten sogleich einen ganzen Pticher von diesem Cocktail und es folgten noch drei weitere! Recht betrunken kehrten wir in den frühen Morgenstunden in unser Hotel zurück.

Datum: 2010/06/30
Dünne Luft!

Heute war es nun endlich so weit, wir wurden in unserem Hotel von der Bergsteigeragentur abgeholt. Im Jeep traf ich zwei Jungs aus Vorarlberg, die auch in meiner Gruppe waren. Wir wurden mit dem Jeep auf 5100 Meter Höhe gebracht. Das war natürlich ein gewaltiger Höhenunterschied in einer sehr kurzen Zeit, was dem Körper ganz schön zu schaffen machte... Wir mussten etwa 250 Höhenmeter zum Basislager überwinden, was schon sehr anstrengend war. Das Aufbauen des Camps in dieser Höhe war auch eine Herausforderung. Die dünne Luft war hier sehr deutlich zu spüren. Als die Sonne hinter den Berggipfeln verschwand, wurde es bitterkalt und wir fanden uns im Gemeinschaftszelt ein, welches von unseren Bergführern aufgebaut wurde. Dort war es wärmer und wir bekamen Tee und anschließend auch eine warme Mahlzeit. Doch bedingt durch die Höhe hatte ich gar keinen Hunger und das Essen fiel mir sehr schwer. Kaum zu glauben, dass ich mal nicht den Teller ausesse! Zu allem Überfluss kündigte sich bei mir noch eine Blasenentzündung an, welche mir sehr zu schaffen machte! Um 20:00 Uhr bekamen wir noch einen Tee, welcher mit Coca Blättern aufgegossen wurde. Dies soll wohl den Höhenproblemen entgegenwirken! Kurz danach machten wir uns auf den Weg in unsere Zelte, da wir am nächsten Morgen um 3:00 aufbrechen werden! In der Nacht war es saukalt und bedingt durch meine Blasenprobleme musste ich das Zelt mehrmals bei dieser Eiseskälte verlassen.

Datum: 2010/06/29
Mumien

Ich machte am Morgen nochmals einen Versuch, eine Expedition auf den Vulkan Chachani zu buchen. Dabei traf ich einen Israeli, welcher im gleichen Hotel wie ich übernachtete... Er hatte gleiche Pläne und wir schlossen uns zusammen, um einen Führer zu buchen. Wir fanden eine Agentur, welche einen sehr guten Eindruck machte und wir konnten bereits mit dem Führer sprechen, der uns am nächsten Tag führen würde. Wir machten für den Abend einen Termin aus, um die Ausrüstung abzuholen.

In der Zwischenzeit besuchte ich ein Museum, welches über den Opferkult von Inkastämmen informierte. Dabei wurde ein Film gezeig,t wie die Inka mit einer spartanischen Ausrüstung die über 6000 Meter hohen Vulkane besteigen, um dort ihre Kinder zu opfern. Außerdem sind dort Mumien von Kindesopfern zu sehen, ein wirklich schauriger Anblick!

Datum: 2010/06/28
Kloster Santa Catalina

Heute ging es mir schon wesentlich besser und ich entschloss mich, morgen den Vulkan Chachani zu besteigen. Einen der leichtesten 6000er dieser Erde. Ich klapperte ein paar Reisebüros ab und fand nach einiger Zeit ein Unternehmen, welches am morgigen Montag eine Tour anbietet. Später besuchte ich das Kloster Santa Catalina. Dieses Kloster war eigentlich eine riesige Stadt, die von dicken Mauern umgeben war. Ich verbrachte etwa drei Stunden mit der Besichtigung der historischen Kirchen und Kapellen sowie anderer Gebäude und Einrichtungen. Es gab sogar ein kleines Café, um sich wieder zu stärken und die müden Beine auszuruhen... Danach habe ich noch Proviant für die Bergtour eingekauft und bin ins Hotel zurückgegangen, um meine Sachen zu packen. Plötzlich klingelte das Telefon und die Rezeptionistin meinte, ich hätte Besuch. Es war der Kerl aus dem Reisebüro; dieser gab mir mein Geld zurück und meinte, die Expedition könne nicht stattfinden, da es zu wenig Leute seien. Ich beschwerte mich natürlich sofort, doch es war klar, dass mir das auch nicht helfen würde, den Vulkan morgen zu besteigen!

Datum: 2010/06/27
Medicina diarrea

Heute gingen mir die Durchfalltabletten aus... Ich ging in eine Apotheke und sagte zur Verkäuferin “Medicina diarrea,“ welche mir daraufhin eine Frage stellte, die ich nicht verstanden habe. Also wiederholte ich einfach “Medicina diarrea“! Darauf hin fragte sie “Cuánto“? Ich antwortete “diez, por favor“ und bekam einen Zettel, mit dem sie mich zur Kasse schickte. Dieser wurde dort abgestempelt und dann ging es zur Medikamentenausgabe. Dort nahm die Dame zehn Pillen aus der Packung und überreichte mir ein kleines Säckchen. Keine Schachtel oder Gebrauchsanweisung. Naja, die hätte ich eh nicht verstanden, aber den Namen von diesen Pillen hätte ich dann doch gerne gewusst... Egal, der Magen rumpelte und ich spülte eine Pille mit Cola hinunter.

Es war ein wunderschöner Tag und ich entschied mich zu einem kleinen Spaziergang, der im Reiseführer empfohlen wurde. Dieser endete auf einem schönen Platz, der von Bäumen beschattet wurde sowie von alten Häusern und einer Kirche umrundet war! In der Kirche wurde gerade eine Hochzeit abgehalten und auf dem Platz hatten die Kinder eine Riesengaudi, die Tauben zu füttern und sie anschließend aufzuscheuchen.

Datum: 2010/06/26
Bettruhe

Heute ging es mir auch nicht viel besser wie gestern, deshalb hütete ich auch heute wieder das Bett. Gegen Abend machte ich einen Spaziergang zur Plaza de Armas. Die historischen Gebäude waren wunderschön beleuchtet und auf dem Hauptplatz pulsierte das Stadtleben... Alle Bänke waren besetzt und es tummelten sich zahlreiche Schuhputzer und fliegende Händler.

Datum: 2010/06/25
Angeschlagen

Ich war total erschöpft und bin deshalb recht lang im Bett geblieben. Ich hatte Gliederschmerzen, die Haut war gereizt und mit der Verdauung stimmte auch was nicht so recht... Die Gliederschmerzen sowie die Hautreizung führte ich auf das Sandborden in Huacachina zurück. Durch ungewohnte Bewegungen habe ich wohl Muskelkater bekommen der Sand, welcher natürlich überall war, hat durch Reibung die Haut gereizt... Mir gings auf jeden Fall nicht gut und ich habe mich entschlossen, den Tag im Bett zu verbringen. Zum Glück war das WiFi Signal stark genug, somit konnte ich das Internet in meinem Zimmer nutzen!

Datum: 2010/06/24
Nazca Linien

Ich wollte so früh wie möglich über die Linien fliegen, um mit dem Frühstücken bis nach dem Flug zu warten. Gegen 8:30 wurden wir am Hotel abgeholt. Ich werde zusammen mit einem Franzosen in einer Maschine fliegen, die zwei Personen befördern kann. Doch leider mussten wir recht lange warten, bis wir starten konnten. Ich wurde ungeduldig, da ich hungrig wurde und der Franzose hatte wahnsinnige Flugangst und wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen... Mit etwa einer Stunde Verspätung starteten wir dann endlich. Da über jeder der einzelnen Figuren eine Acht geflogen wird, ging einem das ganz schön auf den den Magen. Selbst wenn der leer war. Dieser Flug war wirklich sehr beeindruckend, denn das gesamte Gebiet war mit tausenden gerader oder gebogener Linien überzogen. Die Hauptattraktion waren natürlich die 14 Figuren, welche auf unserer Route angeflogen wurden.

Während des Mittagsessens schaute ich mir das entscheidende Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft an. Doch leider musste ich das Lokal nach der ersten Halbzeit verlassen, um den Bus nach Arequipa zu erwischen. Zum Glück gab es im Bus wieder WiFi und ich konnte mit dem Internetticker das Spiel verfolgen. Um Mitternacht kamen wir am Busbahnhof in Arequipa an und ich teilte mir ein Taxi mit zwei Franzosen. Sie hatten eine Hotelreservierung, doch für mich war auch noch ein Bettchen in dieser Unterkunft frei.

Datum: 2010/06/23
Pinkelpause

Ich fuhr mit dem Taxi zurück nach Ica, um von dort einen Bus nach Nazca zu nehmen. Im Bus warteten einige Leute auf dessen Abfahrt, aber der Bus war noch nicht voll genug und somit verzögerte sich die planmäßige Abfahrt. Die Passagiere wurden recht ungeduldig und starteten mit Rufen: “Vamos“... “Vamos chicos“ oder “Uno y media, vamos, vamos, vamos“! Ich weiß nicht, ob es was gebracht hat, doch nach einiger Zeit setzte sich der Bus tatsächlich in Bewegung. Der Fahrer war recht zügig unterwegs und er hielt immer nur sehr kurz, wenn Passagiere ein- oder aussteigen wollten. Ich erklärte dem Fahrer, dass ich pinkeln muss, doch dass interessierte ihn nicht wirklich. Im nächsten Ort meinte ein weiterer Passagier, ich könne hier schnell auf Toilette gehen. Als ich gerade dabei war, mein Geschäft zu verrichten, hörte ich den Busfahrer ungeduldig hupen. Die Toilettendame wollte dann auch noch, dass ich für diesen Service bezahle, doch ich hatte keine kleinen Münzen und sie kein Wechselgeld. Der Busfahrer rief mir ungeduldig “Vamos“ zu und somit bin ich ohne zu zahlen mit dem Bus davongerauscht... Die Dame schimpfte mir hinterher, aber das habe ich zum Glück nicht verstanden.

Ich kam am späten Nachmittag in Nazca an und wurde von einem Hotelbesitzer am Busbahnhof abgeholt. Die wollten mich natürlich sofort in ein Flugzeug über die berühmten Nazca Linien setzen. Doch ich war so hungrig, dass ich erst mal was essen wollte. Er meinte zwar, es sei keine gute Idee, vor dem Flug zu essen, doch ich war so hungrig, dass ich es nicht hätte genießen können. Danach war es dann zu spät, um noch am selben Tag zu fliegen. Ich entschied mich deshalb zu einem Aussichtsturm zu fahren. Von hier konnte man drei dieser Figuren sehen. Doch dies war nicht sonderlich beeindruckend. Ich traf dort einen Polen, der in Deutschland arbeitet. Wir haben uns nett unterhalten und sind gemeinsam noch zu einem kleinen Aussichtsberg gelaufen. Als wir von dort zurück kamen, war es bereits dunkel. Wir befanden uns etwa 30 km außerhalb von Nazca und warteten am Straßenrand auf einen Bus. Da sehr lange kein Bus kam, entschlossen wir uns, es per Anhalter zu versuchen. Nach einiger Zeit hatten wir Glück und fanden auf der Ladefläche eines Pickups Platz. Auf halbem Weg wurde der Wagen durch eine Polizeikontrolle gestoppt. Ich dachte schon, wir würden nun Ärger bekommen, doch einer Polizisten fragte uns nur ob alles OK sei...

Datum: 2010/06/22
Riesiger Sandkasten

Ich hatte mich mit Stéphane und seiner Freundin zum Mittagessen verabredet und bin auch erst kurz vorher aufgestanden. Die beiden hatten schon eine Baggytour in die Wüste gebucht. Ich wollte diese Tour aber nicht in einer Gruppe machen und habe die beiden deshalb zu einer Privattour überredet. Das Problem war nur, dass sie bereits bezahlt hatten und somit konnten wir nur bei dem Anbieter, der bereits das Geld hatte, entsprechend umbuchen. Die Privattour war letztendlich nur zwei Euro pro Person teurer.

Gegen Abend rasten wir dann zu dritt mit einem Fahrer durch die Wüste. Das ganze fühlte sich wie eine Achterbahnfahrt an, wenn der Baggy die Sanddünen hoch und runter raste! An einer riesigen Sanddüne bekamen wir dann Sandbords und rutschten den Berg hinunter. Unten wurden wir wieder abgeholt. Nach etwa zwei Stunden in diesem riesigen Sandkasten brachte uns der Fahrer zu einer Stelle, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Datum: 2010/06/21
Oase Huacachina

Gegen Mittag habe ich einen Bus nach Ica genommen, um von dort in die nahe gelegene Oase Huacachina weiter zureisen. Ich war sehr vom Komfort in diesem Bus überrascht. Sehr bequeme Sessel und gleich nach der Abfahrt gab es ein Mittagessen. Wenn ich dies gewusst hätte, wäre ich kurz vorher nicht mehr zu Burger King gegangen. Natürlich gab es an Bord auch Filme und einige Radioprogramme, ja sogar Drahtlosinternet war verfügbar, doch ich hatte mein Laptop im Gepäckraum des Busses... Schon kurz nach Lima begann eine Wüstenlandschaft, welche bis Ica nicht endete. Erst nach Einbruch der Dunkelheit sind wir dort angekommen, doch die Sonne geht hier schon recht früh unter. Neben mir ist noch ein französisches Pärchen ausgestiegen und ich fragte die beiden, ob sie das Taxi nach Huacachina mit mir teilen wollen.

Wir sind zwar in unterschiedlichen Hotels abgestiegen, doch haben uns zum Abendessen verabredet. Stéphane arbeitet für Lacoste in Lima und lebt schon seit fast einem Jahr in Peru. Er konnte mir deshalb einige peruanische Gerichte erklären und empfehlen. Danach wollten wir noch etwas trinken und landeten in der Bar meines Hotels. Mir ist die laute Musik schon vor dem Abendessen aufgefallen. Schlafen wäre hier sowieso nicht möglich. Es gab eine Feuerstelle, um die einige amerikanischen Mädels saßen. Als die Mädels gegangen waren, hatten wir noch nicht genug und sind mit den Angestellten in ein anders Lokal gegangen. Erst in den frühen Morgenstunden kehrten wir in unsere Hotels zurück.

Datum: 2010/06/20
Fifa Fan Fest

Heute habe ich das Zentrum von Lima besucht. Viele Reisende meinten, Lima sei keine schöne Stadt, doch mir hat das historische Zentrum mit Plaza San Martin und Plaza de Armas sowie die Fußgängerzone recht gut gefallen. Ich hatte Glück und kam zufällig zum Wachwechsel am Regierungspalast vorbei. Die Straße vor dem Palast wurde von Polizisten abgesperrt und somit konnte man das Spektakel nur aus der Ferne beobachten. Ein Polizist schlief im Stehen und stützte sich auf seinem Schutzschild auf. Ein Bild für Götter...

Ich überquerte den Fluss Rio Rímac und gelangte zu älteren Wohnvierteln. Hier wurde Wäsche auf Telefonleitungen aufgehängt und Straßenkünstler verkauften ihre Bilder durch eine Art Lotterie. Diese Verlosung zog viel Aufmerksamkeit auf sich und ich schaute eine Zeit lang zu. Später habe ich in einem günstigen Restaurant zu Mittag gegessen und bin zur Plaza de Armas zurückgegangen.

Hier habe ich den Bischofssitz mit vielen alten Gemälden und historischen Skulpturen besichtigt. Ich bekam eine private englische Führung von einer netten Peruanerin. Während der Führung konnte man immer wieder die Leute auf der Plaza de Armas hören, welche das WM Spiel Kamerun vs. Dänemark auf dem Fifa Fan Fest verfolgten. Nach dem Spiel tanzten hübsche Mädchen in Tangas zu Sambarhythmen auf der Bühne, was dem vorwiegend männlichem Publikum natürlich gut gefallen hat...

Datum: 2010/06/19
Miraflores

Dieser Tag startete wie der vorherige begonnen hatte... Bewerbungen schreiben, Reisepläne schmieden und mit Freunden über das Internet telefonieren. Am Abend raffte ich mich auf, um den Stadtteil Miraflores zu besichtigen. Außerdem wollte ich noch ein Goldmuseum besuchen, welches sich in einem großen Shoppingcenter befindet. Doch dieses Museum befindet sich wohl nicht mehr dort! Das riesige Schoppingcenter war recht imposant, denn es befand sich quasi in den ans Meer abfallenden Klippen. Kaum vorstellbar, oder?

Datum: 2010/06/18
Der Ernst des Lebens kündigt sich an!

Um kurz nach Mitternacht landete mein Flugzeug in der peruanischen Hauptstadt Lima. Die einzige Möglichkeit zu dieser späten Stunde noch in die Stadt zu kommen war ein Taxi. Ich hatte noch die Möglichkeit in einem der günstigen Sammeltaxis mitzufahren. Einige Hostels waren bereits ausgebucht, doch nach einer kurzen Suche habe ich dann doch noch ein Bett bekommen.

Am nächsten Morgen habe ich erst einmal ausgeschlafen. Da sich meine Reise so langsam dem Ende nähert, habe ich heute ein Dossier erstellt, welches ich schon vor dem Ende meiner Rückkehr an einige Personalbüros übermitteln möchte. Natürlich in der Hoffnung einen möglichst reibungslosen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu schaffen. Diese Tätigkeit hat den Rest des Tages in Anspruch genommen und somit bin ich wieder ins Bett, ohne etwas von Lima gesehen zu haben!

Datum: 2010/06/17
Zwei Flaschen Wein

Noch vor dem Frühstück bin ich losgezogen, um die Karten für die Überfahrt nach Buenos Aires zu kaufen. Es war unbedingt erforderlich, einen Platz auf der Morgenfähre zu bekommen, da wir sonst unsere Flüge verpasst hätten. Zum Mittagessen gingen wir nochmal in unser Lieblingssteakhouse und ließen uns natürlich auch die beiden im Preis enthaltenen Weinflaschen bringen. Die Bedienung fragte zweimal nach, ob wir wirklich zwei Flaschen Wein zum Mittagessen wollen... Rosemond meinte, wir sollten noch eine weitere Flasche bestellen weil die Bedienung bei zwei Flaschen ihren Augen schon nicht trauen wollte! Das haben wir dann auch gemacht, allerdings hat der Wein dann auch seine Wirkung gezeigt!

Gut angeheitert sind wir dann mit dem Taxi zum Flughafen gefahren. Beim Einchecken wurden wir zu einem Automaten geschickt. Allerdings hat dieser Automat nur spanisch gesprochen und außerdem war ich auch nicht in der Verfassung, mich nun mit einer Maschine zu beschäftigten. Ich bin einfach zum Check-in und habe der Dame auf Englisch erklärt, dass der Automat nicht funktioniert. Mein Flugzeug nach Lima flog eine Stunde nach Rosemonds vom gleichen Gate, somit konnten wir dort noch gemeinsam die letzten Stunden verbringen...

Datum: 2010/06/16
Hundetot

Wir haben uns entschlossen das Frühstück auf der Dachterrasse zu genießen. Nach einem ausgiebigen Frühstück liefen wir gemütlich zum Leuchtturm. Von dort aus hatte man einen tollen Blick über den Ort und die Küste. Am Leuchtturm hielten sich einige Seelöwen auf, die einen fürchterlichen Gestank verbreiteten. Am Nachmittag mussten wir leider schon wieder abreisen, da am morgigen Mittwoch unsere Flüge von Buenos Aires aus gingen.

Mit dem Truck ging es am Strand entlang zurück. Die Hunde rannten neben uns her und bellten wie verrückt. Plötzlich gab es ein Gejaule und einer der Hunde kam unter die Räder. Der Fahrer hat nicht angehalten, aber die anderen Hunde waren natürlich sofort weg! Nun standen wir wieder an der Straßenkreuzung und warteten auf den Bus nach Montevideo. Dieser war leider sehr langsam unterwegs und wir erreichten die Hauptstadt erst um 21:00. Eigentlich war die Weiterreise nach Buenos Airs vorgesehen, doch das letzte Boot ist vor einer halben Stunde gefahren. Deshalb ging es dann mit dem Bus weiter nach Colonia, denn von dort würde die Überfahrt nach Argentinien am nächsten Tag nur eine Stunde dauern.

Datum: 2010/06/15
Ohne Strom und fließendes Wasser

Heute morgen machten wir uns um 9:00 auf den Weg nach Cabo Polonio. Leider gab es erst nach 9:00 Frühstück und so machten wir uns hungrig auf den Weg... Doch bereits nach 1,5 Stunden mussten wir in einen anderen Bus umsteigen und hatten somit genügend Zeit, das Frühstück nachzuholen... Dieser Bus setzte uns dann an einer Straßenecke irgendwo im nirgendwo ab. Es gab dort eine kleine Hütte, wo auch ein Mann drin saß, welcher uns ein Ticket für den Bus nach Cabo Polonio verkaufte... Als dieser nach einiger Zeit anrollte, staunten wir nicht schlecht. Ein Allradtruck mit Sitzbänken auf der Ladefläche. Nach einer 40-minütigen Fahrt durch die Sanddünen erreichten wir die Hippie Kommune Cabo Polonio!

In Cabo Polonio gibt es keine offiziellen Unterkünfte. Man fragt einfach bei den Leuten, ob man bei ihnen übernachten kann... Es gibt hier auch keinen Strom oder fließendes Wasser. Doch der Ort war wie leer gefegt, keine Menschenseele zu sehen! Wir klapperten ein Haus nach dem anderen ab und klopften an den Türen, doch niemand war zuhause! Nach einiger Zeit bellte uns ein Hund an; daraufhin kam ein Mann, welcher seinen Hund zurückpfiff. Er meinte, die anderen seien alle im Dorfladen, um sich das WM Spiel anzusehen. Wir hatten Glück, denn er konnte uns ein Haus seines Freundes überlassen, welcher im Winter nicht hier ist! Somit hatten wir ein kleines buntes Hippie Häuschen mit Feuerstelle, Gasherd, Dachterrasse, einem Plumsklo und einer Dusche, welche vom Dachwasserspeicher bedient wird!

Anschließend führte uns Fernando zum Dorfladen um einzukaufen. Dort saßen alle vor einem Laptop mit TV Karte, um das WM Spiel zu verfolgen. Dies war ein sehr amüsantes Bild... Wir kauften Brot, Käse und Würste für Sandwiches sowie Nudeln, Tomaten und Zwiebeln fürs Abendessen. Nach einem kurzen Snack packten wir ein Sandbord und machten uns auf den Weg in die Sanddünen. Der Hund, welcher uns vorher noch angebellt hatte, folgte uns als treuer Begleiter! Rosemond und ich wir übten uns im Sandborden, und es war recht lustig, auch wenn wir mehr im Sand lagen... Man benötigt recht steile Dünen, damit man auch an Fahrt gewinnt. Deshalb suchten wir recht lange, bis wir etwas vernünftiges gefunden hatten. Da wir vergessen hatten Kerzen zu kaufen, mussten wir nochmals zurück in den Laden. Bei Einbruch der Dunkelheit machte ich ein Feuer im Kamin und Rosemond kochte die Nudeln. Danach ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Datum: 2010/06/14
Strandspaziergang

Der Badeort Punta del Diablo ist im Winter wie leergefegt. Im Sommer tummeln sich hier tausende Touristen an den Stränden, doch heute waren nur ein paar Surfer in Neoprenanzügen zu sehen. Wir liefen den ganzen Tag an der Küste entlang und trafen dabei kaum eine Menschenseele. Es war ein sehr schöner und langer Spaziergang. Irgendwie war es uns nicht so bewusst, dass wir das alles auch wieder zurück laufen müssen, deshalb sind wir erst sehr spät in den Ort zurückgekommen. Doch es war ein wunderschöner Tag und wir waren hungrig und müde! Das Fußballspiel haben wir zwar verpasst, doch Deutschland hat erwartungsgemäß gewonnen!

Datum: 2010/06/13
Es fährt kein Bus

Eigentlich wollten wir heute von Montevideo nach Cabo Polonio fahren. Doch der einzigste Bus fuhr um 16:00 und es war gerade mal 10:00! Außerdem würden wir Cabo Polonio nicht mehr erreichen, da man die letzten Meter mit einem Allrad Truck zurücklegen muss, welcher nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fährt! Wir entschlossen uns deshalb, nach Punta del Diablo zu fahren. Denn hierbei benötigten wir keine weiteren Verkehrsmittel und der Bus fuhr bereits um 13:30. Dieser Busbahnhof war in einem Shoppingcenter untergebracht. Rosemond nutzte die Zeit zu einem Einkaufsbummel und ich ging in ein Internetcafé. Gegen Abend kamen wir im Badeort Punta del Diablo an und folgten einem australischen Pärchen zum Hostel. Morgen steht das Spiel Deutschland vs. Australien auf dem Programm!

Datum: 2010/06/12
Vamos Uruguay

Heute besichtigten wir die Hauptstadt Uruguays, Montevideo. Doch auch hier war ein Tag mehr als ausreichend, um die Hauptattraktionen anzuschauen. Gegen Nachmittag suchten wir eine Bar um das WM Spiel Uruquay vs. Frankreich zu verfolgen. Dies war schwieriger als gedacht, doch nach einiger Zeit fanden wir einen ansprechenden Ort. Public Viewing gibt es hier nicht! In jedem Bus war in der Frontscheibe eine Uruguay Flagge und ein Schild mit der Aufschrift “Vamos Uruguay“ zu sehen. Im Hostel trafen wir zwei Franzosen, welche uns in diese Bar begleiteten. Die Fußballstimmung war für ein südamerikanisches Land mehr als enttäuschend! In Deutschland ist das Fußballfieber einiges höher! Ohnehin ein langweiliges Spiel mit einem 0:0 unentschieden!

Datum: 2010/06/11
Reitausflug

Eigentlich wollten wir am Vormittag einen Reitausflug machen, doch dies war leider erst am Nachmittag möglich!. Deshalb mussten wir den Vormittag in Colonia totschlagen. Dieser Ort ist recht übersichtlich und wir hatten gestern eigentlich schon alles gesehen. Wir gingen in einen Park und genossen dort die Sonne. Vor dem Reitausflug genehmigten wir uns noch eine Pizza.

Wir fuhren gemeinsam mit einem österreichischen Pärchen zur Pferdeweide, wo wir unsere Pferde bekamen. Der Weg führte nach etwa einer Stunde zum Strand, wo wir bei strahlendem Sonnenschein eine herrliche Aussicht genossen. Rosemonds Pferd war recht langsam und wir mussten immer wieder auf sie warten. Irgendwie ließ sich dieses Pferd nicht beschleunigen... Es trottete einfach vor sich hin! Mit Einbruch der Dunkelheit waren wir wieder in Colonia und wir fuhren mit dem nächsten Bus nach Montevideo, wo wir um etwa 21:00 Uhr eintrafen!

Datum: 2010/06/10
Mit dem Boot nach Colonia

Mit einem Tag Verspätung ging es heute mit dem Boot in etwa einer Stunde von Buenos Aires nach Colonia in Uruguay. Dort fanden wir unglaublich viele Oldtimer auf den Straßen. Colonia ist ein nettes Städtchen mit schönen Gebäuden und Museen. Zum Abendessen gabs leckere Chorizo Würste und Kartoffelsalat!

Datum: 2010/06/09
Nachwirkungen

Eigentlich wollten wir heute morgen mit dem Boot nach Uruguay übersetzen, doch die Auswirkungen der letzten Nacht machten diese Pläne zunichte. Kurzum entschlossen wir, dass Uruguay noch einen Tag auf uns warten muss und wir werden diesen Tag langsam angehen. Zur Mittagszeit gingen wir zum Brunch in ein nahegelegenes Café. Den Rest des Tages liefen wir etwas umher und besuchten unter andern das Hard Rock Café sowie den berühmten Friedhof Recoleta.

Datum: 2010/06/08
All You Can Eat Steakhouse

Da die Batterie meines Laptops sich nicht mehr aufladen lässt, machte ich mich auf den Weg zum acer Servicecenter in Buenos Aires. Aber wie das immer so ist mit der internationalen Garantie, es will einfach keiner zuständig sein! Das Servicecenter war in der Nähe des Künstlerviertels La Boca, welches wir anschließend besuchten. Dort blieben wir bis zum Einbruch der Dunkelheit und fuhren dann mit dem Bus ins Hotel zurück.

Am Abend gingen wir in ein vorzügliches “All You Can Eat Steakhouse“. Wir mussten vor dem Restaurant warten, bis wir einen Platz bekamen. Für etwa 15 Euro pro Person bekommt man so viel Fleisch und Salat wie man essen kann sowie eine Flasche Wein pro Person. Nach zwei Flaschen Wein und jeder Menge vorzüglichen Fleisch waren wir gut in Stimmung und fuhren mit einem amerikanischen Pärchen, das wir im Restaurant getroffen hatten, in Vergnügungsviertel Palermo. Dort tanzten und feierten wir bis in die frühen Morgenstunden!

Datum: 2010/06/07
Buschaos

Der Bus kam um 7:15, eine Stunde früher als erwartet am Busbahnhof in Buenos Aires an. Ich werde mich heute hier mit Rosemond von den Falklandinseln treffen, um ein paar gemeinsame Tage in Uruguay zu verbringen. Henry hat mir ein Hotel im Zentrum empfohlen und ich hatte dort reserviert. Das Hotel lag direkt an einer Metrostation und deshalb war es naheliegend, auch mit der Metro dort hinzufahren! Die Metro startete erst um 8:00, doch ich entschloss mich zu warten, da ich ja genug Zeit hatte. Um 8:00 kam ein Angestellter und verkündete, dass diese Metrolinie heute nicht verkehrt. Somit musste ich mit dem Bus fahren. Ich musste auf Bus 59 warten, doch der kam einfach nicht. Es verkehrten hunderte Busse an diesem riesigen Busbahnho,f doch kein Bus 59. Nach einer Stunde, als ich gerade gehen wollte, bog mein Bus um die Ecke! Gegen 9:30 war ich endlich am Hotel! Rosemond wird um 11:40 am Flughafen ankommen und ich entschloss mich, sie dort abzuholen. Da ich immer noch genug Zeit hatte, wollte ich mit dem Bummelbus dorthin fahren. Bus 96! Doch Bus 96 fährt nicht mehr zum Flughafen, das ist jetzt Bus 8! Schon lustig, was heute alles passiert! Denn als Bus 8 kam, meinte der Fahrer, er würde nicht zum Flughafen fahren, obwohl “Aeropuerto“ auf dem Bus stand. Er hatte ein zusätzliches gelbes Schild und ich müsse auf den Bus mit dem zusätzlichen roten Schild warten! Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht! Um 12:00 war ich dann endlich am Flughafen, gerade rechtzeitig, um Rosemond zu begrüßen! Wir fuhren zurück in die Stadt und liefen etwas umher. Am Abend ging’s in ein Steakhouse, um fantastische argentinische Steaks zu genießen!

Datum: 2010/06/06
20 Stunden Busfahrt

Heute war der schönste Tag, seit dem ich in Bariloche angekommen bin. Doch leider werde ich heute um 12:00 mit dem Bus nach Buenos Aires fahren. Dieses Hostel war im Penthouse mit direktem Blick auf den See untergebracht, somit konnte ich diese Schönheit während des Frühstücks genießen. Anschließend lief ich noch ein wenig durch den Ort bevor ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle machte. Das Ticket kostete 100 USD doch dieser Bus hatte eine Ausstattung wie in der Business Class im Flugzeug. Der Bus fuhr pünktlich um 12:00 ab und es gab sofort ein warmes Mittagessen. Später Kaffee und Kuchen, Abendessen, Wein und Whisky – es fehlte an nichts! Die Straßen verliefen sehr geradlinig, was mir einen guten Schlaf im Bus ermöglichte.

Datum: 2010/06/05
Cerro Otto

Heute war das Wetter etwas besser. Leider immer noch bewölkt aber trocken. Ich entschloss mich zu einer Wanderung auf den Cerro Otto, was etwa drei Stunden beanspruchte. Cerro Otto ist ein großes Plateau und man kann in etwa einer halben Stunde zum Habsburgfelsen hinüberlaufen, von wo aus man den Blick auf den Lago skfjlasdfjl; genießen kann. Da ich der Einzige hier war, übte ich auf zwei Fingern zu pfeifen, was mir mit der Zeit immer besser gelang!

Wieder zurück in Bariloche, wollte ich mit dem Bus zur Colonia Suiza fahren, doch ich wartete etwa eine Stunde an der Bushaltestelle und der gewünschte Bus tauchte einfach nicht auf. Am Vortag habe ich diesen Bus hier vermehrt halten sehen und auch die Passanten bestätigten, dass dies der richtige Ort sei. Doch nach einer Stunde in der Kälte war mir die Schweizer Kolonie ziemlich egal und bin zurück in Hostel.

Datum: 2010/06/04
Cerro Campanario

Heute habe ich mir eine kurze Wanderung auf den Cerro Campanario vorgenommen. Leider war das Wetter nicht so gut, dennoch konnte ich ein paar spektakuläre Blicke auf den Lago Nahuel Huapi werfen. Bei ungetrübten blauem Himmel muss dies ein umwerfender Anblick sein. Nach etwa einer halben Stunde erreichte ich den Gipfel. Wieder im Tal fuhr ich mit dem Bus zum Park Jau Jau, ein Waldgebiet mit zahlreichen Wanderwegen. Doch leider fing es nun zum regnen an... Später stellte ich fest, dass ich meine Kamera verloren hatte. Da ich seit dem Gipfel von Cerro Campanario keine Fotos mehr gemacht hatte, gab leider viele Möglichkeiten die Kamera zu verlieren. Doch ich hatte Glück, beim Zurücklaufen fand ich die Kamera nach etwa 30 Minuten am Wegesrand... Zum Glück hat es geregnet, die Kamera war zwar nass, aber außer mir war kein weiterer Verrückter hier, der bei Kälte und Regen durch den Wald wandert... Gegen später erreichte ich mitten im Wald eine Touristeninformation, welche sogar besetzt war. Der Typ hatte einen Holzofen und ich konnte mich etwas aufwärmen... Ich fragte, ob man mit dem Bus von hier zurückfahren kann, doch das war leider nicht möglich, deshalb bin ich den selben Weg wieder zurückgelaufen...

Datum: 2010/06/03
Schlechte Verbindung

Heute steht eine die Reise nach San Carlos de Bariloche in Argentinien auf dem Programm. Doch leider gibt es keine direkte Verbindung dorthin. Ich sollte nach Osorno fahren, um dort zu sehen, wie es weitergeht. Ich kam gegen Mittag dort an, doch es gab erst um 17:00 einen Bus nach San Carlos de Bariloche. Da es in Argentinien auch noch eine Stunde später ist, werde ich erst gegen Mitternacht dort ankommen. Aber immerhin werde ich ankommen, denn es gibt nur jeden zweiten Tag einen Bus auf dieser Route! Ich habe in Osorno zu Mittag gegessen und die restlichen Pesos im Supermarkt ausgegeben. Anschließend fragte ich am Busbahnhof eine Popcornverkäuferin, ob ich etwas Strom für meinen Computer bekomme, um Reiseberichte zu schreiben. Als ich in der Nacht in Bariloche ankam, hatte ich Glück, denn zufällig wurden andere Reisende von einem Mitarbeiter des Hostels abgeholt, wo ich übernachten wollte...

Datum: 2010/06/02
Rockhopper Cody

Heute mietete ich mir ein Fahrrad, um das Umland von Pucón zu erkunden. Die Touristeninformation hatte eine Karte mit empfohlener Route parat... Doch das Wetter war heute nicht besonders gut. Zwar regnete es nicht, doch Wolken setzten sich immer wieder vor die Sonne und es war dann recht frisch. Ich besuchte einige Wasserfälle und Seen und war froh, als ich wieder in Pucón war, denn da ich keine Handschuhe hatte, waren meine Finger kurz vorm Anfrieren.

Da mein Rucksack aus Viet Nam heute endgültig den Geist aufgegeben hat, musste ich einen neuen besorgen. Doch da Pucón ein reiner Touristenort ist, war es nicht so leicht, einen günstigen Rucksack zu finden. Die teuren Boutiquen hatten nur Markenrucksäcke im Angebot! In einem Schreibwarengeschäft wurde ich denn fündig. Ich kaufte einen Schulrucksack mit Rockhopper Cody auf der Rückseite!

Datum: 2010/06/01
Gipfelerlebnis

Es war der perfekte Tag um den Vulkan zu besteigen. Leider war die Gruppe mit 15 Teilnehmern recht groß. Dies lag daran, das eine Reisegruppe mit zehn Personen dabei war! Der Vulkan war von weitem zu sehen und es war ein sehr beeindruckender Anblick. Nach etwa zwei Stunden erreichten wir den Gletscher. Wir legten die Steigeisen an und holten den Eispickel raus. Die Seenlandschaft, welche den Vulkan umgab, war sehr sehr schön und am Gipfel war Rauch zu sehen, welcher aus dem Krater aufstieg. Ich konnte nicht widerstehen hunderte Fotos zu schießen! Dieser Gipfel war ein unglaubliches Erlebnis, überall stieg Rauch auf und man konnte das Lava in der Tiefe hören. Wenn man Glück hat, kann man die Lava hier sehen. Doch wir konnten nur die roten Reflexionen im Krater sehen. Dennoch ein wirklich einmaliges Gipfelerlebnis. Der Abstieg war wesentlich einfacher, wir rutschten auf einem Plastik den Gletscher hinunter. Als der Schnee endete, konnten wir in der Vulkanasche abfahren. Somit waren wir in kürzester Zeit wieder im Tal.

Auf der Bergtour traf ich zwei Jungs aus Israel und wir entschlossen uns, gemeinsam die heißen Quellen zu besuchen, um uns von der Bergtour zu erholen! Es war saukalt, doch in den Pools war es schön warm. Mit einem kühlen Bier in der Hand in der dampfenden Quelle zu sitzen, ein echt gelungener Abschluss dieser Wanderung!

Datum: 2010/05/31
Lange Busfahrt

Auch Ancud stellte sich als Pleite heraus! Wir wollten eigentlich eine Kajaktour unternehmen, doch dies war im Winter wohl nicht möglich. Da Henry und Charlotte nach Santiago weiterreisen und ich einen Vulkan in Pucón besteigen wollte, trennten sich heute unsere Wege! Der Bus nach Pucón war jedoch ausgebucht und mir blieb nur eine sehr langsame Variante übrig. Aber immerhin werde ich Pucón noch am heutigen Tag gegen 23:00 Uhr erreichen. In Pucón fragte ich im Hostel nach einer geführten Tour zum Vulkan. Ich hatte Glück, der Besitzer kannte den Tourveranstalter und er rief ihn an. Morgen war wohl einer der letzten schönen Tage, deshalb war ich sehr glücklich, zu dieser späten Stunde noch eine Buchung zu tätigen!

Datum: 2010/05/30
Chiloe Nationalpark

Ich bin heute früher als Charlotte und Henry aufgestanden, da ich im Nationalpark einen etwa 20 km langen Wanderweg gehen wollte. Doch in der Nationalparkverwaltung war niemand und ich konnte diesen Wanderweg nicht finden. Nur die anderen wenigen kilometerlangen Wege waren ausgeschrieben. Gegen Nachmittag hatte ich diese alle erledigt und traf auch Charlotte und Henry, die mit ihrer Kamera Bilderrätsel machten. Henry versteckte sich und Charlotte machte ein Foto! Wir warteten gemeinsam auf den Bus, um nach Castro zurückzufahren. Als der Bus endlich kam, ging diesem nach etwa zehn Minuten der Treibstoff aus! Ich bin auf dieser Reise schon oft in einem Bus festgesessen, aber nie wegen Benzinmangel! Der nächste Bus, welcher eine Stunde später fuhr, kam vor dem Treibstoff an!

Datum: 2010/05/28
Willkommene Verspätung

Eigentlich hätte das Boot um 7:00 Uhr auf der Insel Chiloe ankommen sollen. Doch als ich um 9:00 aufstand, war es immer noch nicht da. Deshalb legte ich mich gleich nach dem Frühstück wieder aufs Ohr! Gegen Mittag erreichten wir dann den letzten Hafen und fuhren mit einem Bus in den Hauptort Castro. Da wir alle sehr hungrig waren, gingen wir direkt zum Mittagessen. Wir folgten der Empfehlung unserer Gastgeberin im Hostel was eine sehr gute Wahl war! Anschließend liefen wir ein wenig in Castro umher und endeten in einer Kneipe, um drei Pitcher Bier zu trinken.

Datum: 2010/05/27
Bummelzug zu Wasser

Das Boot war zum Glück recht leer und somit konnte ich mich in der Nacht quer über vier Sitze legen. Mit Schlafsack und Isomatte war das ganze recht komfortabel. Bereits am frühen morgen zeichnete sich ab, das es ein wunderschöner Sonnentag sein wird. Doch trotz des ungetrübten Sonnenscheins war es an Deck recht kalt und eine Tasse Tee war immer eine gute Begleitung! Henry und ich, die beiden kleinen Jungs erstatteten dem Kapitän und dem Maschinenraum einen Besuch ab. Diese Fähre war eine Art Bummelzug, welche an jedem Hafen anlegte. An einer Haltestelle kamen kleine Boote und legten an der Fähre an, um Waren und Personen zu tauschen! Dies war wirklich eine landschaftlich sehr reizvolle Bootsfahrt und ich habe diesen Tag sehr genossen. Auch wenn uns das Bier ausging und an Bord leider kein Alkohol verkauft wurde! Es kamen immer mehr Passagiere an Bord, doch da ich meinen Schlafsack den ganzen Tag nicht weggeräumt habe, blieb mir mein komfortabler Schlafplatz erhalten!

Datum: 2010/05/26
Moving North

Mit einem Tag Verspätung ging es in aller Früh über den “Lago General Carrera“ wobei ein atemberaubender Sonnenaufgang zu bewundern war. Leider war es sehr sehr kalt und der Aufenthalt an Deck war nur kurze Zeit angenehm. Auf der anderen Seite des Sees warteten bereits die Minibusse, welche uns nach Coyhaique brachten. Hier konnten wir endlich wieder mit der Kreditkarte Geld abheben... Das Geräusch, wenn der Automat das Geld zählt, kann wirklich sehr erleichternd sein! Unser Ziel war die Insel Chiloé. In Coyhaique brachten wir in Erfahrung, dass heute Abend eine Fähre dorthin fährt. Da diese Fähren nicht täglich verkehren, war dies großes Glück. Jedoch mussten wir etwa 1,5 Stunden mit dem Bus zum Hafen fahren. Wir hatten gerade einmal genug Zeit etwas zu Mittag zu essen und Snacks und Alkohol für die 40-stündige Bootsfahrt zu kaufen... Als wir auf dem Boot ankamen, hatte Henry eine geniale Idee. Die Sitznummern waren auf dem Schutzbezug des Sitzes gestickt. Er tauschte kurzerhand unsere Sitze und somit hatten wir die besten Plätze!

Datum: 2010/05/25
Petri Heil!

Gegen Mittag trafen wir in der Küche ein und die Wirtin machte uns ein spätes Frühstück. Sie fragte, ob wir mit ihrem Mann zum Fischen gehen wollen, was wir dann auch getan haben. Es gab in diesem Ort zwar eine Bank aber keinen Geldautomaten. Ich wollte argentinische Pesos in chilenische tauschen. Doch das war aus welchen Gründen auch immer nicht möglich. Sehr komisch, denn Argentinien war gerade mal drei Kilometer entfernt! Ich tauschte dann USD ein, was ohne Probleme möglich war! Leider hatten wir kein Glück beim Angeln und wir kehrten ohne Beute bei Einbruch der Dunkelheit zurück. Wir kauften im Laden Chorizo Würste und Kartoffeln und bereiteten sie in der Küche der Wirtin zu. Henry und Charlotte machten einen Banoffee Pie zum Nachtisch – wirklich sehr lecker!

Datum: 2010/05/24
Ruta 40

Gegen 7:00 Uhr wurden wir von unserem Fahrer Raúl abgeholt, um die etwa 600 km lange Fahrt anzutreten. Gegen 9:30 zu Sonnenaufgang stoppten wir, tranken einen Mate (ein argentinischer Tee) und aßen unsere mitgebrachten Brötchen. Wir begegneten den ganzen Vormittag nur einer Handvoll Autos... Gegen Mittag erreichten wir die einzigste Servicestation auf der gesamten Strecke. Dort stärkten wir uns mit einer argentinischen Pizza und Raúl tankte den Wagen auf! Nach etwa einer weiteren Stunde war die Straße wieder geteert, was ein wesentlich schnelleres Vorankommen ermöglichte. Gegen 18:00 erreichten wir die argentinische Grenze. Raul konnte uns aus welchen Gründen auch immer nicht über die Grenze bringen. Die Grenzgebäude von Argentinien und Chile liegen etwa vier Kilometer auseinander! Wir besorgten den Ausreisestempel und fragten die anderen Passanten, ob sie uns mitnehmen. Ein Chilene war so nett und wir durften auf der Ladefläche seines Pickups mitfahren. An der chilenischen Grenze vergaß Henry seine Käsebrötchen zu deklarieren, was die Einreise etwas verspätete. Zum Glück spricht Henry gut Spanisch und somit konnte er die Situation entschärfen.

Da wir keine Karte von diesem kleinen Ort hatten, fragte ich bei der Feuerwehr nach, wo sich das Hostel befindet. Die Jungs holten eine Karte raus und erklärten mir den Weg. Auf dem Weg dorthin lief uns Alejandro über den Weg, welcher uns gleich bis zum Hostel begleitete. Wir wollten in einem Laden noch ein paar Bier holen, um diese vor dem Abendessen im Hostel zu trinken. Doch als wir an Alejandros Haus vorbei liefen, hörten wir laute Musik. Ich schlug Henry und Charlotte vor, eine Flasche Pisco und Cola zu kaufen, um diese zusammen mit Alejandro und seinen Freunden zu trinken! Gesagt – getan! Etwas später saßen wir in einem total urigen Haus. Ein uralter Fernseher auf dem Kühlschrank, ein Bild vom Papst an der Wand und ein Tisch voll mit Geschirr und Essensresten... Alejandro brachte ein paar verstaubte Gläser... Die Stimmung wurde immer ausgelassener, es wurde getanzt, gesungen und gelacht. Nach einiger Zeit wurden wir hungrig und die ganze Meute machte sich auf den Weg in ein Restaurant. Doch vorher kauften wir im Laden noch mehr Pisco... Im Restaurant wurde günstiger Hauswein aufgetischt und da es sehr lange dauerte, bis das Essen kam, verbrachten wir die Zeit mit trinken... Die einzigsten Touristen im Lokal verließen dieses umgehend, doch dem Wirt war dies egal... Klar, wir waren sicherlich das bessere Geschäft! Nach einigen Stunden sind wir wieder zurück zu Alejandro's Casa, um den restlichen Pisco zu tilgen! Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen um 7:00 abreisen, doch als ich aufstand, war ich immer noch betrunken und da Henry und Charlotte auch keinen Mucks machten, legte ich mich wieder ins Bett!

Datum: 2010/05/23
Fitz Roy

In Argentinien geht die Sonne recht spät auf, es wird erst gegen 9:30 hell! Es zeichnete sich ab, dass es heute einen wunderschönen Tag gibt... Nach etwa einer Stunde konnte ich das Fitz Roy Massiv sehen, es schimmerte in einem unglaublichen Rot in der Morgensonne. Um so näher ich diesen zackigen Gipfeln kam, um so mehr war ich davon beeindruckt! Nach etwa 2,5 Stunden Fußmarsch führte der Pfad über einen vereisten und steilen Weg eine weitere Stunde zur Laguna de los Tres . Eine wunderbare ungetrübte Aussicht – einfach herrlich!

Ich entschloss mich nochmals zum Gletscher zu laufen, um es bei Sonnenschein zu sehen. Doch der Wettergott war mir nicht gnädig. Es dauerte etwa vier Stunden, um dort hinzugelangen und dann zogen die Wolken auf.... Mist!

Zurück im Hostel organisierte ich zusammen mit Henry einen Fahrer, welcher uns mit einem Jeep über die Ruta 40 zum Lago Buenos Aires bringt. Von dort werden wir nach Chile weiterreisen. Das ganze kostete 2000 Pesos was etwa 400 Euro entspricht. Doch zum Glück waren wir zu dritt und somit war das ganze erschwinglich... Immerhin sparen wir uns 36 Stunden im Bus, was schon ein paar Euro wert ist!

Datum: 2010/05/22
El Chaltén

Gegen Mittag kamen wir in El Chaltén an und haben in einem Restaurant eine herrliche Milanesa (eine Art Schnitzel) gegessen. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu einem Gletscher. Das Wetter war leider nicht so besonders und somit war das ganze nicht so beeindruckend. Die Wanderung hätte eigentlich sechs Stunden dauern sollen, doch ich war nach vier Stunden gerade vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Dorf.

Datum: 2010/05/21
Gletscher Perito Morreno

Morgens um 7:00 Uhr wurden wir mit einem Bus in unserer Unterkunft abgeholt. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir den Nationalpark und konnten den ersten Blick auf den Gletscher werfen. Anschließend näherten wir uns mit einem Boot dem gewaltigen Gletscher bis auf wenige Meter. Da es sehr kalt war, wickelte sich Henry eine Leggings von Charlotte um den Kopf. Sie hatte drei Leggins an und gab ihm eine für seinen Kopf! Danach konnte man den Gletscher von Aussichtsterrassen besichtigen, was für mich eindrucksvoller als die Bootsfahrt war! Wir hatten großes Glück und konnten einen riesigen Eisbrocken in den See stürzen sehen.

Zurück in El Calafate erkundigten wir uns nach einem Mietwagen, doch wegen der Einwegmiete war das ganze viel zu teuer. Wir entschlossen uns nach El Chaltén weiterzu reisen und von dort evtl. ein Fahrzeug mit Fahrer zu organisieren. Im Supermarkt kauften wir ein paar Flaschen Wein und Fleisch, um uns einen netten Abend im Hostel zu machen...

Datum: 2010/05/20
Französinnen

Heute morgen ging es bereits um 7:00 mit einem Bus von Puerto Natales ins argentinische El Calafate. Die Straße war total vereist und der Busfahrer musste an der Grenze Schneeketten anlegen. Kurz nach der Ankunft werde ich Frédérique und Morgane zum Mittagessen treffen. Mehr ist leider nicht drin da die beiden am späten Nachmittag nach Bariloche fliegen werden. Somit waren die beiden so weit von mir entfernt, dass wir uns leider nicht wiedersehen werden.

Im Hostel traf ich Henry und Charlotte, die im selben Bus nach El Calafate gekommen sind. Wie ich wollten die beiden auf der Ruta 40 nach Norden reisen. Doch der Angestellte vom Hostel meinte, dies sei im Winter nicht möglich und wir müssten einen 36-stündigen Umweg in Kauf nehmen. Wir überlegten uns, selbst ein Auto zu mieten, um diese Strecke selbst zu fahren. Wir buchten noch eine Tour, um am nächsten Tag den Gletscher Perito Morreno, das blaue Wunder Argentiniens zu besuchen.

Datum: 2010/05/19
Schnee und Eis

Es regnete die ganze Nacht und hörte auch am Morgen nicht auf. Es gab nur zwei Möglichkeiten um nicht zu frieren. Entweder in meinem winzig kleinen Zelt den Vormittag zu verbringen oder trotz des Schneeregens zum Aussichtspunkt zu gehen, auch wenn die Aussicht heute sehr eingeschränkt ist. Ich entschloss mich dann doch zur Wanderung und baute nach dem Frühstück das Zelt ab. Währenddessen vernichteten die Mäuse meine restlichen Lebensmittel. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt wurde die Schneedecke immer dichter. Ein verschneites Schild mit der Aufschrift “Fin del Sendero“ bestätigte mir, dass ich am Ziel angekommen war! Auf dem Weg ins Tal begegnete ich den ersten Lamas in Südamerika!

Ganz anders als bei der Hinfahrt hat mich der Bus heute nicht vergessen und brachte mich nach Puerto Natales zurück.

Datum: 2010/05/18
Holzofen Jacuzzi

Heute führt der Weg etwa 4 Stunden am Lago Pehoé entlang, und danach steht der Aufstieg in einem Tal zum letzten Aussichtspunkt auf dem Programm. Am See liegt ein Refugio mit einem Whirlpool, welcher mit Holz beheizt wird. Doch leider hat dieses Refugio im Winter geschlossen und somit wurde es nichts mit dem Badespaß inmitten einer herrlichen Bergkulisse. Als ich mich vom See entfernte, fing es stark zu stürmen und regnen an. Deshalb entschloss ich mich, mein Zelt heute früher aufzubauen und dafür morgen etwas weiter zu laufen.

Datum: 2010/05/17
Mäuse

Nach einer zweistündigen Wanderung entlang des Lago Pehoé erreichte ich das Camp Italiano, wo ich mein Zelt aufbaute. Es war ein sehr kompaktes Einmannzelt und erinnert mehr an einen Sarg! Es ist unmöglich in diesem Zelt zu sitzen... Danach stieg ich im “Valle Francés“ zu einem Aussichtspunkt auf. Dabei konnte ich den überwiegenden Teil meiner Ausrüstung im Tal lassen. Jedoch nahm ich das gesamte Essen mit, da ich von anderen Wanderern vor Mäusen gewarnt wurde... Heute war wieder ein wunderschöner Tag und ich machte zahlreiche Fotos vom Bergmassiv “Torres del Paine“. Zurück im Camp kochte ich Nudeln und Tee, da es im Schatten schon recht frisch war. Vor dem Schlafengehen hängte ich meine Lebensmittel mit einer Schnur an einen Baum. Wie mir erzählt wurde, beißen diese Biester Löcher in Zelte und Rucksäcke, wenn sich dort Lebensmittel befinden... Kurze Zeit, nachdem ich es mir in meinem Sarg gemütlich gemacht habe, bekam ich Besuch von kleinen Mäuschen, leider nicht zweibeinig! Am nächsten Morgen musste ich feststellen, dass die Mäuse über die Schnur zu meinen Lebensmittel gelangt waren. Das Problem war, dass ich fernab von jeder Zivilisation keine andere Möglichkeit hatte als das zu essen, was mir die Mäuse übrig ließen.

Datum: 2010/05/16
Der Wind das himmlische Kind

Da ich heute Abend wieder zum Refugio zurückkehren werde, konnte ich mit leichtem Gepäck zum Gletscher Gray laufen. Leider war es heute kein sonniger Tag, doch zumindest regnete es nicht. Es war sehr windig und deshalb Vorsicht geboten, dass einen der starke Wind nicht in die Tiefe reißt. Nach etwa 3 Stunden erreichte ich den Aussichtspunkt zum Gletscher, doch es war so windig, dass es unmöglich war, ein scharfes Foto zu schießen. Ich lief noch etwa eine Stunde weiter am Gletscher entlang, bevor ich mich auf den Weg zurück zum Refugio machte.

Datum: 2010/05/15
Verspätung

Der Bus sollte mich um 7:00 im Hostel abholen, doch es kam niemand. Zum Glück hatte ich diesen Transport im Hostel gebucht und somit versuchte der Angestellte, die Transportfirma zu erreichen. Ich hatte auch schon gehört, dass Wanderer nicht vom Nationalpark abgeholt wurden und war somit mit der Gesamtsituation sehr unzufrieden. Die einzigste Möglichkeit, heute noch in den Park zu kommen war, mit einem Bus der Hotelangestellten, jedoch wird dieser erst um 11:30 fahren und ich werde um 13:00 dort ankommen. Bei einer Gehzeit von fünf Stunden bedeutet dies eine Stunde im Dunkeln laufen! Doch der Mitarbeiter vom Hostel meinte, sie würden mich wo anders rauslassen und dies verkürze die Gehzeit um eine Stunde.

Das einzig gute war, dass ich keinen Parkeintritt bezahlen musste, da ich mit dem Angestelltenbus in den Nationalpark kam! An einer Brücke ließ mich der Fahrer aussteigen und meinte, ich solle etwa eine Stunde am Fluss entlang laufen, nach etwa einer Stunde würde ich auf den Weg stoßen. Da es inzwischen Mittagszeit war, stärkte ich mich mit einer Jause, welche ich beim Frühstück mitgenommen hatte und lief los. Es war ein sehr schöner Tag und da es bereits sehr spät war, begegnete ich auf der vierstündigen Wanderung zum Refugio keinem einzigen Wanderer. Das Refugio war mit 110 Betten mehr ein Hotel wie ein Berghütte. Jedoch übernachten heute Nacht nur etwa 15 Leute. Im Sommer muss man hier reservieren, um ein Bett zu bekommen. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich im Winter hier bin. Dies ermöglicht es, die Natur auf eine andere Weise zu genießen! Ich teilte mir das Zimmer mit zwei weiteren Wanderern. Doch die beiden fingen nach zwei Minuten zum schnarchen an und hörten nicht mehr auf. Nach einer Stunde schnappte ich meinen Schlafsack und ging einfach in ein anderes Zimmer. Es waren ja fast 100 Betten frei. Doch als ich in der Nacht aufs Klo gehen musste, erlebte ich eine böse Überraschung. Es gab in der Nacht wohl kein Licht, im Gang war es stockfinster und meine Taschenlampe befand sich ein einem anderen Zimmer... Wie ein Blinder machte ich mich auf den Weg zur Toilette, welche ich nach einiger Zeit auch gefunden hatte. Doch ich konnte das Pissoir nicht finden. Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass ich auf der Damentoilette gelandet war. Viel schwieriger gestaltete sich allerdings der Rückweg, da alle Zimmer identisch waren und ich meinen Schlafsack wieder finden musste!

Datum: 2010/05/14
Tiefschlaf im Bus

Keine fünf Minuten nach der Abfahrt verabschiedete ich mich ins Reich der Träume. Keine Frage, die Wirkung des Alkohols war noch nicht verflogen. Ich wachte erst bei der Ankunft in Puerto Natales wieder auf. Eigentlich eine gute Variante, diese ewig langen Busfahrten hinter sich zu bringen... Da ich sehr hungrig war, ging ich erst mal was essen. Die meisten Mittagsmenüs enthielten einen Pisco Sour! Nein danke, davon hatte ich eindeutig genug. In einem Restaurant gab es leckere Steaks mit Pommes Frites und Gemüse, was genau das Richtige war.

Da ich am nächsten Tag zu einer 5- tägigen Wanderung in den Torres del Paine Nationalpark aufbrach, musste einiges organisiert werden. Da ich kein Zelt und auch keinen Gaskocher hatte, musste ich dies ausleihen. Ferner war das Essen zu besorgen, der Transport in den Nationalpark zu buchen und die Routenplanung vorzunehmen. Als ich vor dem schlafen gehen noch kurz ins Internet ging, hatte ich bereits eine Email von Frédérique :-)

Datum: 2010/05/13
Pisco Sour

Bereits um 3:40 liefen wir zum Busbahnhof, denn der Bus wird pünktlich um 4:00 abfahren. Nach etwa drei Stunden erreichten wir die Grenze und wir mussten etwa eine Stunde im Bus warten, danach wurden alle aufgefordert, den Bus zu verlassen, um den argentinischen Ausreisestempel zu erhalten. Die Zollbeamten sahen nebenbei fern und an der Wand hing eine Flagge mit der Aufschrift “Las Malvinas Son Argentinas“! Ich hatte meine Mütze mit der Aufschrift “Falkland Islands“ auf dem Kopf. Da es sehr kalt war, drängten sich alle Leute in das Zollgebäude. Das gefiel den Beamten nicht, sie bestanden auf eine gerade Schlange, welche aus der Tür hinaus in die Kälte reichte. Anschließend mussten wir alle das Gepäck aus dem Bus holen, um es durchleuchten zu lassen. Keine Ahnung, weshalb dies bei der Ausreise notwendig ist! Da auch hier wieder die Schlange in die Kälte führte, entschloss ich mich, diesen Zirkus kein zweites mal mitzumachen. Als die erste Person nach der Kontrolle zum Bus zurück lief, tat ich dasselbe, ohne die Kontrolle zu passieren. An der chilenischen Grenze hatten wir das gleiche Theater noch einmal, wobei es hier etwas schneller ging.

Um 3:00 stoppte der Bus und wir musste drei Stunden warten, um mit der Fähre die Magellanstraße zu überqueren. Diese konnte wohl wegen zu starkem Wellengang nicht verkehren. Warum um alles in der Welt sind wir heute morgen um 4:00 in Ushuaia losgefahren! Ich musste in Punta Arenas den Bus wechseln, um nach Puerto Natales weiterzureisen. Doch dies wird nun wahrscheinlich nicht mehr ausgehen. Eigentlich wollte ich gar nicht nach Punta Arenas, denn ich werde etwa 100 km auf einer Straße erst hin und dann nach Puerto Natales wieder zurückfahren. Doch da es an der Kreuzung keinen Ort gibt, ist dies wohl die einzigste Möglichkeit. Ich fragte den Busfahrer, ob er den Bus stoppen könne, wenn er uns entgegenkommt, um mir somit die Weiterreise am gleichen Tag zu ermöglichen. Doch er hatte offensichtlich keine Lust dazu! In Asien wäre dies die Standardvorgehensweise gewesen! Somit musste ich nochmals eine Nacht in Punta Arenas verbringen. Die Französinnen fragten mich, ob ich wisse, wo ich übernachten werde. Ich verbrachte vor meiner Abfahrt nach Puerto Williams mehrere Tage hier und wollte ins selbe Hostel gehen, obwohl dies etwa 15 Minuten Fußmarsch bedeutete, da mir der Inhaber sehr sympathisch war. Ich bot den beiden an, mit mir zu kommen, doch ich musste vorher noch in Erfahrung bringen, wann am Morgen der erste Bus fährt. Doch als ich zurück kam, waren sie weg... Im Hostel wurde ich wärmstens begrüßt und bekam sofort einen Teller heiße Suppe. Da es draußen sehr kalt war, schmeckte diese doppelt so gut. Nach etwa einer halben Stunde kamen die beiden Mädels aus Frankreich nach. Das hätten sie auch einfacher haben können.

Da wir alle denn ganzen Tag sehr wenig gegessen hatten, wurde ich um 23:00 wieder hungrig. Daher fragte ich Frédérique und Morgane, ob sie mit in ein Restaurant kommen wollen, wo es vorzügliche Hamburger mit Avocadofüllung gibt! Frédérique fragte, ob es dort auch Pisco Sour gibt. Ich sagte, ich würde zum Hamburger eher ein Bier bevorzugen, doch ich kenne eine gute Bar, wo wir anschließend Pisco Sour trinken können. Gesagt - getan, Frédérique meinte auch, dass dies der beste Hamburger sei, den sie jemals gegessen hat. Für den Pisco Sour traf dies auch zu, doch dies war ihr erster. Ich kannte diesen Cocktail schon aus Santiago. Der Drink besteht aus Zitronensaft, Eiweiß und natürlich Pisco. Ich kann es nicht oft genug sagen: Pisco dieses Teufelszeug zeigte seine Wirkung und ehe ich mich versah, tanzte ich mit Frédérique Salsa und das so lange, bis die Bar dicht machte. Im Hostel fanden wir eine Flasche Rum, mit der wir uns die Zeit bis Sonnenaufgang vertrieben. Ich frühstückte noch und ging ohne eine Minute geschlafen zu haben zum Busbahnhof.

Datum: 2010/05/12
Nationalpark Tierra del Fuego

Heute also zur richtigen Zeit an der Bushaltestelle! Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir den Nationalpark. In den Wintermonaten fällt kein Parkeintritt an, was der Reisekasse etwa 10 USD spart! Im Sommer kommen hunderte Touristen täglich, heute waren es gerade einmal 12! Der Bus setzte uns beim südlichsten Postamt der Welt ab. Dort konnte man sich einen Stempel in den Reisepass drücken lassen. Doch ich verzichtete auf diesen Gag, denn ich war zuvor in Puerto Williams, wo wesentlich südlicher liegt und dort gab es auch ein Postamt. Jedoch ein chilenisches, welches von den Argentiniern wohl nicht anerkannt wird! Außerdem habe ich einen offiziellen Ausreisestempel aus Puerto Williams in meinem Pass, was viel cooler ist! Schnell kam ich mit den anderen Touristen ins Gespräch und wir verbrachten den ganzen Tag zusammen. Die Wanderung führte mehrere Stunden am Wasser entlang. Ich dachte die ganze Zeit, dies sei ein See, doch es stellte sich heraus, dass dies Meerwasser war. Doch die Landschaft ließ diesen Kanal wie einen See aussehen. Am offiziellen Ende das Pan American Highway wurden wir von unserem Busfahrer wieder abgeholt.

Dort traf ich zwei Französinnen, welche ich schon am Morgen beim Frühstück gesehen hatte. Sie waren jedoch heute Vormittag nicht im Bus. Sie wussten nicht, dass der Bus um 10:00 fährt und haben dann ein Taxi genommen! Die beiden wollten wie ich nach Chile weiterreisen. Da ich mich gestern über die Busverbindungen informiert hatte, wusste ich schon, dass es nur montags, mittwochs und freitags eine Verbindung gibt! Sie hatten jedoch die Abreise am Donnerstag geplant! Da ich schon wusste, wo es die Tickets gab, nahm ich die beiden Mädels mit zum Büro dieser Busgesellschaft.

Datum: 2010/05/11
Zeitunterschied

Als ich heute morgen um 10:00 mit dem Bus in den Nationalpark fahren wollte, wartete ich eine Ewigkeit. Das Problem war, dass zwischen Chile und Argentinien eine Stunde Zeitunterschied besteht und somit ist der Bus bereits vor über einer Stunde gefahren! Ein weiteres Ausflugsziel, welches von Ushuaia mit dem Taxi erreichbar ist, ist der Gletscher Martial, der in einem malerischen Tal mit einer tollen Aussicht auf den Beagle Kanal liegt. Nach etwa zwei Stunden Fußmarsch kam ich zu einem Schneefeld. Es war jedoch nicht erkennbar, wo das Schneefeld aufhört und der Gletscher anfängt. Nach einer weiteren Stunde im Schnee waren meine Schuhe nass und ich entschloss mich umzukehren. Auf dem Weg zum Gletscher begegnete ich kaum anderen Wanderern, doch beim Rückweg kamen mir erstaunlich viele Menschen entgegen. Doch diese werden den Gletscher nicht erreichen und vor Einbruch der Dunkelheit ins Tal zurückkehren. An der Talstation stand kein Taxi zur Verfügung, doch ein Einheimischer zeigte mir einen Wanderweg zurück nach Ushuaia...

Am Abend ging ich mit ein paar Jungs aus dem Hostel zum Essen und anzuschließend in eine Bar, um ein paar Bierchen zu trinken. Dort traf ich Pablo, einen Argentinier, der erstaunlich gut deutsch sprach. Er war noch nie in Deutschland und spricht deutsch weil er Spaß daran hat, Sprachen zu lernen...

Datum: 2010/05/10
Teurer Spaß

Ich möchte von Puerto Williams nach Ushuaia auf der anderen Seite des Beagle Kanales weiterreisen. Dieses Boot verkehrt allerdings nur am Wochenende und ist mit 125 US $ für eine 1,5- stündige Bootsfahrt nicht gerade günstig. Ich würde gerne noch zwei Tage bleiben und erkundigte mich nach Flügen. Der 15- minütige Flug ist mit 100 US $ sogar günstiger, doch es werden mindestens zwei Passagiere benötigt. Da in der ganzen Woche niemand auf der Warteliste stand, muss ich leider heute mit dem Boot nach Argentinien übersetzen!

Ich bekam von Louis ein Fahrrad und bin entlang des Beagle Kanales zu einem etwa 25 km entfernten Indianerdorf gefahren. Doch ich konnte in dieser Siedlung niemanden finden. Leider hatte ich keine Zeit und musste direkt wieder zurückfahren, um das Boot nicht zu verpassen. Louis brachte mich noch zum Hafen. Auf dem Boot traf ich zwei weitere Passagiere aus Argentinien. Wir mussten noch auf den Zollbeamten warten, um den Ausreisestempel von Chile zu erhalten!

Datum: 2010/05/09
Konterbier & BBQ

Pisco dieses Teufelszeug... Ich glaube, davon bekommt man mit Garantie einen Kater! Gestern waren es allerdings zwei Flaschen und auch noch die stärkere Version mit 40%. Ich verbrachte den ganzen Vormittag im Bett, obwohl es ein wunderschöner Sonnentag war...

Als ich von den Toten erwachte, heizte Luis, der Hausherr bereits das Grillfeuer an und Enrike reichte mir ein Konterbier. Dieses BBQ war genau das Richtige, um den Hangover zu überwinden! Anschließend unternahm ich bis zum Sonnenuntergang einen etwa zweistündigen Spaziergang.

Datum: 2010/05/08
Bingo!

Bei der Ankunft in Puerto Williams ging gerade die Sonne auf. Eine unglaubliche Stimmung im Hafen. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich schwierig, da alle noch schliefen. Zwar war keines der Häuser abgeschlossen, doch ich traute mich dann doch nicht, einfach ein Bett zu nehmen. Die Häuser hatten auch keine Klingeln, somit blieb einem nichts anderes übrig als die Tür zu öffnen und "Hola" zu rufen... Im fünften Haus antwortete dann endlich jemand... Ich verhandelte mit meinem gebrochenen Spanisch den Preis aus und bekam anschließend ein Frühstück. Ich fragte die Dame noch nach einer Landkarte, doch damit konnte sie nicht dienen...

Somit machte ich mich auf den Weg, um ziellos etwas umherzulaufen. Nach einiger Zeit erreichte ich eine Brücke, welche aus einem alten Schiffswrack gebaut wurde. Fransz hatte mir schon davon erzählt. Dieser Weg führte mich zu einem Nationalpark und dort fand ich einen kurzen Wanderweg 3 km durch den südlichsten Wald der Erde. An dessen Ende fand ich einen markierten Rundweg zum "Cerro Bandera", auf dessen Gipfel eine riesige chilenische Flagge im Wind wehte! Wieder im Tal, folgte ich einem weiteren markierten Weg zurück nach Puerto Williams. Dieser Weg war zwar gut markiert doch in einem miserablen Zustand. Nach etwa einer Stunde konnte ich keine Markierungen mehr sehen! Doch zum Zurücklaufen war es bereits zu spät. Deshalb entschloss ich mich, meinen eigenen Weg zu finden! Nach etwa einer halben Stunde im Unterholz kam ich auf eine seltsame Wiese. Diese bestand aus zahlreichen Hügeln, welche beim Darauftreten langsam einsanken. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kam ich auf einen befestigten Weg, doch ich hatte keine Ahnung, in welcher Richtung ich diesen verfolgen sollte. Weder links noch rechts schien mir der richtige Weg zu sein! Nach 20 Minuten entdeckte ich durch Zufall einen kleinen Fußweg, der in die richtige Richtung führte. Dieser überquerte ein Moor und führte nach kurzer Zeit ans Ziel!

Louis, der Hausherr, fragte mich, ob ich mit ihm und seiner Familie mit zum Bingoabend kommen möchte. Auch Enrike, ein anderer Gast, war mit von der Partie. Er arbeitet für eine Computerfirma in Santiago und ist beruflich für einen Monat in Puerto Williams. Enrike sprach Englisch, was die Kommunikation enorm vereinfachte. Ehe ich mich versah, befand sich eine Flasche Pisco und Cola auf dem Tisch. Der Bingoabend fand in einer Turnhalle statt, welche bis auf den letzten Platz besetzt war! Ich hatte das Gefühl ganz Puerto Williams ist anwesend. Ich hätte um ein Haar den Hauptpreis gewonnen, es fehlte nur eine einzige Zahl!

Datum: 2010/05/07
Sauwetter nixiges!

Fransz stand in der Nacht jede Stunde auf, um an Deck zu gehen. Um 3:00 meinte er "Kommen Sie, dass müssen Sie gesehen haben"! Die Kabine war sehr gut geheizt und draußen war es bitter kalt.... Ich zog also alle meine Klamotten an und ging an Deck... Es waren mächtige schneebedeckte Berge zu sehen, welche direkt in den Fjord abfielen. Leider konnte man dies nicht fotografieren, denn das Schiff bewegte sich ständig und somit wurde es nichts mit langer Belichtungszeit. Fransz meinte, vor einer Stunde sei noch alles bewölkt gewesen und man hätte gar nichts gesehen... Das war somit das Highlight der Bootsfahrt, denn das Sauwetter kam zurück und man konnte den ganzen Tag nichts sehen. Ich habe kein einziges Foto geschossen... 210 US $ für eine landschaftlich reizvolle Bootsfahrt, ohne etwas von der Landschaft zu sehen!

Datum: 2010/05/06
Vamos a fin del mundo

Am morgen bin ich kurz aufgestanden, um zu frühstücken und meine Wäsche zur Reinigung zu bringen. Danach ging’s wieder ins Bett. Da ich nur eine lange Hose habe und es hier zu kalt war, um mit Shorts herumzulaufen, wartete ich im Bett bis die Wäsche fertig war... Ich war ohnehin zu müde, um etwas anderes zu machen!

Um 17:00 fuhr ich mit einem Sammeltaxi zum Hafen und suchte mein Boot, doch es war nur eine Cargofähre hier... Doch die Hafenarbeiter meinten, dies sei das Boot nach Puerto Williams. Ich hatte eher mit einem Passagierschiff gerechnet und konnte mir nicht vorstellen, dass auf diesem Schiff genug Platz für eine Kabine mit Bett ist! Es gab dann tatsächlich eine unglaublich enge Kabine mit zwei Betten. Ein älterer Holländer namens Fransz (das schreibt man wirklich so) lag bereits in einem der Betten. Er fährt diese Strecke bereits zum zehnten mal... Es muss also wirklich eine sehr reizvolle Bootsfahrt durch Feuerland sein! Fransz war sehr nett und auch ein bisschen verrückt... Ich fragte mich, ob ich vielleicht auch schon verrückt bin... 210 US $, um bei eisiger Kälte 36 Stunden auf einer Cargofähre zu verbringen, nur um zur südlichsten Siedlung der Welt zu fahren. Dort wieder weg zu kommen wird auch nicht viel günstiger sein!

Datum: 2010/05/05
Karaoke vs. Salsa

Heute besuchte ich das Haus der Familie Braun und das Marinemuseum. Danach schlenderte ich an der neu angelegten Uferpromenade entlang, die plötzlich abrupt endete, da der Stadt das Geld ausgegangen ist! Gegen Abend kam Sofie aus Puerto Nadales zurück und wir gingen zusammen mit Angel in eine Karaoke Bar. Jeder Gast musste singen, doch da ich kaum spanisch spreche, dachte ich, das sei die perfekte Ausrede! Doch der Moderator forderte mich zum Tanzen auf. Einen größeren Gefallen hätte er mir gar nicht machen können. Ich schnappte mir eine Chica und los ging’s... Als die anderen die Bar verließen, blieb ich noch dort bis der Laden schloss...

Datum: 2010/05/04
Sightseeing am Friedhof

Ich wollte mit einem Boot von Punta Arenas nach Puerto Williams, dem südlichsten Ort der Welt fahren. Angel half mir, dieses Ticket zu kaufen. Es war mit 210 USD sauteuer und das Boot fährt nur einmal in der Woche. Deshalb musste ich bis Mittwoch in Punta Arenas bleiben. Doch die Bootsfahrt soll atemberaubend sein und das Geld sei gut investiert. Angel sagte, was erwartest du, du fährst ans Ende der Welt!

Er brachte mich zurück in die Stadt.... Der alte Friedhof von Punta Arenas ist mit seinen vielen kleinen Kapellen und ausgefallenen Grabmälern sehr speziell. Danach ging es zu Fuß zu einem Aussichtspunkt und anschließend zum Abendessen.

Datum: 2010/05/03
Wiedersehen mit Adriano

Adriano, den ich bereits in Santiago getroffen hatte, war auch in Punta Arenas und er kam gegen Mittag in mein Hostel. Später kam Angel und zeigte uns ein wenig die Stadt. Sofie fuhr gegen Abend mit einem Bus nach Puerto Nadales. Adriano kochte im Hostel Pasta und wir machten uns einen gemütlichen Abend mit einer Flasche Wein...

Datum: 2010/05/02
Saturday Night Fever

Nach dem Frühstück besuchte ich Rosemond, die Souvenierverkäuferin in ihrem Laden, um noch ein paar Dollar in Falkland Pfund zu wechseln. Dies war wegen einer Ausreisegebühr von 22 Pfund notwendig -- nicht gerade günstig, die Falkland Inseln zu verlassen! Davon habe ich gestern durch Zufall erfahren! Die einfache Busfahrt kostete noch mal 15 Pfund, doch da die Fahrerin vergessen hatte, die Hinfahrt zu berechnen, war dies ein unerwarteter Discount! Im Bus traf ich Angel, ein Seemann aus Punta Arenas. Er war recht überrascht, dass ich auch nach Punta Arenas und nicht nach Santiago flog. Außerdem traf ich Sofie aus Frankreich, die von einem Forschungsschiff aus der Antarktis kam. Dasselbe Schiff, welches Nadin nach England überführen wird. Ja, hier ist alles recht überschaubar!

In Punta Arenas fuhren wir gemeinsam mit einem Sammeltaxi in die Stadt. Angel bot uns an, mit uns heute Nacht auszugehen. Es sei schließlich Samstag und er kommt um 23:00 in unser Hostel. Sofie hat sich über Couchsurfing mit einem Chilenen zum Abendessen verabredet und fragte, ob ich mitkommen möchte. Wir gingen in ein Restaurant, wo es unglaublich gute Hamburger gab! Wieder im Hostel angelangt, erwartete uns Angel und wir besuchten eine Disko namens "Pub Suizia". Angel bestellte eine Flasche Pisko, ein Schnaps aus Trauben und Cola. Ein typisch chilenisches Getränk, welches schnell seine Wirkung zeigt! Die Tanzfläche war gerammelt voll, doch da ein sehr starker Sturm ging, fiel immer wieder der Strom aus. Die Gäste verließen dann die Tanzfläche und sangen selbst! Gegen 5:00 Uhr morgens waren wir wieder im Hostel!

Datum: 2010/05/01
Falkland Islands Night Club

Eigentlich wollte ich heute eine weitere Pinguin Kolonie besuchen, doch als ich heute morgen aus dem Fenster sah, war der erste schlechte Tag hier... Ich entschloss mich daher im Bett zu bleiben und den Tag langsam anzugehen. Ich habe noch das Buch über die Falklandinseln zu Ende gelesen und es in die Bücherei zurückgebracht, danach etwas ferngesehen und nochmals geschlafen...

Zum Abendessen ging ich in Michels Café, um einen Hamburger, Cheese Chips und ein Bier zu bestellen. "Sorry Sir, we can't serve you beer!" Komisch, es stand auf der Karte, aber dann halt ohne Getränk. Als ich dort saß und auf mein Essen wartete, kamen immer mehr Kinder in das Café, um Essen zu bestellen. Ich war mir nicht sicher, aber ich hatte das Gefühl, dass dies eine Kneipe für Kinder ist und dass es evtl. nicht erlaubt ist mit Jugendlichen in einen richtigen Pub zu gehen... Nach dem Essen bin ich zum Malivina Hotel gelaufen, um die Seemänner, welche ich während meines Aufenthaltes hier kennen gelernt habe, zu treffen. Es war Freitag Abend und es würde bestimmt einer von den Jungs mitkommen, um ein paar Bier zu trinken... Mit Mario bin ich dann in die Globe Tavern gegangen. Dort traf ich die Verkäuferin aus dem Souvenirladen, die mit ihren Freundinnen hier war und mich an ihren Tisch einlud. Leider habe ich diese Leute erst am Tag vor meiner Abreise getroffen. Ich habe die ganze Woche versucht, einen Transfer zum Volunteers Point zu bekommen, um die größte Kolonie von Königspinguinen zu sehen. Der Vater eines Mädels organisiert Fahrten dorthin und würde dies auch für einen einzigen Touristen tun! Außerdem wollte mir die Souvenirverkäuferin ihr Auto leihen. Das sei eh schon so alt und sie würde es fast nie benutzen... Auch der Mann, welcher mich am Vortag mitgenommen hatte, fragte, ob ich Glück hatte mit den Pinguinen... Die Mädels sind dann in eine "Disko" weitergezogen. Ein 80 jähriger, der mit uns am Tisch saß, meinte: "You should go there, thats where all the girls are"! Ich habe noch ein Bier mit Mario getrunken um anschließend in die "Disko" zu gehen. Es war sehr voll hier und ich tanzte mit den anderen Mädels. Doch um 23:30 war Sperrstunde! Da es noch zu früh war, um nachhause zu gehen, folgte ich der Einladung der Souvenirverkäuferin in ihr Appartement.

Datum: 2010/04/30
Pinguine

Ich habe die ganze Woche versucht, eine Tour zu den Pinguinkolonien zu unternehmen, doch da ich zur Zeit der einzigste Tourist hier bin, der dort hin will, findet keine Tour statt. Deshalb habe ich mich heute entschlossen, auf eigene Faust nach Bluff Cove zu kommen. Im "Visitor Guide" von der Touristeninformation steht, dass diese Bucht den Kreuzfahrtpassagieren vorbehalten ist. Es war nicht so weit von der Hauptstraße zum Flughafen entfernt und deshalb recht leicht zu erreichen. Ich fuhr per Anhalter, da es keine andere Transportmöglichkeit gibt. Das erste Auto hat sofort für mich gehalten. Ich fragte den Fahrer, was es mit den Kreuzfahrtpassagieren auf sich hat. Er erklärte mir, dies sei privates Land und man benötigt deshalb eine Genehmigung. Er griff zum Handy, um für mich anzurufen. Doch dann meinte er, wer viel fragt bekommt viel Antwort! Ich war ehrlich gesagt sehr froh, dass er nicht angerufen hat, denn mir war klar, dass ich den ganzen Tag niemanden dort treffen werde!

Von der Straße konnte man das Meer in der Ferne sehen. Ich rechnete mit etwa 1,5 Stunden Fußmarsch. Ich folgte den Jeepspuren, welche wohl von den Kreuzfahrtpassagieren hinterlassen wurden. Nach einiger Zeit führte der Weg über einen Bach. Die Brücke bestand aus einem alten Frachtcontainer, welcher einfach über den Bach gestellt wurde. Plötzlich sah ich die Pinguinkolonie. Es waren hunderte Pinguine dort. Hauptsächlich Gentoo Pinguine, doch es gab auch eine Handvoll Königspinguine. Ich verbrachte etwa zwei Stunden in der Kolonie. Das war ein unglaublich tolles Gefühl alleine mit den Pinguinen in freier Natur. Die Pinguine hatten auch keine Angst vor mir und nach einiger Zeit stand ich inmitten der Kolonie umrundet von Pinguinen! Als ich in die Knie ging kamen sie sogar noch näher.... Ich machte über hundert Fotos dort! Doch ohne Bewegung wurde es mir sehr kalt, deshalb bin ich nach zwei Stunden wieder zurück zur Straße gelaufen. Dies dauerte jedoch etwa 2 Stunden, da ich mit sehr sehr starkem Gegenwind zu kämpfen hatte! Auch die Rückfahrgelegenheit ließ etwas auf sich warten. Fünf Autos fuhren an mir vorbei, doch dann hielten zwei Handwerker. Die hatten zwar keinen freien Sitz, doch ich quetschte mich zwischen das Werkzeug im hinteren Teil des Vans. Besser schlecht gefahren als gut gelaufen!

Datum: 2010/04/29
Steak Nacht

Heute morgen war ich um 8:00 dank der last Order Regelung unerwartet fit. Hätte die Möglichkeit bestanden weiter zu trinken, wäre ich sicherlich einige Bier später ins Bett gekommen... Nichtsdestotrotz ließ ich den Tag langsam beginnen uns setzte mich auf eine Parkbank, um einen Artikel über die Falklandinseln und den Krieg zu lesen. Das Buch hatte ich aus der Bücherei ausgeliehen. Sie gaben mir das Buch einfach mit ohne meine Personalien aufzunehmen. Sie fragte nur, wo ich übernachte! Wegen des Windes wurde es nach einiger Zeit recht frisch und ich bin in ein Café, um die Internetkarte, welche ich gestern gekauft hatte zu nutzen! Am Nachmittag besuchte ich das Falkland Museum, um mehr über das Leben hier und die Geschichte zu erfahren. Kapitän John Strong, der als erster an Land ging, nannte den Sound zwischen den beiden Hauptinseln nach Viscount Falkland. Daraus entwickelte sich später der Name Falklandinseln! Am Abend ging ich in einen Pub, denn Mittwochs war dort Steak Nacht! Ich bestellte mir ein Steak und als es fertig war, musste ich es an der Bar abholen. Ketchup und Soßen sowie Besteck gab es am Rand der Bar. Ich stellte den Teller dort ab um die Soßen aufzuladen, doch der verlor dadurch das Übergewicht und segelte zu Boden und die ganze Bar lachte mich aus.... Ich glaub jetzt kennt mich jeder auf Falkland! Der Wirt war so nett, mir eine weitere Portion zu geben. Nun hatte ich auch das Prinzip verstanden. Man nimmt die Soßen mit an den Tisch und bringt sie zurück, wenn man fertig ist!

Datum: 2010/04/28
Bayern München

Heute Vormittag bin ich zur Touristeninformation, um eine Ausflugstour zu buchen, um Pinguine und Seeelefanten zu sehen! Doch leider bin ich gerade der einzigste Tourist hier, der an einer solchen Tour interessiert ist und es sind mindestens zwei weitere Personen erforderlich! Die Dame von der Touristeninformation wird in meinem B & B anrufen, falls sich weitere Interessenten melden. Etwas befremdlich fand ich die Anmerkung, ich solle doch das nächste mal im Sommer kommen, da sei es einfacher sich einer Tour anzuschließen! Nicht dass es mir hier nicht gefällt, aber die Falklandinseln sind nicht grad neben an, um einfach mal vorbeizuschauen!

Im Laden habe ich mir eine Internetkarte im Wert von 10 Pfund gekauft, auch wenn mir die Verkäuferin nicht sagen konnte wieviel Internet ich dafür bekomme. Viel wichtiger war jedoch, dass ich diesen Einkauf mit meiner zerknitterten 100 Euro Note tätigen wollte, welche die Bank nicht akzeptiert hat. Dies hat zum Glück tadellos funktioniert. Da es hier nur eine Bank gibt, wird der Schein wohl oder übel doch dort landen! Ferner kaufte ich noch eine Mütze, da es wegen des starken Windes doch recht kalt um die Ohren werden kann!

Um 14:45 Ortszeit suchte ich einen Bar auf, um das Champions League Spiel Bayern München vs. Lion anzusehen. Hier traf ich zwei kroatische Seemänner, die auf einer Vessel für die Güterversorgung einer Ölplattform arbeiten. Die Jungs müssen wie ich auf den Samstagsflug nach Chile warten, da die Miltärmaschine nach London wegen des Vulkanausbruchs für Zivilisten nicht zugänglich ist. Ich fragte den Wirt, ob er den Ton einschalten kann. Er meinte, das sei ein spanischer Fernsehsender und in dieser Bar wird kein Spanisch gesprochen. Eine höchst politische Sache! Nichtsdestotrotz, eine Flasche Beck's Bier war mit 1,30 Pfund unglaublich günstig. Es war der perfekte Nachmittag: Bayern schießt ein Tour nach dem anderen, das Bier war günstig und ich habe neue Freunde auf den Falklandinseln getroffen!

Nach dem Spiel gingen wir in den Laden um mehr Bier zu kaufen. Hier kostete die Flasche unglaubliche 59 Pence! Im Hotel bestellten die Jungs beim Zimmerservice Abendessen und die Firma zahlte es. Nach dem Essen wurden wir von zwei chilenischen Chicas abgeholt, die uns in einen Pub gebracht haben. Hier hatte man das Gefühl, man sei irgendwo in England in einem Pub und nicht gerade einmal 700 Meilen von der Antarktis entfernt! Im Gegensatz zu England darf man in diesem Pub rauchen und um kurz vor elf läutete die last Order Glocke!

Datum: 2010/04/27
Zwei Schwestern

Als ich heute morgen meine Travellerschecks in der einzigsten Bank auf den Falklandinseln tauschen wollte, erlebte ich eine unangenehme Überraschung. Es werden nur Schecks in US $ akzeptiert und das in einem Territorium, welches zu Großbritannien gehört! Auch beim Bargeld haben sie zwei Scheine nicht akzeptiert, da diese etwas beschädigt waren. Deshalb konnte ich von 400 Euro nur 250 tauschen! Das ist gerade mal genug, um die Unterkunft und den Flughafentransfer zu bezahlen! Ich habe noch einige hundert Dollar in meinem Zimmer, ich hoffe mal, die sind ihnen schön genug!

Gegen Mittag bin ich zu einem Aussichtsberg aufgebrochen. Meine Wirtin erklärte mir, wie ich dort hinkomme. Es war etwa eine Stunde Fußmarsch am Meer entlang und dann noch einmal 30 Minuten zum Gipfel. Dies ist der einzigste Berg mit einem Gipfelkreuz auf den Inseln, auch wenn dieses mehr an ein Grabmal erinnert. Von hier aus konnte ich eine markante Bergformation, die zwei Schwestern, sehen. Da es erst 13:30 war, entschloss ich mich dort hinzulaufen! Dies hat sich dann doch ganz schön gezogen und es hat sehr stark gestürmt. Der Gegenwind machte den Berg noch steiler wie er war. Es war wirklich spürbar anstrengender. Nach etwa zwei Stunden erreichte ich die zwei Schwestern. Ich habe meine Sonnenbrille am Gipfelkreuz vergessen, deshalb bin ich beim Rückweg noch einmal dort hinaufgestiegen und erreichte den Gipfel zu Sonnenuntergang. In der Dämmerung lief ich zurück zur Straße. Der starke Rückenwind blies mich in Rekordgeschwindigkeit zurück nach Stanley!

Datum: 2010/04/26
Englisches Frühstück

Zum Frühstück gab es dunklen und hellen Toast, jede Menge Brotaufstriche sowie eine Riesenauswahl an Cornflakes. Ich erinnerte mich an meine Aufenthalte in England und hatte noch im Gedächtnis, dass das Frühstück immer die beste Mahlzeit des Tages war! Zusätzlich gab es noch Spiegeleier, Würstchen, Rösti und gebratenen Speck! Ich war so voll, dass ich das letzte Würstel nicht mehr geschafft habe, deshalb wanderte es mit einer Scheibe Brot in meinem Rücksack, um es bei der Wanderung zu essen!

Die Wirtin ging mit ihrem Hund spazieren und nahm mich in ihrem Auto mit. Sie stoppte bei einem verrosteten Dampfer, der vor uns im Meer lag. Nach etwa einer halben Stunde ging sie zum Auto zurück und ich bin an der Küste entlang zu einem Leuchtturm gelaufen. Es gab keinen richtigen Weg, doch da das Land weder bergig noch bewachsen ist, kann man praktisch überall laufen. Nach einiger Zeit erreichte ich eine alte Verteidigungsanlage. Dies schien eine Art Touristenpfad zu sein, da es hier einen befestigten Weg und Informationstafeln gab. Das ist wohl auch der Ort, wo normalerweise die Pinguine beobachtet werden können, doch da es nun Winter wird, sind sie leider nicht mehr da :-( Als dieser Pfad zu Ende war, lief ich wieder querfeldein an einem abgezäunten Minenfeld entlang. Als ich am Leuchtturm ankam, erfuhr ich durch ein Schild, dass man sich im Museum einen Schlüssel holen kann, um ihn zu besteigen. Schade, das hätte man vorher wissen sollen! Dort machte ich eine Pause, doch um etwas zu essen, war ich immer noch zu voll vom Frühstück, obwohl es schon 13:00 war und ich etwa vier Stunden gelaufen bin! Auf dem Rückweg kam ich am lokalen Flugplatz und dem Hafen vorbei. Da im Prinzip alles außer landwirtschaftlichen Produkten auf die Insel gebracht werden muss, war der Hafen recht groß und es stapelten sich dort einige Container. Zurück in meiner Herberge wärmte ich mich mit einem Glas Tee und genoss einen vorzüglichen Kuchen! Die Kuchen meiner Wirtin werden im Supermarkt von Stanley verkauft.

Datum: 2010/04/25
Einreiseprobleme

Als ich morgens um 5:45 mein Zimmer verlassen habe, traf ich Patricia, die gerade auf dem Weg ins Bett war. Wir verabschiedeten uns nochmals und ich machte mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Den Bus erreichte ich pünktlich auf die Minute und ab ging es zum Flughafen. Zu meiner Überraschung startete mein Flug vom Domestic Terminal, doch die Falklandinseln sind britisches Territorium und somit alles andere als Domestic! Alle Durchsagen am Flughafen waren ausschließlich in Spanisch, was für einen Flughafen schon recht ungewöhnlich ist. Doch nach einer Woche Spanischunterricht war ich zumindest in der Lage, den Kern der Ansage zu verstehen!

Wie schon auf meinem Flug nach Neuseeland traf ich hier eine Deutsche, die zu meiner Überraschung auch zu den Falklandinseln flog. Da das Flugzeug in Punta Areans zwischenlandete, hätte auch die Möglichkeit bestanden, dass sie dort aussteigt. Wir mussten dann auch alle aussteigen, um den Ausreisestempel von Chile zu bekommen. Nadine ist von Beruf erster Offizier und flog zu den Falklandinseln, um ein britisches Forschungsboot, welches im Sommer in der Antarktis ist, nach England zu überführen. Es war total interessant neben einer Seefrau zu sitzen und ich löcherte sie den Rest des Fluges mit zahlreichen Fragen. Ihr Schiff wird am Freitag auslaufen und wir werden uns sicher noch mal in Stanley über den Weg laufen.

Als ich am Flughafen das Schild "Welcome to the Falkland Islands" fotografierte, kam sofort eine Aufsichtsperson, welche mich aufforderte, das Bild zu löschen, da dies militärisches Gelände sei! Der Internationale Flughafen befindet sich auf der englischen Militärbasis irgendwo im nirgendwo. Auf dem Gepäckband liefen zwei Schnüffelhunde umher, welche jedes Gepäckstück prüften! Das war ein herrliches Bild, doch leider durfte man auch hier nicht fotografieren. Was noch viel verrückter war, dass es in der Ankunftshalle einen Spielautomaten gab wie im Casino, welcher in Betrieb war. Da es auf den Falklandinseln keine Geldautomaten gibt, muss man über genügend Bargeld verfügen, um einzureisen. Nadine scherzte, dass wenn man nicht genug Geld dabei hat, dies die letzte Chance sei, es entsprechend zu vermehren! Allerdings verging mir das Lachen recht schnell, da mich der Zollbeamte nicht einreisen lassen wollte, da ich keine Reservierung in einem Hotel hatte. Erst wollten Sie nur sehen, wie viel Geld ich habe. Ich verfügte über etwa 2000 US $ in bar und Travellerschecks! Sie sagten, da ich keine Reservierung habe, müssten sie sicherstellen, dass ich genug Geld habe! Der Beamte nebenan hörte dies und erklärte, ohne Reservierung darf ich nicht einreisen! Er rief dann dort an, wo ich übernachten wollte, um zu fragen ob Platz sei, doch niemand nahm das Telefon ab. Er suchte dann nach einem Gästeverzeichnis, um weitere Stellen anzurufen. Auch dass ich ein Zelt dabei hatte, reichte ihm nicht, denn in einigen Bed & Breakfasts kann man auch zelten. Auch wenn ich das bei diesen Temperaturen nicht vorhatte. Wenn er nichts findet, muss ich mit dem Flugzeug wieder nach Chile zurückfliegen. Ich war inzwischen der einzigste verbleibende Fluggast in der Ankunftshalle. Ich fragte wie ich denn von hier weg komme, wenn der Bus abgefahren ist. Daraufhin ging der Beamte nach draußen, um den Bus anzuweisen, etwas zu warten. Es war sonnenklar, dass ich ein Bett finden würde, das sagte sogar ein anderer Beamter, doch das reichte ihm nicht! In einem Bed & Breakfast nahm dann zum Glück jemand das Telefon ab und er wollte wissen, ob bis zu meinem Rückflug ein Zimmer frei ist! Es war zwar recht teuer, aber das war mir in dem Moment egal. Ich wollte nur vom Flughafen weg und wenn ich in Stanley bin kann ich mir immer noch ein anders Zimmer suchen!

Der Bus brachte mich direkt zu diesem B'B und die Wirtin begrüßte mich herzlich. Sie gab mir das Zimmer mit WC und Dusche für den gleichen Preis wie das Zimmer ohne! Es würde diese Woche eh niemand mehr kommen. Klar, denn es gibt nur zwei internationale Flugverbindungen pro Woche. Eine von Chile und eine andere von England, die wegen dem Vulkanausbruch zur Zeit nicht zur Verfügung steht! Ich sagte ihr, dass ich nur wegen dem Zoll hier sei und mir morgen gerne etwas günstigeres suchen wollte. Sie war sehr freundlich und sagte, das sei kein Problem, doch wenn es mir hilft, würde Sie mir 5 Pfund Rabatt geben. Ich fragte, ob ich in Euro oder Dollar bezahlen kann, doch sie meinte, ich soll das am Montag in der Bank tauschen.... Später lief ich noch bis zum Einbruch der Dunkelheit durch Stanley und fragte bei der anderen Unterkunft nach, ob was frei sei und was es kostet. Es war 5 Pfund günstiger bei ihr und ich sagte ich würde es mir überlegen. Hätte ich den Rabatt nicht bekommen, wäre es klar gewesen, was ich machen werde, aber somit war ich mir nicht ganz klar. In meiner Unterkunft war Tee und Kuchen am Nachmittag mit inbegriffen und da ich etwas hungrig war, ging ich dort hin zurück. Als ich gerade zum Abendessen gehen wollte, fragte mich die Wirtin, ob ich mit ihnen essen möchte. Ein Gast, welcher heute abgereist war, hatte zwei große Fische gefangen und es sei mehr wie genug für alle da. Ich mag eigentlich keinen Fisch, doch ich sagte zu. Außerdem erklärte ich ihr, dass ich nicht wechseln werde. Diese Dame war einfach zu nett um wo anders hinzugehen!

Datum: 2010/04/24
Es wird kälter

Heute habe ich mich nach der Schule mit Patricia aus Mexico verabredet um eine Jacke für mich zu kaufen. Bisher habe ich diese auf meiner Reise nicht benötigt, doch da die Falklandinseln nur etwa 700 Meilen von der Antarktis entfernt sind muss ich mich wohl etwas wärmer anziehen. Da Patricia perfekt spanisch spricht war sie eine große Hilfe und die Jacke war schnell gekauft. Wir sind anschließend mit zwei anderen Jungs aus dem Hostel in eine Bar um ein paar Bier zu trinken.

Datum: 2010/04/23
Santiago bei Nacht

Nach der Schule wollte ich mit der “Teleferico“ auf den Aussichtsberg von Santiago fahren. Doch leider war diese heute aus welchen Gründen auch immer nicht in betrieb. Kurzum entschloss ich mich den Hügel zu Fuss zu erklimmen. Doch es wurde bereits dunkel. Ich fand nach einiger Zeit auch einen Weg der zum Gipfel zu führen schien. Als ich eine Abkürzung sah dachte ich warum nicht... Es wurde so steil, dass man sich an den Bäumen festhalten musste. Es dauerte ewig, bis ich wieder auf den Weg kam, doch dann war ich auch schon oben! Schade, dass es inzwischen dunkel war, denn Santioago ist von zahlreichen Bergen umgeben, welche nun leider nicht mehr sichtbar waren. Doch das nächtliche Lichtermeer war auch sehr beeindruckend! Auf dem Rückweg entschloss ich mich die Treppen der Zahnradbahn zu nehmen. Das war zwar sicher nicht erlaubt, doch die Bahn war eh nicht in Betrieb. Bei einer Mittelstation entschloss ich mich diesen Pfad zu verlassen, da nicht sicher ist wie ich in Talstation von den Schienen wegkomme. Dort waren einige nervige Hunde, die mich ewig verfolgten...

Datum: 2010/04/22
Bier und Brezn'

Heute Morgen war ich sehr froh, dass ich bei meinem Spanischkurs etwas unterfordert war. Denn ich war recht müde und etwas verkatert von der langen Nacht. Zum Glück war heute Nachmittag kein Unterricht. Nach dem Mittagessen habe erst nochmal eine Runde geschlafen und dann die Hausaufgaben gemacht. Patricia aus Mexiko hat mir etwas dabei geholfen ;-) Später am Abend habe ich noch die verbleibenden Flüge meiner Weltreise terminiert und nach einem Billigflug von London nach Deutschland gesucht. Doch da Ryanair ab Mai nicht mehr nach Friedrichshafen fliegt und Memmigen recht teuer war gestaltete sich das ganze etwas komplizierter als gedacht. Letztendlich habe ich dann einen Flug nach München bekommen. Dieser ist zwar auch nicht viel günstiger doch ich kann noch am selben Tag weiterfliegen und muss nicht in London übernachten. Außerdem kann ich direkt am Flughafen eine gute Maß trinken und ne Brezn' essen!

Datum: 2010/04/21
Matisya-U Konzert

Auf zum Spanischunterricht! Doch dieses Level war für mich viel zu einfach, deshalb wollte ich in der Pause in einen anderen Kurs wechseln. Doch der war voll und die wollten die Gruppe wegen mir nicht teilen. Der Manager bot mir an diesen Kurs zu überspringen und in Level 3 einzusteigen! Ich hatte zwar starke bedenken, doch habe es dann versucht. Doch das war nicht Level 3 das war Level 3 + Die hatten die ersten 30 Seiten des Buchs übersprungen und ich hatte keine Chance mitzukommen. Am Nachmittag wurden freiwillige Konversationskurse angeboten. Hier gab es nur die beiden Stufen Anfänger und Fortgeschrittene. Dieser Unterricht war sehr hilfreich, da Situationen simuliert wurden, die welche man beim Reisen täglich benötigt: Kaufen eines Bustickets, nach dem Weg fragen und die Antwort verstehen, Bestellen im Restaurant und so weiter... Danach hatte ich nochmals ein Gespräch mit dem Schulleiter und dem Lehrer wegen meiner Situation. Der Lehrer bot mir an, etwas schneller voran zu schreiten und den Stoff nach meinen Prioritäten auszurichten und der Schulleiter bot mir eine weitere Privatstunde an, um das niedrige Level zu kompensieren! Es gab natürlich auch die Möglichkeit das Geld zurück zu bekommen. Ich entschloss mich den Deal anzunehmen und in der Schule zu bleiben.

Wenn man die Jugendherberge über das Internet bucht, spart man 1500 Pesos pro Tag. Da ich eine Woche in diesem Hostel sein werde, fragte ich ob ich diesen Preis auch ohne Internetbuchung erhalte. Doch das war zu meiner Verwunderung nicht möglich! Also buchte ich das Hostel mit meinem Laptop an der Rezeption über das Internet. Das Hostel muss nun 10% Kommission an den Buchungsservice abgeben und ich habe eine Buchungsgebühr von einem Euro zu bezahlen. Das hätte man auch einfacher haben können!

Im Aufenthaltsraum traf ich Larissa aus Barsilien, die mit einem Arbeitskollegen eine Woche Urlaub in Santiago machte. Sie fragte mich ob ich Lust habe mit auf eine Reggae Konzert zu kommen und ich sagte spontan zu. Ich tanzte mit Larissa und ihr Arbeitskollege mit einer Chilenin. Nach dem Konzert gingen wir gemeinsam zu Auto der Chilenin doch ich hatte keine Ahnung wo sie hinfahren wird, aber war mir ehrlich gesagt auch egal... Sie brachte Larissa und mich zum Hostel und ist mit ihrem Arbeitskollegen weitergefahren. Im Hostel feierten wir mit den Angestellten bis in die frühen Morgenstunden.

Datum: 2010/04/20
Ausschlafen

Frühstück wird bis 11:00 angeboten also bin ich kurz vorher in den Speisesaal gegangen... Anschließend machte ich mir es im Garten in einem Liegestuhl bequem und suchte nach einer Sprachschule. Dabei traf ich ein deutsche, die vor ein paar Wochen in Santiago einen Spanisch Kurs gemacht hatte und sie gab mir eine Adresse. Ich ging dort hin um mich anzumelden. Die Kurse starten eigentlich am Montag am, ich würde also den ersten Tag verpassen und deshalb als Kompensationsleitung eine Privatstunde erhalten. Ich machte noch einen Test für die Einstufung und ging wieder zurück ins Hostel.

Datum: 2010/04/19
Segelschiffe

Ich bin 8:00 mit der ersten Metro zum Busbahnhof gefahren. Es war Sonntag und Santiago war wie ausgestorben. Auch für das Frühstück in der Jugendherberge war es um 7:30 noch zu früh! Mir als Langschläfer wird es in Chile gut gefallen! Ich meisterte es auf Spanisch ein Busticket zu kaufen und zwei Stunden später war ich in Viña del Mar. Dort erfuhr ich dass die Schiffe in Valparaiso seien, was etwa 10 Kilometer entfernt und gut mit dem lokalen Bus zu erreichen war. Im Hafen von Valparaiso standen hunderte Leute die auf verschiedene Boot wollte. Ich hatte keine Ahnung wo die Boote hinfahren, wie lange die Fahrt dauert und was es kostet doch ich war überzeugt es würde sich lohnen, denn die Leute waren alle sehr aufgeregt und versuchten so schnell wie möglich auf ein Boot zu kommen. Ich tat das gleiche und kurze Zeit später war ich auf dem Boot. Klar das dieses total überfüllt war. Da es an dieser Einstiegsstelle von Booten nur so wimmelt, dauerte es sehr lange, bis der Kapitän das Boot aus dem Hafen manövriert hatte! Die Passagiere riefen dem Kapitän zu und lachten.... Ich habe natürlich nichts verstanden aber mitgelacht! Vorbei ein Militärschiffen ging es hinaus auf Meer. In der ferne konnten wir die ersten Segelschiffe sehen und der Kapitän fuhr ihnen entgegen. Jedes Schiff repräsentierte ein Land Südamerikas oder eine Seefahrernation aus Europa; an erste Stelle war natürlich Chile. Dieses Schiff wurde von zahlreichen privaten Segelschiffen begleitet. Unser Kapitän kehrte um und fuhr nun in die selbe Richtung wie die anderen Segelboote. Doch wir waren sehr viel langsamer und somit wurden wir von den großen Jachten überholt. Es herrschte eine Bombenstimmung auf unserem Boot und es wurde fleißig gewunken und gerufen! Als der Kapitän in den Hafen zurück fahren wollte fehlte noch das holländische Schiff welches in weiter ferne zu sehen war. Die Menge protestierte lauthals und somit warteten wir noch etwa zehn Minuten auf das letzte Schiff.

Wieder an Land war ich recht hungrig und ich entschloss mich in einem kleinen Restaurant etwas zu essen. Zur Mittagszeit bietet jedes Restaurant ein günstiges Mittagsmenü an welches auf einer Tafel angepriesen wird. Ich verstand zwar nur “Carne“ und “Pure“ aber das hörte sich schon mal ganz gut an! Es war dann Geschnitzeltes mit Kartoffelpüree und einer undefinierbaren Suppe, welche so “Mas o Menos“ war! Valparaiso liegt am Hang und ich bin diesen hinaufgelaufen. Als ich auf einer Anhöhe ankam, meinte ein Einheimischer, dass sie hier zu gefährlich und ich soll wieder nach unten gehen. Da es dort oben eh nicht viel zu sehen gab habe ich das auch gemacht. Auf einem Platz habe ich es den Einheimischen gleich getan und auf einer Parkbank etwas geschlafen. Was allerdings die Aufmerksamkeit das gesamten Platzes auf mich zog! Anschließend nahm ich den Bus um nach Viña del Mar zurückzukommen. Dort stieg ich am Strand aus und schlenderte durch die Fußgängerzone zurück zum Busbahnhof.

Zurück im Hostel traf ich Adreano aus Italien. Er kannte ein günstiges und gutes mexikanisches Restaurant doch dieses hatte leider geschlossen. Irgendwie war alles geschlossen, weil Sonntag war! Adriano kannte einen Straße mit zahlreichen Essensständen, doch auch diese war heute wie leer gefegt! Nach einer Stunde wurden wir dann doch noch fündig. Kurz nach unserer Bestellung wurden wir von drei Chilenen an ihren Tisch eingeladen. Die hatten noch jede Menge Essen auf dem Tisch und stellten uns jeweils einen Teller hin. Ich bestellte noch ein Bier um besser in die Runde zu passen. Wir hatten einen sehr lustigen Abend auch wenn ich nicht besonders viel verstanden hatte. Adriano hatte als Italiener weniger Probleme sich auf Spanisch zu verständigen. Gegen 1:00 bin ich todmüde ins Bett gefallen.

Datum: 2010/04/18
Zurück in die Zukunft

Das Flugzeug landete am 17. April um 11:00 in Santiago und flog am 17. April um 17:00 in Aukland los. Durch das Überqueren der internationalen Datumsgrenze darf ich diesen Tag zwei mal erleben. Schade dass ich heute nicht Geburtstag habe.

Kaum habe das Terminal verlassen wurden mir zahlreiche Taxidienste und Unterkünfte angeboten. Doch das war alles viel zu teuer. Deshalb fragte ich die Jungs von wo der Bus zur nächsten Metrostation fährt. Der Busfahrer gab mir absichtlich falsches Wechselgeld doch als ich ihn nur fragend anschaute, gab er mir ohne Worte den fehlenden Betrag! Das ist wohl seine Masche, denn er versuchte es bei jedem Fahrgast! Als ich in der Metro eine Dame auf Spanisch nach dem Namen der Station fragte, antwortete diese auf Deutsch. Sie war zwar noch nie in Deutschland doch ihre Vorfahren sind Deutsche und ihre Familie spricht zuhause Deutsch. Wir hatten den selben Weg und sie half mir ein Ticket zu kaufen. Ferner empfahl sie mir morgen nach Valparaiso zu fahren, dort seien wegen der Feierlichkeiten zur 200-jährigen Unabhängigkeit von Chile zahlreiche Segelschiffe zu sehen! Sie gab mir noch ihre Telefonnummer...

Zu meiner Überraschung gab es im Hostel nach Australien und Neuseeland endlich wieder gratis Internet. Ich hatte einen Rucksack voll dreckiger Wäsche, da es Neuseeland mehr kostet die Wäsche selbst zu waschen, als in Chile eine Reinigung aufzusuchen die alles für mich erledigt! Ich konnte es sogar noch am selben Tag abholen. Perfecto!

Datum: 2010/04/17
Good Bye NZ!

Da ich gestern schon so früh zu Bett gegangen bin wachte ich bereits um 7:00 auf. Ich räumte den Mietwagen auf und packte meinen Rucksack sowie das Handgepäck für den Flieger. Nach einem gemütlichen Frühstück verbrauchte ich die letzten 5 MB Internet und machte mich auf dem Weg zum Flughafen in Auckland. Ich fuhr eine andere Route wie beim Hinweg, doch es war nicht so wirklich spannend! Die Mietwagenfirma brachte mich noch zum Flughafen. Ich war überrascht wie klein dieser Flughafen ist!

Am Ende des Flugzeuges hatten die Stewardessen Körbe mit Sandwiches und Getränke bereitgestellt; dort traf ich Enrique aus Santiago. Er arbeitete ein Jahr in Australien und fliegt nun wieder nach Hause um dort einen Job zu finden. Er ist wie ich begeisterter Skifahrer; also verabredeten wir uns im Juli zum Skifahren...

Datum: 2010/04/17
Kaltwasser Tauchen

Dies war zum ersten mal, dass ich in Kaltwasser getaucht bin. Wir bekamen sehr dicke Neoprenanzüge, Hauben und Schuhe. Es war ein völlig anders Erlebnis, da die Fische nicht so bunt waren wie im warmen Wasser. Bei der ersten Tauchstelle hatten wir die Möglichkeit in eine Höhle zu tauchen und es wurde so dunkel, dass man eine Taschenlampe benötigte. Beim hinausschwimmen aus der Höhle schimmerte das Wasser in unglaublichen Blautönen. Bei der zweiten Tauchstelle fuhr das Boot in die größte Seehöhle der Südhalbkugel. Leider entwich meiner Taucherausrüstung unglaublich viel Luft, sodass ich den Tauchgang vorzeitig abbrechen musste. Wieder zurück im Hostel nutzte ich den hiesigen Spa Pool und bin anschließend sofort ins Bett.

Datum: 2010/04/16
Rush Hour

Heute war wieder eine lange Autofahrt angesagt. Ich wollte etwa 150 km nördlich von Auckland zum Tauchen gehen und am nächsten Tag mit den Delfinen in Bay of Islands schwimmen. Ich habe Kathalien bis nach Thames mitgenommen, dort haben wir noch gemeinsam zu Mittagessen und ich bin danach Richtung Auckland weitergefahren. Als ich gegen vier Uhr dort ankam steckte ich zum ersten mal in Neuseeland im Stau! Nach Auckland hatte ich noch etwa drei Stunden Autofahrt vor mit. Dort nahm ich dann wieder zwei Anhalterinnen mit die ebenfalls deutsche wahren... Da ich übermorgen um 17:00 nach Südamerika fliegen werde bestand leider nicht die Möglichkeit Tauchen und Delfinschwimmen unter einen Hut zu bringen, da beide Aktivitäten einen ganzen Tag in Anspruch nehmen! Ich entschloss mich für das Tauchen, da dies eine der Top 10 National Geographic Dive Sites ist!

Datum: 2010/04/15
Hot Water Beach & Cathedral Cove

Die Hauptattraktion hier ist am “Hot Water Beach“ ein Loch zu graben welches sich mit warmen Quellwasser füllt um einen privaten Spa Pool zu bekommen. Da dies nur bei Ebbe möglich ist rückten wir um 12:00 mit Spaten und Schaufeln an um ein Loch zu graben. Doch alle Leute gruben an der falschen Stelle! Einer fing an und die anderen folgten... Doch es wurde nur kaltes Wasser gefunden! Ich fragte einen Einheimischen welcher mir sagte, dass die See heute zu rau sei. Ich konnte das heiße Wasser an der Stelle die er mir zeigte an den Füßen spüren... Es war wirklich sehr heißes Wasser. Doch diese Stelle des Strandes war wie gesagt von Wasser bedeckt. Einige Leute versuchten in der Brandung ein Loch zu graben, was natürlich nicht funktioniert hat!

Anschließend haben wir in einem Café etwas gegessen und sind zur nahe gelegenen “Cathedral Cove“ aufgebrochen. Das war wirklich eine wunderschöne Bucht, doch leider war das Wasser zu kalt zum Schwimmen. Somit blieb nichts viel anders übrig als diesen fantastischen Strand zu bewundern. Auf dem Rückweg machten wir noch bei einem Weingut halt um an einer Weinprobe teilzunehmen und etwas Wein für einen netten Abend im Hostel zu kaufen. Ich traf auch den Franzosen wieder mit dem ich ursprünglich Fallschirmspringen wollte, er hatte seine Lebensmittel im Kühlschrank vergessen und ist deshalb zurückgefahren.

Datum: 2010/04/14
Pünktlicher Geiser

Um das “Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“ zu besuchen musste ich auf der Straße nach Lake Taupo etwa 25 km zurückfahren... Der Besitzer des Hostels meinte ich soll mich beeilen, da um 11:15 der Geiser ausbricht. Während der Fahrt fragte ich mich wie ein Geiser jeden Tag pünktlich zur selben Zeit ausbrechen kann! Doch diese Frage wurde vor dem Spektakel geklärt! Es wird etwas Seife in den Krater des Geisers gegossen, dadurch wird die Oberflächenspannung des Wassers vernichtet und der Geiser beginnt zu Sprudeln... Anschließend besuchte ich noch die anderen Attraktionen wie Mudpools, Schwefelhöhlen und jede Menge heißes Wasser welches dampfte und durch Metalle in verschiedenen Farben schimmert!

Danach fuhr ich zur Coromandel Halbinsel was den Rest des Tages in Anspruch nahm. Etwa 100 km vor Whitianga nahem ich zwei deutsche Anhalterinnen mit die im selben Hostel übernachten wollten. Im Hostel traf ich auch Kathalien aus den Niederlanden wieder. Wir hatten uns zwar Gesten recht lange unterhalten aber wohl nicht über die Reisepläne gesprochen, denn sonst hätte ich sie natürlich mitgenommen.

Datum: 2010/04/13
Adrenalinkick

Beim Frühstück erzählte mir ein Franzose, dass er heute Fallschirmspringen wird... Ich hatte mir das in den letzten Tagen auch überlegt, den Gedanken dann aber wieder verworfen, da ich in den letzten Monaten in Australien und Neuseeland sehr viel Geld ausgegeben hatte... Doch irgendwie brachte dies den Gedanken zurück in meinen Kopf und da ich auf dem Weg nach Routorua eh am “Lake Taupo“, dem Ort mit den meisten Fallschirmsprüngen weltweit vorbei kam, entschloss ich mich doch zu springen... Da wir beide ein Auto hatten sind wir gemeinsam losgefahren, doch nach einiger Zeit war der Franzose nicht mehr hinter mir. Ich wartete etwa 15 Minuten auf ihn und bin dann weiter gefahren...

Am Flughafen in Taupo sagte ich, dass ich umgehend springen möchte, da sonst die Gefahr besteht, dass ich es mir nochmal anders überlegen werde... Das war ein guter Trick, denn somit packten die mich sofort in die nächste Maschine und ich musste keine 10 Minuten warten... Ich buchte einen 12.000 feet Sprung, doch da alle anderen von 15.000 feet sprangen, bekam ich ein gratis Upgrade! Es war wirklich ein unglaublicher Adrenalinkick mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 km/h der Erdoberfläche entgegen zu fliegen... Danach habe ich mir eine Pizza geholt, welche ich an einem Picknicktisch mit einem traumhaften Blick auf “Lake Taupo“ genossen habe. Ich konnte immer noch den Adrenalinrausch spüren. Anschließend machte ich einen etwa einstündigen Spaziergang zu einem Wasserfall. Dabei kam ich an einem heißen Fluss vorbei, wo ich ein Bad genommen habe. An dieser Stelle mündete der hieße Fluss in einen kalten. Somit konnte man immer vom hießen ins kalte Wasser schwimmen und umgekehrt. Mit Einbruch der Dunkelheit fuhr ich in etwa eineinhalb Stunden weiter nach Routorua. Auf dem Weg dort hin nahem ich einen Maori mit, welcher nach einer Mitfahrtgelegenheit suchte. Er sprach sehr schlecht englisch und somit konnten wir uns kaum verständigen. In Rotorua gibt es zahlreiche Thermalbäder und ich erholte mich von einem lagen und erlebnisreichen Tag im 40 Grad warmen Wasser. Zur Abkühlung zwischendurch stehen kühlere Becken zur Verfügung. Im Bad kam ich mit Kathalien aus Holland ins Gespräch welche im gleichen Hostel übernachtet.

Datum: 2010/04/12
Tongario Alpine Crossing

Bereits um 7:15 wurden wir mit einem Bus zum Ausgangspunkt der Wanderung gebracht und dieser Bus wird uns auf der anderen Seite des Tales um 16:00 wieder abholen. Im Bus traf ich Monika aus Deutschland, welche ich zuvor im Hostel in Te Anau getroffen hatte. Monika wird jedoch zwei Tage im Tongario Nationalpark verbringen. Die ersten fünf Stunden des heutigen Tages konnten wir gemeinsam laufen. Es war eine völlig neue Erfahrung in diesen Vulkankarten umgeben von Lavagestein und kleinen Seen zu wandern. Es stank überall nach Schwefel und es rauchte aus der der Erde! In wunderschöner Sonnentag machte diese Wanderung zu einem tollem Erlebnis. Am Abend im Hostel traf ich Michael wieder, der mich als Anhalter mitgenommen hatte und ebenfalls im Hostel in Te Anau übernachtete.

Datum: 2010/04/11
Forgotten Word Highway

Am Vormittag ging ich zum Surf Club in New Plymouth, denn dort fand eine internationale Surfmeisterschaft statt. Doch leider wurden alle Wettbewerbe des heutigen Tages wegen unzureichendem Wind abgesagt. Nach etwa einer Stunde am Strand brach ich zur Fahrt über den “Forgotten Word Highway“ auf. Diese landschaftlich reizvolle Straße mit zahlreichen Aussichtspunkten lud zu einigen Stopps und kurzen Spaziergängen ein. Ich übernachtete in einem Ort namens “National Park“, von hier werde ich am nächsten Tag zum “Tongario Alpine Crossing“ aufbrechen!

Datum: 2010/04/10
Happy Birthday

Heute morgen um 7:30 habe ich bei meinen Vater angerufen um ihm zu seinem Geburtstag zu gratulieren. Durch die Zeitverschieben hatten wir beide zum selben Zeitpunkt Geburtstag da es in Deutschland erst 21:30 am 8. April war. Die Feierrunde in Deutschland sang “Happy Birthday“ für mich, was mich sehr gefreut hat...

Nach dem Frühstück machte ich mich auf um den Vulkan Mt Egmont (2518 m) zu besteigen. Der Gipfel war wie in den letzten Tagen von einem Wolkenband umgeben. Nach etwas 2,5 Stunden aufstiegt kam ich in die Wolken und es dauerte etwa eine Stunde um über das Wolkenband zu kommen. Im Vulkankrater befand ich ein Schneefeld und der Weg führte innerhalb des Kraters zum höchsten Punkt des Berges. Das war das erste mal in meinem Leben, dass ich einen noch aktiven Vulkan besteigen habe! Am Gipfel legte ich eine lange Pause ein und genoss bei strahlendem Sonnenschein ein kleines Nickerchen...

Datum: 2010/04/09
Surfers Highway

Der Surfers Highway führt am Meer entlang um den Vulkan Mt. Egmont dessen Gipfel den ganzen Tag in Wolken verhüllt war. Ich stoppte in einem Ort um Surfstunden zu nehmen. Ich habe in Australien das erste mal gesurft und viel Spaß daran gefunden. Hier war es heute zu windig, doch ich konnte einen Termin in einem etwa 50 km entfernten Ort ausmachen. Dort war es besser und ich traf Gerry meinen Lehrer im lokalen Surfclub. Anschließen fuhr ich nach Mt Egmont Village die ideale Basis um am nächsten Tag den Vulkan zu besteigen. Dort traf ich ein Paar welches heute dort hochgestiegen ist. Sie benötigten 10 Stunden und sagten es sei sehr kalt...

Datum: 2010/04/08
Wellington

Am Morgen bin ich mit einer Zahnradbahn auf einen Aussichtsberg gefahren, welcher zugleich der Botanische Garten ist. Von hier bin ich gemütlich zurück ins Stadtzentrum geschlendert. Ich besichtigte noch die Regierungsgebäude und besuchte das National Museum.

Nun machte ich mir Gedanken, wie ich die Stadt am besten verlassen konnte. Da Wellington eine große Stadt ist kann man sich nicht einfach wie sonst an den Ortsausgang stellen! Da ich eh nur noch 10 Tage bis zu meinem Abflug von Auckland hatte entschloss ich mich ein Auto für diesen Zeitraum zu mieten. Eine Stunde später wurde ich von der Mietwagenfirma in meinem Hostel abgeholt und kurze Zeit später war ich on the Road... Ich fuhr Richtung Mt Egmont in nordwestlicher Richtung. Nach etwa einer Stunde nahem ich den ersten Anhalter mit! Es war ein junger Neuseeländer, der noch etwa 400 km vor sich hatte, obwohl es schon dunkel wurde. Er meinte das sei kein Problem in der Nacht per Anhalter zu fahren... Auf der Nordinsel ist es sicherlich einfacher, da es dort mehr Menschen gibt aber Nachts ist hier nicht so viel Verkehr! Deshalb bin ich dann doch noch etwas weiter gefahren wie ursprünglich geplant.

Datum: 2010/04/07
Verborgene Schönheit

Die Fähre von Pikton nach Wellington ist wohl eine der schönsten Fährfahrten der Welt. Doch leider war das Wetter schlecht und diese Schönheit blieb für mich im Verborgenen! Das Highlight waren Delfine auf der linken Seite des Schiffes. Dies wurde durch eine Durchsage bekannt gegeben. Doch als alle zur linken Seite des Schiffes stürmten, gab es erneut eine Lautsprecheransage, dass die Delfine nun rechts seinen! Ferner nutzte ich die Telefonzellen an Bord um eine Reservierung im einen Hostel zu machen. Wie sich herausstellte war das eine gute Idee, denn ich hatte erst nach dem dritten Anruf die Möglichkeit ein Bett zu reservieren. Ich bin am Abend noch etwas in Wellington umhergelaufen und habe in einer Bar ein Bierchen getrunken!

Datum: 2010/04/06
Pikton

Am morgen fuhren Al und ich nach Marahau um mein Gepäck zu holen. Auf dem Weg dort hin stoppte er an zahlreichen Aussichtspunkten damit ich die Möglichkeit hatte Fotos zu machen! Al wollte noch zur “Rabbit Island“ und ich entschloss mich mit ihm zu gehen. Dort machten wir ein kleines Picknick bei strahlendem Sonnenschein sowie einem herrlichen Blick auf Nelson und den Abel Tasman Nationalpark. Al entschloss sich seine Tante in Nelson zu besuchen und setzte mich vorher beim Besucherzentrum ab. Eigentlich wollte ich die Nacht in Nelson verbringen, doch nach einer kurzen City Tour entschloss ich mich nach Pikton weiterzufahren. Von dort fährt die Fähre zur Nordinsel. Ich hatte sofort eine Mitfahrgelegenheit in einen Ort etwa 15 km vor Pikton. Der Fahrer war jedoch so freundlich einen Umweg in kauf zu nehmen um mich direkt nach Piktion zu bringen. Es setzte mich am Terminal ab wo ich mir eine Fahrkarte für den nächsten Tag kaufte und eine Unterkunft für die Nacht war auch gleich um die Ecke!

Datum: 2010/04/05
Ferewell Spit

Heute morgen war ich zur Abwechslung mal der erste der aufgestanden ist! Die anderen hatten einen Bustransfer nach Nelson gebucht, doch ich wollte per Anhalter weiter zum Ferewell Spit fahren und anschließend zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückzustoppen um mein Gepäck abzuholen! Wenn ich vor der Flut am Endpunkt der Wanderung ankomme kann ich in 20 Minuten den “Wainui Bay“ überqueren und komme direkt zur Hauptstraße, was ideal zum Autostoppen ist. Bereits um 8:30 stand ich an der Straße doch es war sehr wenig Verkehr. Endlich - nach etwa 40 Minuten nahm mich ein Ehepaar mit einem Campervan in nächsten Ort namens Takaka mit. Von dort bekam ich schnell eine Mitfahrgelegenheit zum etwa 50 km entfernten Ferewell Spit.

Ferewell Spit ist die größte natürliche Sanddüne der Welt und ist von beiden Seiten vom Wasser umgeben. Nach etwa 2,5 km kam ein kleines Schild, dass man hier nicht weiter gehen soll. Das Schild war jedoch recht klein und ich sah keinen weiteren Grund nicht weiterzulaufen. Es war sehr toll, den nun waren meine Fußspuren die einzigsten im Sand! Ferewell Spit ist insgesamt 35 km lang, doch nach etwa zwei Stunden musste ich umkehren, damit mir das Wasser nicht ausgeht. Wieder zurück am Besucherzentrum suchte ich nach einer Mitfahrgelegenheit und traf Al vom Vortag wieder. Er sagte er würde noch zu einem etwa 6 km entfernten Strand und dann zurück Takaka fahren; von dort könnte ich dann weiterstoppen. Auf dem Weg zum Strand stoppten wir noch bei einem Aussichtsberg um einen hervorragenden Blick auf Ferewell Spit zu bekommen. Hier wurden die Ausmaße dieser gewaltigen Sanddüne sichtbar! Da sowohl das besteigen des Aussichtsbergs als auch der Fußmarsch zum Strand recht viel Zeit benötigten war es zu spät heute noch weiter zu stoppen und ich entschloss mich auch in Takaka zu bleiben. Da Al am nächsten Tag zurück nach Christchurch fährt, bot er mir an mich morgen noch nach Marahau zu fahren um dort mein Gepäck abzuholen. Ich übernachtete im gleichen Hostel wie Al, welches einen Whirlpool hat. Das war ein gelungener Abschluss der viertägigen Wanderung im Abel Tasman Nationalpark.

Datum: 2010/04/04
Traumstrände des Abel Tasman NP

Direkt an der Hütte musste man das große Wasserbecken überqueren; was logischerweise nur bei Ebbe möglich ist. Um 9:00 ist die späteste Überquerung für den heutigen Tag! Doch als ich um 5:00 aufs Klo ging machten sich die ersten auf den Weg. Ich fragte die beiden ob sie zwei Etappen an einem Tag machen wollen, doch sie hatten den gleichen Weg wie ich... Ich frage mich was es für einen Sinn macht im Dunkeln mit der Taschenlampe loszulaufen um dann um 10:00 an der nächsten Hütte anzukommen!

Als ich mich um kurz vor neun auf dem Weg machte war nur noch ein deutsche welche seit 30 Jahren in Neuseeland lebt an der Hütte. Wir sind etwa zwei Stunden gemeinsam gelaufen, doch dann ging es den Berg hinauf und sie war viel langsamer als ich, sodass ich voraus gegangen bin. Immer wieder kam ich an traumhaften Stränden und kleinen Buchten vorbei! Etwas später traf ich Al, einen etwas seltsamen aber sehr netten Neuseeländer. Er war für einen Tagesausflug in den Abel Tasman Nationalpark gekommen. Wir liefen etwa eine halbe Stunde zusammen. Er empfahl mir noch einen kleinen Umweg zum “Separation Point “ zu machen wo sich die Nelson- und Tasmanbucht treffen. Von hier hatte man eine wunderbare Aussicht über die gesamte Küstenlinie. Am Abend saß ich mit zwei weiteren deutschen noch bis 23:00 zusammen; alle anderen sind wieder Stunden vor uns ins Bett gegangen. Es war eine schreckliche Nacht. Ich hatte etwa 30 Standfliegenbisse an meinen Füßen die höllisch juckten und es waren etwa fünf Schnarcher in einem Achtmannzimmer.

Datum: 2010/04/03
Ebbe

Auf dem heutigen Etappe gab es einen Streckenabschnitt welcher nur bei Ebbe passierbar ist. Deshalb bestand die Möglichkeit entweder um 7:00 oder um 14:30 an der Hütte loszulaufen. Bei einer Gehzeit von vier Stunden war für mich klar was ich tun werde. Doch ich war der einzigste, der am Nachmittag gegangen ist. Alle anderen sind bereits um 6:00 oder noch früher aufgestanden... Nach einem gemütlichen Frühstück genoss ich die Ruhe an der Hütte und bin im Meer geschwommen. Es war zwar recht kalt doch Wandern im Abel Tasman Nationalpark ohne schwimmen im Meer ist eine halbe Sache! Als ich am Abend bei der Hütte ankam war dort ein riesiges leeres Wasserbecken. Es ist kaum zu glauben, dass dies bei Flut mit Wasser gefüllt sein wird! Ein weiteres Phänomen auf diesen Wanderhütten ist, dass die Leute unglaublich früh ins Bett gehen. Um 21:00 saß ich mit zwei Neuseeländern alleine am Tisch. Es übernachteten über 40 Leute hier!

Datum: 2010/04/02
Keine Kochmöglichkeiten

Die erste Etappe absolvierte ich mit einem Kajak. Dies ist eine sehr gute Kombination, den am Vormittag müssen die Arme und am Nachmittag die Füße arbeiten. Deshalb konnte ich die erste Hütte überspringen, da wir dort zu Mittagszeit mit den Kajaks anlegten. Auf dem Weg zu Kleopatras Pool habe ich einen Iren getroffen und wir sind zusammen gelaufen um dort ein Bad zu nehmen. Danach trennten sich unsere Weg, denn der Ire fuhr mit dem Wassertaxi zurück nach Marahau dem Anfangspunkt des Abel Tasman Tracks. Nach drei weiteren Stunden Fußmarsch erreicht ich die Bark Bay Hütte. Mit entsetzen stellte ich fest, dass auf diesem “Great Walk“ keine Kochmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wurden. Das kannte ich bisher nur von den “Backcountry Huts“, denn das war eigentlich der Grund für den höheren Preis der “Great Walk Huts“! Doch ich war nicht der einzigste der diesen Fehler gemacht hatte! Zum Glück war Alan aus England so freundlich mir seinen Kocher anzubieten, da man wegen der hohen Brandgefahr auch kein Feuer machen durfte! Es war eine wunderschöne Vollmondnacht und ich saß noch recht lange mit drei Holländerinnen vor der Hütte. Ein weiterer Holländer versuchte stundenlang den Mond zu fotografieren... Als ich ins Bett gegangen bin stellte ich fest, dass ich an meinen Füßen zahlreiche Sandfliegenbisse hatte die enorm zu jucken begannen!

Datum: 2010/04/01
Daumen hoch!

Heute hatte ich eine etwa 400 km lange Reise vor mir. Doch da es wieder einmal keine Busverbindung gab um es am selben Tag zu schaffen war ich wie so oft aufs Autostoppen angewiesen. Außerdem hatte ich schon den Abel Tasman Track gebucht und musste sozusagen am nächsten Tag dort sein, da ich alle Übernachtungen in den Hütten bereits bezahlt hatte! Doch es fing garnicht gut an! Ich stand etwa 1,5 Stunden an der Straße, es war wenig Verkehr und niemand hat gehalten. Ferner gab es an dieser Stelle zahlreiche Sandfliegen, welche mich total verbissen haben. Gegen diese Biester ist kein Kraut gewachsen... Als zwei Iren hielten um mich etwa 10 km mitzunehmen war mir das mehr als recht. Die haben eine kurze Wanderung zu einem Strand gemacht. An diesem Platz gab es zwar keine Sandfliegen, doch es war zu kurvig um einen vernünftigen Platz zum Autostoppen zu finden. Als die beiden zurückkamen stand ich immer noch dort! Ich entschloss mich mit ihnen zurück zum Besucherzentrum der Pancake Rocks zu fahren um die Leute auf dem Parkplatz direkt anzusprechen. Ein Ehepaar meinte sie würden im Restaurant zu Mittag essen, wenn ich danach immer noch hier stehen würde, werden sie mich mitnehmen.

Nach 2,5 Stunden bin ich zu den ersten 40 km meiner Reise aufgebrochen; immerhin schon mal 10% der Strecke. Die beiden sind von der Nordinsel und machen in Neuseeland Urlaub weil ihre Kinder teilweise mit Partner aus verschiedenen Gründen wieder bei den Eltern eingezogen sind. Da ihnen dies zu viel Wirbel ist, haben sich die beiden Rentner entschlossen durch Neuseeland zu reisen! An der Kreuzung wo sich unsere Wege trennten hatte ich sehr viel Glück. Durch das Überqueren der Straße bremste ich ein Auto leicht aus. Ich hob den Daumen und der Fahrer hielt für mich an! Es war ein Geschäftsmann welcher auf dem Weg nach Christchurch war. Er hatte viel mit Autos am Hut, den wir unterhielten uns die ganze Fahrt über die deutsche Automobilindustrie! Doch nach 45 km war auch diese Fahrt zuende und ich stand wieder an einer Kreuzung mit Sandfliegen. Es dauerte 1,5 Stunden bis ein Kerl anhielt welcher sagte er würde mich mitnehmen wenn ich fahren werde. Ich wollte nur weg von hier und dieser Deal war OK für mich... Ich dachte er hatte eine lange Fahrt hinter sich und wollte nicht mehr weiterfahren da er müde ist. Doch er ist an diesem Tag erst 40 km gefahren. Ich fand es recht seltsam, dass er mich gebeten hat zu fahren. Denn das stellt für ihn ja doch ein gewisses unbekanntes Risiko da. Ich habe die Freiheit genossen und bin recht schnell gefahren um die verlorene Zeit reinzuholen. Nach 200 km trennten sich unsere Wege. In einem kleinen Laden kaufte ich mir einen Pie und stellte mich wieder an die Straße. Bevor ich mit meiner Mahlzeit fertig war saß ich schon in einem alten VW Käfer. Auf der Rückbank saß ein kleines Kind im Kindersitz. Es war entweder eine junge Oma oder eine alte Mutter. Immerhin konnte ich weitere 60 km meiner Reise in ihrem Käfer mitfahren. Von dort hat mich ein deutscher Erntehelfer aus der Stadt hinaus gebracht und ich stand nun an der letzten Kreuzung und war noch 20 km von meinem Ziel entfernt. Es wurde nun schon langsam dunkel, doch zum Glück musste ich nicht lange warten. Ein junges Mädchen war meine letzte Mitfahrtsgelegenheit für diesen Tag.

Ich übernachtete auf einer Farm und musste noch etwa 500 Meter laufen. Dort buchte ich eine Kajaktour für den nächsten Tag, da ich einen Teil dieser Wanderung im Kajak zurücklegen werde! Leider konnte ich alleine kein Kajak mieten, da dies wohl zu gefährlich sei. Deshalb musste ich mich einer geführten Tour anschließend was etwas teurer und weniger flexibel war.

Datum: 2010/03/31
Arthurs Pass & Pancake Rocks

In aller Frühe wurde ich von einem Minibus, welcher mich zum Bahnhof brachte abgeholt. Im Bahnhof reservierte ich noch telefonisch ein Bett für die kommende Nacht, weil ich nicht nochmal die selben Probleme wie in den letzten Tagen haben wollte. Doch da es noch recht früh war weckte ich wohl den Rezeptionisten...

Im Zug saß ich neben einer etwa gleichaltrigen Engländerin, die jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, denn ich kann mich nicht mal mehr an Ihren Namen erinnern. Sie reiste nach der Zugfahrt nach Süden und ich nach Norden, deshalb hatte ich mich auch nicht besonders angestrengt ein Gespräch aufzubauen... Oder ich war einfach noch zu müde zum flirten! Im ersten Abschnitt dieser landschaftlich reizvollen Bahnstrecke war das Wetter sehr schön und es gab einen Wagon mit einer Aussichtsplattform im freien um zu fotografieren. Doch kurz vor dem Arthurs Pass fing es leicht an zu regnen und das Bergpanorama wurde von den Regenwolken verschleiert.

Von Greymouth wollte ich per Anhalter nach Punakaiki fahren wo sich die berühmten Pancake Rocks befinden. Doch da ich von Vincent wusste, dass es dort keinen Laden gibt bin gegenüber der Bahnhofsstation in einem Supermarkt zum Einkaufen gegangen. Nach meinem Einkauf standen am Bahnhof zwei Busse; einer fuhr nach Norden und der andre in den Süden. Da die Fahrt nur 10 $ kostete entschloss ich mich mit dem Bus zu fahren. Im Bus unterhielt ich mich mit einer Waliserin, deren Namen ich zwar auch vergessen habe, die aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat! Leider ist sie an einem Hotel ausgestiegen, welches von meiner Unterkunft weit entfernt war. Als ich mein Bett gesehen habe überkam mich die Müdigkeit und ich habe etwa zwei Stunden geschlafen. Danach machte ich einen Spaziergang zu den Pancake Rocks. Inzwischen schien auch wieder die Sonne welche sich allerdings schon dem Horizont näherte. Es herrschte eine einzigartige Stimmung an diesem Ort. Auf dem Rückweg kam ich an einer Höhle vorbei, doch da meine Taschenlampe im Zimmer lag und ich zu faul war später dort hin zurückzulaufen lies ich diese Attraktion aus!

Datum: 2010/03/30
Christchurch

In der Früh kaufte ich ein Zugticket um am nächsten Tag über den Arthurs Pass von der Ost- an die Westküste zu fahren. Danach bin ich etwas in Christchurch herumgelaufen, war im Kunsthaus, im Botanischen Garten und besorgte noch einige Dinge.... Im Kunsthaus gab es eine provokative Erotikausstellung von Christine Webster und alte Bilder aus Italien von nackten Leuten... Christchurch ist recht überschaubar und man hat schnell alles gesehen! Doch irgendwie hatte ich eh nicht so recht Lust auf Sightseeing und bin deshalb in die Bibliothek um das gratis Internet zu nutzen. Dort hatte ich Sunyoung aus Korea im Skype getroffen und wir telefonierten eine gute Stunde. Danach brach die Verbindung ab. Ich konnte mich nicht mehr einwählen, da mein Datenvolumen aufgebraucht war. Das hätte man mir auch vorher sagen können, das dieses limitiert ist. Ich kaufte noch ein paar Snacks für die Zugfahrt und ein Fertiggericht fürs Abendessen. Den Rest des Abends verbrachte ich mit dem Schreiben von Reiseberichten und der Auswahl von Fotos für diese Internetseite.

Datum: 2010/03/29
Mt Cook

Heute morgen hingen die Wolken auf etwa 1000 Metern Seehöhe. Im Tal und auf den Gipfeln hatte man eine gute Sicht! Dazwischen lag ein gewaltiges Wolkenband. Dieses sollte sich doch nach dem Wetterbericht bald auflösen. Darauf konnte ich jedoch nicht warten, da ich nicht auf der Hütte übernachten wollte. Heute hätte es natürlich genügend freie Plätze gegeben. Ich kam jedoch wesentlich schneller voran, als es auf den Wegweisern angegeben war. Nach 2,5 Stunden erreichte ich die Hütte und unterhielt mich prächtig mit dem Hüttenwart. Die Wolken hatten sich etwas gelichtet doch sie verschleierten immer wieder die Sicht auf die Gletscher. Von Mt. Cook hatte ich bisher nicht ein Stück gesehen. Etwa 40 Minuten von der Hütte entfernt befindet sich der Gipfel von Mt. Ollivier. Es gab dort keinen markierten Weg doch der Hüttenwirt erklärte mir die Route. Katja aus Deutschland war vor mir an der Hütte angekommen und wollte auch dort hoch. Irgendwie hat uns die Beschreibung des Hüttenwirts nicht wirklich weitergeholfen und wir sind einfach nach eigenem Befinden den Berg hinaufgeklettert! Es gab zwar immer wieder Wolkenlöcher, doch von Mt. Cook keine Spur.

Wieder an der Hütte spielte ich mit dem Gedanken doch dort zu übernachten. Der Hüttenwart bot mir einen schlechten Schlafsack und jede Menge Wolldecken an. Vincent hatte immer zuviel Essen dabei, somit wäre die Verpflegung auch gesichert! Katja musste um 17:00 im Tal sein und ist losgelaufen. Ich war mir nicht sicher was ich tun soll. Ich wollte Mt. Cook unbedingt noch sehen, würde aber einen weiteren Tag verlieren. Ich bin jetzt schon den dritten Tag hier nur um einen Berg zu sehen!, Nach 20 Minuten entschloss ich mich zum Abstieg um Katja einzuholen. Da sie recht schnell unterwegs ist, hatte ich eine echte Herausforderung! Als ich Katja einholte geschah etwas unglaubliches; Mt. Cook war zu sehen! Wir blieben stehen und schossen zahlreiche Fotos. Es war wie auf einer Safari, die Wolken wurden immer weniger und die Bilder immer besser. Später traf ich auch Vincent, der zur Hütte aufstieg. Er hatte wie vermuten genug Essen dabei um mich durchzufüttern doch mein Ziel war erreicht! Wir machten gemeinsam eine Pause um die Sicht auf den Berg zu genießen. Katja musste jedoch weiter.... Das war nun definitiv das letzte mal, das ich Vincent treffen werde! Ich machte mich auf dem Weg um Katja wieder einzuholen, denn sie wurde von Freunden am Parkplatz abgeholt, was eine sichere Mitfahrgelegenheit bis zu meiner Hütte war. Nachdem ich meine sieben Sachen gepackt hatte wollte ich zu “Lake Tekapo“ trampen. Doch die Jungs die mich mitgenommen hatten fuhren bis nach Christchurch. Da ich dort morgen eh hin wollte entschloss ich mich die gesamte Strecke mitzufahren!

Ich bin bei einem Park ausgestiegen und etwa 20 Minuten zu einem Hostel gelaufen, doch dieses war bis auf das letzte Bett ausgebucht! Ich versuchte um 22:30 bei den Hostels anzurufen, doch es ging niemand ans Telefon. Nach dem fünften Anruf hatte ich endlich Glück, es nahm jemand den Hörer ab und es war auch noch ein Bett frei. Nach weiteren 20 Minuten Fußmarsch konnte ich mich endlich schlafen legen.

Datum: 2010/03/28
Wiedersehen

Ich wollte heute Nacht auf der “Mueller Hut“ übernachten. Die Tickets dafür kann man erst am gleichen Tag in der früh kaufen. Doch drei Engländer, die bereits eine halbe Stunde bevor das Büro öffnete dort waren gingen auch leer aus, da ein Mann vor Ihnen alle verfügbaren Plätze kaufe. Das ist natürlich sehr ärgerlich! Man kann ohne Probleme an einem Tag dorthin und zurücklaufen, jedoch sei der Sonnenauf – und Untergang lohnenswert! Da das Wetter heute eh nicht gut war entschloss ich mich morgen diesen Tagesausflug zu machen.

Gegen Nachmittag wollte ich per Anhalter zum Tasman Gletscher fahren. Da meine Hütte etwa fünf Kilometer vom Dorf entfernt ist, war dies mein erstes Ziel. Ich wollte in der Jugendherberge nach Vincent schauen, doch bevor ich dazu kam lief er mir schon über den Weg. Er war eigentlich auf dem Weg zum Bistro, doch da ich Brot und Salami dabei hatte sind wir sofort gemeinsam zum Gletscher aufgebrochen. Es war nicht besonders viel Verkehr auf der Straße dort hin, und keiner wollte anhalten. Wir sind fast ne Stunde gelaufen bis uns ein Franzose mitgenommen hat! Am Parkplatz haben wir in einer Rasthütte erstmal was gegessen. Nach einem kurzem Fußmarsch erreichten wir einen See in dem einige Eisberge herumschwammen. Erst als sich ein Boot diesen Eisklötzen näherte wurden die gewaltigen Dimensionen sichtbar! Um wieder zurück zu kommen sprach ich zwei Passanten auf dem Parkplatz an. Sie sprachen kaum englisch, doch als ich feststelle das es Franzosen sind rief ich Vincent um die Rückfahrt klar zu machen...

Datum: 2010/03/27
iPod

Vincent wollte mit dem Bus zum Mt Cook fahren, doch da es keine direkte Verbindung dort hin gibt würden wir erst morgen Vormittag dort ankommen. Außerdem waren alle Zimmer bereits ausgebucht, doch evtl. besteht die Möglichkeit in einer Alpensvereinshütte zu übernachten. Da mir langsam die Tage in Neuseeland ausgehen, wollte ich keinen weiteren Tag dadurch verlieren. Deshalb verabschiedete ich meinen “ Copain de Voyage“ und entschloss mich per Anhalter dort hin zu fahren, was alleine sehr viel leichter ist. Nach etwa einer Viertelstunde hielt eine Frau an. Ich war sehr überrascht, denn das war die erste Frau welche für mich gehalten hat. Doch sie erzählte mir dass sie vor zehn Jahren mit Ihrer Schwester durch ganz Neuseeland gestoppt sei und mit so vielen Männern mitgefahren ist... Ich konnte leider nur zehn Minuten mit Ihr fahren, doch ich stand jetzt an einer wesentlich besseren Stelle! Von dort bekam ich eine Mitfahrgelegenheit bis zur Abzweigung welche zum Tal führt an dessen Ende sich Mt Cook befindet. Das gute war das jeder der in dieses Tal hineinfährt zwangsläufig nach Mt Cook Dorf kommt. Soweit die Theorie! Ich konnte mit einem Jäger mitfahren, doch der fuhr nur in sein Jagtgebiet, welches auf halber Strecke lag. Er setzte mich an einem Holidaypark ab und dort fragte ich nach einem Bett. Da im nächsten Ort eine Rudermeisterschaft stattfand waren alle Betten restlos ausgebucht. Ich hatte noch die Adresse der Alpenvereinshütte und ich hoffte, dass dort keine Ruderer sind. Kurze Zeit nachdem ich aus seinem Auto ausgestiegen bin stellte ich fest, das mein iPod aus der Hosentasche gefallen war. Ich wusste zwar genau wo er sich befinden muss, doch es gibt keine Möglichkeit das Gerät wieder zu bekommen. Ein deutscher der mit einen Van unterwegs war nahm mich die letzten Meter bis zu dieser Hütte mit! Es gab dort noch viele freie Betten!

Später stoppte ich in den etwa fünf Kilometer entfernten Ort um etwas einzukaufen. Als ich wieder zurück war konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Diese Hütte hat ein riesiges Fenster welches den Blick auf eine atemberaubende Bergkulisse ermöglicht. Ich verbrachte den ganzen Abend mit Josefine aus Dänemark und wir waren die letzten, die zu Bett gegangen sind.

Datum: 2010/03/26
Rückenwind

Die heutige Etappe war mit 40 km die kürzeste und auch der Wind war mit uns. Doch der Hintern tat mir nach 120 km auf dem Mountainbike ganz schon weh. Gegen Mittag erreichten wir Alexandra die größte Stadt an der ehemaligen Eisenbahnstrecke. Hier haben wir bei Subway Mittagessen um frisch gestärkt die letzten acht Kilometer in Angriff zu nehmen.

Nach der Rückgabe der Fahrräder bekamen wir unser Gepäck und versuchten anschließend per Anhalter in den nächsten großen Ort weiterzufahren. Doch es dauerte eine Stunde bis uns jemand mitnahm. Es es viel schwieriger zu zweit per Anhalter zu reisen; denn alleine habe ich nie lange gewartet. Wir konnte etwa die Hälfte unserer Strecke mit einem Maler mitfahren. An der nächsten Kreuzung dauerte es zehn Minuten bis uns ein Elektriker mitnahm! Er hat uns sogar noch direkt zur Jugendherberge gebracht.

Datum: 2010/03/25
Seitenwind

Heute morgen war es Windstill am Campingplatz und alle Radler freuten sich. Doch ich traute dem Frieden nicht und hatte leider recht. Denn als wir auf der ehemaligen Eisbahntrasse radelten war der Gegenwind wieder da! Vincent meinte nach einer Stunde er würde es nicht schaffen, doch es ging heute nur 12 km bergauf. Dann würde es für den Rest der Strecke vorwiegend bergab gehen. Kurz bevor wir den höchsten Punkt erreichten, trafen wir viele fröhliche Radler, denn sie hatten den Grad schon überwunden und konnten mit Rückgenwind abwärts radeln. Nachdem wir den höchsten Punkt überwunden hatten, ging es auch für uns bergab, doch wir mussten wegen dem starkem Gegenwind bergabtreten! Um 14:30 erreichten wir den nächsten Ort und wollten dort zu Mittag essen. Doch leider hat die Küche bereits um 14:00 Uhr geschlossen und es gab nur noch Sandwiches. Zum Glück änderte sich die Streckenführung und aus dem Gegenwind wurde Steitenwind!

Nachdem wir heute wieder fast 60 km geradelt mieteten wir beim Campingplatz ein Motorhome; dies kostete gerade einmal 5$ mehr als im eigenen Zelt zu übernachten. Da wir auch heute wieder zu spät ankamen um noch im Laden einzukaufen sind wir in den einzigen Pub im Ort gegangen um ein vorzügliches Steak und einige Biere zu genießen.

Datum: 2010/03/24
Gegenwind

Ein Teil unseres Gepäcks wurde mit dem Auto zum Endpunkt der Radtour gebracht. Vincent hatte zwei Rucksäcke und fuhr total überladen zum Transportservice! Gegen 11:00 starteten wir bei herrlichem Wetter zur ersten Etappe der insgesamt 150 Kilometer langen Radeltour. Leider hatten wir schon von Anfang an Gegenwind, der uns einige Kraft kostete. Es ging langsam aber stetig bergauf. Nach sechs Kilometern erreichten wir die erste ehemalige Bahnhofstation. An jeder Station kann man sich einen Stempel abholen. Vincent sammelte die Stempel auf einer Postkarte. Nach etwa 30 km haben wir in Hide in einem vorzüglichen Café zu Mittag gegessen. Wenig später passierten wir den ersten Tunnel. Es war ein interessantes Erlebnis, mit dem Fahrrad durch einen unbeleuchteten Tunnel zu fahren. Eigentlich hätte man absteigen müssen, doch das haben wir natürlich nicht gemacht...

Um 18:15 waren wir noch etwa acht km von unserem Tagesziel entfernt. Der Gegenwind ist viel stärker geworden und man hatte das Gefühl laufen sei schneller als radeln. Da Vincent viel langsamer war, bin ich vorgefahren um im Landen noch etwas fürs Abendessen einzukaufen. Wir sind davon ausgegangen, dass der Supermarkt bis 19:00 geöffnet ist. Doch der Laden schloss an diesem Tag bereits um 18:30 und ich hätte mich nicht so beeilen müssen. Ich wartete beim Laden auf Vincent doch von Ihm war weit und breit nichts zu sehen. Er hatte das Zelt in seinem Gepäck und ich fuhr zum Campingplatz, weil ich mir nicht sicher war ob evtl. direkt dort hin geradelt ist. Da er nicht dort war wollte ich zurückradeln um nach ihm zu sehen, da kam er gerade um die Ecke. In einer Tankstelle konnten wir dann noch Eier und Tomatensoße kaufen um Nudeln mit Tomatensoße und Omelettes zu kochen.

Datum: 2010/03/23
Taieri Gorge Railway

Nach einem späten Frühstück sind wir zur Fabriksbesichtigung der Cadbury Schokoladenfabrik gegangen. Doch leider war heute ein Feiertag in Neuseeland und die Produktion war geschlossen. Es gab zwar trotzdem eine Führung doch wir wurden nur in ein ehemaliges Silo geführt wo 1000 kg flüssige Schokolade vor unseren Augen in die tiefe stürzte! Außerdem wurden uns zwei kurze Filme gezeigt und bei einem Quiz gab es Schokoriegel zu gewinnen! Von der Produktion haben wir rein garnichts gesehen und das ganze war eher enttäuschend.

Am Nachmittag fuhren wir mit einer Museumsbahn nach Middlemarch dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Die Bahn fuhr durch ein Tal welches ausschließlich zu Fuß oder eben mit diesem Touristenzug zu erreichen ist. Die Trasse führte durch 12 Tunnel sowie über zahlreiche Brücken. Selbstverständlich stoppte der Zug von Zeit zu Zeit damit man die Möglichkeit hatte in Ruhe Fotos zu machen. Nachdem wir die Fahrräder abgeholt hatten sind wir zum Einkaufen und anschließend zum Zeltplatz gefahren um das Zelt aufzustellen. Die Gemeinschaftsküche und der Aufenthaltsraum waren in einem alten Eisenbahnwagen untergebracht.

Datum: 2010/03/22
Von der Ortago Halbinsel nach Duniden

Wir hatten heute nicht mehr viel vor und haben den Tag deshalb gemütlich begonnen. Anschließend sind wir mit dem Auto zu einem Aussichtsberg gefahren. Von hier hatte man eine tolle Aussicht über die Otago Halbinsel. Auf dem Weg nach Duniden kamen wir an einem Schloss vorbei. Es ist das einzigste Schloss in Neuseeland und befindet sich auf dem höchsten Berg der Insel.

Wir mussten das Auto am Flughafen zurückgeben und dieser befindet sich etwa 25 km außerhalb der Stadt. Ich telefonierte mit der Mietwagenfirma und es bestand die Möglichkeit den Wagen bei einem Hotel im Stadtzentrum zurückzugeben. Ideal für uns! Nach der Rückgabe des Wagens sind wir ein wenig durch die Stadt gelaufen und haben etwas gegessen. In der Touristeninformation buchten wir eine Fahrradtour auf einer stillgelegten Eisbahntrasse. Es war recht kompliziert, da man Fahrrad, Unterkunft, Gepäcktransfer und Transport zum Startpunkt separat buchen muss! Da die meisten Übernachtungsmöglichkeiten bereits ausgebucht waren und Vincent ein Zelt hat entschlossen wir zu campen. Ich musste mir dafür nur noch eine Isomatte besorgen. Das Hostel in Duniden war das erste in Neuseeland mit gratis Internet. Ideal um ein paar Bilder auf die Homepage zu stellen und mit Freunden zu chatten. Ich bin erst um 3:00 in Bett gegangen!

Datum: 2010/03/21
Pinguine im Dunkeln

Nach der Information vom Vortag sollten die Höhlen um 10:30 öffnen. Doch als wir dort ankamen, war das Tor noch geschlossen. Es sei erst um 11:00 möglich, dort hinunter zu steigen. Es kam dann tatsächlich eine Frau, die meinte die Höhlen würden heute selbst bei Ebbe nicht trocken sein, doch wir könnten mit kurzen Hosen durchs Wasser waten, was wir dann auch gemacht haben. Es war dann allerdings nur halb so schlimm wie es die Dame geschildert hatte. Da wir eh schon so weit zurückgefahren sind habe ich mich entschlossen nach meiner Brille zu sehen. Dazu mussten wir einen Umweg von etwa einer halben Stunde in kauf nehmen. Ich hatte Glück, die Brille war noch dort wo ich sie abgelegt hatte. Auf dem Rückweg aßen wir bei einer Imbissbude irgendwo im nirgendwo Fish & Chips, was sehr lecker und unglaublich günstig war! Nun mussten wir den ganzen Weg bis zu dem Ort wo wir übernachteten zurückfahren. Dort besuchten wir das “Blow Hole“. Dies ist ein 55 Meter tiefes Loch welches etwa 200 Meter vom Meer entfernt ist. Das Meerwasser kann durch einen Tunnel zu diesem Loch gelangen und dies macht einen unglaublichen Lärm.

Vincent und ich waren uns einig, dass wir nun genug von den Catlins gesehen hatten und wir machten uns auf den Weg ins etwa 100 km entfernten Duniden. Vor Duniden liegt eine Halbinsel wo man blaue Pinguine beobachten kann. Dies sind sehr kleine Pinguine und diese kommen erst bei Nacht aus dem Wasser. Da es wie gesagt schon Nacht war konnte man das Spektakel nicht wirklich gut beobachten und fotografieren mit Blitz war aus Tierschutzgründen nicht gestattet.

Datum: 2010/03/20
Pinguine, Seelöwen und versteinerte Baumstümpfe

Nach dem Frühstück wanderten wir etwa zwei Stunden zu einem Wasserfall. Der Weg war matschig - somit waren die frisch geputzten Schuhe schnell wieder schmutzig. Anschließend sind wir nach Port Craig gefahren um einen versteinerten Wald anzusehen. Das hörte sich sehr interessant an – war dann aber auf den ersten Blick recht langweilig. Doch beim näheren hinsehen konnte man wirklich versteinerte Stämme und Baumstümpfe sehen. Beim Weiterfahren merkte ich, dass ich meine Brille verloren hatte. Ich konnte mich erinnern, dass ich sie vor der Wanderung am Parkplatz abgelegt hatte. Doch wir hatten keine Zeit um zurückzufahren. denn wir wollten eine Höhle besichtigen, welche nur bei Ebbe zugänglich war. Doch als wir dort ankamen wurde der Zugang wegen zu rauer See frühzeitig geschlossen. Wir entschlossen uns evtl. am nächsten Tag nocheinmal hier her zu kommen, auch wenn es ein großer Umweg ist. Um die Mittagszeit stoppen wir an einem kleinen See für ein Picknick. Wir waren die einzigsten Touristen, welche sich zu dieser Zeit am See aufhielten!

Danach suchten wir eine Unterkunft und sind direkt zum Strand gegangen um Seelöwen zu sehen. Wir konnten uns den Tieren auf wenige Meter nähern und ihnen beim spielen oder kämpfen zuzusehen. Ich weiß nicht ob dies nun Spaß oder Ernst war! Doch die meisten Seelöwen lagen nur faul am Strand herum. Viencent meinte in seinem nächstem Leben möchte er ein Seelöwe sein. Um schon mal eine Vorstellung von diesem Leben zu bekommen legte er sich direkt neben einem Seelöwen in den Sand! Gegen Abend kommen die Pinguine an Land. Dies kann man am besten am Nugget Point beobachten, welcher etwa 20 Minuten mit dem Auto vom Strand entfernt war. Wir konnten dort in der Ferne einen Pinguin sehen. Der Strand wird am Abend gesperrt und man kann die Tiere von einem Observatorium aus sehen. Dank Kamerazoom kam man dem Pinguin dann doch recht nahe.

Datum: 2010/03/19
4800 km zum Südpool

Daniela fuhr heute nach Te Anau und Vincent und ich trampten nach Invercargill um dort ein Auto zu mieten. Wir wollten in die “Catlins“ und dort braucht man ein eigenes Fahrzeug oder eine organisierte Tour. Ideal dass ich Vincent hier getroffen habe und wir den selben Plan haben. In unsere Richtung fuhren sehr wenig Fahrzeuge und es dauerte etwa eine Stunde bis und ein Farmer mitgenommen hat. Etwa sieben Kilometer vor Invercargill mussten wir erneut stoppen. Doch diese Straße war stark befahren und es sollte eigentlich nicht lange dauern bis uns einer mitnimmt. Doch so viele Fahrzeuge wie hier sind noch nie an mir vorbeigefahren. Es fing dann auch noch zum Regnen an; wir sind gerade losgelaufen um uns bei einer Tankstelle unterzustellen als dann doch noch jemand angehalten hat. Er hat uns direkt zur Touristeninformation gebraucht wo wir den Mietwagen buchen konnten.

Zwei Stunden später waren wir mit einem Toyota Corolla unterwegs. Der Wagen war zwar recht teuer, doch wir hatten ihn eh nur für drei Tage gemietet und die Kosten teilten sich auf zwei Personen auf. Zu unserer Überraschung hatten wir wieder strahlenden Sonnenschein. Wir fuhren zu einem Leuchtturm. Dort lagen zwei Seelöwen im Gras. Als ich mich Ihnen auf wenige Meter näherte fingen diese an mich Anzugreifen. Zum Glück sind die Seelöwen recht langsam. Später sind wir zum südlichsten Punkt der Südinsel gefahren. Von hier sind es 4800 km zum Südpool! Wir wollten in einer Unterkunft übernachten, welche uns Daniela empfohlen hatte. Doch diese war leider schon Ausgebucht. Wir mussten dann wieder etwas zurückfahren und haben auf einer Farm ein Zimmer bekommen.

Datum: 2010/03/18
Whirlpool

Als wir am Morgen in unsere Schuhe schlüpften waren diese immer noch Nass. Es sind nur ein paar Minuten zum Strand, dort konnte man Delfine sehen. Ein Paar aus Deutschland wollte schwimmen gehen, doch da es sehr kalt war haben sie es sich dann doch anders überlegt! Wir beobachteten die Delfine etwa eine halbe Stunde und sind dann zur letzten Etappe des Tracks aufgebrochen. Zum Glück war das Wetter heute wieder gut, sonst wäre es sehr zäh geworden. Obwohl wir heute nur 16 Kilometer laufen mussten, hatten wir alle nach vier Stunden keine Lust mehr. Der Weg führte immer wieder am Strand vorbei und es ging auch relativ flach dahin, doch die nassen Schuhe nervten schon sehr. Im unserer Unterkunft gibt es einen Whirlpool und gegenüber befindet sich ein Würstelstand. Der Tag schien im ein gutes Ende zu haben!

Zurück im Tuatapere sind wir direkt zum Würstelstand und wir haben uns eine Kiste Bier gekauft. Im Backpackers schmissen wir unsere Wäsche zusammen um sie gemeinsam zu Waschen. Vincent kochte für uns alle ein leckeres Chickencurry, die Würstel und Pommes waren nur die Vorspeise! Ich kaufte nochmal eine Kiste Bier, da die erste inzwischen leer war. Als wir bereit waren für den Whirlpool konnten wir den Manager nicht mehr finden. Es gibt dort ein Telefon um ihn anzurufen, doch er nahm das Gespräch nicht an. Das war die größte Enttäuschung, ich hatte mich so auf den Whirlpool gefreut. Anstatt im Pool tranken wir das Bier nun im Fernsehraum.

Datum: 2010/03/17
Sauwetter nixiges!

Ich habe eine halbe Stunde länger geschlafen als die anderen und kam als letzter in den Aufenthaltsraum. Ich hätte wohl einen unglaublichen Sonnenaufgang verpasst. Die wollten mich wohl verarschen, denn es Regnete! Doch die Fotos überzeugten mich, vor einer halben Stunde war von diesem Sauwetter noch nichts zu sehen. Im digitalen Zeitalter kann man ja leicht Fotos tauschen ;-) Leider verzog sich das schlechte Wetter nicht so schnell wie es gekommen war. Ich wollte auf der Hütte auf besseres Wetter warten doch die Managerin setzte uns vor die Türe!

Klar das die Wege noch matschiger waren wie am Vortag. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir den Rastplatz. Dort hatte man zum Glück ein Dach über dem Kopf. Doch auch hier konnten wir nicht auf besseres Wetter warten, da es uns nach ein paar Minuten so kalt wurde, dass wir direkt nach dem Essen weiterlaufen mussten um wieder warm zu werden. Zum Glück wurde der Regen immer schwächer und wir erspähten nach einigen Stunden sogar ein Stück blauen Himmel. Nach fünf Stunden führte der Weg auf eine stillgelegte Eisenbahnstrecke. Der Track führe über Eisenbahnbrücken, welche atemberaubende Schluchten überquerten. Nach etwa einer Stunde kamen wir zu einer Hütte und wir entschlossen uns dort etwas zu essen. Es gab in der Hütte einen Holzofen sowie einen Teekessel. Ich machte Feuer um Wasser zu kochen. Es dauerte ewig bis das Teewasser endlich kochte. Daniela und ich wir wärmten uns am Ofen, während Vincent in einem der Betten einen Mittagsschlaf machte. Es fing wieder an zu Regnen und ich wäre am liebsten in dieser Hütte geblieben. Doch wenn wir bis 19:00 nicht an der Port Craig Hütte eintreffen werden, würden die nach uns suchen.... Somit brachen wir nach zwei Stunden Pause wieder auf. Die ehemalige Eisenbahnstrecke war sehr matschig und unsere Schuhe waren patschnass. Wir entschlossen uns wie Tak einfach mitten durch die Pfützen zu laufen, da es eh keine Rolle mehr spielte. Als wir an der Hütte ankamen war alles Nass zum Glück konnten wir unsere Sachen im Trockenraum trocken. Für Wanderschuhe war dieser leider nicht geeignet, denn es würde sich der Klebstoff lösen.

Datum: 2010/03/16
Gratis Bier

Um 8:00 kamen wir am Wanderparkplatz an. Daniela war bereits hier. Wir sind dann zu dritt losgelaufen. Es war ein wunderschöner Tag und nach etwa einer Stunde führte der Weg zum Strand. Dort trafen wir dann auch Vincent wieder. Als der Weg vom Strand wegführte wurde er recht matschig. Während wir versuchten dem Matsch auszuweichen ist Tak einfach mitten durch gelaufen. Er war dadurch viel schneller und wir trafen ihn erst am Rastplatz wieder. Kurz nach der Rast kamen wir zur “Water Bridge“, der letzten Möglichkeit Wasser aufzufüllen. Da sich der Bach sehr weit unter der Brücke befand war dort eine Kanne welche an einem langen Seil befestigt war um damit Wasser zu schöpfen. Beim hinunterwerfen der Kanne ist das Seil gerissen und Kanne ging im wahrsten Sinne des Wortes den Bach hinunter! Zum Glück hatten wir schon viel Wasser geschöpft. Doch für die Wanderer nach uns wird das eine lange Strecke ohne Wasser. Glücklicherweise war es nicht heiß aber es ging sehr steil den Berg hinauf.

Als wir in der Hütte ankamen meinte die Hüttenmanagerin dass der Trockenraum nicht zur Verfügung steht, da sie schon seit drei Tagen versucht die Zündkerze zu wechseln. Wer die Zündkerze wechseln kann würde Bier bekommen. Da war ich natürlich sofort zur Stelle! Das Problem war, dass man mit dem Schraubenschlüssel nicht gut dazu gekommen ist. Ich habe den ganzen Heizofen auseinander gebaut damit ich die Zündkerze mit zwei Schraubenschlüsseln lösen konnte. Als wir im Aufenthaltsraum saßen kam plötzlich ein Brautpaar zur Tür herein. Ich dachte im ersten Moment ich träume! Wir sind neun Stunden den Berg über einen matschigen Weg hinaufgestieg und vor mir stand eine Braut im weißen Kleid! Sie sind mit dem Helikopter gekommen um Hochzeitsfotos zu machen.... Um 21:00 wurde der Gasofen ausgestellt und es wurde recht schnell kalt. Ich konnte einen meiner Tim Tam Kekse gegen einen Teebeutel eintauschen. Der Raum leerte sich recht schnell und nach kurzer Zeit waren nur noch Daniela und ich wach. Sie war so nett mir noch einen Teebeutel zu geben da ich ihr eine Wärmflasche versprochen hatte. Wir füllten kochendes Wasser in unsere Wasserflaschen die wir mit den Schlafsack genommen haben. Die Flasche war bis in die frühen Morgenstunden angenehm warm!

Datum: 2010/03/15
Another day off in Te Anau

Eigentlich wollte ich heute nach Tuatapere weiterfahren um dort Morgen den Humpridge Track zu gehen. Doch auch hier war wieder alles ausgebucht und ich konnte erst am Montag starten. Wie schon am Tag vor dem Kepler Track hing ich den ganzen Tag im Hostel rum und habe mich mit den anderen Travellern unterhalten. Gegen Mittag bin ich mit einer Taiwanerin in Bibliothek um das gratis Internet zu nutzen und als die Bücherei um 13:00 schloss haben wir noch für den Track eingekauft. Sie geht auf den Milford Track, welchen sie bereits vor einem Jahr gebucht hat. Dieser Track ist total ausgebucht und deshalb für mich leider nicht möglich! Ich habe es auch heute wieder nicht geschafft meinen Rucksack zu packen, obwohl ich den ganzen Tag nichts vorhatte.

Datum: 2010/03/13
Höhlenexpedition

Etwa zehn Minuten von der Hütte entfernt befand sich die Luxmore Höhle. Nach fünf Minuten wurde es sehr eng und wir mussten auf allen vieren zwischen den Felsen hindurchkriechen. Da ich Angst hatte, dass meine Kamera dabei beschädigt wird, lies ich sie auf einem Felsen zurück. Nach der engen Passage wurde die Höhle wieder weiter und es gab auch einige Tropfsteine zu bewundern. Auf dem Weg floss ein kleiner Bach, welcher gelegentlich recht tief war. Dort musste man sich dann an den Felswänden abstützen. Nach ca. 20 Minuten floss der Bach in eine andere Richtung und die Felswände wurden lehmig. Da es erneut sehr eng war wurden wir sehr schmutzig! Als wir nach einer halben Stunde am Ende der Höhle angekommen waren schalten wir die Taschenlampen aus. Es war stockdunkel, man konnte wirklich nicht die Hand vor den Augen sehen. Ohne Taschenlampe hätte man keine Chance aus der Höhle zu kommen. Auch den Bach konnten man nicht mehr hören, selbst als er direkt um die Ecke war! Nach etwa einer Stunde konnte man wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Ich hatte Schwierigkeiten meine Kamera wieder zu finden, da alle Steine so ähnlich aussahen. Niemand den wir getroffen haben ist bis zum Ende der Höhle gegangen. Für mich war es ein tolles Erlebnis mal eine Höhle zu sehen in der nicht alles für Touristen präpariert wurde. Ein echtes Höhlenabenteuer!

Von der Höhle waren es noch etwa sechs Stunden bis zum Parkplatz. Da die Tschechen ein Auto hatten musste ich nicht bis in den Ort zurücklaufen, was mir etwa eine Stunde gespart hat. Angelika hatte schon das Rezept für Kaiserschmarren aus dem Internet abgeschrieben und ist gerade zum Einkaufen gegangen. Sie hat noch zwei Mädels eingeladen, welche sie auf der Hütte getroffen hatte. Ich versuchte mit einem Handmixer Eischnee zu schlagen. Ein Österreicher meinte der sei in 20 Minuten noch nicht fertig, ich solle es mit einer Gabel und einer größeren Schüssel versuchen. Ich hatte die perfekte Idee, ich sagte er darf mitessen wenn er den Eischnee macht! Da konnte er als Österreicher nicht widerstehen! Er hat eine Konditorei zuhause und hatte den Eischnee in fünf Minuten fertig!

Datum: 2010/03/12
Eis und Schnee?

Trotz hunderter Mücken habe ich keinen einzigen Stich bekommen. Ein echtes Wunder! Allerdings habe ich nicht besonders gut geschlafen, da mir das Summen der Moskitos sehr auf die Nerven ging. Darum habe ich bis zum Mittag geschlafen, da heute nur fünf Stunden zu bewältigen waren. Das Wetter war leider etwas schlechter und es regnete leicht während der letzten Stunde. Kurz nachdem ich in der Hütte ankam fing es recht heftig zu Regnen an. Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war auch nicht gut. Das ist sehr Schaden, denn diese Passage soll die schönste auf dem ganzen Track sein. Angelika, die ja in der anderen Richtung unterwegs ist, war heute Nacht auch auf der Hütte und sie schwärmte von der traumhaften Aussicht! Der Hüttenwart fragte wer morgen über den Grad wandern wird und es waren mit mir gerade mal drei Personen. Wir sollten später zum Hüttenwart kommen. Der Hüttenwart sagte es sei mit Schnee und starkem Wind zu rechnen. Wir sollten uns warm Anziehen und Tee mitnehmen! Außerdem sei der Aufstieg recht steil. Von gutem Wetter oder einer tollen Aussicht war nicht die rede. Ich wurde mehr als einmal darauf angesprochen ob ich derjenige sei, welcher den Track in der anderen Richtung läuft. Es sei so ein steiler Aufstieg; etwa 1000 Höhenmeter in drei Stunden, keine Ahnung was daran so wild ist. Als um 22:00 das Licht in der Hütte ausging gingen alle ins Bett. Ich saß noch etwa eine Stunde mit den beiden tschechischen Jungs, welche morgen den gleichen Weg hatten wie ich, in der Stube.

Datum: 2010/03/10
Ganz alleine?

Die erste Nacht werde ich ein einer “Backcountry Hut“ schlafen. Diese Hütte liegt etwas abseits vom Kepler Track und ist 40 $ günstiger als die Hütte am Track. Dort kann man allerdings nicht reservieren und es gibt keinen Strom und Gas. Das Bett ist also nicht garantiert. Es wird etwa fünf Stunden dauern dort hinzulaufen. Deshalb bin auch erst gegen Mittag losgelaufen um nicht den ganzen Tag in der Hütte rumzusitzen. Diesmal musste ich nicht das ganze Gepäck mitschleppen und das Wandern machte viel mehr Spaß. Die Hütte befand sich direkt an einem See im Wald. Es war recht heiß ideal um im kalten See zu baden. Ich hatte zwar keine Badesachen dabei, aber da ich der einzigste hier war habe ich auch keine gebraucht. Ich dachte eigentlich alleine in der Hütte zu sein, doch in der Nacht kamen hunderte Moskitos. Ich schloss meinen Schlafsack bis zum Hals und legte ein T-Shirt über mein Gesicht!

Datum: 2010/03/09
Day Off in Te Anau

Ich hatte sozusagen einen Tag Zwangspause da ich den Kepler Track erst am Dienstag starten kann. Deshalb schlief ich erst mal sehr lange und wollte nach dem Frühstück Reiseberichte schreiben. Das Hostel hat eine sehr große Küche und ein geräumiges Wohnzimmer mit Balkon. Dort kam ich mit Angelika aus Bayern ins Gespräch. Sie startet auch morgen zum Kepler Track, allerdings in der anderen Richtung! Meine Route ist nicht so populär aber sonst hätte ich bis Donnertag warten müssen. Etwas später kam Michael in den Raum. Er hatte mich auf dem Weg zum Greenstone Track mit seinem Auto mitgenommen. Michael kam gerade vom Kepler Track zurück und schilderte mir seine Erlebnisse. Er hatte 12 Flaschen Bier für 18 $ gekauft. Das hört für deutsche Verhältnisse teuer an, ist in Neuseeland aber ein echtes Schnäppchen! Da ich eh noch einkaufen musste entschloss ich mich zum Supermarkt zu gehen und neben den Lebensmitteln für den Track auch Bier zu kaufen. Wir saßen dann bis zum Abend auf dem Balkon um das Bier zu genießen. Außerdem plante ich mit Angelika nach unserer Rückkehr Kaiserschmarren zu kochen. Eigentlich wollte ich heute meinen Rucksack packen, doch als ich ins Zimmer kam war das Licht schon aus und die anderen schliefen schon. Reiseberichte habe ich auch nicht geschrieben.

Datum: 2010/03/08
Bootsfahrt in Milford Sound

Heute Morgen startete ich zu einer Bootsfahrt welche auf dem Fjord von Milford Sound bis zur Tasmansee führt. Normalerweise stürzt das Wasser von den Felsen, doch da es seit vier Tagen nicht mehr geregnet hatte konnte man nur Wasser sehen welches den Fels hinuntertropfte. Bei über 200 Regentagen im Jahr ist es sehr ungewöhnlich wenn es vier Tage lang trocken ist. Die Felsen bestehen zum großen Teil aus Granit und deshalb hat das Wasser keine Chance zu versickern und der ganze Fjord verwandelt sich bei Regen in einen Wasserfall. Der Fjord besteht aus einer Mischung von Salz und Süßwasser. Unten befindet sich das Salzwasser und je nach Regenfall kann die Süßwasserschicht bis zu 15 Metern betragen! Aktuell sind es nur ein paar Zentimeter. Die Süßwasserschicht absorbiert zu einem hohen Grad das Sonnenlicht, deshalb findet man im Milford Sound Lebewesen und schwarze Korallen auf wenigen Metern tiefe, die normalerweise erst ab tiefen von 60 Metern auftreten. Es gibt dort eine Glaskugel auf acht Metern tiefe welche man über eine Treppe erreicht um die Unterwasserwelt zu beobachten.

Auf der Rückfahrt zum Hafen kam ich mit einem Paar aus Kalifornien ins Gespräch die vor 60 Jahren von Deutschland in die USA ausgewandert sind. Sie boten mir an mich mit nach Te Anau mitzunehmen, was natürlich sehr praktisch war. Wir haben sogar noch einen Stopp beim Mirror Lake eingelegt was mir sehr recht war. Doch leider war dieser Tümpel im Augenblick alles andere als ein Spiegel. Mehr Algen als ein Spiegelbild der umliegenden Berglandschaft. Als wir in Te Anau ankamen stellte sich heraus, dass sich das Hostel wo ich reserviert hatte sehr weit außerhalb befand. Die Kalifornier waren so freundlich mich dort hinzufahren. Es war eine sehr schöne Lodge auf einem Bauernhof, doch leider viel zu weit vom Zentrum entfernt, wenn man kein Auto hat. Nach der Erfahrung in Milford dachte ich es sei schlau im Voraus zu reservieren, doch dies hat sich jetzt auch als Fehler herausgestellt. Ich fragte ob ich die Reservierung Rückgängig machen kann, was dann aus Kulanz auch möglich war. Ich musste etwa einen Kilometer zur Hauptstraße laufen um von dort nach Te Anau zurückzustoppen. Dort habe ich bei der Nationalparkverwaltung den Kepler Track gebucht, welchen im am Dienstag starten kann.

Datum: 2010/03/07
Kajaktour in Milford Sound

Ich hatte um 14:30 eine Kajak- und Wandertour gebucht und somit konnte ich lange schlafen, was ich auch getan habe... Ich war zusammen mit einer Südamerikanerin im Boot, die in Neuseeland als Ärztin arbeitet. Vom Kajak aus hat man Seelöwen gesehen und die umliegenden Berge spiegelten sich im Wasser. Mit dem Kajak waren wir in der Lage in kleine Kanäle zu fahren, was das Highlight der Kajaktour war. Nach etwa 30 Minuten sind wir beim Endpunkt des berühmten Milford Tracks angekommen. Um den gesamten Track zu laufen muss man ein Jahr im Voraus Buchen, oder auf eine Absage hoffen. Wir sind nur zu einem See und zurück gelaufen, was etwa zwei Stunden dauerte.

Datum: 2010/03/06
Emergency Room

Als ich morgens meine Blasen verarztete zog dies die Aufmerksamkeit der ganzen Hütte auf mich. Die Blasen sahen schon recht wild aus. Ich bekam von einer Südamerikanerin eine spezielle Wolle, welche man in den Socken stopft, damit es nicht so reibt. Das Zeug war recht gut und es schmerzte weniger als am Vortag, obwohl die Wunde viel größer war. Als ich gerade loslaufen wollte fing es zu regnen an. Ich wartete noch etwa eine Stunde doch es wurde nicht besser. Eigentlich war gutes Wetter vorhergesagt. Nach etwa zwei Stunden fing die Sonne an zu scheinen, doch der Regen hörte nicht auf. Ich war in einem von Moos überwucherten Wald und diese Stimmung war wirklich einzigartig. Kurze Zeit später hörte dann auch der Regen auf. Etwa eine Stunde vor dem Ende kam ich an einer Hütte vorbei, die zu einem anderen Wanderweg gehört. Dort traf ich eine nette deutsche die leider in der anderen Richtung unterwegs war... Wir haben uns lange unterhalten, doch dann mussten wir beide Aufbrechen um noch rechtzeitig zum Ziel zu kommen.

Vom Wanderparkplatz waren es noch ca. 30 km nach Milford Sound. Ich stellte mich an den Straßenrand um mit den Daumentaxi dort hinzufahren, doch die meisten Fahrzeuge waren in den anderen Richtung unterwegs. Nach 30 Minuten hatte ich endlich Glück und ein Paar aus Irland nahm mich mit und sie übernachteten auch noch in der gleichen Lodge. Ich hatte bevor in in Queenstown losgelaufen bin noch ein Email geschrieben um ein Bett zu reservieren, doch ich konnte die Antwort darauf nicht mehr abwarten. Die Iren hatten die letzten beiden Betten reserviert und somit hoffte ich, dass meine Reservierung erfolgreich war. Das war sie leider nicht und mein Email war unauffindbar. Da es keine andere Unterkunft in Milford Sound gab und ich kein Auto hatte konnte ich im “Emergency Room“, der Angestelltenunterkunft übernachten. Da viel mir ein Stein vom Herzen. Denn der nächste Ort war zwei Autostunden entfernt und dort wollte ich erst in ein paar Tagen hin.

Datum: 2010/03/05
17,5 Kilometer durch Mittelerde

Die heutige Etappe war mit 17,5 km die längste, welche mit einer Gehzeit von 4,5 – 6,5 Stunden angegeben war. Ich rechnete mit mindestens 6,5 Stunden incl. Pausen. Deshalb ruhte ich mich so lang wie möglich auf der Hütte aus und bin um 11:00 als vorletzter losgelaufen. Der Tag war sehr ähnlich wie der Vortag. Der Rücksack war schwer, die Blasen schmerzten sowie bestes Wanderwetter nicht zu heiß und trocken. Man hat hier das Gefühl völlig alleine in der Kulisse von “Herr der Ringe“ umherzuwandern. Etwa zwei Stunden vor der Hütte wurde ich von einem Läufer überholt, der den Berg hinauf rannte. Der hat wohl zu viel Energie und er könnte mir ruhig ein paar Kilo abnehmen. Wie ich später an der Hütte erfahren hatte hat er die gesamte Strecke in dreieinhalb Stunden geschafft. Für mich waren das zwei Trage und zwölf Stunden Fußmarsch!

Datum: 2010/03/04
Übergepäck

Heute wollte ich per Anhalter zum Ausgangspunkt des Greenstone Tracks fahren. Dies sind etwa 90 km! Ich stellte mich an den Ortsausgang von Queenstown und bevor ich auf die Uhr schauen konnte hatte ich auch schon eine Mitfahrgelegenheit. Es waren drei Amerikaner in einem Van. Ich müsste hinten einsteigen und auf ihrem Bett sitzen. Sie fuhren ins Paradies, hört sich gut an, oder? Von der Kreuzung an der wir uns trennten waren es noch etwa 30 km, immer noch zu weit zum Laufen. Hier waren wesentlich weniger Fahrzeuge unterwegs. Nach in paar Minuten kam ein LKW, der mich jedoch links liegen lies. Doch kurze Zeit später nahm mich ein deutscher mit, welcher einen Mitwagen hatte. Er hatte kein direktes Ziel, er ist einfach nur umhergefahren. Nach einiger Zeit hörte die Teerstraße auf und wir kamen in den Ort Kinloch, welcher nur aus eine Jugendherberge und einem Restaurant bestand. Ein paar Kilometer nach diesem Ort musste man durch einen Fluss fahren und dort hat er umgekehrt. Ich bin dann zu Fuß weiter. Obwohl ich meine neuen Wanderschuhe inzwischen schon eine Woche getragen hatte und auch schon auf zwei Wanderungen war bekam ich Blasen. Das fängt ja gut an! Ich bin noch nicht einmal beim Ausgangspunkt der Wanderung und schon habe ich Blasen! Nach einer Stunde kam ein Minibus mit der Aufschrift “School Bus“. Ich hob meinen Daumen und kurze zeit später saß ich im Schulbus der in diesem Fall verwendet wird um Touristen von der Wanderung abzuholen. Dies hat mir bestimmt eine Stunde Fußmarsch gespart.

Am Ausgangspunkt der Wanderung habe ich Blasenpflaster aufgeklebt und noch ein paar Tim Tam (leckere Schokokekse) gegessen. Die Gehzeit war mit 3 – 5 Stunden angeschrieben. Da ich mein ganzes Gepäck mitnehmen musste hatte ich fast 20 kg auf dem Buckel was schon sehr schwer war. Außerdem schmerzten die Blasen. Ich dichtete ein Lied “It's so easy to carry my bag“ auf die Melodie von “It's so easy to fall in love“! Nach einer Stunde kam der erste Wegweiser welcher eine halbe Stunde für diese Strecke anzeigte. In diesem Fall würde die Wanderung mit meiner Geschwindigkeit wohl länger als 5 Stunden dauern. Irgendwann half mir mein Song nicht mehr mich ausreichend abzulenken und ich nahm meinen iPod zur Hilfe. Ich brauchte jede Stunde eine Pause. Es war sehr lustig, ich konnte die Uhr danach stellen. Genau nach einer Stunde hatte ich keine Lust mehr weiterzulaufen. Nach meiner letzten Pause rechnete ich noch mit etwa 1,5 Stunden gehzeit, doch kurze Zeit später kam ein Schild, dass es nur noch 5 -10 Minuten zur Hütte sind. Ich habe es dann doch in 5 Stunden geschafft. Das ist zwar die Rentnerzeit, doch ich hatte auch einen schweren Rucksack, Blasen an den Füßen und die Pausen waren auch noch mit eingerechnet.

Ich hatte kein Kochgeschirr dabei, dafür aber einen Laptop und einen Reiseführer von Südamerika... Da ich eh schon mit vollem Gebäck unterwegs bin habe ich mich entschieden in den nächsten Tagen kalt zu essen. Ich habe mir ein paar Salamibrote gemacht und in Brot mit Vegemite! Ein Neuseeländer frage mich ob ich Australier oder Amerikaner bin. Als ich nein sage meinte er: Kiwi? Ich fragte wie der darauf kommt und er sagte weil ich Vegemite mit auf den Track nehme. Vegemite ist eine schwarze Paste, die recht komisch schmeckt. Deshalb mögen es die meisten Ausländer nicht. Ich habe mir die Tube in Australien gekauft, weil es etwas typisch australisches ist. Es gibt nicht viel typisches Essen aus Australien, Tim Tam, Känguru- und Krokodilfleisch sowie Vegemite! Das ist so wie Bier oder Kaffee man muss sich erst daran gewöhnen bevor man es liebt! Ich habe die Tube bei meiner Ankunft in Australien gekauft und sie ist immer nicht leer. Da ich meinen ganzen Kruscht hier habe konnte ich grad die Emails lesen, welche heute morgen noch schnell heruntergeladen habe und beantworten. Auch wenn ich sie erst in ein paar Tagen abschicken kann. Es ist nun 22:00 und die anderen Leute in der Hütte schlafen schon seit über einer Stunde. Ich schrieb noch Reiseberichte und werde auch bald ins Bett gehen!

Datum: 2010/03/03
Disneyland der Extremaktivitäten

Jenny ist leider heute morgen abgereist, denn das Wetter war nun viel besser und deshalb habe ich mich auf den Weg zum Ben Lomond gemacht. Zu zweit hätte die Wanderung natürlich viel mehr Spaß gemacht. Nach etwa einer Stunde erreichte ich den Gipfel. Dort gab es eine Sommerrodelbahn, Bungee Jumping und noch weitere extreme Aktivitäten. Queenstown ist auch als Hauptstadt der extrem Aktivitäten bekannt. Ich bin fast der einzigste, der nicht deswegen hier ist. Ich bin hier her geflogen, weil dies der südlichste Flughafen ist, welcher von Sydney bedient wird. Ganz nebenbei gab es eine wunderschöne Aussicht auf den Lake Wakatipu, die im Gegensatz zu den Aktivitäten nicht einige hundert Dollar kostet!

Morgen wollte ich eine Jeeptour zu den Herr der Ringe Drehorten machen. Doch eine vier Stunden Tour kostet 170 $! Ich dachte mir es sei sicher günstigster dort eine Trekkingtour zu machen. Auf einer Wanderkarte sah ich, das der Milford Sound gar nicht so weit entfernt ist. Mit dem Bus dauert es einige Stunden doch über die Berge sind es gerade mal 30 km. Ich werde also mit vollem Gepäck in drei Tagen über den Greenstone Track nach Milford Sound laufen.

Datum: 2010/03/02
Der Bart ist ab

Heute wollte ich eigentlich mit Jenny aus der Schweiz den Ben Lomond Berg besteigen. Doch leider schüttete es den ganzen Tag wie aus Kübeln und deshalb viel die Wanderung in Wasser. Wir sind gemeinsam zum Mittagessen gegangen. Anschließend ist Jenny ins Internetcafé und ich zum Barbier um mir meinen Bart abnehmen zu lassen. Ich hatte mich seit Australien nicht mehr rasiert und mit meinem Nassrasierer gab es da kein durchkommen mehr. Jedes mal wenn ich jetzt in den Spiegel schaue denke ich mir was ist denn das für ein Typ der mich da anschaut! Gegen Abend zeigte Sonne wieder, deshalb besuchte ich die “Queenstown Gardens“ und bin am See entlang nach Frankton, einem etwa sechs Kilometer entfernten Ort gelaufen. Von dort ging es per Anhalter nach Queenstown zurück.

Datum: 2010/03/01
Langschläfer

Nach etwa 14 Stunden im Bett bin ich aufgestanden und zum Supermarkt gelaufen um für das Frühstück einzukaufen. Da ich ein paar Tage hier bleiben werde habe ich Cornflakes, Milch, Butter und Toastbrot gekauft! Nach dem Frühstück war ich aus unerklärlichen Gründen so müde, dass ich sofort wieder ins Bett bin um bis zum Abend zu schlafen! Es war wahrscheinlich einfach die Anstrengung der letzten Wochen, ich habe es schon gestern Morgen in Sydney gemerkt, das ich mich nach der Ankunft in Neuseeland erst einmal ausruhen muss... Am Abend bin ich noch zu Mc Donalds um etwas zu essen und das Internet zu nutzen, welches dort kostenlos zur Verfügung gestellt wird wenn man einen Big Mac kauft.

Datum: 2010/02/28
Ich habe Wald angekreuzt

Als der Wecker klingelte war der morgen noch viel zu früh und die Nacht viel zu kurz! Ich habe mich entschlossen die Dusche zu sparen um noch ein paar Minuten zu schlafen. Dann entschloss ich mich am Flughafen zu Frühstücken um noch mal ne viertel Stunde in den Federn zu liegen... Dann gab es keine Ausreden mehr und mir gefiel nicht, was mir im Spiegel gegenüberstand. Sobald es eine Gelegenheit zum Schlafen gibt, werde ich diese nützen.

Mit dem Zug dauert es etwa zehn Minuten zum Flughafen. Dort wollte ich die mir die Steuer für meine Wanderschuhe zurückholen. Doch das ging sich wegen einem doofen Dollar nicht aus. Die Schuhe hatten 299 $ gekostet und ab 300 $ bekommt man 10% zurückerstattet! Auf zum Frühstück - für meine Restlichen 10 $ habe ich nur zwei Scheiben Toast bekommen, aber keinen Tee mehr. Normalerweise sind sie am Flughafen recht kulant und geben einem noch einen Tee wenn man nur noch ein paar Münzen hat. Doch 3 $ waren nicht genug für einen Tee! Ich konnte das Geld auch nicht umtauschen, da die Wechselstube 4 $ Kommission fürs Wechseln verlangt!

Das Flugzeug war recht leer und ich habe mir mit Andrea aus Deutschland eine 3er Sitzreihe geteilt. Wir sind schnell in Gespräch gekommen und hatten eine riesen Gaudi im Flieger. Das beste Flugunterhaltungsprogramm aller Zeiten! Dabei haben wir die Kopfhörer nicht mal ausgepackt! Andrea besucht Ihre Schwester, welche in Neuseeland wohnt und bot mir eine Mitfahrgelegenheit in die Stadt an. Prima, ein Problem weniger! Als wir unser Frühstück bekommen hatten, fragte ich die Stewardess nach Champagner um das Frühstück upzugraden was die Stimmung enorm anhob. Die zweite Flasche wanderte in Andreas Handgepäck um sie später mit ihrer Schwester zu trinken.

Als wir die “Arrival Card“ ausfüllten wurden wir mit einer Menge komischer Fragen konfrontiert. Z. B. “Haben die Trekkingschuhe oder ein Zelt dabei“ oder “Haben Sie sich in den letzten 30 Tagen im Wald aufgehalten“. Andrea beantwortete alle diese Fragen mit Nein und ich habe Wald angekreuzt. Außerdem hatte ich Lebensmittel dabei welche ich deklarierte! Der Flughafen war von Bergen umgeben, sozusagen ein “Scenic Airport“! Bei der Einreise musste ich mich dann in einer anderen Schlange anstellen, da ich Wald angekreuzt hatte. Hier musste ich meine Schuhe ausziehen damit sie der Beamte putzen kann und meine Lebensmittel zeigen. Meinen Honig musste ich zurücklassen, den Rest durfte ich einführen!

Andrea und ihre Schwester warteten auf mich in der Ankunftshalle und wir tranken den Champagner welchen wir aus dem Flugzeug mitgenommen hatten. Da es am Flughafen keinen Geldautomaten gab war ich nochmal so froh mit Andreas Schwester in die Stadt fahren zu können. In Queenstown gibt es einen coolen See (etwa 11 Grad Wassertemperatur). Himmelblau und von Bergen umgeben – das erinnerte mich sehr an die Heimat! Dort haben wir ein köstliches Eis gekauft und auf einer Wiese am See ausgespannt. Nach ein paar Stunden habe ich noch eine Stadtführung bekommen. Der Ort besteht zum größten Teil aus Geschäften und Restaurants. Das Highlight war ein Dessousladen mit einem pinken Sofa. Am Abend gabs in einem Restaurant eine hervorragende Pizza. Die beiden Mädels haben mich noch zum Hostel gebracht. Dort habe ich meine Wäsche gewaschen und Reiseberichte geschrieben. Im Zimmer trank ich noch mit drei irischen Jungs ein Bier und bin dann um 23:00 total müde ins Bett gefallen.

Datum: 2010/02/27
Blue Mountains

Bereits um 7:00 wurde ich mit einem Minibus vor der Jugendherberge abgeholt. Der Fahrer war ein witziger Kerl und scherzte, dass er seinen Führerschein erst gestern wieder von der Polizei zurückbekommen hätte. Als wir in den Nationalpark führen meinte der Ranger, dass er ihn schon länger nicht mehr gesehen hatte und er wiederholte die Geschichte mit dem Fahrverbot! Wir dachten alle, dies sie ein Scherz gewesen, doch die Geschichte schien dann doch zu stimmen.

Im Bus gab es die Möglichkeit die mp3 Player anzuschließen und die Stimmung im Bus war einmalig! Wir wanderten etwa 1,5 Stunden auf einem Wanderweg durch die “Blauen Berge“ um haben am Ende der Wanderung eine Kleinigkeit zu essen bekommen. Danach stand eine weitere kurze Wanderung auf dem Programm. Zurück ging es mit einem Aufzug der mehr an eine Achterbahn erinnerte! Zum Abschluss brachte uns der Fahrer zu einem “Bottle Shop“ um Alkohol zu kaufen. Als er einparkte klopfte jemand aus unserer Gruppe von innen gegen die Blechwand des Vans und sagte: “Oh my god, you hit another car“! Der Fahrer wurde greidebleich, denn er hatte ja erst gestern seinen Führerschein zurückbekommen. Als alle lachten bemerkte er den Scherz und war sichtlich erleichtert. Wir kauften ein paar Bier und sind zu einem schönen Aussichtspunkt gefahren um diese zu genießen.

Als wir am Abend wieder in Sydney waren verabredeten wir uns um ein paar Bier zu trinken. Am nächsten Tag findet hier eine Schwulenparade statt und ein paar bunte Vögel haben wir auf unserer Kneipentour getroffen. Ich bin recht spät in der Jugendherberge angekommen und musste am nächsten Morgen schon um 6:00 zum Flughafen aufbrechen.

Datum: 2010/02/26
Sydney

Um 7:00 kam der Bus in Sydney am Bahnhof an. Ich machte mich sofort auf die Suche nach einem Zimmer, doch auch hier war wieder alles ausgebucht und dazu noch sündhaft teuer. Ich habe dann doch recht bald ein Bett für teure 44$ in der Jugendherberge bekommen und das beste war ich musste nicht bis zum Nachmittag warten. Also ab in die Federn noch ne Runde schlafen...

Ein paar Stunden später bin ich in die Stadt gegangen. Ein Kopfhörer meines iPods funktionierte seit China nicht mehr. Dies war sehr ärgerlich, da ich somit die Karaoke Videos auf den Busfahrten in Asien nicht ausblenden konnte... Ich versuchte seitdem vergebens diesen Kopfhörer zu tauschen... In Sydney gibt es einen großen Apple Store der total überfüllt war. Dort braucht man einen Termin, wenn man mit einem Angestellten sprechen möchte. Zum Glück werden die Kopfhörer ohne Termin getauscht. Mit mir warteten zwei weitere Kunden mit dem gleichem Problem.

Mit einem voll funktionierenden iPod machte ich mich auf den Weg zum Hafen um das berühmte Opernhaus und die mächtige “Harbour Bridge“ zu sehen. Ich schoss zahlreiche Fotos vom Opernhaus aus verschiedenen Perspektiven. Es ist möglich auf dem Stahlbogen der riesigen Brücke in schwindelerregende Höhen zu steigen. Doch dieses Vergnügen kostet 250$ und man darf noch nicht mal seinen Fotoapparat mitnehmen. Das war mir etwas zu teuer und ich bin deshalb auf dem Fußgängerweg über die Brücke gelaufen. Am ersten Pfeiler gab es die Möglichkeit diesen für gerade einmal 10$ zu besteigen. Dies ist zwar nicht der höchste Punkt der Brücke, doch die Aussicht war bestimmt fast genau so gut und man durfte auch seine Kamera mitnehmen! Es dauerte eine Ewigkeit die Brücke zu überqueren. Ich hatte mir überlegt ob ich umkehren soll, doch ich wollt auf der anderen Seite zurücklaufen. Daraus wurde leider nichts, denn die andere Seite der Brücke war für Radfahrer reserviert. Somit musste ich auf selben Seite den langen Weg wieder zurücklaufen. Danach kam mir die Idee, dass ich auf dem Rückweg wohl besser mit der Straßenbahn gefahren wäre. Im Botanischen Garten legte ich mich unter einen Baum und ruhte meine müden Beine aus...

Normalerweise schließen die Läden in Australien um 17:00, doch da heute Donnerstag ist konnte man bis 21:00 Uhr einkaufen. In einem Reisebüro buchte ich eine Tour um am nächsten Tag die “Blue Mountains“ zu besuchen. Wegen der hohen Mitwagenkaution welche mir auf mein australisches Bankkonto überweisen wurde hatte ich nun immer noch 300$ in der Tasche. Ich entschloss mich mir neue Wanderschuhe zu kaufen, da ich diese Morgen in den “Blue Mountains“ sowie in Neuseeland und Südamerika brauchen werde.

Datum: 2010/02/25
Catch a Wave

Leider hatte es heute geregnet. Doch beim Surfen spielt dies keine Rolle da man ohnehin nass wird. Der Regen war wohl der Grund, dass wir heute nur zwei Schüler waren! Zuerst stand etwas Theorieunterricht und Trockentraining am Strand auf dem Stundenplan. Danach ging es ins Wasser. Ich lag auf meinem Brett und der Lehrer gab mir Kommandos wann ich lospaddeln und aufstehen soll. Ich war total begeistert, denn es ist mir gelungen bei ersten Welle auf dem Brett zu stehen! Ich war sofort vom Surfvirus infiziert. Der andere Schüler war nicht so gut obwohl er schon mal in der Surfschule war. Leider hat der Lehrer früher aufgehört, da wir nur zwei Schüler waren. Ich glaub das erste mal in meinem Leben, das ich mir gewünscht hatte die Schule sei noch nicht zu Ende.

Ich war vom Surfen total hungrig und müde. Deshalb bin ich direkt zu Subway um ein leckeres Sandwich zu essen. Mein Zimmer musste ich leider schon räumen und wegen des Regens waren die Sonnenligen auch nicht zu gebrauchen. Eigentlich wollte ich am Strand ausspannen und dort auf den Nachtbus nach Sydney warten. Ich legte mich im Fernsehraum auf ein Sofa und bin sofort eingeschlafen. Später habe ich noch zu Abend gegessen und bin zur Bushaltestelle. Leider war ich nun topfit und konnte im bis auf den letzten Platz gefüllten Bus wenig Schlafen.

Datum: 2010/02/24
Sonnenbrille für 24 Stunden

Zur Mittagszeit gibt es einen Greyhound Bus welcher ohne Zwischenstopp von Surfers nach Byron Bay fährt. Eigentlich dauert die Fahrt nur zwei Stunden doch aufgrund des Zeituntschiedes zwischen Queensland und New South Wales verliert man eine weitere Stunde. Ich hatte vor der Busfahrt genug Zeit um auszuschlafen und gemütlich zu frühstücken.

In Byron Bay wurde ich vom Hostel in dem die Engländerinnen gestern abgestiegen sind an der Bushaltestelle abgeholt. Ich brachte meine Sachen ins Zimmer und bin direkt zum Strand gegangen. Später klapperte ich die Surfschulen in der Ortschaft ab um den besten Deal zu finden. Dabei lies ich meine neue Sonnenbrille irgendwo liegen und diese war anschließend nicht mehr auffindbar.

Im Hostel gab es ein gratis Abendessen wenn man sich dort ein Bier gekauft hat. Beim essen kam ich mit einem Schweden ins Gespräch der ein Jahr in Neuseeland gelebt hat. Da ich dort in kürze eintreffen werde bekam ich von ihm einige Insidertipps. Ferner war nun Happy Hour, wenn man ein Bier bestellte bekam man zwei. Deshalb bildeten wir eine Trinkgemeinschaft! Später kamen auch Ella und Stella. Die beiden wollten das Nachtleben von Byron Bay erkunden und fragten mich, ob ich mitkommen möchte. Auch heute hatte ich kein Problem mit meinen Sandalen, doch die Mädels kamen in einen Klub nicht rein, weil sie nur ihren Führerschein und nicht den Reisepass dabei hatten. Wir sind gemeinsam zum Hostel zurück und die beiden Mädels haben ihre Passe geholt. Ich bin allerdings nicht mehr mitgekommen, da es schon recht spät war und am nächsten Morgen Surfen auf dem Programm stand.

Datum: 2010/02/23
Surfers Paradise

Ella und Stella haben sich entschlossen wegen den Flöhen heute nach Byron Bay weiter zu fahren. Das wird auch mein nächstes Reiseziel sein, doch ich wollte nicht schon wieder weiterreisen und habe deshalb nur das Zimmer gewechselt. Ich werde den Mädels am nächsten Tag folgen...

Wir sind gemeinsam zum Frühstücken und anschließend zum Strand gegangen. Ich war noch nie an einem Strand wo Hochhäuser statt Palmen an der Promenade stehen. Irgendwie hat mir das gefallen. Die Sonne blendete so stark dass ich ins Einkaufszentrum gegenüber des Strands gegangen bin um mir eine Brille zu kaufen. Die Stadt war nur durch die Promenade vom Strand getrennt. Bevor die Engländerinnen nach Byron Bay weitergefahren sind, haben wir noch zusammen ein Eis in der Stadt gegessen.

Im Hostel wurden um 22:00 Getränkegutscheine für die Nachtklubs ausgeteilt. Dies hatte den Vorteil, dass sich alle um diese Zeit an der Rezeption trafen. Ich bin mit zwei Oberösterreicherinnen in die Stadt gelaufen. Als wir die Gutscheine aufgebraucht hatten schmiedeten wir einen neuen Plan. Wir sind in einen "Bottle Shop" um eine Flasche Wodka zu kaufen. Dieser wurde dann in der Handtasche verstaut um ihn in den Klub zu bringen. In Australien kann man immer gratis Wasser bestellen, auch in der Disko! Wir bestellten also drei Wasser welches wir nicht getrunken sondern gegen Wodka ausgetauscht haben! Als die Flasche leer war wechselten wir die Location. Heute hatte sich komischerweise keiner über meine Sandalen beschwert.

Datum: 2010/02/22
Australia Zoo

Am Morgen brachte mich ein Shuttle Bus zum “Australia Zoo“ von Steve Irwin dem Crocodile Hunter von RTL 2! Neben den 55$ Eintritt verlangen diese Blutsauger auch noch 15$ für die Gepäckaufbewahrung! Der Zoo hatte einen völlig anderen Charakter als unsere Zoos. Die meisten Gehege sind für die Besucher geöffnet. Somit besteht die Möglichkeit sich den Zoobewohnern bis auf wenige Meter zu nähern. Die Tiere haben einen Ruheplatz der für Besucher nicht zugänglich ist. Ferner werden die sie an Leinen durch den Zoo geführt. Das gilt natürlich nicht für Tiger und Krokodile! Diese Tiere werden von Ihren Wärtern gefüttert welche ich bis auf wenige Meter an die Raubtiere heranwagen!

Der Greyhound Bus stoppt am Nachmittag direkt am Zoo. Dort traf ich Ella und Stella aus England. Die beiden Mädels werden wie ich heute nach Surfers Paradiese fahren. Doch dieser Bus fuhr nur bis Brisbane. Dort mussten wir 1,5 Stunden auf den nächsten Bus nach Surfers warten. Ideal um in der Innenstadt von Brisbane in einem netten Restaurant etwas zu essen. In einem thailändischen Restaurant bestellte ich ein vorzügliches Pad Thai.

Als wir in Surfers Paradiese ankamen standen nicht wie üblich die Minibusse bereit um die Backpacker abzuholen. Zum Glück hatten die Engländerinnen einen “Lonely Planet“ dabei und wir folgten der Empfehlung für das beste Hostel in der Stadt. Doch als wir das Zimmer bezogen fand Stella in ihrem Bett Flöhe. Wir tauschen daraufhin die Matratze und das Bettzeug mit den Nachbarzimmer welches nicht gebucht war. Ferner fragte ich an der Rezeption nach einem Insektenkiller und wir vergifteten den gesamtem Raum bevor wir das Nachtleben von Surfers Paradiese erkundeten. Hier befindet sich ein Nachtclub neben dem anderen. Die Mädels sind nach Surfers gekommen um Freunde zu treffen. Ich ging mit Ihnen in eine Disko um die anderen dort zu treffen. Es war eine nette Gruppe und ich traf einen Rugby Spieler aus USA welcher in der letzten Saison für Zürich gespielt hatte. An jedem Eingang wird muss man sich ausweisen, egal wie alt man ist. Manche Nachtklubs scannen sogar den Pass ein! Wir zogen von einer Kneipe in die andere. Blöd war, dass mich ein Türsteher nicht reinlassen wollte, weil ich Sandalen an hatte. Die Mädels hatten auch alle offene Schuhe an, doch das hat ihn nicht interessiert! Das Problem war, dass ich der letzte in der Schlange war und die anderen alle schon drin waren... Die haben mich nicht mal rein gelassen um meiner Gruppe Bescheid zu sagen. Da ich zur Zeit nur dieses Paar Schuhe habe entschloss ich mich ins Hard Rock Café zu gehen um ein Souvenir zu kaufen. Danach bin ging ich zurück ins Hostel, es war ohnehin schon recht spät...

Datum: 2010/02/21
Noosa Heads

Eigentlich wollte ich heute den “Australia Zoo“ besuchen, doch leider gab es von Harvey Bay keine direkte Busverbindung dort hin. Deshalb legte ich einen Zwischenstopp in Noosa ein. Hier besuchte ich den hiesigen Nationalpark, welcher über zahlreiche Wanderwege verfügte. Auf dem Küstenweg konnte man den Surfern beim Wellenreiten zusehen und ich kam an einsamen Stränden vorbei.

Die Bar unseres Hostels war der einzigste Nachtclub und Noosa. Somit befanden sich bestimmt 80% aller Backpacker hier. Vor allem waren viele deutsche Mädels dort und es war ein gelungener Abend mit kurzem Heimweg.

Datum: 2010/02/20
Karibikstrand mit Süßwasser

Hurra, heute ist der erste Tag auf Fraser Island ohne Regen! Als wir das Camp verließen waren die Dingos schon da und suchten nach Essensresten. Heute fuhren wir zum Lake Mckenzie , einem Süßwassersee im Zentrum der Insel. Man hatte echt den Eindruck man sei am Meer. Weißer Sandstrand und türkis blaues Wasser. Wir verbrachten den ganzen Tag dort. Ich habe mich entschlossen den See zu umrunden, doch das war nicht so einfach wie es zuerst aussah.... Nach mehr als der Hälfte gab es eine Stelle, welche man nur mit schwimmen überwinden konnte. Ich hatte leider keine Badesachen an doch es war sehr heiß und meine Kleidung trocknete schnell...

Am Festland haben wir Pizza bestellt. Die anderen Gruppen hatten noch jede Menge Alkohol übrig und wir halfen diesen zu vernichten!

Datum: 2010/02/19
Fraser Island Adventure

Wir mussten schon um 6:00 aufstehen um die Zelte abzubauen, da ein Teil des Strandes nur bei Ebbe passierbar ist. Bei einer Felsformation, dem Indian Head sowie den Champagner Pools, die einzigste Stelle wo man im Meer baden kann verbrachten wir die Zeit bis der Strand wieder passierbar war! Wir befanden uns nun am Nordende der Insel und bei Ebbe fuhren wir so weit wie möglich nach Süden. Dabei kamen wir an einem Schiffswrack vorbei. Dieses Schiff war schon total verrostet aber noch klar als solches zu erkennen! Am Strand lief uns auch der erste Dingo über den Weg. Eine Art Wildhund in Australien.

Als wir unsere Zelte aufstellten fing es leider wieder zu regnen und winden an. Heute versuchten wir mit einem Baum und den Auto ein Schutzdach zu bilden. Als die Konstruktion fertig war hörte es auf zu regnen! Die restlichen Hamburger verwandelten wir zu Spagetti Bolognese. Als wir mit dem Essen fertig waren kamen einige Wildhunde ins Camp um nach essen zu suchen. Es ist bei Strafe verboten die Hunde zu füttern. Wir versuchten die Dingos zu verjagen, aber die hat das nicht wirklich gestört!

Datum: 2010/02/18
Mc Fraser

Um 7:30 wurden wir geschult wie man mit einem Jeep im Sand fährt. Nach etwa einer Stunde erfolgte die Aufteilung in drei Gruppen. In unserer Gruppe wollten nur drei Personen fahren und wir mussten unsere Führerscheine vorlegen. Danach bekamen wir den Jeep, Zelte, Gaskocher, einen Tisch und Planen. Anschließend sind wir in einen Supermarkt gefahren um einzukaufen. Es bildeten sich zwei Gruppen, die einen wollten zu viel und die anderen zu wenig Einkaufen. Ich entschloss mich an dieser Diskussion nicht teilzunehmen. Es waren vorwiegend junge Mädels in der Gruppe. Falls die Mädels zu wenig Essen kaufen würden, werde ich selbst noch was kaufen... Letztendlich teilte sich dann die Gruppe und die Sparfüchse kauften für sich selbst ein. Das war die beste Lösung und wir hatten am Schluss einen guten Einkauf gemacht.

Da ich der einzigste in der Gruppe war der schon auf der linken Straßenseite unterwegs war bin ich zur Fähre gefahren um auf Fraser Island überzusetzen. Dort ging es dann auf einem “4 Weel Track“ durch den Regenwald. Als ich diese matschige Steigung sah, dachte ich da komme ich niemals hoch, doch mit dem Jeep ging das wie nichts... Unser erster Stopp war an einem See. Das Wasser war unglaublich warm und man konnte sich von einer Düne aus in den See rollen lassen. Leider fing es hier zu regnen an und hörte nicht mehr auf.

Als wir die Insel überquert hatten fuhren wir am Strand Richtung Norden. Es ist total verrückt mit einem Jeep am Strand entlang zu fahren... Wir stellten dann am Strand unsere Zelte auf und bildeten zusammen mit dem Fahrzeug und den Planen einen überdachten Platz. Auch die anderen Jeeps gesellten sich zu uns. Wir hatten Burger gekauft Jacke begann die Burger zu grillen welche Mc Fraser genannt wurden. Yummy!

Datum: 2010/02/17
Day Off in Hervey Bay

Ich habe die ganze Nacht im Bus verbracht, da dieser bis auf den letzten Platz besetzt war konnte ich nicht wirklich schlafen. Um 7:00 in der Früh mussten wir alle aussteigen, da ein anderer Greyhound Bus eine Panne hatte und unser Bus die Passagiere dieses Busses zum nächsten Rastplatz brachte... Auf dem Rastplatz habe ich einen weiteren Vorarlberger aus dem Bergenzer Wald getroffen.

Ich hatte das Hostel bereits gebucht und wir wurden vom Busterminal mit einem Minibus abgeholt. Dort kam ich mit Kristin aus Deutschland in Gespräch und wir sind gemeinsam zum Frühstücken gegangen... Ich habe im Bus so schlecht geschlafen, dass ich mich direkt nach dem Frühstück in Bett gelegt habe um bis zum frühen Abend zu schlafen.

Datum: 2010/02/16
Die Welt ist ein Dorf

Bereits am Morgen um 7:00 stand wieder Schnorcheln auf dem Programm doch auch heute war die Sicht nicht wirklich berauschend, deshalb bin ich direkt wieder zurück aufs Boot. Der Großteil war eh noch Müde von der Party und ist erst gar nicht ins Wasser gesprungen...

Da der Bus erst am Abend fuhr hatte ich den ganzen Tag Zeit um an der Lagune zu liegen. Da man auf dem Boot nur drei Minuten Duschen konnte haben alle ausgiebig an der künstlichen Lagune geduscht. Danach war relaxen und schwimmen in der Lagune angesagt. Hier traf ich alle Leute vom Boot wieder. Etwa eine Stunde vor der Abfahrt habe ich Ines und Marcel aus Vorarlberg wieder getroffen. Wir begegneten uns das erste mal auf dem Boot in Halong Bay (Viet Nam)! Die Welt ist manchmal wirklich ein Dorf!

Datum: 2010/02/15
Bum Lickers

In der Früh sind wir direkt zu “Whitsunday Island“ gefahren. Wir wurden mit einem motorisierten Schlauchboot vom Segelboot auf die Insel gebracht. Ein Mitglied der Crew führte uns über die Insel. Er erklärte uns, wenn man den Hintern einer grünen Ameise lecken würde schmeckt dies nach Zitrone. Zwei Mädels probierten es aus und meinten erstaunt: It does! Die beiden bekamen von dort an den Spitznamen “Bum Lickers“! Kurz darauf erreichten wir einen weißen Standstrand. Dies war der hellste Sand den ich jemals gesehen habe. Weißer als in der Karibik! Wir mussten alle sexy Ganzkörperschwimmanzüge anlegen um uns vor giftigen Quallen zu schützen. Im knietiefen Wasser gab es zahlreiche Rochen und auch der ein oder andere Hai wurde gesichtet.

Als wir wieder auf den Segelboot waren wurde eine Regatta mit einem anderen Touristenboot veranstaltet. Unser Boot war kleiner und eigentlich unterlegen doch nach kurzer Zeit lagen wir unschlagbar weit vorne... Bei der Schnorchelstelle trafen wir das Verliererboot wieder und konnten unseren Sieg feiern. Heute war die Sicht viel besser und somit das Schnorcheln viel schöner als am Tag zuvor! Auch die Stimmung an Bord war heute sehr viel ausgelassener als am Vortag und es wurde bis spät in die Nacht gefeiert...

Datum: 2010/02/14
Segeltörn zu den Whitsundays

Um 7:00 habe ich im 1000 Sterne Hotel ausgecheckt und bin etwa fünf Minuten zum Busterminal gelaufen. Im Bus hatte ich noch etwa vier Stunden um zu schlafen... In Airlie Beach war noch Zeit etwas zu Mittag zu essen sowie um Snacks und Getränke für den Segeltörn einzukaufen. Es war recht weit zum Hafen und ich benötigte etwa 20 Minuten um dort hin zu laufen. An Bord gab es eine große Kühlbox wo wir alle unsere Getränke einlagerten...

Leider war das Wetter nicht so wirklich schön und es regnete immer wieder. Es gab auch die Gelegenheit zum schnorcheln doch die Sicht war nicht besonders gut. Danach gab es Abendessen und es war die Zeit gekommen um den Alkohol und die Snacks auszupacken...

Datum: 2010/02/13
1000 Sterne Hotel

Vor und nach dem Frühstück absolvierten wir noch jeweils einen Tauchgang. Danach ging es wieder zurück nach Cairns. Nach insgesamt sechs Tauchgängen war ich ganz schön müde und habe fast die ganze Rückfahrt geschlafen. Im Hafen haben wir zusammen noch ein Bierchen getrunken und ich konnte bei dem Reisebüro wo ich all meine Aktivitäten gebucht habe noch eine Dusche nehmen. Anschließend bin ich zum Busterminal gelaufen.

Dieser Bus fuhr nur bis Townsville und ich werde am nächsten Morgen um 7:00 mit dem ersten Bus nach Airlie Beach weiterfahren. Ich machte mich auf die Suche nach einem Backpackers doch die waren alle schon geschlossen. Es gab zwar freie Betten doch keiner öffnete mir die Türen. In den Backpackers wo ich bisher übernachtet hatte war die Rezeption immer 24 Stunden geöffnet! Nach dem ich eine Stunde lang die Hostels abklapperte war klar, dass dies nicht zu einem Bett führt... Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder ein teures Hotel oder der Park. Da es inzwischen schon 1:00 war und ich in sechs Stunden mit dem Bus weiterfahren werde habe ich mich für das 1000 Sterne Hotel entschieden. Ich legte mich hinter einen Pavillon unter einen dichten Busch. Als ich gerade am einschlafen war vergnügte sich ein Pärchen im Pavillon. Die waren direkt neben mir doch durch den dicken Busch konnten wir uns nicht sehen. Als sie fertig waren fragte sie ihn nach seinem Namen...

Datum: 2010/02/12
Great Barrier Reef

Ich musste 7:00 Uhr morgens am Hafen sein, doch der Shuttle Bus vom Backpackers startet erst um 7:30. Als ich den Typen an der Rezeption fragte von wo der Stadtbus fährt meinte er, er würde mich schnell fahren... Da meistens Traveller in den Hostels arbeiten sind diese oft sehr hilfsbereit.

An Bord bekamen wir erst mal Frühstück während das Segelboot Kurs auf das “Great Barrier Reef“ nahm. Nach drei Stunden konnten wir zum ersten mal abtauchen. Das dumme war, dass wir alle mit einem Tauchguide abtauchen mussten und es ewig dauerte bis alle unten wahren und dann mussten wir auch schon bald wieder auftauchen weil mir die Luft ausging. Bei den folgenden Tauchgängen bin ich nicht mehr mit der Gruppe, sondern mit einem Amerikaner getaucht. Wir konnten so viel länger unter Wasser bleiben und hatten viel mehr Fische gesehen als zuvor!

Nach Einbruch der Dunkelheit stand ein Nachttauchgang auf dem Programm. Als ich meine Taucherbrille fester ziehen wollte ist das Plastik gebrochen und ich konnte nichts mehr sehen. Ich musste die Brille abnehmen, damit mein Buddy sie reparieren konnte. Es ist zwar total ungefährlich ohne Taucherbrille aber ein ekliges Gefühl. Ich war sehr froh, dass wir dies in der Ausbildung in Viet Nam geübt haben, denn sonst hätte ich sicher Panik bekommen. Ich konnte überhaupt nichts mehr sehen, nur schwer atmen und befand mich in 16 Metern tiefe. Ich war gottfroh als ich die Brille wieder auf der Nase hatte. Leider war der Nachttauchgang nicht besonders spektakulär. Drei Leute hatten einen manngroßen Rochen gesehen...

Datum: 2010/02/11
Kuranda Scenic Railway

In Carins gibt es ohne Geld leider nicht sehr viel zu tun und alle Aktivitäten sind sehr kostspielig. Da ich nicht nur rumsitzen wollte entschloss ich mich ein Ausflugspaket zu buchen welches 90 $ kostete. Wir wurden mit einem Bus zu einer Seilbahn gebracht welche etwa eine Stunde über dem Regenwald schwebt. Im Bus war eine asiatisches Mädchen und ich fragte sie ob wir gemeinsam in einer Gondel fahren sollen. In Kuranda gab es einige Touristenmärkte, doch von der ehemaligen Hippie Gemeinde war nicht mehr viel übrig geblieben. Wir mussten 14:00 warten um mit einer “Scenic Railway“ nach Cairns zurückzufahren. Doch leider versperrten die Bäume die Sicht ins Tal und auf halber Strecke fing es auch noch an zu regnen. Diese Investition hat sich nicht wirklich gelohnt.

Die gute Nachricht war, dass die Kaution des Mietwagens inzwischen meinem Konto gutgeschrieben wurde. Ich bin ins nächste Reisebüro um den Tauchausflug zum “Great Barrier Reef“ zu buchen. Außerdem kaufte ich ein “Hop On Hop Off Ticket“ für den Greyhound Bus nach Sydney. Ich musste auch eine grobe Planung machen was ich auf dem Weg dort hin alles unternehmen möchte und stellte schnell fest, dass ich zu wenig zeit hatte. Ferner war es notwendig den Segeltörn in Airlie Beach und die Jeep Safari auf Fraser Island zu buchen, da nur noch wenige Plätze frei waren. Somit musste ich alles heute Abend organisieren. Ich wollte im Quantasbüro meinen Flug umbuchen, doch die sagten es sei alles voll. Dies verwunderte mich, da mein Reisebüro in Deutschland sagte die Flugverbindung nach Neuseeland sei nur wenig frequentiert. Deshalb wartete ich bis zum Abend um unter Berücksichtigung der Zweitverschiebung morgens in Deutschland anzurufen. Doch es war wie verhext, ich konnte mit meinem Laptop keine Internetverbindungen herstellen und somit auch nicht telefonieren. Über einen Münzsprecher konnte ich dann den Flug nach Neuseeland verschieben, was mir eine entspanntere Reise an der Ostküste ermöglicht.

Datum: 2010/02/10
Kaution

Leider hat mir die Mietwagenfirma die 2200 $ Kaution nicht in Bar zurückbezahlt. Sie werden es auf mein Bankkonto überweisen. Damit ich das Geld schneller bekomme und um unnötige Spesen zu vermeiden habe ich in Australien ein Bankkonto eröffnet. Ich werde mit diesem Geld die Tauchausflüge zum “Great Barrier Reef“ und mein Busticket nach Sydney bezahlen. Da dies recht teuer ist entschloss ich mich auf das Geld zu warten und muss deshalb noch in Cairns bleiben.

Datum: 2010/02/09
Loch Grün

Heute Morgen war ich in der Touristeninformation und dort wurde mir empfohlen zu einem Wasserloch zu fahren. Dieses Wasserloch sei wohl einmalig in der Welt. Ich habe es nicht so genau verstanden was so einmalig daran ist und wie es entstanden ist. Selbst aus den Tafeln die dort aufgestellt waren wurde ich nicht schlau. Es war ein sehr tiefes Loch an dessen Grund sich Wasser befand das größtenteils von einem Algenteppich überspannt wurde. Wirklich einmalig!

Von hier machte ich mich auf den Weg nach Cairns um das Auto zurückzugeben. Auf dem Weg dort hin stoppte ich noch kurz bei Mc Donalds um das gratis WiFi zu nutzen. Da ich nun wieder in Backpackers übernachten werde habe ich mir zwei Adressen abgeschrieben. Die Mietwagenfirma war recht weit außerhalb doch durch Zufall befand sich dieses Backpackers ganz in der Nähe. Diese Unterkunft hatte einen Swimmingpool sowie einen gratis Bus ins Stadtzentrum. Perfekt!

Datum: 2010/02/08
Tropenwald, Wasserfälle und Vulkanseen

Entlang des “Great Tropical Drive“ gibt es viele Wasserfälle und Vulkansee wo man hervorragend schwimmen kann. Das war auch meine Hauptaktivität des Tages... Zum Wasserfall oder See laufen, schwimmen, zurück zum Auto und weiterfahren. Zwischendurch hatte ich noch Picknicks zum Frühstück, Mittag und Abendessen. Das hört sich vielleicht nicht so spannend an, doch ich bin wahnsinnig gerne im Regenwald mit den riesigen Bäumen die völlig verwachsen sind und den unglaublichen Geräuschpegel von was auch immer.

Datum: 2010/02/07
Great Tropical Drive

Ich entschloss mich von der Küste weg im Land des Inneren nach Cairns zu fahren. Diese Route wird der “Great Tropical Drive“ genannt und führt durch Subtropischen Regenwald. Ohnehin werde ich diesen Abschnitt der Ostküste auf meinem Weg nach Sydney passieren. Entlang des “Great Tropical Drive“ gibt es zahlreiche Wanderwege. Hier kann man Stunden mit laufen verbringen. Neben der Straße fand ich vor Einbruch der Dunkelheit einen Campingplatz. Australien ist wirklich ein super Campingland. Überall gibt es staatliche Campingplätze die gratis oder extrem günstig sind!

Datum: 2010/02/06
Schwarzer Peter

Da ich gestern ungeplant hängen geblieben bin fuhr ich nun mit einem Tag Verspätung zum größten Wasserfall Australiens. Der Parkplatz befand sich am oberen Ende des Wasserfalls und es gab einen Weg um in die Schlucht hinunterzusteigen. Es herrschte eine schwüle Hitze und ich war total nass als ich am Fuße des Wasserfalls ankam. Deshalb entschloss ich mich spontan dort zu baden. Doch der Rückweg war noch Schweißtreibender, denn es ging stetig bergauf! Als ich wieder am Parkplatz war zog ein Gewitter in die Schlucht. Man konnte zusehen wie der Regen immer näher kam.

Ganz in der Nähe gab es einen Bush Campingplatz, wo ich die Nacht verbringen wollte. Hier gab es Kochmöglichkeiten und einen überdachten Essensplatz. Dort traf ich auf eine Gruppe welche sich spontan traf und jede Menge Spaß hatte. Sie luden mich ein mit ihnen zu Feiern. Dieser Einladung folgte ich umgehend und es war ein sehr lustiger Abend! Wir spielten das Kartenspiel schwarzer Peter und der Verlierer musste immer ein Glas Wein trinken. Als alle Betrunken waren holten die zwei Jungs ihre Gitarren und alle sangen mit!

Datum: 2010/02/05
Papageien & Krokodile

Am morgen wurde ich von einem Wachmann geweckt. “You are taking someone's parking lot“! Well, der Parkplatz war fast leer doch mir war es egal ich bin zum Strand gefahren um dort bei herrlicher Aussicht zu frühstücken!

Anschließend fuhr ich an der Küste nach Norden in Richtung Cairns. Nach etwa 60 km wollte ich eine Pause einlegen und bin einem Schild zu einem Rastplatz gefolgt. Es dauerte ewig, bis ich diesen erreichte. Es war ein Campingplatz direkt am Meer mit einem Schwimmnetz und einer kleinen Bar. Ein herrlicher Platz. Da es dort Steckdosen gab entschied ich mich eine Stunde hier zu bleiben um die Batterien von Laptop, iPod und Kamera aufzuladen. Schnell kam ich mit den anderen Campern ins Gespräch. Dies war ein voll ausgerüsteter Campingplatz mit Strom, Telefon, BBQs, Tischen, Dusche, WC, Quallennetz im Meer sowie einer Bar und das beste war dass er gratis ist! Wirklich unglaublich! Auf dem Baum vor mir saßen zahlreiche schwarze Papageien und im Fluss nebenan konnte ich ein Krokodil sehen. Mir hat es hier so gut gefallen, dass ich mich spontan entschied die Nacht hier zu verbringen!

Datum: 2010/02/04
Privatführung in einer historischen Gold Batterie

Am Vormittag besuchte ich die Gold Batterie von Charters Towers. Ich war der einzigste Tourist an diesem Morgen und bekam deshalb eine private Führung! Die Gold Batterie wurde vom Staat Queensland gekauft und ist deshalb als einzigste noch erhalten. Es gab dort eine beeindruckende Hologramm Show welche einem die Geschichte der Batterie näher brachte. Auch wenn die Hologramm Technik interessanter war als die Geschichte selbst. Anschließend erklärte mir der Führer wie hier vor hundert Jahren aus dem Gestein das Gold gewonnen wurde!

Danach fuhr ich die letzten Kilometer des Overlander's Way zur Ostküste. In Townsville gab es eine sehr schöne Promenade, welche zu meiner Verwunderung “The Strand“ genannt wird. Da alle Tische besetzt waren, gesellte ich mich zu einem Australier, der mir sogleich seine gesamte Lebensgeschichte erzählte. Er arbeitete als Frachtarbeiter am Flughafen und wartete auf einen verspäteten Road Train. Nach etwa einer Stunde bekam er einen Anruf, dass der Lastzug heute nicht mehr kommt und er den Rest des Tages nicht mehr arbeiten muss. Daraufhin sind wir in eine Bar am Meer gegangen um ein paar Bier zu trinken.

Da ich nun nicht mehr fahren konnte verbrachte ich den Rest des Tages an der Promenade oder am “The Strand“, wie auch immer. Im Meer konnte man leider wegen Quallen nicht schwimmen. Es gab an einigen Stellen ein Netz wo man sicher ins Wasser konnte. Am Ende der Promenade befand sich eine künstliche Lagune. Es gibt hier alles was man zum Leben braucht: Stromanschlüsse, BBQs und Duschen. Doch leider durfte man hier nicht übernachten. Deshalb fuhr ich mit meinem Van zu einem Parkplatz mit dem Schild “Unlimited free parking“!

Datum: 2010/02/03
Jurassic Park

Richmond ist Teil des australischen “Dino Trail“ doch das Fossilienmuseum war leider wegen Renovierung geschlossen. Auch das Fossilienfeld wo man mit 99% iger Chance Fossilien findet, welche man mit nach Hause nehmen darf war wegen einer überfluteten Straße nicht erreichbar! Vor langer Zeit gab es in dieser Gegend einige Seen. Durch ideale Bedingungen ist alles was sich damals im See befand heute als Fossil zu finden!

Im nächsten Ort war das Museum geöffnet, welches allerdings viel keiner war. Nach 15 Minuten ist man dort wieder draußen und ich habe mir echt Zeit gelassen! Weiter ging die Fahrt nach Charters Towers. Dies war wieder mal ein größerer Ort, der zu meiner Verwunderung auch einige historische Gebäude hatte. Das ist in Australien eine absolute Rarität. Diese ehemalige Goldgräberstadt mit ihren etwa 300 Jahre alten Gebäuden hatte einen netten Stadtkern und ich entschloss ich dort die Nacht zu verbringen um am nächsten Tag die hiesige Gold Batterie zu besichtigen. Auf einem Aussichtsberg gab es Picknicktische. Als ich dort zuabendgegessen habe kam ein kleines Känguru um nach Essen zu betteln. Leider war meine Kamera im Auto und ich konnte sie nicht holen, denn dann wäre mein Essen futsch gewesen. Doch nach dem Essen stellte ich fest, das es hier viele kleine aber keine großen Kängurus gibt. Wie ich am nächsten Tag erfahren habe sind dies Wannabes und keine Kängurus!

Datum: 2010/02/02
Road Closed

Der erste größere Ort, welchen ich heute erreichte war Julia Creek. Es gab dort eine Touristeninformation, ich stoppte um zu erfahren was es dort zu sehen gibt! Der Ort zählte etwa 300 Einwohner und es gab auch nicht wirklich viel zu sehen. Man konnte in der Information einige Filme über die Stadt, die Geschichte und die Hauptattraktion, den Julia Creek Dunnart ansehen. Das ist ein Tier welches nur hier gibt. Es sieht für mich aus wie ne große braune Maus oder ein Hamster! Das ist neben dem “Dirt and Dust Festival“ der Stolz des gesamten Orts. Es gab sogar einen “Heritage Trail“ - einmal die Hauptstraße hinauf und hinunter laufen! Nach einer Stunde hatte ich genug gesehen und ich bin zur Tankstelle. Dort habe ich erfahren, dass die Straße nach Richmond vor zehn Minuten wegen Überflutung geschlossen wurde. Das hat mich natürlich sehr verärgert denn ich hatte alle “Attraktionen“ der Stadt mehr als ausgeschöpft und es war auch nicht absehbar wie lange es dauern wird! Was noch viel schlimmer war, es gab keine alternative Route. Das kann man sich als Europäer kaum vorstellen. Eine andere Route wäre ein Umweg von mehreren 1000 Kilometern. Als ein Greyhound Bus ankam schöpfte ich Hoffnung, dass die Straße wieder offen sei, doch er war der letzte der passieren durfte! Es waren 40 cm Wasser auf der Fahrbahn. Ich fand es etwa Übertrieben, deshalb den kompletten Verkehr zu stoppen! Ich hatte sehr viel Glück, denn um 17:00 wurde die Sperre aufgehoben und ich bin sofort losgefahren, bevor sie sich es nochmal anders überlegen. Das Wasser floss über die Straße und was ich total unterschätzt hatte war der Dreck welcher für mich unsichtbar auf der Fahrbahn lag! Es war schwieriger als es zuerst schien durch diesen Strom zu fahren. In Richmond, dem nächsten Ort habe ich übernachtet. Dort gab es einen beleuchteten Rundweg um einen See, der für einen Abendspaziergang gut geeignet ist.

Datum: 2010/02/01
Mt Isa

Da dies eine Mienenstadt ist habe ich mich für eine Mienentour um 11:00 entschieden. Zum Glück waren schon andere Touristen angemeldet, damit die Tour auch stattfindet! Zuvor habe ich noch ein Fossilien- und das Stadtmuseum besucht! Die Mienentour dauerte drei Stunden und wir bekamen die selbe Ausrüstung wie die Bergmänner in der Mt Isa Miene. Mit einen Korbaufzug wurden wir in die tiefe gebracht. Weiter ging es mit einem kleinen Zug. Unter Tage befanden sich Maschinen welche Teilweise in Betrieb gesetzt wurden. Man konnte auch selbst Löcher in den Fels bohren. Als wir alle unsere Kopflampen ausschalten war es stockfinster. Man konnte wirklich nichtmal die Hand vor den Augen sehen. Wenn ein Bergmann seine Lichtquelle verliert braucht er den ganzen Tag nicht zu arbeiten. Er muss an Ort und Stelle bleiben und warten bis er gefunden wird. Dies ist normalerweise nach Ende der Schicht, weil erst dann seine Abwesenheit bemerkt wird! Ich dachte die ganze Zeit, dies sei ein stillgelegter Stollen, doch diese 2,2 Kilometerlange Anlage wurde ausschließlich für Touristen gegraben. Dies erklärte nun auch den teuren Eintrittspreis.

Beim Weg aus der Stadt habe ich auf einem Parkplatz gehalten um zu einem Wasserloch zu laufen. Dort sollten Felsenmalereien von Aborigines zu sehen sein. Es war ein recht langer Weg, den man leider nur mit einem Allradfahrzeug fahren kann. Das Wasserloch habe ich gefunden aber von den bemalten Felsen war weit und breit nichts zu sehen! Als ich zum Parkplatz zurück kam war es bereits dunkel und ich verbrachte die Nacht dort.

Datum: 2010/01/31
Sorry, no Petrol! Come in for free coffee

Inzwischen bin ich auf dem Overlander's Way welcher von Tannek Creak nach Townsville führt. Die Touristeninformation war nicht gut Informiert, denn nach deren Auskunft hätte es in jedem Ort eine Tankstelle geben müssen. Doch am Ortseingang stand eine große Tafel: “Sorry, no Petrol! Come in for free coffee“. Im nächsten Ort gab es zwar eine Polizeistation aber auch kein Benzin. Normalerweise steht immer angeschrieben wie weit es zur nächsten Tankstelle ist! Ich erklärte mir die fehlenden Schilder damit, dass es ja in jedem Ort eine Tankstelle gibt, was letztendlich nicht der Fall war. Mit dem letzten Tropfen habe ich dann eine Tankstelle erreicht.

Von dort ging es weiter nach Mt Isa, was zu meiner Verwunderung eine große Stadt war. Eigentlich war es erst 15:30 doch da ich inzwischen in Queensland angekommen war verlor ich 1,5 Stunden und es war genau 17:00. Somit waren alle Läden sowie die Touristeninformation bereits geschlossen. In Australien hat jeder Staat eine andere Zeit obwohl es eigentlich nur drei Zeitzonen dort gibt. Das ganze ist so verwirrend, dass nicht mal die Australier wissen wie spät es in einem anderen Staat ist! Obwohl die Touristeninformation geschlossen war lagen dort einige Prospekte aus. Mt Isa schien ein interessanter Ort zu sein und ich entschloss mich dort zu Übernachten und morgen die Möglichkeiten auszuloten. Da dies wiegesagt eine große Stadt ist, war es nicht so einfach eine Platz für den Van zu finden. Nach einer halben Stunde suche habe ich ein ruhiges Plätzchen am Rodeoplatz gefunden!

Datum: 2010/01/30
Devils Marbles & Devils Pebbles

Auf dem Weg nach Tannek Creak kam ich bei den “Devils Marbles“ vorbei. Dies sind runde Steine welche in diesem Gebiet zahlreich auftreten. Es gibt dort einen Weg um zwischen den Steinen zu spazieren. Hier waren auch einige Wasserpfützen zu finden in denen sich Kaulquappen tummelten – mitten in der Wüste! Es ist sogar möglich dort auf einem gratis Campingplatz zu übernachten, doch es war noch nicht mal Mittagszeit und deshalb bin ich nach Tannek Creak weitergefahen.

Tannek Creak ist eine alte Goldgräberstadt, die Hauptattraktion dort war das Mienen und Mineralmuseum. Leider kann die Miene selbst nur in Gruppen ab fünf Personen besichtigt werden und das war in der gesammten letzten Woche nicht der Fall. Im Sommer sei es im Outback zu heiß und die Touristen würden wohl im Winter kommen... Beim Weg aus der Stadt bin ich noch über eine “Dust Road“ bei den “Devils Pebbles“ vorbeigefahren. Das ist sozusagen die Miniaturausgabe der “Devils Marbles“.

Datum: 2010/01/29
Pack die Badehose ein

Das tauschen das Vans war eine schnelle Sache. Der neue Van hatte sogar eine Klimaanlage und den neuen Steinschlag auf der Windschutzscheibe meines alten Vans hat er auch nicht bemerkt! :-) Es war in der früh um 8:30 schon so heiß, dass ich mich entschlossen habe sofort ins Freibad zu fahren. Zum einen um zu duschen aber natürlich auch um den Pool zu genießen. Als ich gegen Nachmittag das Freibad wieder verlassen habe stellte ich fest, dass auch der neue Van einen Steinschlag auf der Windschutzscheibe hatte. Echt unglaublich, dass ich das vorher nicht bemerkt hatte, denn ich habe die Scheibe überprüft. Daraufhin bin ich zurück zum Depot gefahren um die Steinschläge im Vertrag aufzunehmen. Doch obwohl es noch vor 16:00 Uhr war, war keiner mehr da. Es heftete nur ein Zettel mit einer Telefonnummer an der Türe! Der Typ von der Mietwagenfirma meinte am Telefon er würde den Vertrag entsprechend ergänzen.

Am Nachmittag besuchte ich die “School Of The Air“. Dort konnte man zusehen wie die Kinder im Outback über Internetverbindungen unterrichtet werden. Das ganze erinnert mehr an Videochatting als an einen Schulunterricht. Man kann dort live den Unterricht beobachten und einiges über die Geschichte dieser Schule erfahren. Bevor ich die Stadt am Abend verlassen habe bin ich noch zu einem Aussichtspunkt gefahren.

Datum: 2010/01/28
Kings Canyon

Hier gibt es einen Wanderrundweg, welcher einen in etwa drei Stunden um den ganzen Canyon bringt. Mir hat der Kings Canyon viel besser gefallen als der Uluru. Es waren nicht so viele Touristen hier und man man konnte dort ohne Restriktionen überall herumlaufen und fotografieren. Nach etwa einer Stunde habe ich die Oberösterreicher wieder getroffen. Am Ende des Canyons konnte man in den “Garten Eden“ hinabsteigen. Dies war eine Oase in der Steinwüste. Ein Wasserloch sowie einige Bäume und Pflanzen. Der perfekte Ort um eine Pause einzulegen! Auf der anderen Seite des Canyons bin ich dann wieder zurückgelaufen.

Ich war eigentlich nur etwa 100 km von Alice Spings entfernt, doch es wurde mir nicht empfohlen diese Dust Road mit meinem Van zu fahren. Ich musste deshalb den langen Weg zum Stuart Highway zurückfahren, was einen Umweg von ungefähr 400 km bedeutete. Der Van lief extrem schlecht und ich kam erst spät am Abend in Alice Springs an. Ich habe direkt vor dem Depot der Mietwagenfirma übernachtet um gleich am nächsten Morgen mit dem neuen Van loszuziehen.

Datum: 2010/01/27
Kasperltheater

Heute Morgen bin ich bereits um 5:00 aufgestanden um rechtzeitig zum Sonnenaufgang in Position zu sein. Außerdem war es Windstill und die Chance den Berg heute zu besteigen war gut. Es gab auch einen speziellen Parkplatz für den Sonnenaufgang. Dort warteten hunderte Leute mit ihren Kameras, dass die Sonne aufgeht. Doch leider ging die Sonne hinter einem Wolkenband auf und es war überhaupt nicht spektakulär! Dort war auch ein Ranger welchen ich fragte ob man den Uluru heute besteigen kann. Doch zu meiner Enttäuschung war der Track auch heute wieder wegen starkem Wind geschlossen. Ich fragte welcher Wind, denn es war komplett Windstill! Er meinte beim Uluru würde ein starker Wind gehen! Ich glaubte ihm zwar, dass der Pfad heute geschlossen ist, doch das mit dem Wind konnte ich mir nicht vorstellen, da ich nicht weit von der Aufstiegsstelle entfernt war. Ich bin dann trotzdem noch kurz zur Aufstiegsstelle gefahren um mir diesen Wind anzusehen. Es war natürlich kein Wind doch nun hieß es der Wind sei auf dem Gipfel zu stark! Dort stand dann auch ein Ranger, der Geschichten von dummen Leuten erzählte, welche beim besteigen des Berges gescheitert sind. Klar ist das es die Australier wohl nicht wollen, dass dieser Berg bestiegen wird und ich frage mich weshalb man den Berg nicht generell sperrt. Das ist meiner Meinung nach viel ehrlicher als so ein Kasperltheater zu veranstalten.

Ich habe ein paar Cornflakes gefrühstückt und bin zu den Olgas gefahren um den Wanderweg zu gehen, welcher um 11:00 geschlossen wird. Auf diesem Weg habe ich ein Paar aus Oberösterreich getroffen und wir sind gemeinsam weitergelaufen. Gegen 11:00 waren wir fertig und es war dann auch wieder unerträglich heiß. Ich bin noch eine Stunde in ein weiteres Tal gelaufen, den Österreichern hats gereicht... Um die Mittagszeit verließ ich den “Uluru Nationalpark“ um in den etwa 300 km entfernten “Kings Canyon Nationalpark“ zu fahren. Der Van ruckelte fast die ganze Fahrt und ich war echt froh, dass ich ihn übermorgen in Alice Springs tauschen kann! Etwa 30 km vor dem Kings Canyon Resort habe ich auf einem Rastplatz übernachtet. Da ich früh aufgestanden bin und einen anstrengenden Tag hatte bin ich totmüde ins Bett gefallen.

Datum: 2010/01/26
Uluru

Um 7:00 habe ich mich auf den Weg zum Uluru gemacht. Der Grund weshalb ich seit Tagen durchs Outback fahre... Als ich den Berg aus der ferne zum ersten mal sah habe ich angehalten um ein paar Fotos zu machen. Das ist wie auf einer Safari wenn man das erste Tier sieht und immer mehr Fotos mach um so näher man kommt. Nur das dies bei einem Berg, der nicht weg läuft wenig Sinn macht!

An einer Mautstation musste man ein Ticket für den Nationalpark kaufen. Im Besucherzentrum habe ich erfahren, dass der “Uluru Summit Track“ auf Grund von Wind und großer Hitze heute nicht geöffnet ist. Generell muss man um 5:00 starten, damit man um 8:00 fertig ist, dann wird der Track geschlossen. Andere Wanderwege wurden um 11:00 wegen Hitze geschlossen! Die Dame vom Besucherzentrum empfahl mir den Uluru im Uhrzeigersinn zu umrunden, da ich dann am Ende im Schatten laufen werde. Welcher Schatten? Es gab keinen Schatten und es war sehr sehr heiß. Zum Glück gab es auf dem Weg immer wieder Wassercontainer damit man nicht verdurstet! Es war auch nicht erlaubt Fotos von den interessanten Felsformationen zu machen, denn dies sind heilige Stätten der männlichen oder weiblichen Ureinwohner. Millionen Fliegen nervten einen. Ich habe mir einen Ast abgebrochen um die Fliegen zu vertreiben, was wie ich später erfahren habe auch verboten ist! Als ich um 12:00 mit der Umrundung fertig war wollte ich nur eines – zurück ins Besucherzentrum denn diese Räume waren klimatisiert und ohne Fliegen. Es war viel zu heiß um bis zum Sonnenuntergang im Nationalpark zu bleiben. Als ich erfahren habe, dass der Campingplatz einen Pool hat war der Plan schnell gemacht. Raus aus dem Nationalpark – rein in den Pool und zum Sonnenuntergang wieder zurück zum Uluru! Der Campingplatz liegt etwa 15 km außerhalb des Nationalparks.

Im Pool habe ich dann die Mädels aus Österreich wieder getroffen. Ich war den ganzen Nachmittag im Pool und habe mich glaub ich mit dem ganzen Campingplatz unterhalten. Dort war es angenehm kühl und auch von der Fliegenplage war dort nichts zu spüren. Ich bin erst wieder ausgestiegen um etwas zu essen und anschließend zum Sonnenuntergang zu fahren! Der Uluru sollte zu beim Sonnenuntergang ständig seine Farbe wechseln, was er auch getan hat. Ich hätte mir das ganze doch etwas spektakulärer vorgestellt. Es gibt einen speziellen Parkplatz um den Sonnenuntergang anzusehen. Dort habe ich die Leute welche ich im Pool kennen gelernt habe wieder getroffen.

Datum: 2010/01/25
Pasta für ein Emu

Heute war den ganzen Tag Autofahren angesagt. Einige hundert Kilometer durchs Outback. Da es dort keinen Radioempfang gibt und mein iPod auch irgendwann keinen Strom mehr hatte wurde die Fahrt mit der Zeit etwas langweilig. Als ich mit dem Van 120 km/h fahren wollte hat er sofort reklamiert und die Motorprobleme waren wieder da! Ich konnte dann nur noch je nach Laune des Fahrzeuges zwischen 60 um 90 km/h fahren. Mein Tagesziel war eine Roadhouse in Curtin Springs etwa 100 km vor dem Uluru Nationalpark welches ich noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichte. Dort konnte man gratis Campen und ein Emu lief auf dem Platz umher um essen zu suchen. Er hat zwei Italienerinnen die Pasta geklaut, welche daraufhin lauthals geschimpft haben!

Datum: 2010/01/24
Coober Pedy

Beim Frühstück leistete mir ein Road Train Fahrer Gesellschaft. Sein Fahrzeug füllte den gesamten Parkplatz und er sagte eigentlich dürfte er hier nicht halten, aber die Road Train Parkplätze sein nur ein Streifen neben der Fahrbahn ohne Tische, WCs und Wasser.

In Coober Pedy bin ich zuerst zur Touristeninfo. Der Typ war wirklich sehr hilfreich. Ich bekam eine Liste der Sehenswürdigkeiten und er erklärte genau was man dort sehen würde. Er sagte auch welches Museum besser für junge Leute geeignet sei... Das Geld für die Touren sollte ich mir sparen und selbst mit meinem Van dort hinfahren. Dies würde ohnehin auf meinem Weg nach Alice Springs liegen und spart 60 $. Er bot mir an das gratis Internet zu nutzen. Nach seiner Auskunft das einzige in 1000 km Umkreis, was sich als wahr herausstellte! Ich bekam sogar noch eine Cola, da der Automat gerade eine “Buy one, get one free“ Aktion hat und er wohl nur eine wollte!

In Coober Pedy sind die meisten Gebäude wie eine Höhle in den Fels gegraben. Das Gestein lässt sich leicht aushöhlen und ist sehr stabil. Somit sind Appartements mit 300 Quadratmetern möglich, welche gerade mal 40 000 Dollar kosten. Die Temperatur unter der Erde betragt das ganze Jahr um die 23 Grad und dass ohne Klimaanlage bei einer Außentemperatur von über 40 Grad! Ich besuchte einige Untergrundkirchen, ein Känguru Krankenhaus, ein Untergrundappartement, eine Opalmine und einige Opalgeschäfte. Man hätte auch im Untergrund übernachten können, da ich einen Camper hatte kam das für mich nicht in frage...

Als ich Richtung Norden weiter fuhr nahm ich einen kleinen Umweg in kauf und fuhr über “Dust Roads“ zum “Dog Fence“ dem längstem Zaun der Welt. Dieser Zaun soll verhindern dass die Dingos im Norden des Landes die Schafe im Süden reißen. Anschließend führte der Weg durch eine Mondlandschaft und später durch einige bizarre Felsformationen! Dort traf ich einen Van mit drei Österreicherinnen. Wir haben uns etwa eine Stunde unterhalten. Da sie auch auf dem Weg nach Alice Springs waren würden wir uns sicher noch mehrmals über den Weg laufen. Die Mädels mussten allerdings nochmal nach Coober Pedy um Wasser und Benzin zu tranken. Zurück auf den Stuart Highway welcher nach Alice Springs führt übernachtete ich auf dem nächsten Parkplatz.

Datum: 2010/01/23
Hit the road Jack

In der Früh bin ich zur Werkstadt gefahren. Der Mechaniker sagte die Temperaturanzeige sei in Ordnung, doch man müsste den Motor überholen und neue Zündkerzen einsetzen! Er hätte heute allerdings keine Zeit dazu und da es Freitag war würde ich bis Montag festsitzen. Ich kontaktierte die Mitwagenfirma welche mir vorschlug in eine andere Werkstadt gehen oder mit dem Auto nach Alice Springs weiterfahren um es dort zu tauschen. Da ich auf keinen Fall bis Montag warten wollte und die Probleme nur sporadisch auftraten entschloss ich mich die Karre durchs Outback zu treten!

Anschließend fuhr ich zum Outback Informationszentrum. Dort bekam ich Landkarten sowie Infos über das Wetter, Tank- und Wasserstellen. Da es wieder sehr heiß war meinte die Dame ich soll heute nur etwas 200 km fahren und morgen früh aufstehen und bis nach Coober Pedy fahren. In den nächsten Tagen wird es immer über 45 Grad haben und mein Van hatte keine Klimaanlage! Die Dame von der Information sagte ich solle nochmal Einkaufen, da im Outback alles wesentlich teurer ist und verabschiedete mich mit den Worten: “Hit the road Jack“!

Der Van hatte heute einen guten Tag und brauste ohne Probleme durchs Outback. Auch der Benzinverbrauch war wesentlich geringer als zuvor! Nach etwa zwei Stunden war ich in Woomera einer kleinen Outbackstadt wo ich eigentlich die Nacht verbringen wollte. Ich habe dort etwas zu Essen gekocht und mich entschieden weiterzufahren, da es grade so gut läuft. Mit dem Van bin ich ja unabhängig und kann auf jedem Rastplatz übernachten. Etwa 50 km vor Coober Pedy blieb ich auf einem Rastplatz stehen um am nächsten Morgen in die Stadt zu fahren.

Datum: 2010/01/22
Motorprobleme

Am morgen holte ich meine Kamera ab und brach Richtung Norden auf. Die nächste große Stadt auf meinem Weg wird Port Augusta sein, das Gateway zum Outback! Nach etwa 100 km hatte mein Van wieder die Motorprobleme vom Vortag. Heute war auch der erste heiße Tag in Australien und ich wunderte mich das die Motortemperatur nicht über 70 Grad stieg. In den letzten Tagen war es sehr kalt und somit war das nicht verwunderlich aber heute hatte es über 40 Grad und der Motor wurde nicht heiß! Deshalb vermutete ich das die Anzeige nicht funktioniert und der Motor evtl. überhitzt ist. Ich telefonierte mit der Mitwagenfirma, welche meinte ich solle das Auto in Port Augusta überprüfen lassen, doch das waren noch etwa 200 km. Der Motor zukelte die ganze Zeit somit konnte ich nur 60 km/h fahren und wurde von “Road Trains“ überholt! Als ich endlich in Port Augusta ankam war die Werkstadt allerdings schon geschlossen!

Port Augusta hatte einen sehr schönen Park wo man auch schwimmen konnte. Hier gab es Kochstellen, Tische, Toiletten, Trinkwasser und eine Dusche. Der perfekte Ort um zu übernachten! Ich habe dort gekocht und bin geschwommen. Dies war der erste Ort wo ich Aborigines gesehen habe. Eine Australierin warnte mich und meinte ich müsste gut auf meine Sachen aufpassen. Ich hatte mir auf dem Holzsteak zwei Dornen eingefangen, welche sehr tief saßen und schmerzten. Als ich versuchte sie mit meinen Taschenmesser herauszuschneiden kam ein Aborigine und frage, ob ich ihm 2 $ geben würde. Als ich mit meiner Operation fertig war er wieder da und fragte ob ich ihn nach Hause fahren würde.

Datum: 2010/01/21
Kangaroo Island vs. Kamerareparatur

Gegen Mittag bin ich an der Fährstelle angekommen und ich hatte Glück, denn die Fähre war gerade am anlegen. Als ich ein Ticket kaufen wollte hat's mir allerdings die Schuhe ausgezogen. 258 $ für eine 45 minütige Überfahrt! Ich hatte nur circa 2,5 Tage für Kangaroo Island eingeplant und somit war mir die Überfahrt in Relation zur Zeit welche ich auf der Insel verbringen werde zu teuer. Außerdem musste ich auch noch eine neue Kamera kaufen. Ich hätte mir viel Benzin und Zeit sparen können, wenn ich mich vorher erkundigt hätte, was die Fähre kostet... Somit habe ich mich auf den Weg nach Adelaide gemacht. Mein Van hatte immer wieder Motorprobleme, besonders wenn es Bergauf ging. Der ganze Wagen wurde durchgeschüttelt. Ich musste stellenweise sehr langsam fahren. Als ich Adelaide erreichte war alles wieder in Ordnung!

Dort bin ich zum ersten Mal auf einen Caravan Park gefahren. Hier konnte ich mein Batterien aufladen, Wäsche waschen und Duschen! Ich habe noch die letzten Känguruwürste gebraten und bin in ein Shoppingcenter um eine neue Kamera zu kaufen. Das gleiche Modell kostet 450 $. Bei einem Fotogeschäft habe ich die Adresse eines Reparaturcenters bekommen. Ich musste mich beeilen, denn das Geschäft würde in einer halben Stunde schließen. Doch ich hatte Glück, das benötigte Ersatzteil war auf Lager und die Reparatur am nächsten Morgen abgeschlossen. Kostenpunkt 250 $! Anschließend fuhr ich mit dem Van ins Stadtzentrum um mir Adelaide anzusehen.

Datum: 2010/01/20
Känguruwürste

Der “Lake Frome Conservation Park“ besteht zum größten Teil aus Sanddünen und liegt direkt am Meer. Es gibt dort 4x4 Drive Strecken. Schade, dass ich keinen Allradantrieb habe! Es würde sicher viel Spaß machen hier ein paar Runden zu drehen. Ich bin etwas durch die Dünen spaziert und habe noch einen kleinen See umrundet!

Gegen Mittag habe ich mich auf den Weg zur Fährstelle nach Kangaroo Island gemacht. Als ich an einer Straßenkreuzung nicht wüsste wo ich weiterfahren soll habe ich mich auf den Pannenstreifen gestellt und den Straßenatlas studiert. Plötzlich hielt ein Streifenwagen hinter mir und wie in einem amerikanischen Film ist der Cop ausgestiegen und hat seine Sonnenbrille aufgesetzt. Ich dachte ich würde nun eine Strafe bekommen, da ich auf dem Pannenstreifen geparkt hatte! Doch der Cop fragte nur “Are you lost?“ Und in der tat ich war zu weit gefahren. Er meinte ich müsse etwas 10 km zurückfahren dort würde es eine gratis Fähre über den Fluss geben. Nach ein paar Stunden wurde es dunkel und ich habe mich entschlossen den Van auf einem stillgelegten Straßenabschnitt zu parken um dort zu Übernachten. Es war ein perfekter Platz mit einer tollen Aussicht! Zuvor hatte ich noch in einem Supermarkt für 2 $ drei Paar Känguruwürste gekauft, ein echtes Schnäppchen! Diese habe ich dann in der Pfanne gebraten, hat aber ganz normal geschmeckt.

Datum: 2010/01/19
Quarantäne

Der Campingplatz lag inmitten des Nationalparks an einem Fluss und dort habe ich dann auch mein erstes lebendes Känguru gesehen. Es gab einen sehr schönen Wanderweg, welcher am Fluss entlang führte. Dort konnte ich viele große Vögel aus kürzester Distanz sehen. Es war sehr beeindruckend, dass diese Tiere nicht wirklich scheu waren... Auch zwei Wombats überquerten den Wanderweg direkt vor meinen Füßen! Nach etwa drei Stunden lief ich wieder zum Campingplatz zurück. Dabei traf ich zum ersten mal zwei Personen, welche mit dem Kajak auf dem Fluss unterwegs waren.

Im nächsten kleinen Ort gab es die Möglichkeit die Gasflasche in einem kleinen Kiosk aufzufüllen. Ich informierte mich noch wo ich am besten übernachten kann und machte mich auf den Weg nach South Australia.... An der Staatsgrenze musste man alles Obst und Gemüse in einen Mülleimer werfen. Das hätte man einem auch vorher sagen können! Das man nach Australien kein Obst und Gemüse einführen darf ist ja allgemein bekannt, doch das dies auch für die einzelnen australischen Staaten gilt, ist schon etwas übertrieben!

Auf einer “Dust Road“ bin ich durch den “Lake Frome Conservation Park“ gefahren um den Campingplatz zu finden. Ich wollte gerade aufgeben und umdrehen, da kam ein kleines Schild mit der Aufschrift “Campsite“! Die Platzgebühr hat man einfach in ein eine Kasse geworfen oder durch Angabe der Kreditkartendaten bezahlt!

Datum: 2010/01/18
Kein Gas

Das war nun das Ende der Great Ocean Road und ich habe mich auf den Weg zum Lower Glenelg Nationalpark an der Grenze zu “South Australia“ gemacht. Am Wegrand lagen sehr viele tote Kängurus! Ein lebendiges konnte ich bis dato noch nicht erspähen. In der Touristeninformation musste ich die Campinggenehmigung für den Nationalpark bezahlen und habe mich erkundigt wo ich meine Gasflasche auffüllen kann. Die Autovermietung hatte mir gesagt, dass könne ich an jeder Tankstelle machen, doch das war in der Praxis nicht möglich, da diese nur Flaschen tauschen und meine Flaschengröße nicht im Angebot war! Man konnte die Flaschen auch nicht mieten, sondern musste sie kaufen und dies ist sehr teuer. Das Problem war, dass es nur eine Stelle in der Stadt gab um die Flaschen zu füllen und die war am Sonntag geschlossen. Auch am Campingplatz konnte ich kein Gas bekommen...

Mir kam dann die rettende Idee ein Grillfeuer auf dem Campingplatz zu machen. Da ich aber nicht sicher war ob Feuer erlaubt sind habe ich mir Winerle gekauft, die kann man grillen oder notfalls auch kalt essen! Ich hatte Glück es gab dort sichere Feuerstellen und BBQs waren erlaubt!

Datum: 2010/01/17
12 Apostel

Am morgen bin ich nochmals zum “Otway Flyer“ um etwa eine halbe Stunde in den Baumwipfeln zu spazieren. Dort wurde auch “Abseiling“ angeboten. Für 25 $ konnte man sich die Treppenstufen sparen... Mich amüsierte die Bezeichnung, da Abseilen ja ein deutsches Wort ist!

Zurück zur “Great Ocean Road“ welche mich nach etwa zwei Stunden fahrt zu den berühmten 12 Aposteln brachte. Dies sind Steinformationen im Wasser. Beim Besucherzentrum wurden für 90 $ Rundflüge mit dem Hubschrauber angeboten. Da meine Kamera nur eingeschränkt einsatzbereit war, habe ich auf den Flug verzichtet... Entlang der Straße gab es immer wieder Aussichtspunkte mit kleinen Spaziergängen. Da dort jeder stoppte, ist man den gleichen Leuten immer wieder begegnet.

Datum: 2010/01/16
Otway Nationalpark

Ich habe mich entschlossen heute von der Küste weg ins Landesinnere zu fahren. Nach 30 Minuten parkte ich das Auto und bin zu einem “Koalawalk“ aufgebrochen. Nach kurzer Zeit saß der erste Koalabär in einem Eukalyptusbaum. Die Tiere waren überhaupt nicht scheu und man konnte den Baum schütteln oder in die Hände klatschen um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. In einem Ort namens “Forest“ welcher wie es der Name bereits sagt von Wald umgeben ist habe ich gestoppt und bin zu einer Wanderung aufgebrochen. Mein Ziel war der Viktoria See, doch da ich keine Ahnung hatte wie weit es ist und das Wasser immer knapper wurde musste ich nach zwei Stunden umdrehen. Wieder bei meinem Camper habe ich erst mal etwas gegessen und bin über eine “Scenic Tourist Road“ durch den Regenwald zum “Otway Flyer“ gefahren. Dies ist eine Brückenkonstruktion auf der Höhe der Baumwipfel. Doch die Türen wurden direkt vor meiner Nase geschossen. Um die restlichen Stunden Tageslicht zu nutzen habe ich einen Wasserfall in der Nähe besucht. Ich übernachtete auf dem Besucherparkplatz. Dort gab es Toiletten, fließend Wasser und Picknicktische. Das ganze hatte mehr den Anschein eines Campingplatzes als die Unterkunft von letzter Nacht, auch wenn übernachten dort eigentlich nicht gestattet ist!

Datum: 2010/01/15
Doppelter Glasschaden

Vor meiner Abfahrt habe ich noch meine Emails gelesen. Es hat jemand auf meine Anzeige geantwortet um gemeinsam die “Great Ocean Road“ zu fahren. Ich habe angerufen, doch nach einem “Hello“ ist die Verbindung abgebrochen und danach kam nur noch die Mailbox. Wie ich später erfahren hatte war die Batterie des Telefons leer! Somit bin ich alleine zu meinen Roadtrip quer durch den australischen Kontinent aufgebrochen.

Um nicht auf der falschen Straßenseite zu landen habe ich einen Sticker mit der Aufschrift “Go Left“ an die Windschutzscheibe geheftet. Doch man sitzt nicht nur auf der anderen Seite man muss auch mit der linken Hand schalten. Als ich den Blinker betätigen wollte ging der Scheibenwischer an. Auch diese Schalter sind vertauscht. Das hat mir die meisten Probleme bereitet!

Kaum war ich losgefahren wollte ich ein Fotos vom Kilometerstand des Wagens machen. Dieser Van hatte schon fast 400000 km auf der Uhr! Doch als ich das Fotos machen wollte stellte sich heraus, dass der Bildschirm meiner Kamera gebrochen war. Da dieses Modell leider keinen konventionellen Sucher mehr hat konnte ich nur noch im Blindflug Aufnahmen machen und diese später am Computer ansehen. Ich habe wirklich kein Glück mit der Kamera. Klar war auch, dass ich auf dem Weg für ein paar Tage keine Chance hatte eine neue zu kaufen. Ich wollte aber auch nicht nach Melbourne zurückfahren und somit würde ich eben Fotografieren ohne genau zu sehen was nachher auf dem Fotos ist. Kurze Zeit später flog ein Stein auf meine Windschutzscheibe und ich hatte noch einen Glasschaden! Natürlich habe ich keine Glasschadenversicherung abgeschlossen, denn die hätte nochmal 15$ am Tag mehr gekostet. Das ist bei 28 Tagen grad so teuer wie ne neue Scheibe. Das ganze hat mir natürlich sehr genervt und ich habe am nächsten Strand angehalten um eine Pause zu machen! Ich wollte dort eigentlich über Nacht bleiben, aber ein Surfer hat mir erzählt, dass er in der letzten Nacht dort verjagt wurde. Somit habe ich mich um 18:00 auf die Suche nach einem gratis Campingplatz gemacht. Ich hatte mir noch einen Campingführer gekauft und habe den gewünschten Platz gesucht und nicht gefunden. Zwei Passanten kannten den Weg dort hin. Vor etwa zwei km ging ein Feldweg den Berg hinauf. Mitten im Wald kam dann ein Schild “Campsite - Fires Prohibited“! Das war alles, kein WC, keine Dusche, keine Picknicktische.... Trotzdem war ich froh diesen Platz noch vor Einbruch der Dunkelheit zu finden.

Datum: 2010/01/14
Big Backup

Im Hostel gibt es ein Schwarzes Brett. Ich habe dort einen Aushang gemacht, dass ich morgen die “Great Ocean Road“ fahren werde und einige Nummern von Leuten abgeschrieben, die eine Mitfahrgelegenheit suchen. Doch alle Anrufe waren erfolglos...

Ferner erhielt ich eine Email von Steve. Er war wieder in der Stadt und hat mir angeboten auf seinem Computer DVD's mit zu brennen. Da ich seit dem Verlust meiner Kamera kein Backup meiner Fotos mehr hatte. Er wollte mich im Zentrum abholen, doch da er sehr weit außerhalb wohnt habe ich ihm angeboten mit dem Zug dort hin zu kommen. Doch der Zug blieb dann auf halber Strecke stehen, da eine Oberleitung gerissen war. Ich habe Steve mit dem Handy des Lockführers angerufen damit er mich von einem anderen Bahnhof abholen kann. Steve hat mir noch sehr viel über Australien erzählt und wir haben neben den erstellen des Backups eine Dokumentation über Australien angesehen. Es hat Stunden gedauert die DVD's zu brennen. Ich war sehr dankbar, denn hätte ich das in einem Internetcafé machen machen müssen währe ich zum einen arm und zum anderen verrückt geworden. Ich war erst nach Mitternacht wieder im Hostel.

Datum: 2010/01/13
Auto hin, Auto her

Auf dem Weg zum Autohändler kam ich an einer Werkstadt vorbei. Dort fragte ich was es kosten würde den Wert eines Autos festzustellen. Der Mechaniker sagte 5500 $ sei viel zu teuer dazu müsse er das Auto nicht sehen und sie hätten den selben Wagen für den halben Preis in Angebot. Außerdem könne ich den Wagen für 800 $ im Monat mieten! Das war die Lösung all meiner Probleme. Doch als wir dann zum Boss des Ladens gegangen sind meinte dieser, dass er den Wagen nicht für diesen Preis vermieten könne, denn ich würde mindestens 10000 km fahren... Es war für eine Minute so perfekt! Außerdem müsste man den Kombi den er mir gerade noch verkaufen wollte erst noch reparieren. Das würde bis nächste Woche dauern. Die Autohändler sind doch alle Verbrecher!

Ich hatte dann doch wieder über das mieten nachgedacht. Die Idee war das Auto für einen kürzeren Zeitraum zu mieten und in Alice Springs wieder zurückzugeben. Von dort zur Ostküste zu fliegen und dann mit Bus und Bahn nach Sydney zu reisen. Doch die “One Way Fee“ nach Alice Springs war mit 400 $ doppelt so teuer wie zu jedem anderen Depot! Für 200 $ könnte ich den Camper für weitere vier Tage mieten und ihn Cairns zurückgeben, was ich dann auch getan habe. Ich habe den Vertrag am Telefon abgeschlossen und eine Email Bestätigung erhalten. Da die Autovermietung 1% Kreditkartengebühr verlangt und meine Bank nochmal 1,5% für den Auslandseinsatz kassiert wollte ich die Rechnung bar bezahlen. Ich bin also mit dem Zug ins Melbourne Depot gefahren um alles zu bezahlen und den Papierkram zu erledigen. Dort stellte sich dann heraus, dass die Firma vergessen hat die Outback Gebühr zu berechnen. Ich habe meinen Computer gestartet und die Email gezeigt. Doch das hat den Typen wenig interessiert. Er meinte nur “This is wrong“ und hat auf den Computer gezeigt, sowie “This is right“ und legte mir den neuen Vertrag vor! Diese ganze Autogeschichte ging mir inzwischen ganz schön auf die Nerven! Ich bestand darauf, den Agenten mit dem ich den Vertrag abgeschlossen hatte zu sprechen. Er meinte nur, das dies nichts bringen würde. Schließlich hat er dort angerufen, da ich nicht aufgehört habe ihn zu nerven. Es sei wohl ein Computerfehler aufgetreten. Auf meine Antwort, dass Computer nie einen Fehler machen, sondern immer die Benutzer meinte er ich solle kurz warten. Der Agent hat mit seinem Boss gesprochen und mir wurde die Hälfte der Outback Gebühr erlassen. Ich willigte ein, weil ich dieses Thema endlich erledigt haben wollte!

Datum: 2010/01/12
44 Grad im Schatten

Als ich heute im Hostel nach dem “Laundry Service“ fragte bekam ich die Antwort: “You can wash you stuff around the corner by your own“! Also erst mal Waschpulver kaufen, auf zum Waschsalon und dann 1,5 Stunden warten bis die Maschinen fertig sind... Leider waren keine Mädels dort die auch gewartet haben. Dies wäre der perfekte Ort um ins Gespräch zu kommen... Das war die teuerste und für mich zeitaufwändigste Wäschereinigung auf meiner Reise!

Anschließend bin ich zu einen Autohändler gegangen. Dieser Händler bietet eine Rückkaufgarantie an. Nach zwei Monaten würde man 50 % des Kaufpreises zurückbekommen, wenn man das Auto nicht anderweitig los bekommt. Ein Kombi würde meinen Ansprüchen entsprechen, doch der war mit 6000 $ dann doch recht teuer. Ich konnte das Auto nur auf 5500 $ runterhandeln. Es war auch recht schwer zu entscheiden, ob das Fahrzeug nun wirklich 5500 $ Wert ist. Oder ob es evtl. nur 2500 $ Wert ist und es ist unmöglich den Kaufpreis annähernd zurück zu bekommen. Auch im Internet konnte keine Auskunft bekommen. Ähnliche Autos kosteten zwischen 2000 und 6000 Dollar! Klar war, dass der Bursche auf jedem Fall am oberen Rand rangiert! Doch das beantwortete nicht die Frage ob dies ein guter Deal für mich ist oder nicht! Einen Camper für den selben Zeitraum zu mieten würde etwa 1000 Dollar mehr kosten.

Heute war es sehr sehr heiß! Es hatte 44 Grad und ich habe bestimmt drei Liter getrunken ohne auf Klo zu gehen. Nach dem Autohändler bin ich in die Bücherei, dort war es angenehm kühl und ich versuchte mit Hilfe des Internets herauszufinden was nun der beste Deal ist in Australien mobil zu werden. Als ich die Bücherei um 21:00 verlassen habe war es immer noch sehr heiß und alle Steine waren aufgeheizt. Es fühlte sich an wie in einer Biosauna. Auf einem großen Platz in Melbourne gibt es auch gratis WiFi. Dort war ich dann noch so lange bis die Batterie meines Computers leer war... Am Ende des Tages hatte ich mich entschieden, das Auto zu kaufen. Das ganze würde mit Versicherung gute 3000 $ kosten.

Datum: 2010/01/11
Wiedersehen

Heute Morgen bekam ich eine Email von Steve. Ich habe ihn und seine Familie im Mekong Delta in Vietnam kennen gelernt. Es hat mich schon gewundert, weshalb er sich solange nicht gemeldet hat. Doch Steve war geschäftlich in Malaysia und ist gerade erst zurück nach Australien zurückgekommen. Er hat vorgeschlagen, dass wir uns um 16:00 treffen was wir dann auch getan haben.

Mit dem Auto sind wir nach Portsea gefahren. Das ist etwa 100 km vom Stadtzentrum entfernt. Melbourne liegt in einer großen Bucht und Portsea befindet sich an einem Ende dieser Bucht. Auf dem Weg dort hin sind wir bei einem Aussichtsberg vorbeigefahren. Von dort hatte man eine tolle Sicht über die gesamte Bucht. Steve meinte zwar, dass man normalerweise viel weiter sieht, aber für mich war das auch so sehr beeindruckend! In Portsea haben wir am Stand in einem Hotel etwas gegessen und ein Bierchen getrunken. Auf dem Rückweg hat Steve noch bei einem Autohändler gehalten da ich auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz war. Gegen Mitternacht war ich wieder im Hostel wo wie jede nach bis 1:00 die Party tobt!

Datum: 2010/01/10
Stadtrundfahrt

Ich traue es mir kaum zu sagen, aber auch heute war ich wieder einige Stunden in der Bücherei. Ich kenne diesen Ort fast besser als die Stadt und habe inzwischen auch einen Benutzerausweis erworben um auch Bücher mitzunehmen und Zugang zum Archiv zu bekommen. Das ist für mich der perfekte Ort zum Ausruhen, etwas Zeitung lesen, im Internet surfen, Leute beobachten und in Reiseführern stöbern! Doch am Wochenende schließt sie Staatsbibliothek schon um 18:00.

Direkt vor der Bibliothek hält eine Touristen Straßenbahn mit der ich eine Stadtrundfahrt gemacht habe. Bei meinem Hostel bin ich ausgestiegen. Ich habe mir vorgenommen am nächsten Morgen mit der Straßenbahn zur Bücherei zu fahren um die restlichen Stationen der “Cyrcle Tram“ abzufahren.

Datum: 2010/01/09
Langschläfer

Heute konnte ich endlich mal ausgeschlafen. Ich bin um 9:45 kurz aufgestanden um nach dem inklusive Frühstück zu sehen, doch das war schon abgeräumt obwohl bis 10:00 Frühstückszeit ist... Bin dann einfach wieder ins Bett und habe bis zum Nachmittag geschlafen. Ich war so müde ich hätte den ganzen Tag und die Nacht schlafen können. Später bin ich dann wieder in die Bücherei – wie jeden Tag.

Datum: 2010/01/08
Bettenwechsel

Da man bis um 10:00 die Betten räumen musste, musste ich früher aufstehen als ich wollte. Das Jetlag war immer noch nicht weg! Somit habe ich meine sieben Sachen gepackt um meinen Rucksack ins andere Hostel zu bringen. Das Bett war natürlich erst am Nachmittag frei!.

Wie schon am Vortag bin ich wieder zur Bücherei. Doch heute hatte ich meinen eigenen Computer dabei, da es dort gratis WiFi gibt! Ich war den ganzen Tag in der Bücherei und habe Emails geschrieben und mit Skype gechatted! Außerdem habe ich mich auf die Suche nach einem Auto gemacht...

Im Hostel habe ich einen Japaner getroffen, welcher auch eine Weltreise macht. Er war in Europa, Südamerika und natürlich Australien. Das erste Bier in der Bar war gratis, also sind wir dort hingegangen und haben uns über Weltreisen unterhalten. War recht interessant für mich, was sich ein Asiate in Europa ansieht!

Datum: 2010/01/07
Willkommen in der ersten Welt

Das Flugzeug ist am frühen Morgen in Melbourne gelandet. Ganz anders als in Asien war hier niemand um einem Unterkunft oder Taxidienste anzubietet. Doch ich habe eine Tafel mit Backpacker Hotels gefunden mit einem Telefon um dort gratis anzurufen! Doch die ersten drei Anrufe waren nicht erfolgreich – ausgebucht! In der Jugendherberge war noch ein Bett im 3er Zimmer frei. Die wollten dann gleich meine Kreditkartennummer, nur um zu reservieren! Weiter zum Bus, der Automat akzeptiert nur Kreditkarten, kein Bargeld! Willkommen in der ersten Welt! Auch an die höheren Preise muss man sich erst wieder gewöhnen. Angekommen in der Jugendherberge habe ich nach dem Check In erfahren, dass mein Bett erst um 12:00 Uhr frei ist. Es war gerade mal 7:00! In Asien wäre ich sofort wieder gegangen aber die hatten meine Kreditkarte schon belastet! Außerdem war das Zimmer am nächsten morgen schon vergeben. Das man das Bett bis 10:00 Uhr am nächsten Tag räumen muss wurde mir auch gleich mitgeteilt. Ich könne dann um 12:00 Uhr in ein anders Zimmer wechseln. Das hätte er mich auch schon am Telefon sagen können anstatt nach der Kreditkartennummer zu fragen! Somit war klar, dass ich hier nur eine Nacht verbringen werde. Um die Ecke war ein Hostel, welches mit einem Schild geworben hat “13$ The cheapest beds in town“. Das war ein drittel von dem was ich in der Jugendherberge gezahlt habe! Doch diese Betten waren dann doch zehn Dollar teurer, dann das Schild sei schon sehr alt! Erfüllt aber wohl immer noch seinen Zweck! Ich habe dann eines dieser Betten gebucht ohne es zu sehen, weil dort noch Leute geschlafen haben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die dritte Welt so schnell vermissen werde!

Ich bin etwas am Fluss entlanggelaufen. Es war eine sehr schöne Promenade, doch die Cafés waren alle noch geschlossen. Und nirgends war das Schild “Free WiFi“ zu lesen, echt unglaublich... Ich bin dann zur Bibliothek gelaufen, denn Sunyoung hatte mir gesagt, dass es dort gratis Internet gibt. Doch um 9:00 Uhr war diese noch geschlossen. Auf einer Bank habe ich etwas geschlafen bis sich die Türen der Bibliothek öffneten. Ich war dann bis mittags in der Bücherei und habe das Internet genutzt sowie in Reiseführern geblättert.

Zurück in der Jugendherberge hatte ich nur eines im Sinn – schlafen! Gegen 20:00 Uhr bin ich dann wieder aufgewacht! Um die Ecke gabs eine Pizza Bar, dort war eine “German Pizza“ im Angebot, mit Kartoffeln, Zwiebeln und Speck!

Datum: 2010/01/06
Der letzte Tag in Asien

Heute Abend werde ich nun den asiatischen Kontinent verlassen und nach Australien fliegen. Obwohl mich Singapore mehr an eine westliche Großstadt erinnert als an ein Stück Asien.

Die erste Station für heute war der “Singapore Flyer“. Da keine anderen Leute da waren hatte ich eine große Gondel ganz für mich alleine. Die Angestellte hat mich noch gefragt, ob es ein Problem für mich sei alleine zu fahren. An dieser Stelle hätte ich wohl besser Ja gesagt und sie gebeten mit mir zu kommen ;-) Dieser Flug dauerte 30 Minuten und die Aussicht auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt war wirklich atemberaubend.

Als nächstes bin ich mit der Metro in die “Orchad Road“ gefahren um meinem Sammeltrieb gerecht zu werden habe ich mir ein Shortdinkglas im Hard Rock Cafe gekauft!. Danach bin ich wieder in die Metro eingestiegen um zum Zoo zu fahren. Von der Endstation der Bahn musste man noch mit einem Bus weiterfahren. Doch das würde nochmals 45 Minuten Fahrtzeit (einfach) bedeuten und somit würde mir im Zoo nur wenig Zeit bleiben. Ich habe mich dann entschieden nochmals nach “Little India“ zu gehen um meinen Rucksack dort reparieren zu lassen und anschließend noch das “Singapore Museum“ zu besuchen.

Datum: 2010/01/05
Oben Ohne Bus

Ich habe mich für eine Sightseeingtour in einem “Oben Ohne Bus“ entschieden. Doch leider war nur der Bus “Oben Ohne“ und nicht die Reiseführerin.

Die erste Station war der “Singapore Flyer“ das höchste Riesenrad der Welt. Gebaut von einer deutschen Firma welche ein noch höheres Riesenrad in Berlin errichten wird! Doch ich werde mir diese Attraktion für morgen aufheben. Bei einer der nächsten Stationen konnte man zu einem Boot wechseln um auf dem “Singapore River“ und ins “Marina Bay“ zu fahren. Dies war sehr schön, da das Boot viel langsamer fährt als der Bus und somit besser fotografiert werden kann. Wieder an Land habe ich einen Ausflug zu den botanischen Gärten gemacht. Zurück ins Stadtzentrum ging es durch die Einkaufsstraße “Orchad Road“ welche für die aufwendige Weihnachtsdekoration bekannt ist. Ich hatte Glück, der Weihnachtsschmuck wird erst in den nächsten Tagen abgebaut.

Hier habe ich die Buslinien gewechselt um nach “Chinatown“ und “Little India“ zu fahren. In “Chinatown“ hat ein Österreicher Curry Wurst verkauft und ich konnte der Versuchung nicht widerstehen.

Eine weitere Buslinie brachte mich nach “Sentosa Island“ einem Vergnügunspark. Beim Weg dort hin fuhr der Bus am Hafen vorbei. Er fuhr minutenlang an den Frachtcontainern entlang. Die Ausmaße dieses Hafens waren schon sehr beeindruckend. Ich konnte auch einige Container aus Hamburg erspähen. Im Vergnügungspark besuchte ich einen Schmetterlings- und Reptilienzoo und bin mit einem Gokart eine Downhillstrecke gefahren. Den Berg hinauf ging es mit einer Doppelmayer 4er Sesselbahn. Doch die Betreiber waren von der Qualität dieser Bahn wohl nicht so überzeugt, denn es durften immer nur drei Personen einsteigen. Zum Abschluss gab es noch die Lasershow “Sound of the Sea“. Die Story war zwar reccht flach aber die Effekte sehr beeindruckend. Auf dem Rückweg hat der Bus noch eine kleine Citytour gemacht um die beleuchteten Gebäude zu bewundern. Um 22:00 bin ich todmüde ins Bett gefallen und habe sofort geschlafen.

Datum: 2010/01/04
Kuala Lumpur – Melaka - Singapore

Wie geplant bin ich mit dem Bus um 8:00 nach Melaka gefahren. Auch dieser Bus war wieder sehr komfortabel und die Autobahnen in Malaysia sind tip top somit habe ich wieder die ganze Fahrt geschlafen. Mein Plan war noch am selben Abend nach Singapore weiterzufahren, doch als ich in Melaka ein Busticket kaufen wollten war um 10:30 schon alles ausverkauft! Es gab aber noch genügend Tickets in den Grenzort Johor. Durch meinen Reiseführer habe ich erfahren, dass es von dort noch zahlreiche Busse nach Singapore gibt...

Ich bin mit einen Bus vom Busbahnhof ins Zentrum gefahren. Dieser Bus hat dann in einer Seitenstraße angehalten und alle sind ausgestiegen. Vom historischem Stadtzentrum war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Es sah eher aus wie ein Industriegebiet. Alle Fahrgäste sind in ein Gebäude gegangen und ich folgte Ihnen! Das Gebäude war ein Shoppingcenter und ich habe an der Information gefragt wo denn die Innenstadt sei. Ich bekam dort sogar noch einen Stadtplan und die Anweisung das Gebäude doch durch den Haupteingang zu verlassen. Von dort war es nicht mehr weit. In Melaka ist immer noch der starke Einfluss der holländischen Seefahrer zu sehen. Fast wie im holländischen Dorf im Europa Park!

Die Fahrt nach Singapore verlief problemlos. Von Johor konnte ich direkt in einen Bus nach Singapore eingestiegen. Diesen Bus musste man noch zweimal verlassen um die Ein- bzw. Ausreisestempel zu bekommen. Mit der Metro bin ich dann nach Bugis gefahren, das Viertel wo die günstigen Hotels sind!

Datum: 2010/01/03
Sightseing in KL, oder so ähnlich!

Als ich wieder aufgewacht bin war es bereits 8:00. Ich bin dann sofort zu den Petronas Towers, aber wie ich es mir schon gedacht hatte waren alle Tickets bereits ausverkauft als ich dort ankam. Doch der Fernsehturm nebenan bietet sogar eine noch bessere Aussicht... Denn im Gegensatz zur Skybridge kann man hier einen 360 Grad Rundumblick genießen und hat die beste Sicht auf die Petronas Towers! Die Nacht war mit nur drei Stunden Schlaf sehr kurz und deshalb bin ich ins Hotel um noch etwas zu schlafen.

Am Nachmittag habe ich mich nochmals mit Cindy getroffen. Sie wollte mir KL zeigen. Aber sie war keine gute Reiseführerin. Wir sind zuerst zum Mittagsessen in ein chinesisches Restaurant, denn Essen aus Malaysia gibt es nur am Abend! Dann hat mir Cindy ihre Kirche gezeigt, danach sind wir in ein Shoppingcenter und haben dort Kaffee getrunken. Am Abend haben wir in einem Nachtmarkt gegessen und Shisha geraucht. Es sind noch einige Freunde von Cindy gekommen und es war ein schöner Abend. Ich bin dann allerdings etwas früher gegangen, da ich am nächsten Morgen um 8:00 mit dem Bus weiterreisen werde und sehr müde war.

Datum: 2010/01/02
Lange Nacht

Ich hatte mühe bis um 12:00 im Hostel auszuchecken. Nach dem Frühstück habe ich mich im Aufenthaltsraum auf ein Sofa gelegt und noch etwas geschlafen. Mein Bus nach Kuala Lumpur ist um 14:00 gefahren und es war ein Superluxus Bus! Es gab nur drei Sitze in einer Reihe die sehr bequem waren und man konnte sich weit zurück lehnen. Ich habe fast die ganze Fahrt geschlafen.

Als ich in KL angekommen war habe ich Cindy eine Bekannte welche in Kambodscha getroffen hatte und die in KL wohnt angerufen. Doch ich konnte nur auf ihre Voicebox sprechen... Ich habe mich entschlossen ins Hard Rock Cafe zu gehen. Auf dem Weg dort hin habe ich die bekannten “Petronals Towers“ gesehen und mich entschlossen dort vorbei zu gehen. In den unteren Etagen befindet sich ein großes Einkaufszentrum. Dort habe ich mir eine neue Kamera besorgt. Es war zwar sicher nicht der günstigste Ort um eine Kamera zu kaufen aber ich hatte auch keine Zeit und Lust ewig durch KL zu laufen um das beste Angebot zu finden. Ich habe wieder die gleiche Kamera gekauft und es hat auch ungefähr gleich viel gekostet wie in Deutschland. Nur dass ich diesmal die Mehrwertsteuer nicht zurück bekommen habe.

Zurück im Hotel habe ich eine Email von Cindy erhalten. Sie erwartet mich in einer Bar außerhalb von KL. Ich habe mich mit Bus und Bahn auf den Weg dort hin gemacht, doch als ich nach etwa einer Stunde dort ankam konnte ich sie dort nicht finden. Es gab auch keine Telefonzellen und deshalb habe ich jemanden angesprochen, ob er mir sein Handy leihen kann. Doch wieder nur die Voicebox. Er meinte ich soll doch mit Ihnen mitkommen um etwas zu trinken. Wir sind in einen Club gegangen. Cindy hat dann zurückgerufen, sie war im selben Club, da sie in der anderen Bar keinen Platz gefunden hatten. Sie war schon recht betrunken und ist dann auch recht schnell nach Hause gegangen. Ich habe dann einfach mit den anderen Jungs weiter gefeiert bis der Club um 3:00 geschlossen hatte. Wir sind dann ins Apartment von Ramon gefahren um Pasta zu kochen! Es war nun 5:00 und ich wollte zu den Petronas Towers gehen um ein Ticket zu bekommen. Da ich in der letzten Nacht auch nicht viel geschlafen hatte siegte die Müdigkeit und ich bin eingeschlafen.

Datum: 2010/01/01
Kein guter Start

Heute Morgen beim Frühstück habe ich mich entschieden, dass ich Silvester in den Cameron Highlands und nicht in Kuala Lumpur verbringen werde. Ich hatte keine Lust so kurz nach der Ankunft schon wieder weiterzureisen. Ich bin auch heute wieder zum Wandern gegangen. Am Endpunkt der Wanderung habe ich zwei Inder in einem LKW gefragt ob sie mich mitnehmen können um zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Die Inder wollten 10 US Dollar von mir. Für dieses Geld hätte ich bis Kuala Lumpur fahren können, doch es waren gerade einmal 6 km. Für 5 Ringit (etwa 1 Euro) bin dann gefahren...

Im Hostel gab es eines Silvesterfeier mit gratis BBQ. Ich bin mit zwei Mädels aus Dänemark und zwei Jungs aus USA am Tisch gesessen. Es war eine sehr lustige Runde... Zu Mitternacht gab es kein Feuerwerk und keiner hat den Raum verlassen. Die Mädels aus Dänemark sind auf den Stuhl gestanden und heruntergesprungen... Das machen die Dänen an Neujahr! Kurz nachdem ich wir die Bar verlassen hatten, ist mir aufgefallen, dass meine Kamera noch auf dem Tisch liegt. Doch als ich zwei Minuten später dort ankam war sie nicht mehr da! Zu meiner Überraschung hatten war die Bar Videoüberwacht, doch man konnte auf dem Video nicht sehen was auf dem Tisch lag und wer es entwendet hatte. Es war sehr komisch, dann wir waren die letzten die die Bar verlassen hatten. Scheiß Neujahr, kann man wirklich nicht anders sagen.

Ich bin dann zu meinem Bett um zu sehen, wann ich das letzte Backup der Bilder gemacht hatte. Am Vortag hatte ich die Fotos kopiert und somit war der Verlust sehr gering! Seitdem ich meine Speicherkarte in Myanmar verloren hatte, kopiere ich die Bilder alle zwei Tage auf mein Laptop. Plötzlich bekam ich eine Skype Nachricht von Sunyoung, mit der ich in Laos unterwegs war. Sie war noch wach, obwohl es bei Ihr noch später war wie bei mir... Ich war sehr froh sie zu dieser Zeit im Chat zu treffen und meinen Kummer mit jemanden zu teilen. Wir haben uns bis Sonnenaufgang miteinander unterhalten.

Datum: 2009/12/31
Dschungelwanderung

Heute habe ich mir eine Wanderung zum Mt. Gunung Beremban (1812 m) vorgenommen. Mit der Wanderkarte in der Hand gingen es Gipfelwerts. Es wahr ein recht schöner Weg im Regenwald. Da es recht heiß war, bin ich ganz schön in Schwitzen gekommen. Es hätte eigentlich drei Stunden dauern sollen, doch nach anderthalb Stunden hatte ich den Gipfel schon erreicht. Ich habe mich dann entschlossen einen längeren Weg ins Tal zu nehmen um nicht zu früh zurückkommen. Dieser wenig frequentierte Weg war teilweise verwachsen, somit war es schwieriger den richtigen Pfad in Tal zu finden. Der Weg führte an einem Wasserfall mit Rastplatz vorbei. Dort habe ich etwas geschlafen um später in den Ort zurückzulaufen.

Datum: 2009/12/30
Scheiß Aida

Am Morgen hatte ich mir ein Busticket gekauft um am Nachmittag um 14:00 zu den Cameron Highlands zu fahren. In der Zwischenzeit wollte ich mit einer Zahnradbahn zum Gipfel des Penang Hills fahren und noch einen Tempel besuchen. Ich habe mir ein Ticket gekauft doch die Abfahrtszeit war erst zwei Stunden später. Um die Zeit zu nutzen bin ich mit dem Bus zum Kek Lok Si Tempel gefahren. Dort waren sehr viele deutsche, welche mit dem Kreuzfahrtschiff Aida für einen Tag in Penang waren. Das war auch der Grund weshalb ich so lange auf die Bergfahrt mit der Zahnradbahn warten musste. Da ich erst so spät zum Gipfel gekommen bin hatte ich dort nur eine halbe Stunde Zeit um noch rechtzeitig zum Busbahnhof zu kommen.

Doch als ich zur Bergstation zurück kam war die Bahn schon weg. Sie ist früher gefahren, da auch hier die Aida Passagiere die Bahn schon vor der regulären Abfahrtszeit füllten. Dies hatte einen Zeitverlust von 30 Minuten zur Folge. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln konnte ich den Busbahnhof nicht mehr rechtzeitig erreichen. Die einzigste Möglichkeit war eines der zahlreichen Taxis zu nehmen. Doch keiner wollte mich transportieren. Reserviert für Aida Passagiere! Scheiß Kreuzfahrtschiff! Ich bin dann einfach in ein Taxi eingestiegen. Der Fahrer meinte zu mir ich solle ein anderes Taxi nehmen, da er schon gebucht sei. Doch ich erklärte ihm, dass mich die anderen auch nicht fahren wollten. Er ist dann ausgestiegen und hat mit den anderen Fahren gesprochen. Er kam zurück und meinte ich soll mit dem Bus fahren. Als ich ihm erklärt hatte, dass ich dann meinen Bus verpassen würde roch er sein Geschäft. Ich musste dann für die halbe Strecke 30 Ringit bezahlen dann musste ich das Taxi wechseln und sein Freund brachte mich für weitere 30 Ringit zum Busbahnhof. Das war natürlich restlos überteuert und mehr als die Kosten für die sechsstündige Busfahrt!

Datum: 2009/12/29
Heritage Trail in Georgetown

Als ich aufgewacht bin war es schon recht spät und sehr heiß. Mein Bett stand in einem großen Schlafsaal, der zu allen Seiten hin offen war. Obwohl es schon recht spät war haben alle noch geschlafen. In Georgetown gibt es einen Heritage Trail, welcher zu den wichtigsten historischen kolonial Gebäuden führt. Da ich erst gegen Mittag losgekommen bin hatte ich einen halben Tag dafür zeit, was auch absolut ausreichend war.

Am Abend bin ich zurück in Hostel um meinen Laptop aus dem Safe zu holen, doch es war niemand hier der den Schlüssel hatte. Daraufhin bin ich zu einen Markt gegangen um etwas zu essen, doch als ich zurück kam war immer noch niemand da. Dies hat mich natürlich sehr verärgert, da ich für das Internet bezahlt hatte und es nun nicht nutzen konnte. Gegen 23:00 ist dann endlich jemand gekommen...

Datum: 2009/12/28
Polizeieskorte zum Geldautomaten

Als ich heute morgen zu der auf dem Ticket angegebenen “Boarding Time” am Jetty war, befand sich dort eine ewig lange Menschenschlange... Und genau vor mir hat das Boot dann abgelegt. Ich wollte natürlich noch auf das Boot aber die Frau war recht unfreundlich. Sie sagte zwar dass es nur fünf Minuten dauern wird aber es war klar das ein weiteres Boot erst nach etwa einer Stunde ablegt! Sie wollte nicht mal für mich anrufen, dass mein Bus nach Malaysia auch mich wartet. Ja, in Asien ist das möglich! Zum Glück ist die Frau dann gegangen und es ist ein anderer gekommen der für mich organisiert hat das der Bus wartet. Er war dann auch auf dem Schiff und da ich nach dem Anlegen am Festland auf mein Gepäck warten musste (First In Last Out) ist er zur Bushaltestelle gegangen um zu sagen, dass ich gleich komme.

Kurz vor Mitternacht bin ich dann in Georgetown angekommen. Ich war recht hungrig und da es an der Grenze keine Möglichkeit gab Geld zu wechseln oder abzuheben habe ich den nächsten Geldautomaten aufgesucht. Doch der war geschlossen. Alle Geldautomaten waren geschlossen. Ein Taxifahrer wollte mich dann zu einem Geldautomaten bringen. Der Fahrpreis war erstens zu teuer und zweitens hatte ich dabei kein gutes Gefühl. Deshalb habe ich einen Polizisten gefragt, wo ich Geld abheben kann. Er meinte in der Nacht seien die meisten Geldautomaten aus Sicherheitsgründen geschlossen und ich soll doch Morgen das Geld abheben. Ich sagte ihm, dass ich noch etwas Essen wollte und er hat mich dann mit seinem Streifenwagen zur Bank gebracht. Sicherer kann man sein Geld nicht abheben!

Datum: 2009/12/27
Mein erster Hai

Auch heute haben wir wieder lange geschlafen. Somit bin ich direkt nach dem Brunch zum Tauchcenter. Paris wird heute Nachmittag abreisen, da sie morgen nach Manila fliegt. Ich werde noch eine Nacht auf Koh Phi Phi verbringen um am nächsten Morgen nach Malaysia weiterzureisen!

Da die meisten Tauchcenter heute geschlossen hatten, befanden sich nur wenige Tauchboote auf dem Wasser. Das waren heute meine beiden ersten “Fun Dives”. Die Unterwasserwelt war viel beeindruckender als in Vietnam und ich konnte den ganzen Tauchgang dazu nutzen die Fische zu beobachten, da ich ja keine Übungen mehr machen musste. Beim zweiten Tauchgang haben wir sogar einen Hai gesehen. Wir sind ihm gefolgt bis er sich zum schlafen auf den Grund gelegt hatte.

Datum: 2009/12/26
Merry X Mas

Heute Morgen war nun also Bescherung und ich habe von Paris eine Packung “Fisherman's Friends” mit Kirschgeschmack bekommen, weil ich die so gerne mag. Ich schenkte Ihr das Buch “Burmese Days” da Paris im Februar nach Myanmar reist!

Am Nachmittag hat Paris ihre Familie angerufen und ich suchte nach einem Tauchcenter um am nächsten Tag zum Tauchen zu gehen. Doch die meisten Tauchcenter hatten am nächsten Tag wegen der Gedenkfeier zum 5. Jahrestag der Tsunami Katastrophe geschlossen. Nach einiger Zeit hatte ich dann ein Tauchboot gefunden, welches am Nachmittag nach der Gedenkfeier zwei Tauchgänge durchführt.

Am späten Nachmittag sind wir wieder zum schwimmen an den Strand und anschließend zum Essen in ein italienisches Restaurant um eine Weihnachtsgans zu essen. Das war die erste Weihnachtsgans in meinem Leben. Danach haben wir noch gemütlich etwas getrunken.

Datum: 2009/12/25
Weiße Weihnachten

Paris und ich wir waren beide sehr müde und deshalb haben wir bis zum Mittag geschlafen. Noch vor dem Brunch haben wir den selbst angeordneten Frühsport gemacht. Bei 30 Grad hat uns das ganz schön zum Schwitzen gebracht. Deshalb ruhten wir uns direkt nach dem Essen in einer Hängematte aus... Erst gegen Abend als die Sonne nicht mehr so brannte sind wir gemeinsam zum Strand gegangen um etwas zu schwimmen. Immerhin weiße Weihnachten – mit weißem Sandstrand statt Schnee! Wir habe uns entscheiden Weihnachten nach britischem Brauch erst am 25. Dezember zu feiern. Am Abend sind wir mit zwei Flaschen Bier zum Strand gegangen um ein Feuerwerk anzusehen. Feuerwerk am 24. Dezember! Das ganze glich eher einer Silvesterparty als einem besinnlichen Weihnachtsfest. Um 1:00 habe ich meine Eltern angerufen, die noch auf meine Schwester gewartet haben um den Heiligen Abend zu feiern.

Datum: 2009/12/24
Fuck = Similan

Um 8:00 mussten wir aus dem Bus aussteigen, welcher nach Phuket weitergefahren ist. Wir hatten eine halbe Stunde um zum Bootsjetty zu kommen. Als wir dort ankamen mussten wir feststellen, dass es nur einen Anbieter gab welcher zu den Similan Inseln fährt. Man kann dort entweder auf dem Boot oder in einem Zelt übernachten. Das ganze hätte für drei Tage ohne Essen und Getränke etwa 100 Dollar pro Nase gekostet. Das muss schon sehr toll sein, wenn die Leute so viel bezahlen um im Zelt zu übernachten. Paris war das ganze eindeutig zu teuer und auch ich würde das Geld dann doch eher in etwas mehr Luxus anlegen. Außerdem hätten wir von den Inseln nicht einmal an Weihnachten zu Hause anrufen können und Internet gab es natürlich auch nicht. Deshalb haben wir uns dann entschieden mit dem Bus nach Phuket zu fahren und von dort zu den Phi Phi Inseln überzusetzen.

Da wir beide in den letzten zwei Tagen recht viel geflucht hatten, entschlossen wir uns anstatt FUCK immer SIMILAN zu sagen. Denn wir mochten die Inseln nun nicht mehr so sehr wie zuvor... Immer wenn einer von uns FUCK sagt, muss er einen Bath bezahlen... Ferner haben wir uns entschieden ein Fitnessprogramm zu starten. Das Ziel ist zwei mal täglich je 3 Sets mit 15 Situps und eben soviel Liegestütze machen. Wir haben es dann gerade noch geschafft mit dem drei Uhr Boot zu den Inseln zu fahren und sind dort kurz vor Einbruch der Dunkelheit eingetroffen. Weihnachten ist Hauptsaison in Südthailand und es hat eine Weile gedauert bis wir eine Unterkunft gefunden hatten. Letztendlich bekamen wir einen sehr schönen Bungalow, der allerdings etwa 15 Minuten vom Zentrum entfernt war... Wir haben dann noch unsere Fitnessübungen gemacht und da dies recht anstrengend war ist auch das kostenpflichtige F Wort noch einige male zur Anwendung gekommen.

Datum: 2009/12/23
Fastfood

Am Morgen hat uns ein Shuttlebus vom Hotel zum Flughafen gebracht. In Bangkok habe ich mir mit Michal und einem anderen Paar aus Israel ein Taxi geteilt, welches somit günstiger war wie der Bus.

Ich musste nun entscheiden wo ich Weihnachten verbringen möchte. Michal ist nach Krabi gegangen, Nick war auf Ko Pha Ngan und Paris war in Bangkok. Da Michal als Jüdin ja kein Weihnachten feiert und mir Nick am letzten Tag in Myanmar recht auf die Nerven gegangen ist habe ich mich entschieden Paris zu treffen. Wir hatten uns das erste mal in Kambodscha getroffen. Ich wollte eigentlich zu den Similan Inseln zum tauchen und Paris fand es eine gute Idee dort hinzugehen. Das Problem war, dass inzwischen alle Touristenbusse ausgebucht wahren, deshalb sind wir mit dem Taxi zum Busbahnhof gefahren in der Hoffnung noch mit einem staatlichem Bus von Bangkok weg zu kommen. Wir haben schließlich noch zwei Tickets bekommen und da wir beide Lust auf Fastfood hatten bin ich zum ersten mal seid China wieder zu KFC gegangen. Naja, es bestand auch seid China nicht die Möglichkeit dort hin zu gehen.

Datum: 2009/12/22
Letzter Tag in Myanmar

Der Nachtbus hat um 2:00 an einem Rasthof gehalten, leider wurden alle Passagiere aufgeweckt und wir mussten den Bus verlassen. Ich war sogar hungrig und hätte etwas zu essen gekauft, aber wie gesagt war kein Geld mehr vorhanden... Die meisten Reisenden standen vor dem Bus und warteten bis dieser nach 40 Minuten endlich weiter fuhr.

Um 5:00 sind wir dann in Yangon angekommen. Ich habe mir dann mit einem Mädel aus Israel das Taxi ins Zentrum geteilt. Der Deal war, sie zahlt für das Taxi und ich für das Zimmer... Im Hotel konnte ich dann meine 100 Dollar Note wechseln und war somit wieder flüssig! Ich wollte eigentlich den ganzen Vormittag schlafen um mich von der Nachtfahrt zu erholen und erst am Nachmittag in einen Park gehen um dort das Buch “Burmese Days“ fertig zu lesen. Doch erstaunlicherweise war ich gar nicht müde, obwohl ich im Bus nicht besonders gut schlafen konnte. Deshalb habe ich Michal etwas Yangon gezeigt, da ich schon zwei Tage hier verbracht hatte und es eigentlich nicht geplant war noch einmal hier her zu kommen hatte ich auch nichts besseres zu tun.... Sie ist dann mit mir zu einer Synagoge gegangen, doch diese war geschlossen. Es war eine Glocke dort und es hat dann tatsächlich jemand geöffnet der meinte wir sollten warten. Während wir gewartet haben ist noch ein jüdische Touristenpaar gekommen. Nach einiger Zeit kam dann eine Mitarbeiterin der Israelischen Bootschaft welche Mitglied der jüdischen Gemeinde ist. Es gibt gerade mal acht jüdische Familien in Yangon. Ich meinte zu Michal sie hätte durch ihren Besuch den Anteil der Juden um mindestens 10% erhöht.

Am Nachmittag bin ich wie geplant in den Park gegangen um mein Buch fertig zu lesen. Danach bin ich zurück zu den Essensständen um meine restlichen 5000 Kyats zu verbrauchen... Doch nach zwei Essen war ich satt und hatte immer noch 3000 Kyats. Um das Geld loszuwerden habe ich einen Schuhputzer gesucht. Wenn man mal einen braucht ist keiner da... Vor einem Schuhgeschäft saß ein Inder welcher Schuhe polierte. Als ich mich nach dem Preis erkundigt habe meinte er 5000 Kyats. Ich lachte laut, zeigte im mein restliches Geld, dankte ihm für das Gespräch (habe ich Sunyoung gelernt) und habe mich verabschiedet. Er meinte daraufhin ich soll meine Schuhe ausziehen und mich setzen. Natürlich fragte ich erneut nach dem Preis. Der Inder antworte: “Present for you my friend“! Er hat meine Schuhe dann professionell gereinigt. Als er fertig war wollte ich Ihm 1500 Kyats geben, er hat das Geld aber auch nach mehrfachen versuchen nicht angenommen!

War wohl nix mit Geld verbrauchen. Ich wollte das Geld dann versaufen! 6 Bier oder 15 Gläser Whisky im Restaurant. Günstiger wenn man es im Laden besorgt und in ein Straßenrestaurant mit nimmt! Dort gibt es nur gratis Getränke (Wasser und Tee), deshalb darf man auch was mitbringen... Ich bin also in eine Kneipe um ein Bier zu trinken. Ein Einheimischer hat mich an seinen Tisch gebeten und ich habe ihm ein Bier gezahlt... Doch er hatte schon ein paar Bier und echte Mühe noch eines zu trinken... Ich bin dann gegangen damit er sich nicht genötigt fühlt das Bier zu leeren. Im Hotel wollte ich dann noch ein Bierchen trinken und meine Reiseberichte fertig schreiben. Dort hatte ich dann ein anderes Problem. Das Bier war restlos überteuert und ich hatte noch 1000 Kyats mit denen ich dort nichts mehr kaufen konnte... Kurz nach Mitternacht bin nochmal losgezogen um in einer Garküche für das letzte Geld Nudelsuppe zu essen. Es kam dann eine Gruppe mit Jugendlichen, einer von Ihnen hatte einen Vogel auf der Schulter. Die hatten eine Flasche Whisky dabei und haben mich auf ein paar Drinks eingeladen.

Datum: 2009/12/21
Vielen Dank für den Reis

Am Morgen wollte ich mir in meiner Unterkunft eine Fahrrad für einen halben Tag mieten, da ich am Nachmittag mit dem Bus nach Yangon fahren werde. Doch die wollten mir nur für den ganzen Tag ein Rad vermieten... Sie haben mich dann woanders hingeschickt! Diese Leute haben wirklich keinen Geschäftssinn, das ist mir schon öfter aufgefallen. Es ist doch besser ein Rad für einen halben Tag zu vermieten als gar kein Geschäft zu machen. Das Angebot an Fahrrädern ist auf jeden Fall größer als die Nachfrage! Er hat mir sogar noch ganz genau erklärt wo ich den Laden mit den Halbtagsvermietungen finden kann.

Mit dem Rad bin ich zu einem Markt gefahren, was etwa eine Stunde gedauert hat. Ich habe einen schönen Feldweg gefunden um gemütlich dort hinzuradeln. Dabei konnte ich die Aussicht auf das umliegende Bergland und den See genießen. Auf dem Markt habe ich etwas gegessen und bin noch etwa eine Stunde am See entlanggefahren. Als ich Rast gemacht habe war in der Ferne eine Hütte zu sehen. Es rauchte heftig und einige Leute arbeiten dort. Nach kurzer Zeit haben sie mir zugerufen und mich aufgefordert zu ihnen zu kommen. Die Arbeiter haben dort Zuckerrohr ausgepresst und gekocht. Was das genau war konnte ich nicht sagen. Auf jeden Fall hat er mir etwas davon in eine Tasse gefüllt, es mit Wasser verdünnst und mir zum trinken gegeben. Anschließend bin ich zurückgefahren um das Fahrrad abzugeben und noch etwas zu essen.

Mein Problem war, dass ich keine Kyats mehr hatte. Und auch nur noch 105 Dollar. Da mir die 100 Dollar hier eh niemand wechseln kann hatte ich also nur 5 Dollar. Das musste noch für das Essen und das Taxi zum Busbahnhof reichen. In Yangon kann ich morgen die 100 Dollar problemlos wechseln! Ich bin wieder in das Restaurant wo wir die letzten drei Abende getrunken haben. Die kannten mich natürlich schon. Dort habe ich gefragt, was man für 3 Dollar bekommen kann, denn das Taxi hatte ich schon für 2 Dollar organisiert. Es hat nur für ein Curry gereicht. Für Reis und Getränke war kein Geld mehr da! Die Köchin hat mir dann trotzdem Reis und einen Bananenshake gebracht. Das geht auf Haus! Zum Abschied wurden mir noch zwei Orangen für die lange Busfahrt geschenkt! Ich kann nur immer wieder betonen wie hilfsbereit die Burmesen sind. Das ist im Rest von Südostasien leider verloren gegangen.

Datum: 2009/12/20
Zirkuskatzen und schwimmende Gärten

Heute bin ich um 7:00 aufgestanden, da ich einen Bootsausflug machen wollte. Das ist alleine recht teuer und ich wollte am Bootsanlegeplatz warten um andere Touristen anzusprechen ob sie noch Platz auf ihrem Boot haben. Nach einer halben Stunde bin ich gegangen um ein Busticket für die Weiterfahrt nach Yangon zu kaufen. Als ich beim Reisebüro war habe ich zwei Französinnen getroffen die auch auf der Trekkingtour waren. Ich hatte Glück, sie wollten heute einen Bootsausflug machen und alles war schon organisiert.

Wir sind dann zu einem schwimmenden Markt gefahren. Das war aber mehr ein Touristenmarkt. Nicht wie in Vietnam wo wirklich Handel auf dem Wasser betrieben wurde... Anschließend haben wir eine Tempel mit 1000 Stupas besucht. Das war sehr eindrucksvoll, da neue und alte Stupas gemischt waren. Nach dem Mittagessen wurden wir zu einem Kloster gebracht. Dort haben die Nowitzen mit Katzen gespielt. Die Katzen sind wie in einem Zirkus durch Reifen gesprungen. Das Kloster steht auf Pfählen im See und ist nur mit dem Boot erreichbar. Man hat eine herrliche Aussicht von diesem Kloster, fast wie am Bodensee! Anschließend sind wir zu den schwimmenden Gärten gefahren. Das ist eine verrückte Sache! Die Erde schwimmt wirklich auf dem Wasser. Keine Ahnung wie das zusammenhält. Der Erdbrocken geht etwa einen Meter in die Tiefe. Bambusstangen verhindern dass die Erde davon schwimmt. Man kann auch auf dem Garten laufen, allerdings bekam ich dabei nasse Füße. Die Erde sinkt dann unter das Wasserlevel und man muss aufpassen um das Gleichgewicht nicht verlieren. Bei der Rückfahrt habe ich den Bootsführer gebeten in der Mitte des Sees anzuhalten, damit ich etwas schwimmen kann. Der See ist vom Ufer nur schwer zugänglich!

Als ich nach der Bootsfahrt ins Hotel gekommen bin war Helmut, der mit mir auf dem Boot von Myitkyina nach Katha war, gerade beim Einchecken. Da wir beide noch nichts gegessen hatten sind wir in ein Restaurant gegangen um zu essen. Und natürlich haben wir uns auch ein paar Bierchen gegönnt.

Datum: 2009/12/19
Katerfrühstück

Heute habe ich sehr lange geschlafen und hatte auch noch etwas Kopfschmerzen. Ich bin nach dem Frühstück wieder ins Bett gegangen. Am Nachmittag habe ich mir ein Kanu gemietet um etwas auf den Kanälen umherzupatteln. Die körperliche Anstrengung hat mir gut getan und ich bin danach wieder in das Restaurant gegangen um die Schweizer zu treffen. Die haben noch ein paar Leute mitgebracht und das kleine Restaurant war voll bis auf den letzten Platz. Es war wieder ein sehr netter Abend!

Datum: 2009/12/18
Cocktails

Heute Morgen bin ich bereits um 4:00 aufgewacht, da die Mönche Ihre Morgenandacht hatten und gesungen haben. Wir sind allerdings erst um 9:00 losgelaufen. Die anderen Gruppen sind alle vor uns gestartet, doch nach zwei Stunden hatten wir sie alle überholt. Wir haben uns dann entschlossen eine Pause zu machen und etwas zu schlafen. Die anderen haben uns dann wieder überholt... Mein Guide und ich hatten uns einen Spaß daran die anderen Gruppen wieder zu überholen. Wir sind dann zuerst am See ankommen mussten aber warten, da wir uns das Boot für die Überfahrt geteilt haben!

Als ich am Abend durch die Stadt gelaufen bin traf ich Carolin die auch auf der Trekkingtour war. Wir haben zusammen etwas gegessen und den Fehler gemacht nicht nach dem Preis zu fragen. Wir mussten den dreifachen Preis bezahlen. Da wir beide schon recht lange im Land waren kannten wir die Preise sehr genau und wussten das sie uns abzockten. Wir haben das Straßenrestaurant daraufhin verlassen und sind an einen anderen Ort gegangen. Ich hatte nicht damit gerechnet so lange weg zu bleiben, weil ich noch kurze Hosen und ein T-Shirt anhatte. Da es mir sehr kalt war, hat mir die Wirtin eine Decke gegeben und Sie sind dann noch mit dem Moped losgefahren um für Carolin eine weitere Decke zu holen. Es gab dort Cocktails für 1,5 Dollars! Es waren sieben verschiedene Cocktails auf der Karte und Carolin und ich waren der Meinung das sei eine machbare Aufgabe. Wir hatten gerade genug Geld für 14 Cocktails und haben mit Caipirinha angefangen. Wenig später sind dann noch zwei Schweizer gekommen die mit uns Cocktails getrunken haben. Sie sind allerdings vor uns in Ihr Hotel zurückgegangen. Wir hatten noch zwei Drinks auf unserer Liste! Ich habe mich mit den Schweizern am nächsten Tag wieder in diesem Restaurant verabredet. Carolin wird am morgen mit dem Bus nach Yangon fahren. Als wir alle Cocktails getrunken hatten haben wir noch Bier gekauft und sind ins Hotel gegangen.

Datum: 2009/12/17
Nacht im Kloster

Die Nacht war sehr kalt und ich habe am Morgen die Hütte verlassen um mich in die Sonne zu setzen. Sobald man in der Sonne war wurde es heiß. Dort saß schon die ganze Familie um ein Feuer. Sie hatten Tee gekocht und die Kinder spielten mit Murmeln. Mein Tourguide hat ein super Frühstück gemacht und ich habe gemütlich gegessen. Heute sind wir den ganzen Tag durch verschiedene Felder gelaufen und begegneten immer wieder Leute in traditioneller Kleidung. Es war eine schöne Landschaft und ich habe es sehr genossen.

Am Abend sind wir in einem Kloster angekommen. Dort würden wir übernachten. Ein buddhistisches Kloster ist natürlich keine Luxusherberge. Deshalb war die Unterkunft recht einfach. Immerhin gab es einen Brunnen wo man sich waschen könnte. Ich habe mich beeilt da ich fertig sein wollte bevor es kalt wurde... Wir haben dann außerhalb des Klosters gegessen, da im Kloster weder Alkohol noch Fleisch erlaubt war. Dort haben wir dann Carolin und Mark aus Deutschland getroffen. Nach dem Essen sind wir zu ihnen gegangen um zusammen zu trinken.

Datum: 2009/12/16
Unsere kleine Farm

Heute Morgen habe ich mich um 8:00 Uhr mit meinem Tourguide Kuttre getroffen und wir sind direkt von dort losgelaufen. Es war toll einen privaten Guide zu haben, da ich so schnell laufen konnte wie ich wollte! Wir haben eine Route gewählt die etwa eine Stunde weiter ist und auf der sonst keine weiteren Touristen unterwegs sind. Nach etwa vier Stunden sind wir in einem Bergrestaurant angekommen. Dort waren einige weitere Gruppen. Hier konnte ich mich mit einem Paar aus der Schweiz unterhalten. Nach dem Essen habe ich etwas geschlafen. Als ich aufgewacht bin waren die anderen Gruppen alle schon weg.... Mein Tourguide kam und meinte: “Sorry, I was sleeping“! Als ich sagte, dass ich auch geschlafen habe lachten wir beide und sind losgelaufen. Da wir recht schnell unterwegs waren haben wir die anderen Gruppen wieder eingeholt!

Am Abend sind wir bei einer kleinen Farm angekommen. Dort würden wir Übernachten. Die Bäuerin war gerade damit beschäftigt den Reis von seiner Schale zu trennen. Diesen Reis werden wir zum Abendessen haben! Ich habe mich an einen Tisch im freien gesetzt und in meinem Buch “Burmese Days“ gelesen. Es war sehr interessant, dann dort wurde über Dämonen geschrieben, was mir der Tourguide heute erklärt hat. Nach einer Weile kamen die Kinder auf den Ochsen in den Hof geritten. Die Ochsen wurden in ihren Stall gebracht, welcher sich unter dem Wohnhaus befand. Nachdem es dunkel wurde war es sehr kalt. Wir sind dann in die Küche gegangen. Dort brannte auf einem Stein ein Feuer in der Bambushütte. Mein Tourguide hat gekocht. Er meinte, ob ich mit ihm trinken will und wir tranken gemeinsam etwas Whisky! Nachdem das Essen fertig war habe ich mit dem Tourguide und dem “Headman“ der Familie gegessen. Der Rest der Familie ist in Schlafquartier gegangen um zu essen. Ich konnte das natürlich nicht verstehen, aber mein Tourguide erklärte mir dass sie sich nicht wohl fühlen würden wenn sie mit uns essen.

Datum: 2009/12/15
All Inclusive

Ich bin etwa 60 km vor dem Inle See in einem Ort namens Kala aus dem Bus ausgestiegen um von dort zum See zu laufen. Hierfür gibt es zwei- und drei Tagestouren. In meiner Unterkunft wurde mir ein Angebot gemacht für 15 Dollar am Tag diese Tour zu machen. Es war 14:00 und ich wollte noch einen Berg besteigen auf dessen Gipfel sich ein Kloster befindet. Dort würde ich bis zum Sonnenuntergang bleiben und nach Einbruch der Dunkelheit wollte ich weitere Trekkingangebote prüfen.

Doch als ich in den Ort zurück kam waren alle Reisebüros geschlossen. Ich wollte dann das Angebot von meiner Unterkunft buchen, doch die wollte dann plötzlich 65 anstatt 45 Dollar von mir! Ich müsste noch für ein Boot und den Gepäcktransfer bezahlen. Das Ärgerte mich sehr, denn das hätte sie mir ja auch schon sagen können als ich nach dem Preis gefragt habe. Ich bin dann wieder in den Ort zurückgelaufen und habe im Haus neben dem Trekkingcenter an der Tür geklopft und nach Trekking gefragt! Sie haben dann versucht den Tourguide anzurufen, doch er war nicht zuhause! Da es keine Handys gibt ist ein Mädel mit dem Fahrrad losgefahren um ihn im Ort zu suchen! Sie hat ihn auch gefunden und ich habe die Tour dort für 35 Dollar “All Inclusive“ gebucht!

Datum: 2009/12/14
Schuhgröße 46

Ich bin gegen Mittag in Mandalay angekommen und sogleich zum staatlichen Reisebüro gegangen. Dort habe ich erfahren, dass ich das Land nur mit einer Sondergenehmigung verlassen kann, welche 70 Dollar kostet und 14 Tage benötigt. Die 70 Dollar wären nicht das Problem gewesen, doch mein Visum würde in zehn Tagen auslaufen. Es blieb also nur die Möglichkeit über den Internationalen Flughafen Myanmar zu verlassen. Die Flüge waren so kurz vor Weihnachten natürlich recht teuer, da die meisten Touristen zu Weihnachten wieder zuhause sein wollten. Ich habe dann in einem Internet Cafe den Flug gebucht, was aufgrund der langsamen Internetverbindungen eine echte Gedultsprobe darstellte!

Ich hatte noch etwa eine Woche und wollte noch etwas Trekking am Inle See machen. Da ich meine Wanderschuhe in Laos zurücklassen musste wollte ich hier noch ein Paar Schuhe kaufen. Das Problem war nur, dass es hier keine Schuhe in Größe 46 gibt! Auch 45 war nur sehr vereinzelt vorhanden. Glücklicherweise gab es sehr viel Schuhgeschäfte in Mandalay, für Frauen ein echtes Paradies... Ich habe dann geschlossene Schuhe in Grösse 45 gefunden, die mir gepasst haben. Von einem Sportschuh waren die allerdings weit entfernt. Ich dachte mir immer noch besser als Sandalen wo ständig Steine reinfallen und habe die Schuhe für 15 Dollar gekauft!

Datum: 2009/12/13
Bootsfahrt nach Katha

Als ich heute Morgen zum Boot gelaufen bin war Nick schon dort! Wir wollten natürlich wissen wie die Nacht im Kloster verlaufen ist. Zuerst war er in ein Kloster gegangen, dort konnte er wohl nicht bleiben. Aber die Mönche haben sich erst mal eine Stunde mit Ihm unterhalten. Dann wurde er in eine andere Pagode außerhalb des Klosters gebracht! Dort hat auch ein Einheimischer geschlafen! Nach etwas einer Stunde war die Polizei da und hat ihm seinen Reisepass abgenommen. Ferner haben sie ihn zum Hotel gebracht. Allerdings das andere Hotel, nicht dort wo Helmut und ich geschlafen haben! An nächsten Morgen wurde Nick zum Bootsanlegeplatz gebracht und Sie haben gewartet bis er auf dem Boot war!

Etwa 30 Minuten nachdem das Boot abgefahren war hat es aus für uns nicht erklärbaren Gründen angehalten und ist etwa drei Stunden dort gestanden! Das war recht ärgerlich, da wir uns den Zielort noch ansehen wollten und wir nun sehr spät ankommen würden. Außerdem wollte ich am selben Tag noch nach Mandalay weiterreisen. Die Grenze zu der wir ausreisen wollten wurde für Ausländer gesperrt und ich wollte mit dem staatlichen Reisebüro in Mandalay so bald wie möglich abklären, wie ich das Land nun verlassen kann! Nach meiner Information gab es einen Zug um acht Uhr in einer entfernten Stadt... Durch diese Verzögerung würde nun alles recht knapp werden! Ich habe mir von Nick das Buch “Burmese Days“ von George Orwell ausgeliehen um die Wartezeit zu überbrücken. Dieses Buch spielt in Katha, der Ort wo wir heute Abend mit dem Boot ankommen werden.

Dort angekommen mussten wir sofort aufbrechen um noch eine Chance zu haben den 20:00 Zug zu bekommen. Es gab allerdings noch einen Zug um 24:00 von dem wir bis dahin nichts wussten. Da wir kein Ticket hatten und es nur am Bahnhof zu bekommen ist wollte ich auf den 20:00 Zug gehen um zwei Optionen zu haben. Nick wollte aber nicht sofort gehen, da man dafür ein Taxi benötigt und für den 24:00 Zug konnte man mit dem Bus zum Bahnhof fahren. Ich bin dann mit dem Taxi gefahren und Nick würde mit dem späteren Zug kommen. Als ich am Bahnhof war hatte ich noch etwa 15 Minuten Zeit! Doch in Myanmar ein Zugticket zu kaufen dauert länger! Außerdem war sowohl der 20:00 Uhr Zug als auch der 24:00 Uhr Zug ausgebucht! Der Stationsaufseher hat einfach einem Burmesen das Ticket für den 24:00 Uhr Zug abgenommen und hat mir die Sitze für den zehnfachen Pries verkauft.

Nick ist dann nicht mit dem Bus gekommen, er hatte sich wohl entschieden noch in Katha zu bleiben. Mir war das ganz recht und habe am Bahnhof etwas gegessen. Als ich mit dem Essen fertig war hat sich ein Soldat in Uniform an meinen Platz gesetzt und wir haben meinen Whisky getrunken. Er hat dem Whisky mit Wasser verdünnt und ich habe ihn ausgelacht und gemeint er sollte es pur trinken. Als die Flasche zu Ende war hatte ich nach einer neuen gefragt. Der Preis war doppelt so teuer wie normal. Ich war aber nur bereit 800 Kyats zu bezahlen. Der Soldat wollte natürlich weitertrinken und hat mit der Wirtin die er “Mama“ nannte gesprochen und dann habe ich die Flasche für 800 Kyats (etwa 0,80 Dollar) bekommen! Er war viel schneller betrunken als ich obwohl der den Whisky ständig verdünnte. Ich wollte Ihn los werden und bin auf den Bahnsteig gegangen aber er ist mir gefolgt. Ich habe dann eine hübsche Burmesin angesprochen und mich mit Ihr unterhalten. Sie war hier um Ihre Schwester vom Zug abzuholen. Der Soldat hat sich dann verdünnisiert! Der Bahnsteig war voll mit Leuten, die dort geschlafen haben. Es wurde dann das Licht ausgeschaltet welches erst wieder aufleuchtete als mein Zug mit etwa einer Stunde Verspätung eingetroffen ist.

Datum: 2009/12/12
We are not allowed to take foreigners!

Heute sind wir auf mit einem sehr kleinen Boot weitergefahren. Es war gerade groß genug für acht Personen. Alle Leute hatten was zum Essen dabei. Das Boot am Vortag hatte Mittags angehalten, aber dieses schien das Wohl nicht zu tun. Das hat sich dann leider bewahrheitet.

Als wir in Bamo angekommen sind waren wir alle sehr hungrig. Wir wollten schnell eine Unterkunft suchen und etwas essen. Als wir beim ersten Hotel nachgefragt hatten sagten sie: “We are not allowed to take foreigners“ Es gab genau zwei Hotels wo wir ein Zimmer mieten konnten. Dies waren bessere Adressen und deshalb recht teuer.... Naja im Verglich zu Europa mit 20 Euro für ein Zimmer immer noch günstig. Wir haben unsere Pässe zur Registrierung abgegeben und sind ins Zimmer gegangen!. Nick meinte dann plötzlich er glaubt nicht, dass es nur diese beiden Hotels gab und ist wieder gegangen... Ich hatte aber schon die Handtücher verwendet und bin dann geblieben. Da ich immer noch sehr hungrig war, bin ich mit Helmut zum essen gegangen. Er wollte noch nach einem Restaurant suchen, dass im Reiseführer gelobt wird aber ich war dazu einfach zu hungrig. Als wir dort saßen kam Nick vorbei. Er hatte kein günstigeres Zimmer gefunden. Er wollte nun im Kloster übernachten!

Datum: 2009/12/11
Sternenhimmel

Heute Morgen sind wir bereits zum 7:30 zum Bootsanlegeplatz gefahren. Das fuhr dann allerdings erst um 9:30! Wir hatten nicht gerade die besten Plätze, denn der Motor war laut und wir saßen direkt daneben.

Am späten Nachmittag sind wir in einem kleinen Dorf angekommen. Dort gab es nur eine einfache Unterkunft in der Touristen übernachten dürfen. Wir haben dort eingechecked und es war auch gleich der Aufpasser da! In diesem kleinen Ort war es sehr auffällig, in den großen gibt es mehre Leute die einen einen auf Schritt und Tritt verfolgen, dort bekommt es nicht so mit. Helmut hat den Aufpasser nach seinem Job gefragt und wo er Englisch gelernt hat. Es gab aber keine vernünftige Antwort. Er ist Human Resource Manager und hat bei einem Franzosen Englisch gelernt! Wir sind dann etwas im Dorf umhergelaufen und er ist immer wieder mit dem Moped vorbeigefahren. Touristen können dieses Dorf nur mit dem Boot erreichen. Die Regierung möchte wahrscheinlich nicht, dass man sich das Umland ansieht. Am Abend hat die Frau von der Unterkunft für uns gekocht und um 20:00 war kein Strom mehr vorhanden. Die Regierung stellt nur zwei Stunden am Tag Elektrizität zur Verfügung! Ich habe mit Helmut noch ein paar Bier im Kerzenschein getrunken bevor wir ins Zimmer gegangen sind. Es war noch recht früh und ich habe noch ein paar Reiseberichte geschrieben.

Datum: 2009/12/10
Riverside Restaurant

Am nächsten morgen habe ich erst mal ausgeschlafen. Als ich aufgestanden bin war Nick bereits beim Frühstück. Er hat sich mit Helmut einem Deutschen aus Sindelfingen unterhalten, der im IBM Labor arbeitet wo ich meine Diplomarbeit geschrieben habe! Wir wollten ein Moped mieten um etwas das Umland von Myitkyina zu erkunden. Das würde etwa zehn Dollar kosten. Als wir dann bei einer Pension das Moped mieten wollten war das für Nick plötzlich zu teuer und er wollte lieber ein Fahrrad mieten. Wir haben aber nirgends Fahrräder gefunden nur Mopeds. Nick wollte dann auch kein Fahrrad mehr mieten, sondern mit Helmut zum Riverside Restaurant gehen um Bier zu trinken! Ich wollte das nicht und bin zu unserer Unterkunft gegangen um nach Fahrrädern zu fragen. Er meinte das in der Stadt keine Fahrräder vermietet werden. Ich konnte dann das Fahrrad von seiner Oma haben und ich bin dann mit Omas Bike losgefahren. Wirklich sehr hilfsbereit die Burmesen!

An diesem Fahrrad war jede Schraube locker... Oma fährt wohl nicht mehr so weit. Ich habe dann bei einem Mopedshop angehalten und gefragt ob ich das Werkzeug benutzen kann um die Schrauben anzuziehen. Danach habe ich bei einer Teestube angehalten. Dort gibt es leckeres Gebäck, welches im Fett rausgebacken wird. Es wollte mich niemand bedienen, da sie wohl kein Englisch sprechen. Ich hätte auch ohne Worte bestellen können und den Preis wusste ich auch, da ich es schon oft gegessen hatte. Es wurde aber nur gekichert und niemand wollte mich bedienen. Nach einiger Zeit kam dann eine Frau mit einem Baby. Ich habe ihr 100 Kyats gegeben und mich an einen der Tische gesetzt. Später habe ich nochmal ein Stück bestellt und wollte mit einem 1000 Kyats Schein bezahlen. Sie hatte wohl kein Wechselgeld und ich wollte das Gebäck zurück geben. Sie meinte nur: “eat eat“! Als ich gehen wollte meinte Sie “one fifty – two hundred“! Das war wirklich sehr nett, denn ich hatte noch 50 Kyats, die sie aber nicht wollte! Ich bin dann weitergeradelt und hatte immer wieder die Gelegenheit am Fluss entlangzufahren. Nach etwa 3 Stunden wurde es mir langweilig und ich hatte auch schon etwas Hunger. Ich habe mir zwei Bananen gegen den ersten Hunger gekauft und bin zum Riverside Restaurant geradelt um etwas zu essen.

Dort waren Nick und Helmut! Helmut hatte schon sieben und Nick nur drei Bier getrunken. Halten wahrscheinlich nicht so viel aus die Amerikaner! Ich hatte einen großen Durst und habe mal ein Bier bestellt, das kurze Zeit später Geschichte war. Mit dem Essen war ich dann schon beim dritten Bier. Das war wirklich ein sehr schöner Platz, Helmut war schon den zweiten Tag hier zum Biertrinken! Nick ist dann gegangen um im Markt etwas zu essen. Wir wollten uns nach Sonnenuntergang im Hotel treffen. Ich habe mit Helmut noch ein paar Bier getrunken und dann sind wir ins Hotel. Nick war aber nicht da. Wir haben aber andere Deutsche und einen Schweizer getroffen mit denen wir in einem anderen Restaurant weitergetrunken hatten.

Datum: 2009/12/09
Ein Tag im Zug

Heute morgen habe ich bis etwa 12:00 Uhr im Zug geschlafen. Zum Glück werde ich nicht Seekrank denn der Zug hat wie ein Schiff auf hoher See geschwankt. Nach einiger Zeit waren die Batterien von Laptop und iPod aufgebraucht und ich hatte auch schon alle Kapitel meines Reiseführers für Südostasien gelesen... Auch die Schokolade neigte sich dem Ende zu und da wir nicht wie die Einheimischen allen Müll aus dem Fenster werfen hatten wir einen großen Sack mit Schokoladenpapier. Die Einheimischen fanden das sehr seltsam und haben über uns gelacht! Der Zug hat immer wieder gehalten und es wurde alles mögliche zu Essen verkauft. Aus Langeweile haben wir alles mögliche probiert bis wir nichts mehr essen konnten. Ich habe noch eine Flasche Whisky gekauft und nach all dem Essen konnten wir beide sehr gut schlafen. Als wir wieder aufgewacht sind hätte der Zug eigentlich schon in Myitkyina sein sollen. Der Schaffner meinte der Zug kommt um 24:00 Uhr an. Die Zugfahrt würde nun schon 32 Stunden dauern! Nick ist um 24:00 aufgestanden und hat gewartet bis der Zug ankommt. Ich habe mich entschlossen weiterzuschlafen bis der Zug wirklich sein Ziel erreicht! Da es die Endstation war würde mir genug Zeit zum Packen und Aussteigen bleiben... Nick hatte dann 2,5 Stunden dort gesessen und gewartet... Nach 34,5 Stunden hatten wir es dann geschafft.

Nick ist natürlich sofort ausgestiegen und ich habe meinen Schlafsack eingepackt und warme Kleidung angezogen, da es hier sehr kalt war. Als ich auf den Vorplatz des Bahnhofs kam, hatte Nick schon ein Taxi besorgt. Es würde zwei Dollar pro Person kosten und wir sind losgefahren. Nach zwei Minuten waren wir am Ziel... Nick hat seine zwei Dollar bezahlt ich habe aber nur Nick einen Dollar gegeben und meinte das ein Dollar pro Minute genug sei für ein Taxi. Der Fahrer hat das auch akzeptiert!

Datum: 2009/12/08
Schokoladen Zug

Unser Zug würde um 17:00 abfahren, wir hatten also genügend Zeit um uns die Sehenswürdigkeiten von Mandalay anzusehen. Zuerst sind wir mit Fahrrad zu einem Tempel und einem Kloster gefahren. Anschließend haben wir in einen großen Supermarkt aufgesucht um etwas Proviant für die lange Zugfahrt zu kaufen. Als wir in der Schokoladenabteilung vorbei kamen haben wir einen Großeinkauf gestartet. Ich hatte seit Ewigkeiten keine Schokolade mehr gegessen und habe mich richtig auf die Fahrt im Schokoladen Zug gefreut. Am liebsten hätte ich gleich damit begonnen die Schokolade zu essen... Wir sind dann noch zu einem Berg geradelt von dem man eine tolle Aussicht über die Stadt hat. Es war natürlich ein Tempel auf diesem Berg. Es gab eine ewig lange Treppe welche zum Gipfel führte. Auf dem Weg nach oben ist man immer wieder an Tempeln vorbeigekommen. Man musste die Schuhe ausziehen um die Treppen hinaufzulaufen. Es hat etwa eine halbe Stunde gedauert und die Aussicht wahr atemberaubend.

Als wir um kurz vor 17:00 im Bahnhof eintrafen war der Zug schon am Bahnsteig. Es wurden gerade noch ein paar Güterwagons an den Personenzug angehängt. Wir hatten unser Abteil schnell gefunden, welches die Abmessungen einer Gefängniszelle hatte, aber immerhin ein privates Abteil. Wir sind eingestiegen und haben darauf gewartet, dass der Zug losfährt. Nach einiger Zeit hatte ich festgestellt dass zwar die Wagons auf dem Bahnsteig standen aber von einer Lokomotive war weit und breit nichts zu sehen. Nick hatte noch Bier von Vietnam dass allerdings warm war. Als ein Getränkeverkäufer mit kaltem Bier kam habe ich versucht das vietnamesische “Beer Larue“ gegen ein kaltes Bier zu tauschen. Das Lustige war, dass auf unserer Bierdose ein Tiger abgebildet war und da der Verkäufer offensichtlich nicht lesen konnte war er der Meinung es ist “Tiger Beer“. “Tiger Beer“ ist recht teuer und er meinte es sei ein guter Deal es gegen günstiges Thaibier einzutauschen. Wir haben noch 200 Kyat für die Kühlung daraufgelegt! Als wir das Bier immer getrunken hatten, stand der Zug immer noch im Bahnhof. Ich hatte noch eine Flasche Whisky die wir dann geleert hatten. Das hätte natürlich alles viel mehr Spaß gemacht, wenn der Zug gefahren wäre. Auf dem Bahnsteig wurden inzwischen einige Essensstände aufgebaut und wir haben dort noch etwas gegessen. Nick hat sich dann Schlaftabletten eingeworfen und ist zu Bett gegangen. Gegen 20:00 ging dann ein Ruck durch den Zug, wahrscheinlich wurde die Lokomotive angehängt. Jedoch erst gegen 21:00 ist der Zug dann mit vier Stunden Verspätung zu unserer inzwischen schon 28 Stündigen Zugfahrt aufgebrochen.

Datum: 2009/12/07
Beer Mandalay

Am Nachmittag sind wir mit dem Bus in Mandalay angekommen. Wir haben uns ein Hotel gesucht und sind sogleich zum Bahnhof gegangen um ein Zugticket in den Norden zu kaufen. Da alle Straßen im Norden für Touristen gesperrt sind ist der Zug die einzige Möglichkeit für uns dort hinzukommen. Es gibt auch eine Flugverbindung, aber die ist zum einen sehr teuer und zum anderen haben die Airlines in Myanmar große Sicherheitsmängel. Diese Zugfahrt wird zwischen 24 und 50 Stunden dauern... Viel Zeit um Reiseberichte zu schreiben! Leider ist die Batterie des Netbooks nach drei Stunden leer! Es gab vier Zugverbindungen nach Myitkyina, doch es gab nur noch ein Abteil im letzten Zug. Wir haben für 50 Dollar zwei Tickets gekauft und sollten ein eigenes Abteil bekommen. Natürlich war auch dieser Preis wieder überteuert. Touristen können Zugtickets nur in Dollar bezahlen. Bei 50 Dollar hat man wenigstens kein Problem mit dem Wechselgeld!

Wir wollten in Mandalay ein Beer Mandalay trinken, aber keiner hatte es im Angebot. Nach einer langen Suche haben wir es in einem indischen Straßenrestaurant bekommen. Oder besser gesagt, der hat einen Jungen losgeschickt um es von irgendwo aufzutreiben. Das Bier war sogar kalt, aber es hat wirklich nicht gut geschmeckt. Ich glaub das schlechteste Bier, dass ich auf dieser Reise getrunken hatte... Deshalb ist es wahrscheinlich nirgends zu bekommen. Da es im Straßenrestaurant keine Toiletten gibt mussten wir plötzlich recht dringend aufbrechen und ein richtiges Restaurant aufsuchen. Dort haben wir noch ein Double Strong Myanmar Beer mit 9,9% getrunken. Garnicht schlecht dieses Starkbier...

Datum: 2009/12/06
4500 Tempel

Ich hatte das für eine Übertreibung gehalten, aber es scheint wirklich zu stimmen. Das komplette Umland von Bagan ist gespickt mit Tempeln. Besonders eindrucksvoll ist das ganze, wenn man einen Tempel besteigt um sich einen Überblick zu verschaffen. Wir hatten uns eine Fahrrad gemietet um zu den wichtigsten Tempeln zu radeln. Bei 4500 muss man wohl eine Auswahl treffen. Ohnehin war es für mich viel beeindruckender die Tempelmasse aus der Entfernung zu beobachten als direkt davor zu stehen. Plötzlich habe ich festgestellt, dass mein Fahrrad einen Plattfuß hatte. Nick ist ein paar Meter vor mir geradelt hat aber nicht angehalten als ich nach ihm gerufen hatte. Ich hatte Glück im Unglück, ich war ein paar Meter von einem Dorf entfernt, wo ein Junge Fahrradreifen flickte! Es hatte eine Weile gedauert einen vernünftigen Preis zu verhandeln, da ich eindeutig in der schlechteren Position war. Ich konnte den Preis von zwei Dollar auf 50 Cent pro Loch drücken. Als ich weitergefahren bin kam mir Nick nach ein paar Minuten entgegen. Er hatte mich wohl nicht gehört, als ich nach ihm gerufen habe. Nick wollte ins Hotel zurück! Da ich noch hier bleiben wollte haben wir ausgemacht uns zu Sonnenuntergang an einem Tempel zu treffen, welcher dafür berühmt ist. Bei Sonnenuntergang war Nick nicht hier, dafür hatte ich zwei Bekannte getroffen mit denen wir in Yangon das Taxi vom Flughafen ins Zentrum geteilt hatten. Als ich gerade mit Ihnen in die Stadt zurückradeln wollte kam Nick. Er ist zu einem falschen Tempel gefahren. Wir sind dann zu viert zurückgefahren und haben gemeinsam zu Abend gegessen.

Datum: 2009/12/05
Zehn Dollar gespart

Heute Morgen sind bereits um 6:00 mit einem Ortsbus zum nächsten Bahnhof gefahren. Diese fahrt hat etwa sechs Stunden gedauert. Zu unserer großen Überraschung ist auch dieser Bus wieder pünktlich angekommen.

Ich habe mich am Bahnhof am Ticketschalter angestellt um eine Karte zu kaufen. Nach kurzer Zeit kam ein Mann und hat uns in sein Büro gerufen. Er wollte unsere Reisepässe und meinte die Zugfahrt wurde vier Dollar kosten. Ich hatte den Betrag passend, Nick war aber nur im Besitz eines zehn Dollar Scheins. Er hatte natürlich kein Wechselgeld und wir konnten das Ticket auch nicht mit Kyats bezahlen. Nach 20 Minuten Diskussion war er dann damit einverstanden anstatt Dollars Kyats zurückzuwechseln. Der Zug hatte leider Verspätung und wir hatten etwa 2,5 Stunden Zeit etwas zu essen und umherzulaufen. Die Burmesen sind sehr freundliche Leute und versuchen immer mit Ausländern ins Gespräch zu kommen auch wenn sie kaum Englisch können. Wir haben z.B. erfahren, dass unser Zugticket zehn mal teurer ist als für Einheimische! Dieses Geld kassiert natürlich die Junta Regierung! Es sind immer wieder Züge vorbeigefahren mit Leuten auf dem Dach und ich wollte unbedingt auch für eine Zeit auf dem Dach fahren. Unser Zug war leider viel schneller und keine Leute auf dem Dach. Dafür waren die zwei Wagons restlos überfüllt. Wir sind in den Zug eingestiegen und haben versucht einen Platz für unser Gepäck zu finden. Doch der Schaffner hat es uns abgenommen und zwei Leute aufgefordert ihren Platz zu verlassen damit wir uns setzen können. Wir wollten den Platz natürlich nicht annehmen, aber der Schaffner hat nicht aufgehört uns aufzufordern Platz zu nehmen. Das ist wohl der Service, wenn man zehn mal mehr bezahlt! Ich habe im Reiseführer gelesen und wollte auf der Karte die Tempel in Bagan markieren, welche ich am nächsten Tag besuchen möchte. Ein kleiner Junge hat mir dann einen Kugelschreiber gegeben. Als ich den Schreiber zurückgegeben hatte meinte er ich könnte ihn behalten. Das war so herzig! Leider hatte ich nichts parat was ich ihm schenken konnte.

Mit etwa zwei Stunden Verspätung sind wir dann in Bagan angekommen. Das Lustige ist, dass jeder Ausländer zehn Dollar bezahlen muss um in die Stadt zu kommen. Das ist so zu sagen das Eintrittsgeld für die 4500 Tempelruinen in der Stadt. Da die meisten Touristen auf einer anderen Route reisen und fast niemand mit diesem Zug fährt, mussten wir nicht bezahlen. Die Busse und Boote kann man nicht verlassen ohne dieses Ticket zu kaufen.

Datum: 2009/12/04
Foreingner can not rent bycicle!

In Pyay gibt es einen großen Tempel, dessen Besuch zu unserer Überraschung nichts gekostet hat. Danach wollte ich noch einige Ruinen außerhalb der Stadt besuchen. Ich hatte vor ein Fahrrad zu mieten um dort hinzufahren; aber Ausländern ist es in dieser Stadt nicht gestattet Fahrräder zu mieten. Government Rule, warum auch immer.... Ich habe mich dem Cyclo dort hinfahren lassen. Dort angekommen wollte ich die fünf Dollar Eintritt bezahlen, die Dame am Ticketschalter hatte aber kein Wechselgeld um zehn Dollar zu wechseln. Sie meinte ich könnte mich für weitere fünf Dollar mit einem Ochsenwagen zu den verschiedenen Tempeln fahren lassen. Das würde etwa drei Stunden dauern. Die Tempel waren nicht so besonders, jedoch war der Ochsenwagen eine lustige Art die Landschaft und die Dörfer zu sehen. Allerdings ist der Ochsenwagen nicht schneller als wenn man zu Fuß gehen würde.

Datum: 2009/12/03
Kuchen und Pudding

Da der öffentliche Transport in Myanmar sehr langsam ist haben wir uns entschieden in kurzen Strecken Richtung Norden zu Reisen. Die erste Station war sechs Stunden bzw. etwa 200 km von Yangon entfernt. Es hat allerdings recht lange gedauert mit dem Bus vom Zentrum zum Busbahnhof zu fahren. Gegen Mittag haben wir Yangon dann Richtung Norden verlassen und sind mit Einbruch der Dunkelheit pünktlich am Zielort angekommen. Wir haben zu Abendgegessen und auf einem Markt ein sehr köstliches Dessert gefunden. Es war eine Mischung aus Kuchen und Pudding. Mmmm sehr lecker!

Datum: 2009/12/02
Date with a Monk

Am nächsten Morgen sind Nick und ich mit dem Bus zu dem Tempel gefahren an dem ich am Vortag den Mönch getroffen hatte. Ich habe inzwischen wirklich schon viele Tempel gesehen, aber dieser war doch etwas besonderes. Es war ein sehr großes Areal mit ein riesigen Stupa in der Mitte

Am Nachmittag bin ich mit dem Taxi zu dem Kloster gefahren um den Mönch zu besuchen, welchen ich am Vortag getroffen hatte. Wir sind dann gemeinsam in einen Park gegangen. Dort wurden die Regionen von Myanmar durch traditionelle Häuser, Kleidung und Folklore dargestellt. Der Mönch hat mir recht viel über sein Land und die Kultur erzählt.

Datum: 2009/12/01
Myanmar – Handyfreie Zone

Heute Morgen sind wir bereits um 5:00 mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Etwa 1,5 Stunden später sind wir Yangon gelandet. Da es in Myanmar keine Geldautomaten gibt habe ich am Flughafen 50 Dollar in Kyat gewechselt. Wie sich später herausstellte ein schlechter Deal, denn in der Stadt habe ich für 50 Dollar das doppelte an Kyats bekommen. Laut offiziellem Kurs bekommt man für einen Dollar 6,5 Kyats. Auf dem Schwarzmarkt bekommt man fast 1000 Kyats für einen Dollar. Die Wechselkurse sind also Verhandlungssache und hängen stark davon ab wie viel Geld man tauscht und wie viele falten die Dollarnoten haben (kein Witz).

In Myanmar gibt es keine Handys und deshalb gibt es sehr viele öffentliche Telefone. Das sind in der Regel ganz normale Telefonapparate die an Bäumen befestigt sind oder auf kleinen Tischen stehen. Die Zeit wird mit einer Uhr gemessen. Als ich eine dieser “Telefonzellen“ fotografieren wollte ist meine volle Speicherkarte aus der Tasche gefallen und ich habe alle Fotos verloren. Zum Glück hatte ich vor einer Woche eine Sicherung auf meinem Laptop gemacht. Aber die Fotos der letzten Woche sind leider alle futsch... Das hat natürlich sehr auf die Stimmung geschlagen und ich habe mich entscheiden etwas in Yangon um herzulaufen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit habe ich einen sehr großen Tempel erreicht. Der Eintrittspreis ist mit etwa 10 Dollar recht hoch und ich habe mich entschieden die Bereiche zu besuchen, welche kein Geld kosten.

Beim Umherlaufen habe ich zwei Mönche getroffen, welche mich angesprochen haben. Ich hatte mich etwa eine Stunde mit ihnen unterhalten und einer der beiden hat mich am nächsten Tag in sein Kloster eingeladen. Die beiden sind dann in den kostenpflichtigen Teil des Tempels gewechselt und ich bin mit einem Taxi ins Hotel zurückgefahren.

Später bin ich durch die Straßen von Yangon gelaufen um etwas zu essen. Die Innenstadt hatte sich in ein einziges Straßenrestaurant verwandelt. Diese Speisen unterscheiden sich wesentlich vom Rest Südostasiens. Die Küche ist stark von Indien und China beeinflusst. Das ist eine sehr angenehme Abwechslung für mich. Ich habe mich wie meine Made durch die verschiedenen Essensstände gegessen bis ich nicht mehr konnte. Danach bin ich in eine Bar um einen Whisky zu trinken. Daraufhin hat mich ein Ungar angesprochen ob der Whisky gut sei. Ich meinte ich würde Ihn aus medizinischen Gründen trinken und hätte den günstigsten Bestellt. Wir haben dann gemeinsam noch ein paar Whisky getrunken. Später kam noch ein Slowene hinzu. Nach Mitternacht meine der Slowene er würde eine Runde bezahlen, da er heute Geburtstag hat. Doch leider war nun Sperrstunde und wir haben nichts mehr bekommen. Wir haben dann noch versucht wo anders etwas zum Anstoßen zu finden, jedoch ohne Erfolg.

Datum: 2009/11/30
One Night in Bangkok

Als ich heute morgen pünktlich um 7:30 in Bangkok angekommen bin hat mich ein Angestellter vom Tourismusbüro gefragt, ob er mir weiterhelfen kann. Ich habe von ihm die Information bekommen mit welchem Bus ich zur Khao San Road fahren kann. Sogar die Taxifahrer haben mir gezeigt von wo der Bus fährt und der Bus war gratis, weil dies eine Touristenroute ist. Welcome to Bangkok!

Beim Frühstück konnte ich endlich mal wieder mit meinem Computer das Internet nutzen. Ich habe Nick ein Mail geschrieben wo er mich finden kann und die Reiseberichte aus Vietnam und Laos online gestellt. Plötzlich hat mir Nick auf die Schulter geklopft. Es war inzwischen schon Mittag und ich habe das Laptop aufs Zimmer gebracht und wir haben einige Besorgungen gemacht. Bangkok ist der perfekte Ort um all die Dinge zu kaufen, die ich seit China nicht mehr oder nicht zu vernünftigen Preisen kaufen konnte. Ich habe mir auch noch eine neue Speicherkarte für meine Kamera gekauft, da ich nur noch für acht Fotos Platz hatte.

Am Abend haben wir in Khao San Road ein paar Bier getrunken und Pizza gegessen. Ich hatte das Gefühl ich wäre in Europa. Es waren nur Touristen in den Straßen und den Bars. Nach ein paar Bier sind wir ins Vergnügungsviertel von Bangkok gefahren um die berühmten Ping Pong Shows anzusehen. Frusti, dass würde dir gefallen...

Datum: 2009/11/29
Paracetamol

Heute Morgen wurde ich durch Magenkrämpfe aufgeweckt. Es schien mir eine Art Verstopfung zu sein. Als ich dann endlich aufs Klo gehen konnte ist es in das Gegenteil umgeschlagen. Leider hatte ich wieder Fieber und musste heute nach Thailand einreisen, da ich am Montag von Bangkok nach Myanmar fliegen will. Mit Fieber kann man aber seit der Schweinegrippe keine Grenzen mehr überschreiten und außerdem hatte ich noch die Horrorbusfahrt mit all den Schmerzen im Kopf. Ich habe dann Tee mit Bananen und Brot gefrühstückt und bin um 11:00 auf den Bus gegangen. Diesmal konnte ich einen Transport zur Straßenkreuzung organisieren und musste nicht laufen.

In der nächsten Stadt konnte ich einen internationalen Bus nach Thailand nehmen. Als ich dort ankam hieß es allerdings der Bus sei voll. Ich habe vier Leute gefragt und habe immer die selbe Antwort erhalten. Ich wollte gerade zu einem anderen Busbahnhof fahren um nur einen Bus zur Grenze zu nehmen und von dort aus zu sehen wie ich weiter komm. Dann waren plötzlich Tickets verfügbar, keine Ahnung warum. Ich musste etwa eine Stunde warten und habe in einem Restaurant auf meinem Netbook die Reiseberichte der letzten Wochen nachgeholt. Als der Bus losgefahren ist habe ich Paracetamol genommen um das Fieber zu senken. Außerdem hatte ich ein nasses Handtuch um meine Körpertemperatur weiter zu senken. Da ich in den letzten zwei Tagen nicht so viel Hunger hatte, hatte ich noch viele Kip übrig. An der Grenze würde es eine Bank geben, die mir die Kip in Dollar oder thailändische Baht tauscht. Diese Bank hatte aber geschlossen, da Wochenende ist! Das Problem ist, dass Kip nirgends anders akzeptiert werden. Der Busfahrer würde zwar auch tauschen, da ich aber recht viel Geld hatte war dieser Kurs für mich nicht akzeptabel. Ich habe mich entschieden das Geld nicht zu tauschen und in Bangkok nach Leuten zu suchen, die nach Laos gehen. An der Wärmebildkamera bin ich gut vorbeigekommen. Puh geschafft.

Zwei Stunden nach der Grenze sind wir in der nächsten großen Stadt in Thailand angekommen. Ich hatte 30 Minuten um zum Bahnhof zu kommen und ein Ticket zu kaufen. Ich hatte sehr viel Glück, denn ich habe das letzte Bett bekommen und der Zug nach Bangkok stand schon am Bahnsteig. Ich habe mir am Bahnhof noch was zu essen gekauft und bin in der letzten Minute in den Zug eingestiegen. Im Zug habe ich so lange an meinen Reiseberichten geschrieben bis die Batterie leer war.

Datum: 2009/11/28
Bolaven Plateau

Ich habe mich einer geführten Tour durch die Dörfer und Wälder angeschlossen. Es war noch ein Österreicher mit seiner Freundin dabei. Wir haben Baumwollsträucher, Chilistauden und Mangobäume gesehen. Es gab natürlich noch weitere Pflanzen aber deren englischen Namen kenne nicht. Ich hatte ja schon recht viele Dörfer in Laos gesehen aber diese waren sehr speziell. Der erste Dorf war kreisförmig angeordnet. Die Bewohner haben Tabak und Chilis in den Satellitenschüsseln getrocknet. Im zweiten Dorf konnte ich Kinder sehen, die ein Wasserpfeife geraucht hatten.

Am Nachmittag habe ich mich an den Wasserfall in die Sonne gelegt und etwas geschlafen. Leider hat mir mein Magen wieder etwas Probleme gemacht, sonst wäre ich sicher auch noch schwimmen gegangen. Vielleicht kann ich das morgen Vormittag nachholen.

Datum: 2009/11/27
Local Bus

Ich habe mich entschlossen die Inseln zu verlassen und noch 1,5 Tage auf dem Bolaven Plateau zu verbringen. Dies ist ein bewaldetes Gebiet mit Wasserfällen sowie Reis und Kaffeeplantagen. Der Touristenbus würde aber erst um 11:00 fahren und um 14:00 in der nächsten großen Stadt ankommen. Da ich von dort aber noch weiterfahren musste, wollte ich früher aufbrechen und habe mich entschieden mit örtlichen Bus zu fahren.

Also bin ich 6:30 mit den Marktleuten von der Insel zum Festland übergesetzt. Dort musste ich dann etwa 40 Minuten warten bis der Bus endlich losführ und der hat wirklich an jedem Briefkasten gehalten und alle hatten viel Gepäck dabei. Dies hatte eine ständige Reorganisation von Gepäck und Fahrgästen zur Folge. Außerdem war der “Local Bus” ein LKW auf dessen Ladefläche ein Dach angebracht war. Nach etwa einer Stunde hat das Bus gehalten da ein anderer Bus liegen geblieben war. Sie haben dann denn zweiten Bus über die ganze Strecke abschleppt. Über 100 km lang an einem dünnen Seil, welches drei mal gerissen ist! Der Bus konnte jetzt natürlich auch nicht mehr so schnell fahren und es wahren jetzt mehr Fahrgäste die den Transport durch ein- und aussteigen langsam machten. Etwa 20 km vor der Stadt wurde ich aufgefordert zu bezahlen und kurze Zeit später in ein Tuk Tuk verfrachtet. Das Tuk Tuk hat dann jeden Fahrgast direkt vor die Haustüre gebracht. Da der Fahrer nicht englisch gesprochen hat, haben sie mich bis zum Schluss aufgehoben. Ich wollte zu einer Bank um Geld abzuheben, doch das Tuk Tuk hat dann den Geist aufgegeben. Ich bin dann zur Bank gelaufen...,

Ich war nun genau eine Stunde schneller als mit dem Touristenbus, war aber 3,5 Stunden länger unterwegs. Ich musste nun schnell zum Busbahnhof um noch einen Bus zum Bolaven Plateau zu bekommen. Ich hatte Glück und konnte mit dem letzten Bus für diesen Tag dort hinfahren. Dieser Bus hat mich an einer Straßenkreuzung aussteigen lassen, von dort waren es noch 2 km Fußmarsch. Um 18:00 war ich dann am Ziel.

Datum: 2009/11/26
Nochmals Tubing

Bei unserer nächtlichen Suche nach einer Party haben erfahren, dass man hier auch LKW Schläuche leihen kann um den Mekong hinunterzutreiben. Wir sind wieder auf die Nachtbarinsel gegangen um von dort zu unserem Hotel zurückzutreiben. Das hat etwa zwei Stunden gedauert und es war viel Wärmer als in Vang Vieng. Danach bin ich noch bis zum Einbruch der Dunkelheit über die Insel gelaufen und habe mir einige entlegene Dörfer angeschaut. Cuba ist in der zwischenzeit mit einem Einheimischen zum fischen gegangen.

Datum: 2009/11/25
Bootsausflug

Wir haben uns entschieden zusammen mit den Mädels ein Boot zu chartern um die Inseln vom Wasser aus zu sehen, einen Wasserfall zu besichtigen und Delfine zu besuchen. Meine Erwartungen waren nach der Bootstour in Kambodscha sehr gering aber die Mädels waren geradezu besessen die Delfine zu sehen. Ich wollte Ihnen die Freude nicht nehmen und habe sie in dem Glauben gelassen. Der Delfin war noch weiter weg wie in Kratie, man konnte ihn kaum sehen. Die Bootstour und der Wasserfall waren aber lohnend.

Cuba hatte gehört das die Nachbarinsel eine Partyinsel sie. Also sind wir am Abend losgelaufen - auf der Suche nach der Party. Wir hatten Taschenlampen mitgenommen, da es auf der Insel keine Beleuchtung gibt. Elektrizität ist erst seit letztem Jahr vorhanden und es gibt immer noch einige Bungalows ohne Strom. Die Installation in den Bungalows sind haaresträubend und ich wundere mich das noch keine Bambushütten abgebrannt sind. Nach etwa einer Stunde sind wir in ein Dorf gekommen und haben in einem Restaurant ein Bier getrunken. Von einer Party keine Spur. Wir haben erfahren, dass es etwa 15 Minuten entfernt eine größeren Ort gibt, evtl. mit Party! Cuba hatte aber keine Lust noch weiter zu laufen also sind wir nach einem Bier wieder zurückgegangen.

Datum: 2009/11/24
Nachtwanderung

Als ich an nächsten Morgen aufgewacht bin ging es mir erstaunlich gut. Ich hatte weder Kopfweh noch irgend welche anderen Anzeichen eines Katers. Es schien mir aber schon recht spät zu sein. Cuba ist auch aufgewacht und ich habe ihn gefragt wie spät es sei. Er hat auf seine Uhr gesehen und laut zu lachen begonnen. Es war gerade mal 8:30 und wir waren beide topfit. Wir waren dann noch vor den beiden Mädels beim Frühstück, die nichts getrunken hatten und früh zu Bett gegangen sind. Eine Stunde nach meiner Bestellung habe ich dann mein Bananenshake bekommen und nach einer weiteren Stunde ist mein Pfandkuchen mit Hähnchenfüllung und ein Eieromelette gekommen. Das schien ganz normal zu sein...

Wir haben uns entschlossen wieder zum Strand zu gehen und dort den Tag zu verbringen. Ich habe mir einen Reiseführer ausgeliehen um meine letzte Woche in Laos zu planen. Dort habe ich dann auch gelesen dass es einen weiteren Weg zurück ins Dorf gibt, der etwas länger ist und am Mekong entlang führt. Wir sind in eines der Restaurants am Strand gegangen um etwas zu essen. Der Service war hier auch nicht wesentlich schneller. Danach bin ich am Mekong entlanggelaufen und die anderen sind auf direktem Weg zurück ins Dorf. Ich habe zwar keinen richtigen Weg gefunden aber im Sand waren Fußspuren zu sehen. Nach einer guten Stunde bin ich in einem Dorf angekommen wo ich nach dem Weg fragen konnte. Ich war etwa 3 km von meiner Unterkunft entfernt und es wurde Dunkel. Ich bin dann noch etwa eine halbe Stunde im Dunkeln durch den Wald gelaufen, habe das Dorf aber ohne Probleme gefunden. Ich bin nur einmal erschrocken als mich eine Kuh angebrüllt hatte.

Datum: 2009/11/23
4000 Inseln

Der Bus kam pünktlich um 7:00 in Pakse an und ist in der Nacht über 600 km gefahren. In Nordlaos hat man in dieser Zeit gerade mal 250 km geschafft. Ich habe mir erst überlegt diese Strecke zu fliegen, da ich der Meinung war es würde mit dem Bus drei Tage dauern. Wir sind einen großen Teil der Strecke auf dem Indochina Highway gefahren. Mit den Gebirgspässen im Norden nicht zu vergleichen. Von Pakse aus habe ich einen Bus zu den 4000 Inseln genommen. Diese Inseln liegen im Mekong an der Grenze zu Kambodscha. Im Bus kam ich mit Cuba aus Polen und einer Niederländerin die bei der Kajaktour nach Vientaine dabei war ins Gespräch. Da es sehr viele Inseln gibt wurde die Gruppe im Bus immer kleiner, denn jeder ist auf eine andere Insel gegangen. Cuba, das Mädel aus den Niederlanden die mit einer Israelerin unterwegs war und ich sind nach Don Khon gefahren.

Ich habe mit Cuba aus Polen ein Zimmer geteilt. Wir waren alle recht hungrig und haben etwas zum Essen bestellt. Es wurde uns schnell klar, dass die Uhren hier wirklich noch etwas anders laufen. Die Bestellung hat mehr als eine Stunde gedauert. Nach dem Essen sind Cuba und ich zu Fuß über die Insel gewandert. Wir sind zu einem Wasserfall und einem Strand gelaufen. Dort sind wir etwas im Mekong geschwommen und dann wieder zurück zu unserem Bungalow gelaufen. Auf dem Rückweg hat sich jeder eine Flasche Wiskey und Cola gekauft die wir dann auf unserer Veranda getrunken haben. Ein Vollrausch für weniger als 2 Euro!

Datum: 2009/11/22
Sightseeing in Vientiane

Sunyoung würde heute nach Bangkok weiterreisen und ich wollte noch eine Woche in Südlaos verbringen bevor ich mich mit Nick in Bangkok treffen werde um nach Myanmar zu fliegen. Sunyoungs Bus fuhr um 17:00 und meiner um 19:00. Wir hatten etwa sechs Stunden um Vientiane zu besichtigen. Wir haben uns entschlossen ein Tuk Tuk zu mieten, welches uns bis 17:00 zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten fährt. Am ende der Tour haben wir noch etwa eine Stunde im Buddhapark verbracht. In diesem Park befinden sich verschiedene Buddhastatuen. Wir haben kein Ticket für die Kamera gekauft, deshalb hat uns die ganze Zeit ein Aufseher begleitet um sicher zu stellen, dass wir auch keine Fotos machen. Wir haben uns einen Spaß daraus gemacht den Aufseher zu täuschen um unbemerkt einige Fotos zu machen.

Als ich in meinen Nachtbus gestiegen bin war ich überrascht. Es war ein sehr großes Bett, größer wie in den Zügen. Es war kein Liegesessel, sondern ein richtiges Bett in dem man waagrecht liegt. Ich habe mein Gepäck verstaut und den Bus nochmal verlassen um aufs Klo zu gehen. Als ich zurück kam lag eine andere Person auf meinem Bett. Wir haben die Busbegleiterin gefragt und sie meinte das Bett sie für zwei Personen! In diesem Moment war das Bett dann nur noch halb so groß. Da habe ich mir echt gewünscht Sunyoung würde auch nach Südlaos fahren. Ich habe das Bett dann mit einem Brasilianer geteilt und habe erstaunlich gut geschlafen.

Datum: 2009/11/21
Mit dem Kajak nach Vientaine

Heute morgen sind wir um 7:00 aufgestanden denn wir wollten vor unserer Weiterreise nach Vientiane noch eine Tropfsteinhöhle besuchen. Um dort hin zu kommen haben wir uns für zwei Stunden ein Moped gemietet. Als wir dort angekommen sind war die Höhle noch geschlossen und wir mussten ein paar Minuten warten bis jemand mit den Schlüssel kam. Wir waren die ersten Besucher an diesem Tag und hatten die Höhle eine kurze Zeit für uns alleine.

Wieder zurück in der Stadt haben wir gefrühstückt und auf den Pick Up Service gewartet. Wir haben uns entschieden mit den Kajak nach Vientaine zu fahren und wurden um 9:30 vom Hotel abgeholt. Dieser Fluss war viel schneller als der in Luang Nam Tha und wir sind gleich in der ersten Minute gekentert. Nach einer Weile ging es dann schon besser, aber der Fluss hatte viele schnelle Passagen und fast alle sind Nass geworden. Nach kürzer Zeit hat die Wasserschlacht begonnen. Dort wo wir zur Mittagspause angelegt hatten konnte man von einem 11 Meter hohen Felsen in den Fluss springen. Um dort hin zukommen musste man den Fluss überqueren und einige Felsen hinaufklettern. Sunyoung ist gesprungen und ich habe Fotos gemacht.

Am Abend sind wir in Vientiane angekommen und am Fluss entlanggelaufen. Dort gab es sehr viele Essenstände die Fisch, Fleisch und Gemüse gegrillt haben. Wir haben uns entschieden dort zu essen und wieder mal einen Sonnenuntergang zu genießen.

Datum: 2009/11/20
Tubing

Die Hauptattraktion in Vang Vieng ist mit einem LKW Schlauch den Fluss hinunter zu treiben. Entlang des Flusses gibt es viele Bars mit Wasserrutschen und Schwingseilen. Immer wenn man an einer Bar vorbeitreibt werfen einem die Angestellten Bojen zu an denen man sich festhalten kann. Auf diese Wiese angeln die Bars ihre Kunden. Das war wirklich sehr verrückt. In den Bars ging es zu wie beim Ballermann! Wir hatten wohl gerade eine Schlechtwetterperiode denn es war nach einer Weile recht kalt. Wir wollten dann ein warmes Getränk, dass war aber nicht im Angebot. Wir haben sie dann gebeten auf dem Feuer etwas Wasser zu kochen und wir haben die Zitronen für den Sangria ausgedrückt um ein warmes Getränk zu bekommen.

Datum: 2009/11/19
Pak Ou Höhlen

Heute Morgen wollten wir bereits um 5:00 aufstehen um zu sehen wie die Mönche von den Gläubigen Lebensmittel erhalten. Als der Wecker um 4:45 klingelte wollte aber keiner von uns beiden aufstehen und somit haben wir diese Attraktion verschlafen. Um 8:00 sind wir dann mit einem Boot zu den Pak Ou Höhlen gefahren. Es hätte eigentlich eine schöne Bootsfahrt auf dem Mekong werden sollen es war aber so kalt, dass wir die ganze Fahrt gefroren haben. Als das Boot an einem Touristenmarkt gehalten hat wollten wir einen Tee kaufen. Tee war aber nicht so leicht zu finden. Nach 20 Minuten habe ich es dann doch geschafft zwei Becher Tee zu bekommen. Das hat wirklich sehr gut getan. In den Höhlen standen tausende Buddha Statuen in verschiedenen Größen. Gegen Mittag waren wir wieder in der Stadt und wir sind mit einem Bus nach Vang Vieng weitergefahren. Wir hatten Glück wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen um den Bus zu erwischen.

Datum: 2009/11/18
Tat Kuang Si Wasserfall

Heute haben wir einen Ausflug zu einem etwa 30 km entfernten Wasserfall gemacht. Leider hat es kurz nach unserer Ankunft zu regnen begonnen. Wir haben uns an einen der Picknicktische gesetzt und gewartet bis der Regen etwas nachgelassen hat. Dann sind wir einen steilen Pfad hinaufgestiegen um das obere Ende des Wasserfalls zu erreichen. Dort war ein Geländer und man konnte dort stehen wo das Wasser in die Tiefe fällt. Es war inzwischen recht kalt, deshalb haben wir uns entschieden nicht zu Schwimmen. Durch die lange Tuk Tuk fahrt wurde es uns noch kälter und wir sind direkt ins Hotel um eine warme Dusche zu genießen.

Datum: 2009/11/17
Auf dem Weg der Besserung

Am nächsten Morgen ging es mir schon viel besser und wir haben gegen Mittag das Hotel gewechselt. Als ich meine Medikamente nehmen wollte ist mir aufgefallen, dass ich diese wohl im vorherigen Hotel vergessen hatte. Sunyoung ist dann zurückgefahren um die Medikamente zu holen. Ein wahrer Engel dieses Mädel. Ich habe dann noch ein paar Stunden geschlafen. Am Nachmittag sind wir dann etwas durch die Stadt spaziert und ich habe zum ersten mal wieder was gegessen. Es wurde dann recht bald dunkel und wir sind an einen schönen Ort gegangen um den Sonnenuntergang zu genießen.

Datum: 2009/11/16
Doctor comes in 40 Minutes

Heute hatten wir eine lange Busfahrt nach Luang Prabang vor uns. Ich habe am Morgen schon gemerkt dass es meinem Margen nicht so gut geht. Ich hatte gestern Abend eine süße Kartoffel gegessen, welche nicht gut war. Der Bus war bis auf den letzten Platz gefüllt und wir saßen in der letzten Reihe. Nach etwa 30 Minuten musste ich den Bus zum ersten mal stoppen und habe dann gefragt, ob ich auf dem Platz des Busbegleiters sitzen kann, da es mir wirklich nicht gut ging. Bis zur Mittagspause musste ich den Bus noch ein paar mal stoppen. Ich habe dann eine Cola getrunken und eine Banane gegessen. Ich fühlte mich schon etwas besser und der Bus ist weitergefahren.

Nach etwa einer Stunde fingen meine Füße und Arme an zu schmerzen. Dieser Schmerz breitete sich dann über den ganzen Körper aus und ich habe hohes Fieber bekommen. Das Problem war auch, dass es im Bus recht eng war und es nicht möglich war die Beine auszustrecken. Die Busfahrt würde noch fünf Stunden dauern und ich wusste nicht, wie ich das überstehen soll. Jede Minute kam mir wie eine Ewigkeit vor. Als der Bus gehalten hatte bin ich ausgestiegen und habe mich auf den Boden gelegt. Alles hat sich gedreht und geschmerzt. Ich habe Sunyoung gebeten mir meine Schmerztabletten aus dem Rücksack zu bringen. Die haben dann zum Glück nach einer halben Stunde gewirkt und sowohl das Fieber als auch die Schmerzen sind zurückgegangen. Eine Stunde vor der Ankunft hat die Wirkung der Tabletten nachgelassen und es wurde mir sehr kalt. Am Busbahnhof gab es ein recht einfaches Hotel und ich habe mich ins Bett gelegt und habe zwischen Bett und Toilette gewechselt. Da die Schmerzen immer schlimmer wurden musste ich nochmals Tabletten nehmen. Sunyoung hat nach einem Doktor gefragt und hatte die Information bekommen, dass wir bis zum nächsten Tag warten müssen.

Sunyoung meinte sie würde mit einem Tuk Tuk losfahren um einen Doktor für mich zu finden. Ich war sehr froh darüber, denn ich wollte so schnell wie möglich wissen, was mit meinem Körper los ist. Nach etwa einer Stunde kam sie mit einer Adresse von einem Krankenhaus zurück, welches allerdings recht weit entfernt war. Da es mir recht kalt war habe ich alle Kleidung angezogen die ich hatte und wir sind ins Tuk Tuk eingestiegen. Als die Fahrer die Lage erkannt hatten, ist der Preis in astronomische Höhen gestiegen. Sunyoung wurde darauf hin recht wütend konnte den Preis aber nur ein wenig drücken. Sunyoung war sonst immer recht ruhig. Im Krankenhaus angekommen konnte die Schwester nur wenig Englisch. Sie meinte “Doctor comes in 40 Minutes” und “Doctor speaks English”! Als der Doktor dann endlich kam hat er ein paar Fragen gestellt und einen Bluttest gemacht um Malaria und Denguefieber zu überprüfen. Nach 40 Minuten kam er dann mit den Ergebnis und mit meinem Blut schien alles in Ordnung zu sein. Er wollte mich dann eine Nacht im Krankenhaus behalten um mir eine Infusion gegen den Flüssigkeitsverlust zu geben. Aber dieses Krankenhaus war alles andere als ein Ort, an dem man bleiben möchte. Also habe ich mich entscheiden im Hotel zu übernachten. Ich bekam noch Antibiotika und habe die Rechnung bezahlt. Die haben mir sogar das Toilettenpapier in Rechnung gestellt! Ich war sehr froh darüber, dass Sunyoung bei mir war. Ohne ihre Hilfe wäre es mir sehr viel schlechter gegangen.

Datum: 2009/11/15
Trekking zu einem abgelegenen Dorf

Wir wollten das Dorf vom Vortag nochmals besuchen um ein paar Fotos zu machen. Deshalb haben wir uns entscheiden eine Trekkingtour dort hin zu machen. Wir sind durch den Urwald gelaufen und mussten beim Dorf den Fluss überqueren. Der Führer hat Sunyoungs Schuhe genommen und hat ihr geholfen den Fluss zu überqueren. Er ist dann aber in den Fluss gefallen und ihre Schuhe waren nun patschnass. Da war ich echt froh, dass ich meine Schuhe selbst getragen habe. Im Fluss konnten wir zwei kleine Buben sehen die Fische gefangen haben. Nun konnten wir die Fotos nachholen, welche wir gestern nicht machen konnten. Die Führer haben mitten großen Messern den Weg durch den Wald freigeschlagen. Bei dieser Wanderung wurden wir ständig von Mücken verfolgt, die uns trotz Mückenschutz total verstochen hatten.

Datum: 2009/11/14
Kajaktour im Tropenwald

Am nächsten Morgen ist der Führer mit uns zum Markt gegangen um Lebensmittel für das Mittagessen einzukaufen. Anschließend sind wir in einem Doppelkajak den Fluss hinuntergefahen. Da Sunyoung und ich die einzigen Kunden waren konnten wir uns so viel Zeit lassen wie wir wollten. An einigen Stellen war der Fluss recht ruhig und wir haben uns zurückgelehnt um uns langsam treiben zu lassen. Später haben wir dann eine Wasserschlacht mit unserem Führer gemacht. Es war wirklich sehr schön die Natur vom Fluss aus zu beobachten. Nach ein paar Stunden sind wir in einem Dorf angekommen. Der Lebensstandard in diesem Dorf ist etwa 150 Jahre hinter dem, was wir in Europa gewöhnt sind. Kein Strom, kein fließend Wasser, überall Tiere und Kinder. Die Leute haben in einfachen Bambushütten gewohnt und mit einfachen Mitteln eine Landwirtschaft betrieben. Leider konnten wir unsere Kamera nicht mit den Kajak mitnehmen. Hier hätte ich ein paar tolle Aufnahmen machen können. Nach etwa einer Stunde haben wir erneut angelegt und haben unser Mittagessen bekommen. Bevor wir zur letzten Etappe aufgebrochen sind konnten wir noch etwas in der Sonne liegen.

Wieder zurück in Luang Nam Tha hatten wir noch etwas Zeit bevor es dunkel wurde. Wir haben nochmals ein Moped ausgeliehen und sind zu einem Tempel und einem Markt gefahren. Auf dem Markt habe ich mir meinen Bart schneiden lassen. Wir hatten noch etwas eine Stunde Zeit wussten aber nicht so recht, was wir noch tun sollten. Da Sunyoung noch nie mit einem Moped gefahren ist, habe ich Ihr gezeigt wie das funktioniert. Wir sind dann eine wenig befahrene Straße auf- und abgefahren. Bevor wir das Moped zurückgegeben haben sind wir noch auf einen Berg gefahren um den Sonnenuntergang zu genießen.

Datum: 2009/11/13
Verhandlungsgeschick

Heute morgen sind Sunyoung und ich nach Luang Nam Tha aufgebrochen. Das war nun die letzte Etappe unserer 2,5 Tägigen Busreise. Der Bus hat zur Mittagszeit an einem sehr kleinen Straßenmarkt gehalten. Wir sind aber nur bis zum ersten Stand gekommen. Dort wurden Nüsse verkauft und es gab dort Nüsse die wir beide noch nie gesehen hatten. Eine Packung kostete 500 Kip es gibt aber nur einen 1000 Kip Schein. Wir wollten dann noch andere Nüsse haben, die kosteten aber 2000 Kip. Ich habe von Sunyoung viel über asiatische Verhandlungstechnik gelernt und habe letztendlich beide Packungen für 1000 Kip bekommen. Sie hat sogar den Preis für den Einreisestempel an der Grenze heruntergehandelt! Im Bus haben wir dann von einer Frau Bananen geschenkt bekommen. Die Leute hier sind wirklich sehr freundlich. Sunyoung hat gestern ein Eis geschenkt bekommen...

Wir sind am frühen Nachmittag in Luang Nam Tha angekommen und haben erst einmal zu Mittag gegessen. Anschließend sind wir in ein Museum gegangen, dieses hat allerdings mehr einer Abstellkammer geglichen... Danach haben wir für den Rest des Tages ein Moped gemietet und sind etwas durch die Gegend gefahren. Wir haben noch einen kleinen Wasserfall und ein Dorf besucht.

Nach Einbruch der Dunkelheit wollten wir in einem der Reisebüros eine Kajaktour buchen. Das Problem ist, dass es zu zweit recht teuer ist... Alle Reisebüros haben Tafeln auf denen steht wie viele Leute schon gebucht haben. Ein Reisebüro war bereits ausgebucht und die anderen hatten keine Kunden. Nach langem suchen hatten wir ein weiteres Büro gefunden, das evtl. zwei Kunden hat. Wir sollten später wieder kommen. Wir sind dann auf den Nachtmarkt um etwas zu essen. Dort gab es gekochte Eier welche ein Küken enthalten. Sunyoung meinte ich müsse das unbedingt probieren, sollte aber nicht hinsehen wenn ich es esse. Das war mir dann doch zu heftig und sagte “maybe later“ was in Asien soviel wie nein bedeutet. Wir sind dann zu dem Reisebüro zurückgegangen doch leider hatte er keine weiteren Kunden. Nach langem Verhandeln haben wir dann den Preis für vier Personen bekommen, obwohl wir nur zu zweit sind. Erneut asiatisches Verhandlungsgeschick!

Datum: 2009/11/12
Hello Lao

Heute morgen ist der Bus bereits um 5:30 losgefahren. Als ich dem Fahrer meinen Rucksack gegeben habe um ihm auf dem Dach zu deponieren hat er mir wahrscheinlich ausversehen das Ticket aus der Hand gerissen. Es war dann nicht mehr auffindbar. Da ich fast alle Dong aufgegeben hatte, konnte ich auch kein neues Ticket kaufen. Zum Glück hatten wir die Namen am Vortag in eine Liste eingetragen und ich konnte auch ohne Ticket mitfahren. Der Grenzübertritt nach Laos hat problemlos funktioniert. Nach etwa einer Stunde hatten alle Touristen ihr Visum und der Bus konnte weiterfahren. Erfreulich war, dass für deutsche und französische Staatsbürger das Visum viel günstiger ist als für die restlichen europäischen Länder.

Der Bus ist gegen Mittag in Muang Khua angekommen. Das war ein recht keines Dorf. Das Problem war, dass es seit der Grenze keine Möglichkeit gab Geld zu tauschen. Geldautomaten gibt es in Laos nur in den vier größten Städten, deshalb hatten wir nur Fremdwährungen in der Tasche. Das Problem war das man einen Fluss mit einem Boot überqueren muss und die Bank zum Geldtauschen befindet sich auf der anderen Seite. Ich hatte an der Grenze mit dem Zollbeamten meine restlichen Dong getauscht. Es war zwar nur etwas mehr als ein Euro hat aber gereicht um dem Fluss zu überqueren. Ich glaube ich habe seit über zehn Jahren kein Geld mehr in einem Urlaubsland getauscht, aber hier war das die einzigste Möglichkeit an die Landeswährung zu kommen. Im Gegensatz zu Kambodscha und Vietnam wird der Dollar hier nicht akzeptiert...

Hier hat sich nun unsere Gruppe aufgelöst. Ein großer Teil wollte einen Tag in Muang Khua bleiben. Die anderen sind mit der einzigen Busverbindung nach Udomxai aufgebrochen um von dort in verschiedene Richtungen weiter zu reisen.

Datum: 2009/11/11
Girls, girls, girls

Heute morgen hat mich der Minibus nach Dien Bien Phu im Hotel abgeholt. Ich war der erste und konnte den Platz aussuchen. Anschließend hat der Bus die weitere Touristen abgeholt. Es schien ein Jockerbus zu sein, dann ich war von fünf Mädels umrundet die alle alleine unterwegs sind. Der Bus war bis auf den letzten Platz gefüllt und es war recht kuschelig.

Nach etwa einer halben Stunde war die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt und alle sind ausgestiegen um die Beine auszustrecken. Eine Stunde später mussten wir erneut anhalten da ein Lastwagen umgekippt war. Da die ganze Straße zwischen Sapa und Dien Bien Phu eine einzige Baustelle ist musste der Bus immer wieder für etwa 20 Minuten anhalten. Es war eine recht lange Busfahrt - es fühlte sich aber mehr wie ein Ausflug an. Es war eine coole Gruppe im Bus und der Busbegleiter hat immer wieder seine Wasserpfeife geraucht. Er hat das Ding aus dem Fenster gehalten und den Rauch inhaliert. Ein Holländer hatte Portwein dabei und die Flasche machte im Bus die Runde. Da alle nach Laos weiterreisten mussten wir in Dien Bien Phu übernachten und ich habe mir überlegt welche Mädel ich frage mit mir ein Zimmer für die Nacht zu teilen. Ich habe dann Sunyoung aus Korea gefragt, da ihre Reisepläne den meinen recht ähnlich waren.

Datum: 2009/11/10
Das Dach Indochinas

Als wir am Morgen geweckt wurden war es noch Hundekalt. Zum Glück konnten wir unsere Sachen im Camp lassen, da wir wieder dorthin zurückkehren würden. Zum Frühstück haben wir eine Nudelsuppe mit Eieinlage bekommen. Das hatte etwas gewärmt und wir sind losgelaufen. Der Weg führte nun durch einen sehr dichten Bambuswald der bis zum Gipfel des Berges reichte. Gegen 8:00 hatten wir dann den Gipfel von Mt. Fansipan (3143m) erreicht. Gegen 15:30 waren wir wieder in Sapa und haben uns um 19:00 zum Abendessen verabredet. Wir sind in ein italienisches Restaurant um Spaghetti und Pizza zu essen.

Datum: 2009/11/09
Do It Yourself Schuster

Ich bin am nächsten Morgen früh aufgestanden, da ich noch die Wanderschuhe reparieren lassen musste. Die Schuster hatten aber alle geschlossen, da heute Sonntag ist! Ich habe mir dann in einem Laden eine Flasche mit Klebstoff gekauft und die Schuhe selbst geklebt. Ich habe die ganze Tube Kleb in die beiden Schuhe gefüllt.

Ich hatte Glück es war eine tolle Gruppe um den höchsten Berg Indochinas zu besteigen. Alle schienen Fit zu sein und hatten eine gute Ausrüstung. Meine Schuhe waren sicher die schlechtesten ;-) Die ersten Stunden sind wir durch den Regenwald zum ersten Camp gelaufen. Es war ein recht steiler Weg zum Glück war alles im Schatten. Im Camp haben wir dann ein Mittagessen bekomme und sind nach 1,5 Stunden Pause weitergelaufen. Um 16:00 sind wir im zweiten Camp auf 2800 angekommen. Wir hatten Glück, es war keine weitere Gruppe hier und wir hatten die Schutzhütte für uns alleine. Nach dem Essen wurde es dunkel und es war dann sehr sehr kalt. Wir sind um 18:00 in unsere Schlafsäcke gekrochen und haben auf den nächsten Morgen gewartet. Ich hatte zum Glück meinen eigenen Schlafsack dabei, der wesentlich besser war als die Leihschlafsäcke vom Trekkingcenter.

Datum: 2009/11/08
Motorbiketour in Sapa

Nick und ich hatten uns entschieden zwei Mopeds auszuleihen um etwas durch die Gegend zu fahren. Wir haben die Mopeds in unserem Hotel ausgeliehen und die wollten uns auch Sprit verkaufen. Ich war mir relativ sicher, dass dies eine recht teure Art ist den Treibstoff zu kaufen. Ich wollte selbst zur nächsten Tankstelle fahren. Daraufhin haben die Leute vom Hotel den restlichen Sprit aus dem Moped geholt. Ich habe noch gefragt wo die nächste Tankstelle ist und wir sind losgefahren. Es gibt in Vietnam viele Geschäfte, welche ein Ölfass haben aus dem Treibstoff verkauft wird. Sie haben allerdings keinen fixen Preis und wollten von uns viel zu viel Geld. Ich habe zu Nick gesagt, dass ich zur Tankstelle fahren werde und wir sind weiter gefahren. Nach ein paar Metern ist Nick in einer Einbahnstraße einfach umgekehrt und zum teuren Sprit zurückgefahren. Ich war recht sauer, dass er einfach so umkehrt und bin zur Tankstelle gefahren, wo es bedeutend günstiger war. Als ich dann um den Block gefahren bin um Nick zu treffen war dieser schon längst weg. Da wir vorher ausgemacht hatten, dass wir zum höchsten Pass von Vietnam fahren wollten, bin ich wie geplant die Passstraße hinaufgefahren. Nach ein paar Stunden ist er mir dann entgegen gekommen. Nick ist sehr viel schneller gefahren wie ich. Ich hatte mit ihm ausgemacht, dass wir uns in Sapa zum Mittagessen wieder treffen, da ich nicht so schnell fahren wollte.

Nach dem Essen sind wir dort hingefahren wo wir am Vortag nach der Wanderung in den Ort zurück gestoppt hatten. Das war eine sehr gute Entscheidung, denn dieses Tal hat mir sehr viel besser gefallen wie die Passstraße. Wir sind dann in einen Feldweg eingebogen um auf die andere Seite des Tals zu wechseln. Diese Straße führte zwischen den Reisfeldern in einige entlegene Dörfer. Es war wirklich sehr interessant zu sehen wie die Leute hier leben.

Am Abend habe ich in Sapa nach einer geführten Tour auf den höchsten Bergs Vietnams geschaut. Das Problem war, dass es alleine recht teuer war und Nick hatte nicht wirklich Lust den Berg zu besteigen. Im letzten Reisbüro hatte ich dann Glück, sie hatten bereits fünf Personen und ich konnte den Berg in zwei Tagen für 40 Dollar besteigen. Nick wollte noch einen Tag in Sapa bleiben und dann vor mir nach Laos weiterreisen. Leider hatte sich die Sohle meiner Wanderschuhe wieder gelöst ich konnte aber keinen Schuster mehr finden, da es schon zu spät war.

Datum: 2009/11/07
Wandern in Sapa

Der Zug ist um 5:00 morgens angekommen und der Schaffner hat alle aufgeweckt, da dieser Zug nach China weiterfährt! Der Bahnhof war etwa eine Stunde von Sapa entfernt und wir sind in einem Minibus die Passstraße nach Sapa hinaufgefahren. Es ist dann gerade die Sonne aufgegangen und wir hatten ein herrliches Bergpanorama. In Sapa haben wir dann erst mal ein paar Stunden geschlafen und uns entschieden später eine kleine Wanderung zu machen. Das war aber nicht sehr interessant, da eine Treppe bis auf den Berggipfel führte. Wir haben uns dann entschieden einen Berg zu besteigen, den wir von hier aus sehen konnten. Es gab zwar einen Weg, der war aber nicht ausgeschildert und auch recht verwachsen. Nach etwa einer Stunde waren wir am Gipfel angekommen. Wir hatten eine tolle Aussicht über die Berglandschaft und waren natürlich auch recht stolz das wir es geschafft hatten diesen Berg zu besteigen. Nick und ich haben unser Vietnam Lied am Gipfel gesungen und sind auf einem anderen Weg wieder in Tal zurückgelaufen. Als wir wieder auf einer Straße waren haben wir ein Moped gestoppt und gefragt ob er uns nach Sapa mit nimmt.

Una und Debbie, die wir in Halong Bay getroffen hatten, haben mir noch eine Nachricht hinterlassen, dass sie mit dem selben Zug nach Sapa fahren. Wir hatten die beiden weder am Bahnhof noch im Zug getroffen. Da Sapa nicht so groß ist haben wir uns entschieden etwas umherzulaufen um die beiden zu finden. Nach dem Abendessen sind uns die beiden tatsächlich entgegen gekommen und wir sind sogleich in eine Bar um etwas Bier zu trinken. Alle waren noch recht müde von der Zugfahrt, deshalb wurde es an diesem Abend nicht so spät. Die beiden Mädels sind leider am nächsten Tag Richtung Südvietnam abgereist. Somit gab es keine Chance auf ein Wiedersehen in Vietnam aber Südostasien hat ja noch weitere Länder...

Datum: 2009/11/06
Mein Vater ist Ulrich Ballack

Ich habe ausgeschlafen und mich zum Mittagessen mit meinen australischen Freunden, die in Hanoi arbeiten, getroffen. Nach dem Essen haben wir uns eine kleine Insel in einem See in Hanoi angesehen. Die beiden sind dann zu Ihrer Arbeit zurückgegangen und ich habe mir die Nachmittagsvorstellung des Wasserpuppen Theaters angeschaut. Danach war noch etwas Zeit einen großen Tempel in Hanoi zu besichtigen. Dann habe ich mich mit Nick im Reisebüro getroffen um unser Myanmar Visum abzuholen. Das Reisebüro hatte den Visaantrag ausgefüllt dessen Durchschlag sich nun im Reisepass befindet. Die haben einfach meine Unterschrift gefälscht und bei dem Namen meines Vaters “Ulrich Ballack” eingetragen. Wir haben dann gemeinsam zu Abend gegessen und sind zum Bahnhof gefahren um mit dem Nachtzug nach Sapa in Nordvietnam zu reisen.

Datum: 2009/11/05
Prison Boat

Am nächsten Morgen wurden wir um 5:30 geweckt um noch vor dem Frühstück mit den Kajak durch Halong Bay zu paddeln. Der Vorteil war, wir konnten den Fischern zusehen, die in einer Art Floss auf dem Wasser leben. Anschließend haben wir auf das Frühstück gewartet. Jeder hat ein gebratenes Ei, Toast und ein Stück Orange bekommen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich es dann wirklich bereut, dass wir auf ein günstiges Boot gegangen sind. Nick wurde in der Nacht noch von Flöhen gebissen. Ich hatte zum Glück mein eigenes Bettzeug verwendet und blieb verschont. Wir haben dass Boot nun das “Prison Boat” genannt. Leider hatten wir am Vorabend den Rest bezahlt und konnten nun nichts mehr zurückhalten. Immerhin hatten wir es geschafft ohne Reisepass überall zu übernachten, obwohl und von verschiedenen Stellen versichert wurde, das sei nicht möglich.

Gegen Mittag waren wir wieder in Halong City und sind mit dem Bus nach Hanoi zurückgefahren. Dort haben Nick und ich drei Döner Kebab hintereinander gegessen um das Fleischdefizit der letzten Tage aufzuholen. Ich wollte noch das Wasserpuppen Theater in Hanoi besuchen, doch die Vorstellung war leider schon ausverkauft. Wir sind dann wieder zu der Kreuzung mit dem günstigen Bier gegangen um ein paar Bier zu trinken. Plötzlich mussten wir alle von der Straße auf den Gehsteig wechseln, da die Polizei vorbeigefahren ist. Es war nun recht viel enger und wir sind mit Tyson aus Neuseeland ins Gespräch gekommen. Auf einmal habe ich Adam gesehen, mit dem ich in Hoi An getrunken hatte. Diese Kreuzung schien wirklich der ultimative Treffpunkt zu sein. Wir waren nun eine recht große Gruppe und den Bars ging das Bier aus. Ich bin dann mit Tyson weiter gezogen und die anderen sind ins Hotel zurückgegangen.

Datum: 2009/11/04
Trekking im Cat Ba Nationalpark

Am nächsten Morgen sind wir um 7:00 zu einer Trekkingtour in den Nationalpark auf der Insel aufgebrochen. Trotz der kurzen Nacht war ich erstaunlich fit und es hat großen Spaß gemacht durch den Junggel zu laufen. Eigentlich hätte ein Führer mit uns auf den Berg gehen sollen. Der würde aber erst in einer halben Stunde kommen. Da haben wir uns entschieden selbst zu laufen, da der Weg ausgeschildert war. Auf dem Gipfel war eine Aussichtsplattform und wir hatten einen tollen Blick über den Regenwald.

Zurück im Hotel haben wir die Zeit genutzt um etwas an den Strand zu gehen. Wir hatten leider nur zwei Stunden Zeit. Dann hat uns der Bus wieder zum Boot gebracht. Das Boot ist dann zu einer Stelle gefahren wo alle Boote über Nacht geankert waren. Wir mussten dann das Boot nochmal wechseln. Wir hätten eigentlich noch mit den Kajak fahren sollen, dass wurde aber leider auf den nächsten Morgen um 6:00 verschoben. Irgendwie hatte keiner so recht Lust zum trinken und wir sind alle früh zu Bett gegangen.

Datum: 2009/11/03
Zum Wohl in Vorarlberg!

Am Morgen sind wir zum Bootsanlegeplatz gefahren und dort waren sehr viele Möglichkeiten die Halong Bay Tour zu buchen. Die Preise waren sehr unterschiedlich. Es ist sehr schwer zu entscheiden, ob die teurere Tour wirklich besser ist. Die Preise bewegten sich zwischen 50 und 120 Dollar. Ich wollte eher ein teureres Angebot wählen aber Nick meinte mehr zu bezahlen sei keine Garantie, dass man auf ein besseres Boot kommt und die Bucht von Halong sei die selbe egal auf welchem Boot man ist. Damit hatte er nicht ganz unrecht und wir haben uns für die 50 Dollar Tour entschieden. Als wir Ihnen mitteilten, dass wir keinen Reisepass haben, meinten Sie wir könnten nicht gehen. Ich meine zu Nick, lass uns den teuren Anbieter ausprobieren. Dann war es plötzlich kein Problem mehr. Ich traute dem Frieden nicht und habe darauf bestanden, dass auf dem Ticket vermerkt wird, dass wir mit eine Passkopie reisen. Außerdem habe ich nur die Hälfte zu bezahlt. Den Rest würden wir bezahlen, wenn wir auf dem Boot schlafen.

Sie haben uns dann zu einer Stelle gebracht wo die anderen Leute auf das Boot warteten. Dort habe ich eine Paar aus Vorarlberg getroffen. Mit einer Stunde Verspätung konnten wir dann endlich auf das Boot gehen und haben dann auch gleich ein Mittagessen bekommen. Das Essen war OK aber nicht umwerfend. Lieder gab es kein Fleisch sondern nur Fisch, Gemüse und Reis. Anschließend haben wir eine Höhle besucht. An Land konnte man günstiges Bier kaufen, also haben wir uns mit Naturalien eingedeckt und sind auf das Sonnendeck des Schiffes gegangen. Als das Boot ablegte meiner der Reiseführer dass wir heute Nacht nicht auf dem Boot schlafen wurden sondern auf der Insel. Es war geplant eine Nacht auf den Insel zu übernachten aber das sollte eigentlich die zweite Nacht sein. Natürlich wollten sie das restliche Geld haben. Wir konnten aber darauf bestehen erst zu bezahlen, wenn wir auf dem Boot übernachten. Die Vorarlberger würden diese Nacht auf dem Boot schlaffen. Ich fand das sehr doof, dass die Gruppe nach ein paar Stunden schon wieder getrennt wird. Wir haben noch schnell ein Abschiedsfoto gemacht und sind an Land gegangen. Wir sind dann in einen Bus eingestiegen. Allerdings hat der noch auf ein weiteres Boot gewartet. Im Bus hatten wir schnell Kontakt zu anderen Leuten, die wie sich später herausstellte in einem anderen Hotel übernachten werden. Die Vorarlberger waren dann plötzlich auch im Bus. Sie würden nun auch die erste Nacht auf der Insel verbringen, keine Ahnung weshalb das nun geändert wurde. Wir hatten Glück, wir wurden im selben Hotel abgeladen.

Beim Abendessen haben wir Una und Debby aus den Niederladen getroffen. Ich hatte sie gefragt, ob sie mit uns in eine Bar kommen wollen um ein paar Bier zu trinken. Wir sind dann gemeinsam mit den Holländerinnen und den Vorarlbergern losgezogen. Nach ein paar Minuten haben wir eine Bar gefunden in der jedes dritte Bier gratis war – perfekt für sechs Personen! Die anderen wollten von uns wissen was “Cheers” auf Deutsch heißt. Ich meinte “Zum Wohl in Vorarlberg” und wir hatten einen Riesen Spaß wenn die Holländerinnen und Nick “Zum Wohl in Vorarlberg” gerufen haben! Es wurden einige Bier getrunken, gesungen und getanzt bis die Bar geschlossen hat. Die Vorarlberger sind inzwischen ins Hotel zurückgegangen. Wir haben mit den Mädels in einer Garküche weiter getrunken, Wasserpfeife geraucht und Nudelsuppe gegessen. Wir sind dann ins Hotel zurückgewankt und noch recht lange mit den Holländerinnen auf dem Balkon gesessen.

Datum: 2009/11/02
Myanmar Visum

Ich habe auf meiner Reise einige wenige Traveller getroffen die nach Myanmar gereist sind. Animiert durch ihre Geschichten haben wir uns entschieden, trotz der Militärregierung dieses nicht ganz einfache Land zu bereisen. Hanoi ist der perfekte Ort um das Visum für die Union of Myanmar zu beantragen, da wir in der Zwischenzeit nach Halong Bay Reisen können und ohnehin nach Hanoi zurückkehren müssen. Also haben wir uns auf die Suche nach einem Reisebüro gemacht welches das Visum für uns besorgt. Das Personal im Reisebüro meinte wir könnten ohne Reisepass nicht nach Halong Bay reisen. Es sei nicht möglich ohne Pass in Halong City, auf den Inseln und schon gar nicht auf dem Boot zu übernachten. Ich bin es zwar schon gewohnt, dass der Reisepass immer von den Hotels einbehalten wird, aber das es so krass ist konnte ich mir nicht vorstellen. Wir haben dann gemeinsam entschieden, dass wir dieses Risiko auf uns nehmen und notfalls am Strand oder bei einer Familie im Privathaus schlafen. Ich habe noch eine Kopie von meinem Pass und dem Vietnamvisum gemacht und wir sind mit einem Taxi zum Busbahnhof gefahren um den nächsten Bus nach Halong City zu nehmen.

Der Bus hat uns nach etwa fünf Stunden an einer Kreuzung abgesetzt und der Fahrer meinte Halong City! Von der City war aber weit und breit nichts zu sehen. Zum Glück waren zwei Moped Taxis hier die uns für einen sehr günstigen Preis in die Stadt gebracht haben. Wir haben dann auch ohne große Probleme ein Hotelzimmer bekommen. Die Kopie das Reisepasses würde anstandslos akzeptiert. Wir versuchten am Abend eine Bootstour zu buchen, haben aber nichts passendes gefunden. Allerdings haben wir erfahren, dass die Boote erst gegen Mittag ablegen, also war am nächsten Tag noch genügend Zeit eine Tour zu buchen.

Datum: 2009/11/01
Hanoi, Ho Chi Minh isch net do

Um 7:00 ist der Bus in Hanoi angekommen. Der Bus war bis auf den letzten Platz belegt und ich war Hundemüde. Wir hatten auch keine Ahnung wo genau der Bus gehalten hat, da dies kein Busbahnhof war. Wir haben dann zwei Mopedtaxis genommen welche uns zu einem Hotel in der Altstadt bringen sollten. Die beiden Fahrer haben das Hotel aber nicht gefunden und sind umhergeirrt. Nick wurde das ganze schnell zu dumm und er ist abgesprungen um zu Fuß nach dem Hotel zu suchen... Der Fahrer ist weiter gefahren und Nick war dann plötzlich weg. Er wollte dann dass ich ihn bezahle. Ich war aber weder an dem Ort an denn ich wollte noch würde ich für eine andere Person bezahlen. Als den beiden das klar wurde haben sie nach dem Hotel gefragt und haben es dann tatsächlich gefunden. Nick war inzwischen auch schon dort.

Anschließend sind wir zum Ho Chi Minh Mausoleums Komplex gegangen. Doch zu unserer großen enttäuschen war Ho Chi Minh nicht hier. Er ist gerade zur Konservierung in Russland! Ich habe dann noch das Ho Chi Minh Museum besucht. Da wir beide sehr müde waren sind in einen Massagesalon gegangen und anschließend zurück ins Hotel um etwas zu schlafen.

Ich hatte mich am Abend mit einem Paar aus Australien verabredet, welche ich bei meinem Ausflug zur Chinesischen Mauer kennen gelernt hatte. Die beiden Arbeiten gerade als Englischlehrer in Hanoi. Wir haben uns an eine Straßenkreuzung getroffen. Dort standen Stühle auf der Straße und es wurde Bier für gerade einmal 3000 Dong (0,12 Euro) verkauft! Als wir da saßen stand plötzlich eine Person mit einem T-Shirt von unserer Tauchschule auf der Kreuzung. Beim zweiten hinsehen war es Carlos den wir in Na Trang getroffen hatten. Wir haben zusammen ein paar Bier getrunken. Nick und ich sind dann noch zu einer Halloweenparty in einem Backpackerhotel gegangen.

Datum: 2009/10/31
Königsgräber von Hue

Um die Königsgräber von Hue zu besichtigen haben wir eine Tour mit Boot und Bus gebucht. Am Vormittag waren wir mit dem Boot unterwegs. Nach dem Mittagessen auf dem Boot sind wir mit dem Bus weitergefahren. Insgesamt haben wir drei Königsgräber besichtigt. Als wir wieder zurück in Hue waren hatte ich nur ein paar Minuten um das Busticket zu kaufen und in den Nachtbus nach Hanoi einzusteigen. Ich wäre zwar viel lieber mit dem Zug gefahren, dazu war es aber leider zu spät.

Datum: 2009/10/30
Cyclotour in Hue

Gegen Mittag sind wir mit dem Bus in Hue angekommen. Wir waren beide sehr hungrig und haben uns entschlossen eine Pizza zu essen. Eine angenehme Abwechslung zu Reis und Nudeln auch wenn die Pizza nicht besonders gut war.

Anschließend sind wir zu Fuß in die Altstadt von Hue gelaufen. Dort wurden wir sogleich von einem Cyclofahrer angesprochen. Er wollte uns zu zweit mit dem Cyclo herumfahren. Der Sitz war recht eng und das ganze schien eher was für ein Liebespaar zu sein, als für zwei Kerle. Wir waren also nicht wirklich interessiert und deshalb wurde der Preis immer kleiner. Letztendlich sind wir dann gefahren und hatten mit dem Fahrer einen riesen Spaß. Er hat uns durch die ganze Altstadt gefahren und erzählte viele Geschichten... Zum Schluss haben wir den Cyclofahrer durch die Gegend gefahren und er hatte eine riesen Gaudi. Am Ende der Tour sind wir in der verbotenen Stadt angekommen. Nick hatte keine Lust auf den Besuch und deshalb haben wir uns getrennt.

Nach meinem Besuch in der verbotenen Stadt wollte ich eine Bootsfahrt zu einem Tempel machen um den Sonnenuntergang auf dem Fluss zu genießen. Kaum war ich auf dem Boot haben wir ein anders Boot überholt auf dem Nick stand... Mein Boot war viel schneller als das von Nick und ich bin auch viel weiter gefahren. Der Kapitän hat mich gefragt, ob ich mit ihm zu Abend essen möchte. Ich habe mit Ihm ausgemacht, dass ich Nick im Hotel abhole und wieder zum Hafen komme. Wir sind dann gemeinsam zu einer Garküche gegangen.

Datum: 2009/10/29
Ruinen von My Son

Ich wollte noch einen Tag länger in Hoi An bleiben, da ich mir die Altstadt noch nicht richtig angeschaut hatte. Ich habe mich entschlossen einen Halbtagesausflug zu den Ruinen von My Son zu machen und am Nachmittag die Stadt zu besichtigen. Doch nach den Tempeln von Angkor war dieser Komplex nicht wirklich beeindruckend.

Am Nachmittag habe ich mir ein Ticket gekauft um die Häuser der Altstadt zu besuchen. Die Häuser waren teilweise bewohnt doch mit dem Tickt haben einem die Bewohner die Türen geöffnet. Durch Zufall habe ich Nick in der Stadt getroffen und wir sind gemeinsam zum Abendessen gegangen.

Datum: 2009/10/28
Tag am Meer

Adam hatte sich ja um 7:00 mit dem vietnamesichen Mädel zum Frühstück getroffen. Nick ist früher als ich aufgestanden - er ist sehr früh ins Bett gegangen. Adam und ich waren recht müde und haben uns entschieden ein Fahrrad zu mieten um zum Strand zu fahren. Gegen Mittag sind wir dann zu dritt zum Strand gefahren. Adam und ich waren auf der Suche nach der Strandbar vom Vortag und sind den Standstrand entlang geradelt. Das war recht anstrengend, deshalb haben wir bei der ersten Strandbar angehalten und Bier bestellt. Ich habe dann verhandelt, dass wir die Liegestühle gratis nutzen können wenn wir zehn Bier trinken. Nick hatte Flohbisse und hat alle Strandverkäuferinnen gefragt was er dagegen tun kann. Eine ist dann nach Hause gegangen um eine Creme zu bringen. Sie hat ihm das Zeug aufgetragen, dadurch ist das ganze aber eher schlimmer geworden. Das ist wohl Nicks Art, alle Leute um Rat zu fragen die keine Ahnung haben. Als er tauchen wollte hat er auch jeden gefragt ob er das mit seinen Ohren machen kann. Es war ein lustiger Strandtag. Wir sind erst mit Einbruch der Dunkelheit zurück geradelt.

Datum: 2009/10/27
Fuck Bucket

Als ich mit dem Zug in Danag angekommen bin, hat mich gleich ein Easy Rieder angesprochen. Ich hatte mit ihm ausgemacht, dass er mich erst in ein Restaurant bringt und dann zum Museum. Anschließend hat er dem Weg nach Ho An noch bei den “Marbel Mountains“ angehalten. Das sind Marmorfelsen in Mitten einer flachen Landschaft. Es gibt dort einige Höhlen und Tempel. Alle Höhlen werden auch als Tempel genutzt und sind entsprechend mit Buddha Statuen und Altären ausgestattet. Beeindruckend war, dass durch die vielen Räucherstäbchen, welche in den Tempeln angezündet werden alle Höhlen mit Rauch gefüllt wahren. Man konnte kaum die Hand vor den Augen sehen.

Gegen Nachmittag bin ich in Ho An angekommen und der Easy Rieder hat mich an dem Hotel abgesetzt in dem Nick bereits eingecheckt hatte. Die Dame an der Rezeption hat mich bereits erwartet. Nick war nicht da, deshalb bin ich etwas in der Stadt herumgeschlendert. Ich habe ihm eine Nachricht hinterlassen, dass ich um 18:00 wieder im Hotel bin. Ho An hat sehr viele alte Häuser und es ist die schönste Stadt, welche ich bisher auf meiner Reise besucht hatte.

Nick hatte im Bus Adam aus Seattle getroffen. Wir sind dann gemeinsam zum Abendessen. In dem Restaurant gab es Bier für umgerechnet 12 Euro Cent! Adam hat mit den Bedinungen geflirtet und Date zum Frühstück um 7:00 ausgemacht. Anschließend sind wir durch die Stadt gelaufen und haben jede Menge Flyer erhalten von Bars mit Gratisgetränken zur Happy Hour. Die Motoradtaxis haben wohl Provision bekommen, denn die wollten kein Geld für den Transport. Nick meinte das sei eine Falle und ist ins Bett gegangen. Adam und ich sind zur ersten Happy Hour Bar gefahren. Es gab dort für eine Stunde gratis Rum und Cola. Wir haben dort zwei Mädels aus Irland und zwei Jungs aus Polen getroffen. Als die Happy Hour zuende war sind wir zur nächsten Bar aufgebrochen. Dort gab es Fuck Buckets. Das sind kleine Eimer die mit Eis und Rum gefüllt waren. Der Transport mit den Motorbike Taxis war immer kostenlos. Als alle Happy Hours zuende waren sind die anderen zu Bett gegangen. Adam und ich sind mit einem kostenlosen Bus zu einer Beachparty gefahren.

Um 4:00 sind wir mit dem Bus wieder zurückgefahren und ich hatte einen großen Hunger. Wir haben eine Garküche gesehen – es sah so aus als würde sie gerade schließen. Es war aber genau umgekehrt, sie hat gerade geöffnet. Wir haben der Frau geholfen die Nudelsuppe zu kochen und wenig später hatten wir eine köstliche Nudelsuppe mit Rindfleisch und frischem Boot. Ein Mopedtaxis hat die ganze Zeit auf uns gewartet, wollte aber einen sehr hohen Preis. Also sind wir losgelaufen und haben an jeder Kreuzung den Preis um 1000 Dong verringert. Es kam dann ein weiter Fahrer, der das Spiel durchschaut hatte und uns dann zu einem günstigen Preis gefahren hat. Der andere Fahrer war recht aufgebracht.

Datum: 2009/10/26
Open Water Diver Licence

Heute hat es leider geregnet, wir sind aber trotzdem zum tauchen gefahren da wir nicht länger in Na Trang bleiben wollen. Ich war erstaunt, dass die Sicht unter Wasser besser war als erwartet. Wir haben auch ein paar Fotos gemacht, die ganz gut geworden sind. Nach den beiden Tauchgängen haben wir die Prüfung geschrieben und anschließend haben wir unseren Open Water Diver Ausweis erhalten.

Als wir wieder an Land waren ist Nick noch einmal zu Dr. Son gefahren, da er immer noch Probleme mit seinen Ohren hatte. Nick hatte schon sein Ticket für den Nachtbus nach Hoi An, ich wollte aber lieber mit dem Zug fahren, da das wesentlich komfortabler ist! Ich habe gefragt, was ein Zugticket kostet. Der Preis im Reisebüro war etwas mehr als doppelt so teuer wie der Bus. Ich bin dann zum Bahnhof gegangen und habe dort nach dem Zugticket gefragt. Dort war das Ticket dann etwa 30 Prozent günstiger! Nick würde vor mir ankommen, da es in Hoi An keinen Bahnhof gibt und ich auf dem Weg dorthin noch etwas besichtigen werde. Deshalb wird er ein Zimmer in einem bestimmten Hotel buchen und wir würden uns dort wieder treffen.

Datum: 2009/10/25
Buddy Bracelet

Janosch ist gestern Abend abgereist. Meiner Meinung nach war sein Durchfall nur eine Ausrede. Er wollte nie wirklich tauchen. Heute hatte ich keine Probleme mit dem Druckausgleich, habe aber auch die Tabletten genommen, welche mir Jens am Vortag gegeben hatte. Am nächsten Tag werde ich nur noch eine Tablette nehmen. Wir hatten eine Kamera dabei und Jens hat ein paar Fotos gemacht. Es ist cool wie ein Astronaut in der Schwerelosigkeit durchs Wasser zu schweben. Wir haben auch eine Wasserschildkröte und einige Seesterne gesehen. Und natürlich auch viele andere Fische.

Am Nachmittag sind Nick und ich zum Strand und haben uns zwei Liegestühle gemietet. Es kam dann eine ältere Frau, die uns massieren wollte. Sie war wie gesagt etwas älter und nicht besonders hübsch, deshalb war ich an der Massage nicht wirklich interessiert. Nick hat aber angefangen mit Ihr zu verhandeln. Wir haben den Preis dann auf 2 Dollar für jeweils eine Stunde Massage am Strand heruntergehandelt. Nick war als erster dran und ich habe mit dem Tauchbuch für die Prüfung gelernt. Als sie mich massierte kam ein Mädel, welches Armbänder verkaufte. Nick wollte ein Freundschaftsarmband für uns beide kaufen, war aber mit den Farben nicht zufrieden. Sie ist dann gekommen und hat alle ihre Bänder mitgebracht. Nick hat dann die Farben ausgewählt und sie wollte das Armband flechten. Er meinte aber, dass er es ungeflechtet haben will. Wir haben dann beide drei Schnüre um unseren Arm bekommen und Nick hat dafür etwas mehr als 1,5 Dollar bezahlt. Verglichen mit dem Preis für die Massage....

Datum: 2009/10/24
Let's share air

Am nächsten Morgen habe ich Nick am Diving Center getroffen. Janosch war nicht da er hat Durchfall. Zumindest hat er das gesagt! Ich hatte aber eher den Eindruck, dass er keine Lust auf Tauchen hat... Carlos und Beleh, die wir am Vortag auf dem Partyboot getroffen hatten waren auch hier.

Auf dem Weg zum Riff hat uns Jens, der Tauchmaster, erklärt wie die Tauchausrüstung funktioniert und wir haben die Tauchzeichen gelernt. Besonders lustig fanden wir “Let's share air“, denn das sieht aus als ob man eine Zigarette raucht. Nach etwa einer Stunde sind wir am Tauchplatz angekommen. Dort haben wir unsere Tauchausrüstung angezogen und sind ins Wasser gesprungen. An einem Seil sind wir in etwa 3 Meter Tiefe getaucht. Wir hatten beide Probleme mit dem Druckausgleich. Es hat sehr lange gedauert bis auf dem Grund zu tauchen. Dort haben wir dann ein paar Übungen gemacht und sind wieder aufgetaucht. Jens hat uns Tabletten gegeben damit der Druckausgleich besser funktioniert. Beim zweiten Tauchgang hatte ich wesentlich weniger Probleme. Nick hatte Wasser im Ohr und starke Schmerzen. Wir sind auf 12 Meter getaucht und hatten auch schon etwas Zeit die Unterwasserwelt zu genießen.

Nach dem Tauchen sind wir mit Carlos und Beleh in ein Restaurant gegangen. Dort gab es nur Meeresfrüchte, wie Krabben, Schrimps, Tintenfisch usw. Die Tiere waren alle noch am Leben und man konnte dort auswählen was man gerne hätte. Carlos hat das zum Glück gemacht. Ich hatte noch nie vorher Meerestiere gegessen und muss sagen mir hat es auch nicht besonders geschmeckt. Danach sind wir noch in eine Bar um ein paar Bier zu trinken. Das Bier hat mir wesentlich besser geschmeckt. Beide Carlos und Beleh sind noch am selben Tag nach Hoi An weitergefahren.

Datum: 2009/10/23
Vietnam Song

Heute morgen habe ich mein Hotel gewechselt und bin dann zu Nick's Hotel, denn dort wurden wir mit einem Minibus für die Bootstour abgeholt. Etwa die Hälfte der Passagiere waren vietnamesische Touristen. Wir sind schnell mit Carlos der in Deutschland arbeitet, Beleh aus Spanien und einem Mexikaner ins Gespräch gekommen. Carlos taucht auch und hatte ebenfalls ein gerissenes Trommelfell. Er meinte es sei kein Problem, wenn es ausgeheilt ist. Nick hat nun wieder begonnen über das Tauchen nachzudenken und fragte alle möglichen Leute um Rat. Das macht meiner Meinung nach wenig Sinn, deshalb habe ich ihm geraten nach dem Bootsausflug einen Arzt aufzusuchen...

Das Boot hat zum ersten mal angehalten und wir haben Taucherbrillen und Schnorchel bekommen. Nach etwa einer Stunde ist das Boot weitergefahren und es gab ein Mittagessen. Später wurde die „Floating Bar“ eröffnet. Jeder hat einen Schwimmreifen bekommen und alle Getränke im Wasser waren gratis. Das war sehr lustig und alle waren nun sehr betrunken. Anschließend war auf dem Boot ein Unterhaltungsprogramm. Die Crew hat mit selbst gebauten Instrumenten gespielt und gesungen. Sie haben einen Vietnam Song gespielt. Nick und ich haben nun ein neues Lieblingslied...

Als wir wieder im Hafen waren sind Nick und ich zum Diving Center um nach einem Arzt zu fragen, welcher Nicks Ohren untersucht. Nick ist noch schnell ins Hotel um Janosch zu sagen das er evtl. doch zum Tauchen geht und Janasch meinte wieder er ist dabei wenn Nick dabei ist. Wir sind dann gemeinsam zu Dr. Son gefahren. Er meinte das Trommelfell sei OK aber er hätte eine leichte Ohrenentzündung. Dr. Son meinte aber das sei kein Problem, wenn es schlimmer wird soll Nick wieder kommen. Am Abend haben wir uns zu dritt im Diving Center getroffen um den Theorieunterricht zu absolvieren.

Datum: 2009/10/22
Hello again

Ich hatte gestern noch das Busticket für die Fahrt an die Küste gekauft. Nach 60 Tagen Reise würde ich nun zum ersten mal ans Meer kommen. Als ich beim Frühstück saß kam ein Easy Rider und fragte, ob ich mit Ihm nach Na Trang fahren möchte. Das wurde mir schön öfter angeboten... Mit den Easy Riders lange Strecken zu fahren. Man kann mehrere Tage mit den Mopeds durch Vietnam brausen. Das ganze war aber recht teuer. So zwischen 45 und 60 Dollar pro Tag, je nach Verhandlungsgeschick. Das ist mir viel zu teuer. Außerdem sah das Wetter nicht so toll aus und es schien mir auch eine recht unbequeme Art zu reisen zu sein. Er meinte, er währe mit einem Kunden von Na Trang nach Dalat gefahren und würde jetzt leer zurückfahren. Ich könne für 20 Dollar mitkommen und wir könnten den ganzen Tag miteinander Verbringen. Für 15 bin ich dann gefahren, dass waren zehn Dollar mehr als mein Busticket, welches mir zurückerstattet wurde. Wir sind dann auf einer keinen Passstraße durch die Berge gefahren. Er hat aber nie von sich aus angehalten. Als ich das gemerkt hatte, habe ich die Regie übernommen und ihm gesagt, wo er halten soll, wo ich was essen will usw.! An einer Stelle habe ich dann einen kleinen Pfad gefunden. Ich habe ihm gesagt, dass ich dort etwa eine Stunde laufen möchte, da mir mein Hintern sehr weh tat. Das war eine sehr gute Idee. Der Weg führte durch die Felder der Bergvölker. Ich hätte dort Stunden laufen können... Später in Na Trang habe ich in einem kleinen Familienhotel ein Zimmer gemietet. Die Leute wahren sehr nett, doch leider gibt es dort kein Internet und auch die Möglichkeit andere Leute zu treffen war nicht vorhanden, da es keine Bar, Restaurant, Lobby oder ähnliches gab. Das Hotel war nur zum schlafen gut!

Ich bin dann zum Strand um etwas zu schwimmen. Auf dem Rückweg bin ich an einem tollen Hotel vorbeigekommen und habe gleich in Zimmer für den nächsten Tag gebucht. Anschließend bin ich in ein Restaurant um etwas zu essen und um das kostenlose WIFI zu nutzen. Ich hatte ein Email von Nick, den ich in Kambodscha getroffen hatte, erhalten. Auch er wird heute nach Na Trang kommen. Ich habe ihm geschrieben, in welchen beiden Hotels er mich in den nächsten beiden Tagen finden kann.

Da es in Na Trang außer dem Strand und Bars nicht viel zu tun gibt, habe ich mir überlegt hier einen Tauchschein zu machen. Als ich gerade vor einem Diving Center stand, hat mir jemand zugerufen. Es war Nick mit einem anderen Deutschen den er in Saigon getroffen hatte. Sie haben zusammen ein Busticket mit dem man von Saigon nach Hanoi fahren kann und immer wieder ein und aussteigen kann. Nick fand die Idee einen Tauchschein in Vietnam zu machen nicht schlecht und fragte mich was es kostet. Ich hatte keine Ahnung, aber meiner Meinung nach ist es in Vietnam viel günstiger als irgendwo anders in der Welt. Also haben wir nachgefragt. Das ganze würde für uns incl. sechs Tauchgängen 200 Dollar pro Person kosten. Nick hatte vor sieben Jahren ein gerissenes Trommelfell und hatte deshalb bedenken. Der andere Deutsche – Janosch meinte er würde einen Tauchschein machen, wenn Nick dabei ist. Aber eigentlich wollten die beiden schon am nächsten Tag wieder weiterfahren. Da sie beide auf dem selben Ticket reisten wollte Janosch dann andere Ziele auslassen und das ganze endete in einer endlosen Diskussion. Nick wollte den Tauchschein sehr gerne machen, hatte nur Bedenken wegen seines Trommelfells. Er ist dann noch ins Internetcafe um etwas zu googeln und hat dann entschieden nicht zu tauchen.

Als wir uns getroffen hatten wahren die beiden gerade auf der Suche nach eine einer Schnorcheltour. Ich wollte einen Tag mit Nick verbringen und deshalb habe ich mich entschieden erst einen Tag später mit den tauchen zu beginnen. Wir sind dann in ein Reisebüro um die Tour zu buchen. Janosch wollte dann plötzlich nicht mehr Schnorcheln. Nick wollte aber gehen - wir haben dann ein Ticket gekauft. Die beiden sind dann in ihr Hotel und ich bin noch in eine Bar gegangen.

Datum: 2009/10/21
Ich will Lokomotivführer werden!

Ich will Lokomotivführer werden! Heute habe ich mir ein Mountainbike ausgeliehen. Ich habe mir noch überlegt, ob ich nicht ein Moped leihen will. Da ich mein Gefährt aber für längere Zeit abstellen wollte habe ich mich für das Fahrrad entschieden, da ich ein besseres Gefühl hatte ein Fahrrad für längere Zeit abzustellen.

Zuerst wollte ich mit dem Zug in einen etwa 15 km entfernten Ort fahren. Also bin ich zum Bahnhof gefahren und wollte dort ein Ticket kaufen. Die Ticketverkäuferin fragte wie viel Tickets ich brauche. Sie meinte dann, der Zug würde erst fahren, wenn mindestens fünf Leute da sind und ich sie bisher der einzigste. Ich habe etwas gewartet und als ich gerade gehen wollte ist ein Auto mit zwei Touristen aus Spanien gekommen. Deren Führer hat etwas über die Eisenbahn erklärt. Er hat mich gefragt, wie weit mein Wohnort von Esslingen entfernt ist. Er hat das gefragt, da auf den Gleisen ein alter Wagon stand, welcher in Esslingen gebaut wurde. Als wir gerade überlegten, ob wir die Kosten für die zwei fehlenden Tickets aufteilen sollen, kam nochmal eine Gruppe und der Zug konnte losfahren. Als wir angekommen wahren haben mich die Spanier eingeladen mit ihnen und ihrem Guide mitzukommen. Wir sind dann durch den Ort gelaufen und haben eine Pagoda besucht. Die Schuppen der Drachen wahren aus leeren Bierflaschen. Wenn mal wieder eine solche Pagoda gebaut wird helfe ich gerne beim leeren der Flaschen... Auf dem Rückweg habe ich gefragt, ob ich in der Lokomotive mitfahren darf. Ein Bubentaum wurde wahr!

Ich bin dann zu einem Wasserfall gefahren. Es ging recht lange den Berg hinunter und mir gefiel der Gedanke gar nicht, dass ich das alles wieder hochstrampeln muss. Bei diesem Wasserfall gab es einen Alpincoaster wie am Golm. Ich bin dann mit einem Bob zum Fuße des Wasserfalls gefahren und wieder hinaufgelaufen. Im Gegensatz zu der Bahn am Golm, wird der Bob nicht bei 40 km/h gebremst!

Es war gerade erst Mittagszeit und ich wollte noch einen zweiten Wasserfall besuchen, dazu musste ich aber noch weiter den Berg hinunter fahren... Da ich nicht wusste was ich mit dem Tag sonst noch anfangen sollte, habe ich mich entschieden zum zweiten Wasserfall hinunterzurollen. Bei diesem Wasserfall konnte man mit einer Seilbahn am Wasserfall vorbeischweben. Ich habe mich dann noch in einem Straßenrestaurant für die Auffahrt gestärkt und eine Flasche Wasser gekauft. Sie wollte dann 50 Tausend Dong von mir. Ich muss wohl etwas verdutzt geschaut haben, weil das für ein Straßenrestaurant sehr teuer wahr. Daraufhin hat sie mir dann die Hälfte wieder zurückgegeben. Bei der Rückfahrt fand ich es dann gar keine gute Idee mehr kein Moped zu mieten. Die Gefahr, dass jemand das Moped oder Teile davon stiehlt schien mir dann doch recht gering zu sein. Ich bin dann 12 km und etwa 600 Höhenmeter den Berg hinaufgefahren. Es wahren recht viele Straßenarbeiter da die mir alle zugerufen haben. Die Leute (auch Mädels) auf den Mopeds haben mir "Strong Man" zugerufen. Ich hätte mich am liebsten an Ihren Mopeds fest gehalten. Nach 1,5 Stunden hatte ich es dann endlich geschafft!

Zum Abschluss bin ich dann noch mit einer neuen Doppelmayer Seilbahn zu einem See gefahren. Die Fahrt war sehr schon und am See konnte man schön lauen. Da der See sehr groß ist, konnte man leider nicht drumherum laufen. Ich bin dann etwas 1,5 Stunden am See gelaufen und mit der Seilbahn wieder zurückgefahren.

Datum: 2009/10/20
Bird Watching

Heute habe ich mich entschlossen den höchsten Berg in Südvietnam zu besteigen. Das ganze scheint keine große Sache zu sein. Etwa vier bis fünf Stunden bis zu einer Höhe von 2169 Metern. Ein "Easy Rider“ hat mich zu dem Berg gebracht und dort auf mich gewartet. Es führte eine Teerstraße den Berg hinauf. Der "Easy Rider“ meinte es würde dann bald einen anderen Weg geben...

Als ich den Berg hinaufgelaufen bin, habe ich eine Gruppe Einheimischer getroffen. Einer hat mich gefragt, wo mein Freund sei. Ich sagte Ihm, dass ich alleine unterwegs bin. Da meinte er ich soll mit Ihnen laufen. Alle haben recht gut englisch gesprochen. Nach etwa 15 Minuten kam eine Raststationen und wir haben dort etwas getrunken. Danach sind wir weiter den Berg hinaufgelaufen. Wir sind dann durch den Wald gegangen, aber der Weg führte immer wieder auf die Teerstraße. Die Mädels in der Gruppe hatten schnell keine Lust mehr den Berg hinaufgelaufen. Auf der Straße sind ständig Jeeps gefahren, um Touristen den Berg hinauf zu fahren. Sie haben eines dieser Autos angehalten und sind eingestiegen. Dies hat ein unglaubliches Lächeln in ihr Gesicht gebracht. Die Jungs sind weiter den Berg hinaufgelaufen. Oben haben wir uns wieder getroffen. Die Vietnamesen haben Restaurant auf dem Gipfel etwas gegessen und sind dann mit dem Jeep wieder ins Tal gefahren.

Ich wollte noch einen weiteren Berg besteigen. Es gab keine Wegzeichen, aber ich habe dann doch einen guten Pfad gefunden, welcher dann später auch ein paar Wegmarkierungen hatte... Erst bin ich durch Pinienwälder und dann durch Tropenwald gelaufen. Es kam mir dann auch eine Gruppe mit einem Reiseführer entgegen. Der konnte es gar nicht glauben, dass ich ganz alleine Unterwegs bin. Es war aber wirklich keine große Sache. Kurz vor dem Gipfel hat es zu Regnen begonnen und ich habe einen Vater mit seiner Tochter getroffen. Sie hatten jede Menge Gepäck dabei. Ich habe die beiden überholt, doch am Gipfel haben wir uns wieder getroffen. Sie wahren aus Kanada lebten aber schon seit einigen Jahren in Hanoi. Sie sind hier her gekommen um Vögel zu beobachten. Wir sind dann gemeinsam abgestiegen und nach etwa einer Stunde haben sie ihrer Ferngläser und Teleskope aufgebaut. Mann konnte die Vögel wirklich sehr gut beobachten. Es war sehr interessant ein paar Stunden mit Vogelbeobachtern zu verbringen. Douglas meinte später: "You will become a Bird Watcher“! Es war zwar ganz nett, aber mich fehlt die Geduld und außerdem würde ich nie in aller Herrgottsfrühe aufstehen um Vögel anzusehen...

Als ich am Abend ins Hotel zurückgekommen bin war meine Visaverlängerung endlich erledigt. Ich hatte einen weiteren Stempel in meinem Pass. Dort wurde auch eingestempelt, dass die Verlängerung zehn Dollar kostet. Die Visa Lady hat aber 25 Dollar von mir verlangt - für den Service... Wahrscheinlich sind noch ein paar Bestechungsgelder inbegriffen. In meinem Reiseführer steht zumindest, dass es in der Regel nicht funktioniert, wenn ein Tourist selbst zum Visabüro geht. Wenn man es überhaupt findet! Egal 30 Tage mehr Vietnam!!!

Datum: 2009/10/19
Easy Riders

In Vietnam gibt es Fremdenführer welche mit ihrem Moped durch die Gegend fahren und die Sehenswürdigkeiten erklären. Die „Easy Riders“ sprechen gut englisch und sind überall zu finden. Ich habe mich entschieden einen Ausflug ins Bergland von Dalat zu unternehmen. Dalat wird auch als Stadt des ewigen Frühlings bezeichnet, da sich die Temperaturen im Jahr zwischen zehn und 25 Grad schwanken. Es wird dort sehr viel Obst, Gemüse und Kaffee angebaut. Darüber hinaus gibt es eine Blumen und Pilzzucht. Durch das milde Klima kann bis zu vier mal im Jahr geerntet werden. Ich hatte die Gelegenheit diese Farmen zu besuchen. Ferner stand der Besuch eines Wasserfalls, einer Seidenfabrik und einer großen Pagoda auf dem Programm. Zum Abschluss sind wir noch zu einem ehemaligen Militärflughafen und zu einem Dorf gefahren in dem die Bergvölker aus dieser Region leben. Nach etwa sechs Stunden war ich wieder im Hotel und bin mit dem Australier zum Abendessen.

Datum: 2009/10/18
Nussknackerinnen

Es ist wieder ein Taifun über Vietnam gezogen, was sich in Dalat durch starke Niederschläge bemerkbar machte. Ich habe ausgeschlafen und anschließend im Zimmer etwas fern gesehen und im Internet gesurft. Als ich mich gegen Mittag nach meiner Visa Verlängerung erkundigt habe, meinte die Visa Lady sie würden es erst am Montag machen. Easy, easy no problem! Irgendwie beunruhigt mich das Easy, easy no problem mehr wie wenn sie gleich gesagt hätte dass ich meinen Pass erst am Montag wieder bekomme...

Ich habe in der Hotellobby meine Reiseberichte der letzten Tage nachgeholt und gewartet, dass das Wetter etwas besser wird um ein paar Dinge einzukaufen. Es war noch ein älterer Australier in der Lobby und wir haben uns etwas unterhalten. Er konnte an dem Computer vom Hotel seine Emails nicht abrufen, deshalb habe ich ihm angeboten mein Netbook zu verwenden, mit dem es tadellos funktioniert hat. Ich habe Ihn gefragt, ob er einen Laden in der nähe kennt und wir sind dann gemeinsam hin gelaufen. Da der Regen immer schwächer wurde sind wir noch zum Crazy House und zum Sommerpalast gelaufen. Das Crazy House ist ähnlich wie das Hundertwasserhaus und zeichnet sich durch seine spezielle Architektur aus. Der Australier hatte keine Lust zurückzulaufen. Da ich schon hungrig war bin ich ins Zentrum gegangen und er ist mit dem Mopedtaxi ins Hotel zurückgefahren. Auf dem Weg dort hin habe ich eine kleine Marktstraße gefunden. In einem Minirestaurant haben sie in kleinen Pfannen eine Art Omelette mit einer unbekannten Füllung gebraten. Ich habe mich entschieden dort zu essen und die Entscheidung nicht bereut!

Als ich wieder im Hotel war habe ich in paar Programme auf meinem Netbook installiert. Plötzlich klopfte der Australier an der Tür und fragte mich ob ich ein paar Bier trinken will. Wir sind dann zuerst in eine Bar und anschließend noch ein eine Disko gegangen. Dort war die Musik so laut dass man es kaum ausgehalten hat. In Deutschland wäre diese Lautstärke mit Sicherheit verboten. Wir haben zwei Bier bestellt die brunzwarm waren. Zudem war das Bier sehr teuer. Für diesen Preis bekommt man normalerweise eine Mahlzeit in einem guten Restaurant oder zwei Essen auf der Straße. Sie haben dann einen Kübel mit Eis gebracht um das Bier zu kühlen. Wir bestellten gleich noch zwei weitere Flaschen, damit diese Zeit hatten abzukühlen. Außerdem haben wir ein Erfrischungstuch und Nüsse bekommen. Die Bedienung hat das Tuch ausgepackt und auf den Tisch gelegt. Jedes mal, wenn man es verwendet hat wurde es von der Bedienung neu gefaltet und auf den Tisch gelegt. Ferner hat sie die Pistazien geschält und uns den Kern in die Hand gelegt. Als sich der Australier eine Zigarette anzünden wollte, hatte er sie noch nicht mal im Mund als ihm die Bedienung das Feuer unter die Nase gehalten hat. Da es wirklich sehr laut war sind wir nach drei Bier wieder gegangen.

Der Australier wollte noch nicht ins Hotel und ist in das nächste Taxi gestiegen um eine "crowded bar" zu finden aber über all wo das Taxi hingefahren ist, war kein Mensch in der Bar. Es war wirklich nichts los in der Stadt. Ich habe dem Taxifahrer gesagt er soll zum Hotel fahren. Er meinte "one more stop"! Der Fahrer hat an einem Nachtclub gehalten und dort war wirklich noch was los und es war auch nicht so unerträglich Laut. Dort sind wir dann geblieben bis der Laden geschlossen hat und sind zu dritt mit dem Moped ins Hotel zurück.

Datum: 2009/10/17
Visa Extension

Gestern Abend habe ich noch im Hotel gefragt, wann ein Bus nach Dalat fährt. Die Dame an der Rezeption meinte um 9:00 Uhr. Ich fragte ob ich um 9:00 im Hotel abgeholt würde und die Dame stimmte zu. Als ich dann heute Morgen um 8:30 mein Ticket kaufen wollte meinte Sie ich müsste dieses Ticket am Busbahnhof kaufen und auch der Transport war plötzlich nicht mehr existent. Also musste ich mein Frühstück ausfallen lassen und Sie haben mir ein Taxi gerufen. Das war dann aber so teuer, dass die Dame vom Hotel meinte sie würde ein anders Taxi holen. Neben dem Hotel war ein Reisebüro und 2 Minuten später war ich auf einem Moped Richtung Busbahnhof. Der Fahrer hat noch das Ticket für mich gekauft und mir gezeigt wo der Bus fährt. Das war bisher das teuerste Hotel auf meiner Reise aber das Personal ist wirklich für nichts zu gebrauchen...

Ich war sehr froh, als der Bus zur Mittagspause gehalten hat, da ich ohne Frühstück natürlich sehr hungrig war. Als ich mich an einen Tisch setzen wollte, meinte ein Vietnamese ich soll mich ans Fenster setzen - wegen der guten Aussicht. Es war der Guide eines israelischen Touristen. Wir sind ins Gespräch gekommen und ich habe ihn gefragt ob ich in Dalat mein Visa verlängern kann. Er stimmte zu und hat sogleich einen Freund angerufen, der mich am Busbahnhof abholt und mir mit dem Visum weiter hilft. Er hat mir noch die Handynummer seines Freundes aufgeschrieben... Ich war nun sehr glücklich, alles schien plötzlich sehr einfach zu sein.

Als ich in Dalat ankam war niemand da um mich abzuholen. Es war natürlich schon jemand da, aber nicht die Person, welche ich erwartet habe. Ich habe dann meinen Zettel mit der Nummer gezeigt und gesagt, dass ich bereits abgeholt werde. Der Fahrer hat dann gleich die Nummer angerufen und was mir schon klar war sofort einen überhöhten Preis für diesen Service verlangt. Ich sagte ihm, er soll es mit dem Fahrer der mich abholt ausmachen... Ich wollte zuerst das Visum verlängern und danach ins Hotel gehen. Er hat mich dann aber zum Hotel gebracht und meinte dort sei die "Visa Lady". Die Visa Lady meinte, dass es heute zu spät sei und sie würde die Fristverlängerung morgen machen. Meine Bedenken, dass morgen Samstag ist zerstreute sie mit: Easy, easy no problem!

Datum: 2009/10/16
Ritter Sport

Am nächsten Tag ist unsere Gruppe in verschiedene Richtungen aufgebrochen. Jeder war etwas traurig, dass sich die Gruppe nun auflösen wird. Lieve ist nach Laos gereist, Nick nach Phnom Penh um ein Vietnam Visa zu besorgen und ich wollte über eine etwa 70 km entfernte Grenze nach Vietnam einreisen. Diese Grenze ist in meinem Guidebook nicht eingezeichnet, es gibt dort nur eine Straße. Auch im Internet konnte ich keine Informationen über die Grenze finden. Um den nächsten regulären Grenzübergang zu erreichen, müsste ich allerdings nach Phenom Penh zurückkehren, was etwa 15 Stunden dauert und dann bin ich immer noch nicht in Vietnam. Außerdem würde ich dann wieder nach Saigon kommen und dort war ich ja schon. Ich bin dann mit einem Pickup zu dieser Grenze gefahren. Der Weg war sehr gut passierbar, da sie gerade eine neue Straße bauen und Teile davon bereits fertig sind. Die anderen mussten die schlechte Matschstraße zurückfahren. Der kambodschainsche Grenzübergang war nur eine Hütte am Straßenrand. Der Beamte hat meinen Pass etwa zehn Minuten gelesen, bis er mir den Ausreisestempel gegeben hat. Vielleicht hat er gewartet, bis ich ihm einen Dollar gebe... Wir sind dann weitergefahren und nach etwa einem Kilometer zur vietnamesichen Grenze gekommen. Hier Stand ein großes Gebäude mit Computern. Es hat alles super funktioniert, das war die erste Grenze auf meiner Reise an der ich keine Formulare ausfüllen musste!

Mein Transport endete an der Grenze, der Pickup wurde mit Wahren aus Vietnam beladen und ist nach Ben Lung zurückgefahren. Ich wollte nach Dalat weiterreisen. Es war ein Minibus an der Grenze, der mich für 30 Dollar dort hinbringen würde. Das war natürlich viel zu teuer, aber es war auch die einzige Möglichkeit dort weg zu kommen. Ich habe den Preis dann auf 200 Tausend Dong und 5 Dollar runtergehandet. Ich wollte eigentlich nur in die nächste größere Stadt, aber er wollte mir gleich den ganzen Weg verkaufen. Es hat dann etwa eine Stunde gedauert bis der Minibus losgefahren und wir erreichen die erste Stadt gegen Mittag. Ich dachte der Bus würde weiterfahren aber er hat mich mit dem Moped zum Busbahnhof gebracht und mir ein Ticket gekauft. Das Ticket war aber nicht nach Dalat sondern nach Buon Ma Thuot etwa 200 km von Dalat entfernt. Ich habe ihm die 200 Tausend Dong schon an der Grenze gegeben und die 5 Dollar noch zurückgehalten. Die Dollars habe ich ihm natürlich nicht gegeben. Er wollte mich dann wieder auf sein Moped aufladen und zu einem anderen Ort bringen. Ich hatte darauf aber keine Lust und bin nach Buon Ma Thuot gefahren.

Da mein Vietnam Visum am 21. Oktober abläuft, habe ich versucht, in Buon Ma Thuot eine Visa Verlängerung zu beantragen. Aber weder die Damen im Hotel noch die Reisebüros kannten die Bedeutung des Worts "Visa Extension". Bei der Suche nach einem Visabüro habe ich einen Laden mit Ritter Sport Schokolade gefunden und mir gleich ne Tafel gekauft um meinem Frust los zu werden. Somit habe ich mich entschieden direkt am nächsten Tag nach Dalat weiterzufahren. Dieser Ort schien mir wesentlich touristischer zu sein. Mit der Hoffnung, das es dort einfacher ist, das Visum zu verlängern. Notfalls muss ich nach Saigon zurückfahren um das Visa zu verlängern. Da ich dort wie gesagt schon war hoffe ich sehr das Visa Problem in Dalat zu lösen!

Datum: 2009/10/15
You killed Donald Duck

Am nächsten Morgen wollten Nick und ich die anderen Wasserfälle sehen. Lieve hatte keine Lust, also sind wir zu zweit gefahren. Der Wasserfall war viel beeindruckender als der vom Vortag. Man konnte hinter dem Wasserfall laufen und auch eine Wasserfalldusche nehmen. Ich hatte zwar keine Badesachen dabei, aber auf dem Moped ist alles sehr schnell wieder getrocknet. Auf dem Rückweg ist mir dann eine Ente ins Vorderrad des Mopeds gesprungen. Sie hatte einen Flügel gebrochen. Komischerweise wahren die Leute total ruhig und wollten auch gar kein Geld. Ich habe mich dann entschuldigt und wir sind weitergefahren. Nick meinte: "You killed Donald Duck!" Der Weg zum zweiten Wasserfall war sehr matschig, da haben wir uns entschieden umzukehren und zum See zu fahren.

Lieve war inzwischen zum See gelaufen. Wir sind dann auch ins Wasser gesprungen um etwas zu schwimmen. Später bin ich auf einem kleinem Pfad um dem See gelaufen. Als ich zurückgekommen bin war es schon fast dunkel. Die anderen hatten inzwischen mit zwei Vietnamesen die in Kambodscha Urlaub machen Reiswein getrunken. Sie haben mich natürlich auch gleich eingeladen mit ihnen zu trinken. Als es bereits dunkel war sind die Vietnamesen gegangen und wir haben uns entschieden noch einmal im Mondschein zu schwimmen.

Datum: 2009/10/14
The Jacuzzi Crater

Da alle am nächsten Tag ausspannen wollten haben wir uns entschieden auszuschlafen und gegen Mittag zu einen See in einem ehemaligen Vulkankrater zu gehen. Der See war etwa 5 km entfernt. Wir wollten erst laufen, aber da der Weg nicht schön war hat Nick versucht einen Transport zu organisieren. Um drei Leute zum See zu bringen hätten wir zwei Mopedtaxis benötigt. Drei Personen incl. Fahrer pro Moped. Ein Weg hätte zwei Dollar gekostet, also alles zusammen acht Dollar! Da haben wir uns entschieden selbst für vier Dollar ein Moped zu mieten und zu dritt auf diesem Moped zum See zu fahren. Ich bin dann gefahren, es war gar nicht so einfach wie es immer ausgesehen hat. Die Kambodschaner hatten auf jeden Fall einen riesen Gaudi drei Langnasen auf einem Moped zu sehen. Selbst die Polizisten haben gelacht! Das Wasser war sehr warm - wie in einem Whirlpool! Deshalb haben wir den See den "Jacuzzi Crater" genannt. Es fing dann an zu Regnen und wir sind auf dem Tropenholzstufen des Steges im warmen Wasser gesessen. Das war echt herrlich... Anschließend haben in einem der Restaurants am See etwas gegessen. Die hatten dort einen kleinen Affen als Haustier. Ich denke wir haben mindestens eine Stunde mit dem Affen gespielt. Am Abend sind wir noch zu einem Wasserfall gefahren. Es gab noch zwei weitere, aber da es bereits dunkel wurde, sind wir zurückgefahren.

Datum: 2009/10/13
Paying 12 bucks to see the upper part of a fish

Es gibt zwei Busse von Kratie nach Ben Lung, einen um 8:00 und einen weiteren um 13:30. Nick und ich wollten am Morgen die Süßwasserdelfine im Mekong besuchen und mit dem Bus am Nachmittag weiterreisen. In etwa 40 Metern Entfernung konnte man die Delfine sehen und vor allem Hören. Es ist sehr schwierig, die Delfine zu fotografieren, da sie plötzlich irgendwo auftauchten und recht weit entfernt waren. Ich habe es recht schnell aufgegeben ein gutes Foto zu bekommen. Nick hat es weiter versucht. Nick's Resümee: „Paying 12 bucks to see the upper part of a fish“

Mit einer Stunde Verspätung sind wir dann um 14:30 in den Bus nach Ben Lung eingestiegen. Da der Bus recht voll war, konnten wir nicht zusammen sitzen. Schräg gegenüber von mir saß ein Mädel aus Belgien. Sie wollte eigentlich mit dem Bus am Morgen fahren, aber der ist wegen zu wenig Leuten nicht gefahren. Zum Glück haben wir Flipper besucht und nicht geplant den Bus am Morgen zu nehmen! Die Busfahrt dauerte ewig! Es gibt nach Ben Lung keine geteerten Straßen und da gerade Regenzeit ist war der Weg ein einziges Matschloch! An einer Stelle war das Wasser so hoch, dass es in den Bus gelaufen ist. Um 23:30 sind wir dann in Ben Lung angekommen. Lieve aus Belgien wollte eigentlich in eine andere Unterkunft wie Nick und ich. Da es aber schon so spät war, hat sie sich entschieden mit uns zu kommen.

Datum: 2009/10/12
Busfahrt nach Kratie

Ab nächsten Morgen bin ich um 7:00 in einen Bus in die Richtung Ratanakiri eingestiegen. Es gab keinen direkten Bus in den Ort, welchen in besuchen möchte. Also hatte ich einen Bus nach Kratie genommen, um dort zu sehen wie es weiter geht. Der Bus hat mich im Hotel abgeholt und noch einen Amerikaner – Nick aus Kalifornien. Er hatte den selben Plan wie ich. Das erste mal auf meiner Reise, dass ich jemanden getroffen habe, der zur selben Zeit die gleichen Pläne hat...

Nach etwa 10 Minuten mussten wir in einen anderen Bus wechseln. Dieses Spiel wiederholte sich nach weitern 30 Minuten. In diesem Bus habe ich ein Paar aus Irland getroffen. Ich dachte ich würde in Ratanakiri wenig Rucksacktouristen treffen, da die meisten Traveller in Kambodscha nur die Tempel von Angkor besuchen... Nach ein paar Stunden wurden wir aufgefordert den Bus zu verlassen, obwohl wir noch nicht in Kratie waren. Wir wurden mit dem Moped zu einem anderen Busbahnhof gebracht. Dort sollte der Bus nach Kratie in zwei Stunden eintreffen. Dies war um die Mittagszeit, also haben wir uns entschlossen gemeinsam etwas zu essen und sind nach zwei Stunden zum Busbahnhof zurückgekehrt. Wir mussten dann noch etwas 1,5 Stunden auf den Bus warten... Nach insgesamt 13 Stunden Busfahrt sind wir dann endlich in Kratie angekommen.

Datum: 2009/10/11
Wat Wanderung

Es hat sich gelohnt einen Tag mit der großen Tempelrunde zu warten. Das Wetter war viel besser und auch die Lust wieder Tempel zu besichtigen war nach einem Tag „Tempelpause“ viel höher. Heute habe ich das Fahrrad nicht in meiner Unterkunft ausgeliehen, da die nur Schrottkübel haben! Auf den ersten Blick sahen die Fahrräder gar nicht so schlecht aus. Doch für einen Dollar mehr habe ich ein super Mountainbike bekommen. Sogar mit Gangschaltung obwohl man die kaum braucht, da alles sehr eben ist. Mit diesem Fahrrad hat es jedenfalls sehr viel mehr Spaß gemacht und ich konnte auch viel schneller fahren. Denn es hatte wie gesagt eine Gangschaltung und die Bremsen funktionierten auch.

Ich habe dann das Fahrrad abgestellt und bin zwischen den Tempeln „Angkor Thom“ und „Angkor Wat“ umher gewandert. Dazwischen war noch ein kleiner Berg von dem man einen schönen Ausblick über den Junggel und natürlich die Tempel hat. Zum Finale wollte ich noch mit einem Heißluftballon aufsteigen, das war jedoch wegen des Wetters nicht möglich.

Heute Abend habe mich mit einem Wiener zum Abendessen verabredet. Er hat sich in Laos in eine Vorarlbergerin verliebt und wird nach seinem Urlaub von Wien ins Ländle übersiedeln. Naja, vielleicht finde ich ja auch eine Vorarlbergerin in Laos ;-) Bevor ich zum Abendessen gegangen bin habe ich Paris in der Hotellobby getroffen. Sie ist gerade in Siam Riep angekommen. Ihre Reisepläne sind sehr ähnlich und evtl. treffen wir uns in Vietnam wieder. Ich habe sie zum Abendessen mitgenommen und auch der Wiener hatte ein Mädel aus USA dabei, die er in den Tempeln von Angkor getroffen hat.

Datum: 2009/10/10
It's Raining Man

Heute bin ich früher aufgestanden, um genug Zeit für die “große Runde” (27 + 5 km) zu haben. Als ich nach dem Frühstück aufbrechen wollte begann es gerade zu Regnen. Der Regen dauert meistens nur kurze Zeit und so habe mich entschlossen noch etwas zu schlafen. Nach 45 Minuten war der Regen vorbei, aber das Wetter war nicht so richtig schön. Da hatte ich nicht so recht Lust auf die Tempel und habe mich entschieden heute lieber ins Museum zu gehen und die Homepage zu aktualisieren! Das war auch eine gute Entscheidung, dann kurz darauf hat es wieder geregnet und diesmal recht lange... Erst nach dem Mittagessen wurde das Wetter besser und ich bin ins Museum gefahren. Ich hoffe morgen ist das Wetter besser...

Am Abend bin ich noch in sehr gutes Restaurant zum Essen. Das war das erste mal, dass ich seit meiner Abreise wieder mit Messer und Gabel gegessen habe. In Vietnam und Kambodscha verwenden auch die Einheimischen Besteck, jedoch Löffel und Gabel. In Phnom Penh und Siam Riep gibt es sehr viele Touristenrestaurants. Ein Essen mit 2 Bier kostet dort zwischen 4 und 8 Dollar. Der Standard ist dort sehr hoch und mit Europa absolut vergleichbar. Es gibt dort auch nur englische Speisekarten und keine einheimischen Gäste. In einem einfachen Restaurant bekommt man das selbe für 2 Dollar. Ist deshalb auch nicht schlechter nur das Ambiente ist anders. Das Essen in Kambodscha ist sehr lecker und ich habe schon sehr viel verschiedene Dinge ausprobiert. Es gibt natürlich auch „Western Food“ aber bisher hat ich noch nicht das Bedürfnis danach, denn die Khmer Küche schmeckt mir sehr gut und ist abwechslungsreich!

Datum: 2009/10/09
Kleine Angkor Runde

Am nächsten Tag bin ich irgendwie nicht so richtig los gekommen. Dann habe ich auch noch das Netbook zum Frühstück mitgenommen und verbrachte noch recht viel Zeit im Internet. Bin dann nicht bei Xiaoling vorbeigefahren, da es inzwischen nach Mittag war und ich dachte sie ist eh schon lange weg.

Ich hatte mir für diesen Tag die “kleine Runde” vorgenommen. Das sind 17 km plus etwa 5 km zu den Tempeln. Es sollte für einen halben Tag mit dem Fahrrad kein Problem sein. Diese Tempel wahren viel beeindruckender wie jene, welche ich am Vortag gesehen hatte. Ein Tempel war total verwachsen und die Mauern sind mit riesengroßen Urwaldbäumen zusammengewachsen.

Auf dem Rückweg habe ich Xiaoling getroffen. Sie ist auch erst am Nachmittag zu den Tempeln aufgebrochen. Beim zurückradeln hat es zwei mal recht heftig geregnet und wir mussten uns unterstellen. Da wir an diesem Tag unterschiedliche Tempel besucht hatten, konnten wir unsere Erfahrungen austauschen. Ich hatte Xiaoling noch gebeten mir mit meinem chinesischen Netbook zu helfen, da ich noch ein paar Einstellungen vornehmen wollte. Dies ist mit einer Übersetzerin natürlich sehr viel einfacher! Anschließend sind wir zum Abendessen gegangen.

Datum: 2009/10/08
Tarzan

Das Tuk Tuk hatte mich bereits um 6:00 in meinem Hotel abgeholt. Ich war noch sehr müde und auch Xiaoling ging es nicht anders. Wir hatten beide noch nichts gefrühstückt, deshalb haben wir den Fahrer gebeten bei Restaurant zu halten.

Die Tempel, welche wir an diesem Tag besichtigen wollten lagen alle etwas außerhalb, deshalb hatten wir viel Zeit die Landschaft zu genießen. An einem Ort hatten wir die Gelegenheit etwa 2 km durch den Junggel zu einem Wasserfall zu laufen. Dort haben wir die Füße im Wasser baumeln lassen und sind wieder zurück gelaufen. Es gibt dort auch Lianen mit denen man wie Tarzan durch den Junggel schwingen kann...

Gegen Nachmittag waren wir wieder im Hotel. Ich wollte am Abend noch einmal mit dem Fahrrad zum größten Tempel “Angkor Wat” fahren um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Xiaoling war zu müde und wollte lieber schlaffen. Sie war sich auch nicht sicher, ob sie am nächsten zu den Tempeln geht oder lieber zum Shopping...

Datum: 2009/10/07
Tuk Tuk

Nun bin ich mit einem Tag Verspätung nach Siam Riep gefahren. Ich habe versucht im Bus Reiseberichte zu schreiben, aber wegen der schlechten Straßen war dies nicht möglich. Auf der Fahrt konnte man sehen, dass große Teile des Landes überschwemmt sind. Dies ist für diese Jahreszeit normal. Deshalb sind die meisten Häuser auch auf Pfählen gebaut.

Später beim Abendessen kam ein asiatisches Mädel an den Nachbartisch. Ich fragt die Asiatin, ob sie an meinen Tisch kommen möchte. Ihr Name ist Xiaoling und sie kommt aus China. Ich war noch auf der Suche nach einer Begleitung für den nächsten Tag um die Kosten für das Tuk Tuk zu teilen. Aber im Hotel hatte ich nur Traveler getroffen, die kurz vor der Abreise waren. Dies hatte aber den Vorteil, dass mir diese Leute Tipps geben konnten. Da alle schon drei Tage in den Tempeln von Ankor verbracht hatten. Xiaoling war auch erst angekommen und da sie wenig Geld zur Verfügung hat war auch sie sehr froh, diese Kosten zu teilen. Das Ticket ist drei Tage gültig, aber man braucht nur für einen Tag ein Tuk Tuk. Die anderen beiden Tage kann man mit dem Fahrrad machen. Das hatte ich im Hotel schon erfahren. Nach dem Essen sind wir dann gemeinsam losgegangen um den Preis für die Fahrt zu verhandeln.

Datum: 2009/10/06
Crazzy Driver

Bevor ich um 12:00 Uhr mit dem Bus nach Siem Reap weiterfahren wollte, habe ich mich entschlossen noch einmal zum königlichen Palast zu fahren. Da dieser eh um 11:00 schließt, war noch genug Zeit im Hotel den Bus zu buchen und das Zimmer zu räumen. Der Fahrer vom Vortag war wieder vor meinem Hotel. Wir sind zum Palast gefahren und es wahren überall Straßensperren. Er meinte, wahrscheinlich will der König irgend wo hin. Einmal mussten wir das Moped über einen hohen Randstein haben um über einen Park weiterzufahren. Kurz vor dem Palast habe ich dann bemerkt, dass ich meine Kamera vergessen hatte. Wir sind dann trotzdem hin gefahren um zu prüfen, ob er überhaupt zugänglich ist. Die letzten Meter wahren wieder gesperrt und ich bin dann zum Eingang gelaufen. Der Palast war heute offen und der Preis war genau der selbe wie am Tag zuvor, obwohl da der Palast gesperrt war. Also bin ich nochmal zurück ins Hotel um die Kamera zu holen.

Am Eingang hat eine Mädel die Verkäuferin gefragt, ob das Ticket für den Palast und die Silber Pagode gültig ist. Da die Frau kein Englisch sprach, habe ich Ihr diese Frage beantwortet und sogleich meine Dienste als Guide für die Silber Pagode angeboten, da ich diese ja gestern schon besichtigt hatte.... Ihr Name ist Cindy und sie kommt aus Malaysia. Ihr Hobby ist Reisen und für ein Mädel aus Südostasien, ist sie schon ganz schön rumgekommen. Sie hat mir ganz stolz erzählt, dass sie schon in 14 Ländern war und auch schon in Europa. Sie hatte nicht gewusst, das der Vatikanstaat auch ein Land ist, somit konnte sie ihren Länderzähler um eins erhöhen, was sie sehr glücklich machte... Als mich Cindy fragte wie viele Länder ich bisher besucht hatte, konnte ich es ihr nicht sagen. Also haben wir es gezählt.. Bisher sind es 26, aber es kommen ja auf dieser Reise noch ein paar hinzu :-) Nach dem Palast sind wir mit meinen Fahrer zu dritt im „cambodia style“ auf dem Moped in eine Bar gefahren um noch ein Bier zu Trinken. Als ich nach der Zeit fragte, war mein Bus schon weg und auch die Checkout Zeit für das Zimmer überzogen. Auch Cindy musste sich beeilen, da sie zum Flughafen musste.

Ich fragte meinem Fahrer, ob er eine Idee hat, was wir mit dem angebrochen Tag anfangen können. Er meinte wir sollten einen Freund von ihm auf der Mekong Insel gegenüber von Phnom Penh besuchen. Dort hätte ich die Chance den Lebensstandard der Landbevölkerung kennen zu lernen und im Haus seines Freundes etwas zu essen. Also sind wir auf die Fähre und in etwa zehn Minuten zur Insel über gesetzt. Der Kontrast war schon krass. Eben noch in der Hauptstadt Kambodschas und nun hatte man das Gefühl hunderte Kilometer von der Hauptstadt entfernt zu sein. Wir sind dann eine Stunde umhergeirrt. Er hat das Haus seines Freundes nicht gefunden. Auch das Anrufen hat irgendwie nicht weitergeholfen. Der Fahrer lies sich zwischendurch noch die Haare schneiden. Mir wurde das ganze langsam zu doof und mein Hintern tat mir auch schon sehr weh. Also habe ich ihm vorgeschlagen mich beim nächsten Restaurant abzusetzen und alleine nach dem Haus zu suchen. Als er wieder kam hatte er für mich bezahlt und meinte er sei ein „Crazzy Driver“ und er würde das Haus nicht finden. Ich müsste für diesen Trip nicht bezahlen, weil das sein Fehler war.... Ich hätte zwar eh nicht gezahlt, dass er es aber von sich aus angeboten hat, ist schon sehr außergewöhnlich. Das Geld für mein Essen habe ich ihm natürlich gegeben.

Auf dem Rückweg meinte er ich könnte mit zu einer kambodschanischen Party kommen. Ich brauch auch für nichts bezahlen. Da ich schon zwei Tage mit diesem Fahrer verbracht hatte und ein gutes Gefühl hatte, habe ich mich entschlossen mitzukommen. Wir sind dann ewig durch Phnom Penh gefahren. Plötzlich hat er an einer Straßenkreuzung angehalten und meinte die anderen würden hier her kommen. Es kam dann auch jemand mit einem Moped. Er hatte zwei Tische und Hocker dabei, welche dort aufgestellt wurden. An seinem Moped wahren 4 Kanister mit Kokosnusswein befestigt. Wir begannen den Wein zu trinken und mini Schrimps zu essen. Er meinte, das Getränk würde keinen Alkohol enthalten. Ich habe das nicht geglaubt, denn es schmeckte nach jungem Alkohol. Ich war also recht zurückhaltend, da mir das ganze nicht mehr so geheuer wahr. Ich habe dann auch recht schnell Kopfweh von dem Zeug bekommen. Später meinte er dann das wohl doch etwas Alkohol drin ist. Es kamen immer mehr Leute und viele konnten auch englisch, somit konnten wir uns ganz gut unterhalten und ich habe viel über Kambodscha erfahren. Der „Crazzy Driver“ hatte die Geschichte von der Insel erzählt und alle haben ihn ausgelacht... Er meinte er würde kurz wegfahren um etwas zum Essen zu holen, Schwein und Huhn. Er kam aber mit Krabben zurück. Er hat eine ganze Krabbe in den Mund gesteckt und sie zerkaut. Somit war für mich klar, dass man wohl alles essen kann. Ich hatte noch nie Krabben gegessen. Ich habe das Teil dann langsam Stück für Stück verspeist. Die Füße haben mir eigentlich noch besser geschmeckt wie der Körper. Etwas später habe ich ihn gebeten, mich zum Hotel zurückzubringen, da ich nicht zu spät dort ankommen wollte. Ich habe ihm dann ein paar Dollar gegeben, worüber er sehr glücklich war. Bevor ich ins Bett gegangen bin, habe noch eine Kopfschmelztablette genommen...

Datum: 2009/10/05
ÄÖÜßäöü

Gestern Abend ist das Internet ausgefallen, deshalb habe ich mich offline mit meinem Netbook beschäftigt. Ich versuchte die Ländereinstellungen auf Deutschland umzustellen. Wenn in der Auswahl nur chinesische Zeichen stehen, ist das nicht so einfach. Mit dem "Try and Error" Verfahren konnte ich die Tastatur auf deutsch umstellen, und somit stehen mir jetzt die Umlaute zum schreiben zur Verfügung!

Heute morgen habe ich den königlichen Palast angesehenen.Vor meinem Hotel habe ich mit einem Moped Taxifahrer einen Preis ausgemacht. Leider war an diesem Tag nur die Silber Pagode geöffnet und ich konnte keine Information erhalten, ob der Palast am nächsten Tag zugänglich ist. Somit musste ich mich mit einem kleinen Teil des königlichen Palastes zufrieden geben. Als ich den Palast verlassen hatte war der Fahrer immer noch da und hat mich auch zu den anderen Orten gebracht!

Anschließend habe ich mir das Gefängnis S-21 und die "Killingsfields" angesehenen. Dies sind die Orte, welche durch die Verbrechen der "Roten Khmer" gegen das eigene Volk bekannt wurden. Die "Roten Khmer" haben an diesen Orten tausende Männer, Frauen und Kinder gefangen gehalten und ermordet.

Alle Preise in Kambodscha sind in US Dollar angeschrieben und man bekommt am Geldautomaten auch nur US Dollar! Die Landeswährung, der "Riel" wird nur für Beträge, die kleiner sind als ein Dollar verwendet. Der "Riel" dient somit als Ersatz für die Cent-Münzen. Wenn es auch ein Euro Scheine gäbe, hätte der Euro sicher auch die Möglichkeit, in diesen Ländern eingesetzt zu werden. Doch leider will unsere Notenbank keinen ein Euro Schein herausgeben...

Datum: 2009/10/04
Vier Dollar

Ich sitze gerade in einem Boot von Vietnam nach Phnom Penh. Ich bin sehr froh, dass ich mit dem Boot gefahren bin. Das Boot gleitet sehr sanft ueber das Wasser und man kann gut schlafen oder mit dem Laptop schreiben. Keine Ahnung, was daran gefaehrlich sein soll? Nach der Abfahrt hat man die ueblichen Reisepapiere und einen Visaantrag fuer Kambodscha erhalten. Dann hat der Bootsbegleiter die Paesse eingesammelt und wollte 25 $. Das Visum kostet aber 20 $, deshalb habe ich ihm auch nur soviel gegeben. Er meinte dann nach 3 mal nachfragen, dass die 5 Dollar fuer den Service sein, das er das Visum besorgt. Als ich ihn fragte ob ich das auch selbst machen kann, war er einverstanden. Meinen Reisepass hatte er behalten. Er hat dann den Ausreisestempel fuer Vietnam besorgt und mir den Pass sowie auf Nachfragen auch den Visaantrag zurueckgegeben. An der Kambodschanischen Grenze habe ich dann meinen Pass, ein Foto, den Antrag und 21 $ vorgelegt. Ich habe von mir aus einen Dollar hinzugefuegt, damit alles reibungslos funktioniert! Somit hatte ich mein Visa und auch meinen Einreisestempel vor allen anderen und die Beamten haben sogar englisch gesprochen und haben mir gezeigt wo ich den Einreisestempel bekomme. Vier Dollar gespart ohne viel dafuer zu tun. Die anderen haben sich natürlich geaergert.

Datum: 2009/10/03
Frog tastes like chicken!

Am morgen wurde ich mit einer Fahrradrikscha zum Bootsanlegeplatz gefahren. Dort habe ich dann nochmal einen schwimmenden Markt gesehen. Danach ist das Boot durch eine Haeusersiedlung gefahren. Die Haeuser stehen alle auf Pfaehlen und die Bewohner zuechten unter Ihren Haeusern Fische. Mann konnte diese Haeuser besuchen und die Fische fuetteren. Es muessen tausende Fische sein. Den es hat dann nur noch vor Fischen gewuselt und das Wasser hat gespritzt wie ein Springbrunnen. Es ist dann auch ganz einfach einen Fisch aus dem Wasser zu nehmen. Anschliessend habe ich mir noch die Stadt etwas angesehen. Auch auf dem Festland stehen einige der Haeuser auf Pfaehlen. Anschliessend habe ich mir noch den Ort angesehen, eine Kette fuer meine Geldtasche gekauft und etwas gegessen. Es wahr dann sehr heiss und da es in der Stadt nicht viel zu tun gab bin ich zurueck ins Hotel um im klimatisierten Zimmer etwas zu schlafen.

Den Sonnenuntergang wollte ich mir auf einen 3 km entfernten Berg ansehen. Als ich in die Hotellobby kam, wahr sie voll mit Leuten. Da ich noch mein Zimmer bezahlen musste und das Bootticket fuer die Weiterfahrt nach Kambodscha kaufen wollte, musste ich etwas warten und ich habe mich mit einer Kanadierin unterhalten. Ich bin dann mit dem Mopedtaxi zum Fusse des Berges gefahren und der Fahrer ist mit dem Moped zum Gipfel um mich von dort nach dem Sonnenuntergang wieder zurueckzubringen! Der ganze Berg bestand aus Tempeln, Graebern und Raststationen mit Haengematten. Die wahren aber alle leer, da ich wohl der einzige war, der den Berg um diese Zeit bestiegen hatte. Als ich dann oben an kam, war die Reisegruppe aus dem Hotel schon da und lag in den Haengematten mit einem Bier in der Hand. Die sind alle mit dem Moped hochgefahren. Ich habe mir dann auch ein Bier geholt und etwas gequatscht. Als wir gegangen sind, hat mich eine deutsche aus der Gruppe gefragt, ob ich zum essen mitkommen will. Ich hatte dem Taxifahrer ein Trinkgeld gegeben, dass er mich noch zu zwei Tempeln faehrt und mich durch die Tempel fuehrt. In einem der Tempel fand an diesem Tag ein Kinderfest statt.

Als ich im Hotel ankam, hatte die Reisegruppe eine Nachricht fuer mich hinterlassen, in welches Restaurant sie gegangen sind. Ich hatte sie noch eingeholt, bevor sie das Restaurant erreicht hatten. Sie sind am selben Tag von Kambodscha nach Vietnam gekommen, aber nicht mit dem Boot sondern mit dem Bus. Das Boot sie wohl gerade wegen des Wasserstandes zu gefaehrlich! Ich hatte mein Ticket schon gekauft und konnte das nicht wirklich nachvollziehen. Der Ort in dem ich gerade wahr, ist wohl beruehmt fuer Hundefleisch Spezialitaeten. Das war natuerlich ein Thema bei der Bestellung, es gab aber keinen Hund auf der Karte. Evtl. hatte ich mal Hund an einen der Staende auf den Maerkten gegessen. Ich denke aber eher nicht, da Hund eine Delikatesse ist und deshalb wohl recht teuer... Es gab Froschcurry auf der Speisekarte und ein Australier meinte: "Frog tastes like chicken!". Also habe ich es probiert und er hatte Recht! Frusti das waere auch was fuer dich um Deinen Speiseplan zu erweitern!

Datum: 2009/10/02
Schwimmende Maerkte

Heute morgen musste ich bereits um 5:00 Uhr aufstehen, da die schwimmenden Maerkte direkt bei Sonnenaufgang starten. Wer mich kennt, weiss wie gerne ich frueh aufstehe... Ich war mit Ian auf Spanien, der in Vietnam arbeitet auf dem Boot. Nach etwa 45 Minuten haben wir mit dem Boot den ersten Markt erreicht. An den Booten war ein Stange, eine Art Fahnenmast. Dort war das Obst und Gemuese angebunden, dass dort verkauft wird. So konnte man gleich sehen wo es Bananen, Mangos, Ananas und so weiter gab. Was mich gewundert hat, dass auf diesen Maerkten ausschliesslich Waren verkauft werden, welche an Land produziert wurden. Ich haette dort eher Fisch und Meeresfruechte erwartet! Nach etwa einer Stunde haben wir dann einen zweiten Markt erreicht, dort wurde auf den Booten gekocht und man konnte etwas zu essen kaufen. Die Haendler scheinen zu einem grossen Teil auf Ihren Booten zu leben. Auf dem Weg zurueck sind wir durch sehr enge Kanaele gefahren. Dort konnte man das Leben der Menschen, welche direkt am Fluss leben sehr gut beobachten! Um 13:30 Uhr wahren wir wieder im Hafen und haben noch etwas zusammen gegessen. Ich bin dann noch am selben Tag mit einem Sammeltaxi zur Kambodschanischen Grenze gefahren. Am Abend war ich sehr Muede und bin schon um 21:00 ins Bett. Am naechsten Tag habe ich schon eine weitere Bootstour gebucht, die um 8:00 startet.

Datum: 2009/10/01
Baguette - Jeanette

Heute Morgen habe ich erst mal in Ruhe gefruehstueckt. Ich bin den Franzosen dankbar, dass sie Baguette hier in Vietnam eingefuehrt haben. Ist zwar nur Weisbrot aber immer noch besser als Toastbrot! Es gibt auch franzoesichen Streichkaese und natuerlich Speigeleier. Mein Cholesterinspiegel ist sicher schon jenseits von Gut und Boese, da ich seit meiner Abreise jeden morgen Eier zum Fruehstueck esse.

Am Busbahnhof musste ich leider feststellen, dass es in My Tho auch nur eine Verbindung gab. Dieser Bus ist schon um fuenf Uhr morgens gefahren. Wie immer wenn man nicht weiter weis in Vietnam, warten bis ein Moped Taxi kommt! Es gab wohl private Minibusse, die allerdings recht teuer wahren. Zumindest fuer einen Touristen, denn ich kann mir nicht vorstellen, das ein Vietnamese diesen Preis bezahlt. Es hat zwar nur 4 Euro gekostet, aber das ist hier eine Menge Geld...

Der Bus war ein neuer Mercedes Sprinter und es schien relativ schnell zu gehen. Die Fahrt hat etwa 2,5 Stunden gedauert. Leider hat der Bus unterwegs zweimal zum essen angehalten. Keine Ahnung weshalb das bei einer so kurzen Fahrt notwendig ist! Ich habe beim ersten Stopp ein Baguette gegessen, das mit Fleisch und Gemuese gefuellt wurde. Sehr lecker! Oh La la la...

Datum: 2009/09/30
Turnaround

in My Tho sind die Bootsfahrten auf dem Mekong recht teuer. Da es hier ein staatliches Monopol gibt und alle anderen Boote illegal sind sind. Selbstverstaendlich werden einem diese illegalen Boote staendig angeboten. Was es einfach macht, nein zu sagen... Die legalen Boote sind mit 25 $ pro Stunde viel zu teuer und die guenstigen Boote sind illegal. Etwa 15 km weiter in einer anderen Provinz gibt es kein Monopol und die Bootsfahrten sind zu vernuenftigen Preisen zu haben und das Geld geht nicht an den Staat...

Ich habe meine sieben Sachen gepackt und bin mit dem Bus in den 15 km entfernten Ort gefahren. Von dort aus wollte ich nach der Bootstour weiterreisen... Es schien erst schwierig zu sein, ein Boot zu finden... Den keiner konnte englisch und selbst die Moped Taxifahrer wollten mich nirgends hinfahren... Das heisst schon was, denn die fahren normal immer irgendwo hin auch wenn sie keine Ahnung haben um was es geht! Was meisten hilft, einfach durch die Gegend laufen und warten bis einer kommt.... Hat funktioniert, nach 10 Minuten hat mir einer einen Zettel unter die Nase gehalten: Boot Trip! Das Boot hat dann fuer vier Stunden 15 $ gekostet, da ich alleine war. Bei einer Gruppe haette sich dieser Preis durch die Anzahl der Leute geteilt! Die Bootsfahrt war sehr schoen und ich hatte mich mit dem Fahrer sehr gut unterhalten.

Ein Taxi hatte mich dann zum Busbahnhof gebracht. Dort gab es dann eine Diskussion und er ist mit mir wieder weitergefahren... Ich dachte er muesste nun zu einem anderen Bahnhof fahren. Er hat dann mit dem Handy angerufen und jemand sagte mir auf Englisch, dass es heute keinen Bus mehr gibt! Ich dachte er will nur Provision fuer eine Uebernachtung kassieren und habe das nicht geglaubt... Bin dann gegangen und nochmal zur Bushaltestelle. Dort habe ich dann erfahren, dass es heute wohl wirklich keinen Bus mehr gibt und morgen nur einen um 8:00. Dort kamen dann staendig Moped Taxifahrer, die mich in den etwa 100 km entfernten Ort fahren wollten. Eine Stunde vor Einbruch der Dunkelheit wuerde ich sicher nicht mit einem Moped und einem 15 kg Rucksack etwa zwei Stunden durch die Gegend fahren. Obwohl der Rucksack nicht das Problem gewesen waehre, der wird auf den Tank gelegt und stoert eigentlich nur den Fahrer...

Ich habe mich dann entschlossen, die 15 km nach My Tho zurueckzufahren, da dieser Ort an der Hauptstrasse liegt und hoffentlich schnellere und mehr Verbindungen hat. Also habe ich noch was gegessen und bin dann zu der Bushaltestelle um zurueckzufahren. Dann wollten mich die Moped Taxifahrer nach My Tho bringen, aber ich hatte auch keine Lust diese Strecke auf einem Moped zu fahren. Der Bus ist erstens bequemer und zweitens viel billiger. Sie meinten nur es wuerde keinen Bus mehr geben. Ob sie wohl wieder recht hatten? Nach einer halben Stunde an der Bushaltestelle hatte ich mich entschlossen, die Stadt doch nicht mehr zu wechseln und nach einem Hotel ausschau zu halten. Just in diesem Moment erreicht der Bus die Haltestelle! Das Problem ist, man weis nie was stimmt und was nicht... Ich hatte noch von meinem Hotel die Visitenkarte. Es gab zwei dieser Hotels, eines in der Stadt und ein anderes war in der Naehe des Busbahnhofes. Die Strasse hatte ich sofort gefunden aber die Nummern folgten keiner Logik. Natuerlich wahren sofort wieder Moped Taxifahrer zur Stelle aber keiner hatte eine Ahnung wo das Hotel ist. Das konnte ich schon an der Preisgestaltung feststellen, da sie alle viel zu teuer wahren... Die fingen dann auch noch an sich zu streiten, da bin ich dann gegangen... Als einer kam, der halbwegs englisch gesprochen hatte, habe ich ihn gebeten, die Nummer auf der Karte anzurufen. Der Mann vom Hotel meine es seien etwa 1000 Meter. Ich sagte ihm, der solle dem Taxifahrer sagen wo ich hin will. Wie gesagt es gab zwei dieser Hotel in der Stadt, ich hatte ihm eine vietnamesische Visitenkarte gezeigt und dort angerufen. Es war schnell klar, dass er zum falschen Hotel faehrt... Ich habe ihm das auch die ganze Zeit gesagt, aber das wahr ihm wohl egal. Ich bin nun wieder in dem Hotel wo ich heute morgen ausgecheckt hatte. Ich habe den Eindruck, die Vietnamesen sind nicht sehr clever! Er hat mir meinen Rucksack gegeben und ist davon gefahren ohne nach Geld zu fragen. Das ist schon sehr ungewoehnlich.

Datum: 2009/09/29
Lindau

Heute Morgen wollte ich mir ein Moped mieten um etwas durch das Mekong Delta zu brausen. Doch alle meinten ich wuerde hier kein Moped bekommen und ich soll doch lieber mit dem Boot gehen oder einen Guide mitnehmen...

Ich bin dann einfach mal losgelaufen und habe gefragt. Aber es schien sich zu bewahrheiten, keiner wollte mir ein Moped ausleihen. Noch dazu hatte ich keine Ahnung wie das genau Funktioniert, da ich noch nie mit einem Moped gefahren bin. Als mich ein Moped Taxifahrer gefragt hat, ob er mir helfen kann, meinte ich er koennte mir sein Moped bis 17:00 Uhr leihen. Fuer etwas mehr als 3 Euro war er einverstanden, obwohl ich im gesagt habe, er muesse mir erst zeigen wie es funktioniert! Echt unglaublich, oder? Wir sind dann zu meinem Hotel. Dort habe ich meinen Reisepass hinterlegt und bin nach einer kurzen Fahrschule losgerauscht.

Als ich unterwegs in einem kleinen Laden nach dem Weg gefragt habe, hat mich die Frau auf englisch gefragt woher ich komme. Als ich sagte ich komme aus Deutschland, meinte sie, sie haette einen Bruder dort - in Lindau! Sie war auch schon zwei mal dort. Wieder einmal: "Die Welt ist ein Dorf!" Sie hat mir dann noch einen Brief gezeigt und dort stand tatsaechlich 88131 LINDAU/Bodensee!

Datum: 2009/09/28
Millionaer!

Heute Morgen bin ich mit dem Bus von Saigon nach My Tho im Mekong Delta gefahren. Da ich bisher recht viel in Dollar bezahlt habe, brauchte ich seit meiner Ankunft Geld kein mehr abheben. Ich wusste nicht wie gut ATM Netz im Mekong Delta ist und ob dort der US Dollar auch akzeptiert wird. Deshalb habe ich vor meiner Abreise noch 2 Millionen Dong abgehoben. Somit bin ich nun zweifacher Millionaer, der Gegenwert betraegt gerade mal 80 Euro...

Datum: 2009/09/27
Counter Strike in Cu Chi

Etwas ausserhalb von Saigon befinden sich die Tunnel von Cu Chi. Dieses Tunnelnetzwerk ist etwa 200 km lang und diente dem Viet Cong sich vor den amerikanischen Soldaten im Urwald zu verstecken, oder diese aus dem Hinterhalt anzugreifen. Diese Tunnel erstreckten sich urspruenglich bis zur kambodschanischen Grenze. Die Tunnel sind sehr eng, so das ich kaum hineingepasst habe. Das war natuerlich ein extremer Vorteil fuer die Viet Cong Kaempfer, denn diese waren klein und schlank und die Amerikaner konnten ihnen nur schlecht in die Tunnel folgen. 40 Meter wurden vergroessert, so dass man auch die Moeglichkeit hat durch diese Tunnel zu kriechen. Ausserdem gibt es dort einen Schiessstand wo man echte Maschinengewehre abfeuern kann.

Datum: 2009/09/26
Wer schaut verliert!

Die Tour gestern war nicht so befriedigend, er hat mich zum Museum einem Markt und 3 Tempeln gefahren... Er hat auch nicht wirklich viel Erklaert und einige Sehenswuerdigkeiten ausgelassen. Ich habe mich darum entschieden, selbst ein Fahrrad zu mieten um die Stadt zu erkunden. Doch Radeln in Saigon ist bei diesem verrueckten Verkehr eine echte Herausforderung! Am Anfang bin ich einfach mit der Verkehr geflossen und nicht dort hingefahren wo ich eigentlich wollte. Das war aber auch sehr lustig, denn so bin ich einfach durch die Stadt geschlendert und habe dann durch Zufall einige nette Plaetze und auch die Sehenswuerdigkeiten gesehen. Das sind hier meistens Gebaeude aus der Kolonialzeit der Franzosen und ein kommunistischer Palast, welcher nach dem Krieg errichtet wurde. Inzwischen hat mir das Fahrradfahren richtig Spass gemacht. Es gibt anscheinend 4 Millionen Mopeds hier und die Strassen sind ueberfuellt. Einen unsichtbaren "Gruenen Pfeil" gibt es hier an jeder Ampel! Wer nach rechts abbiegt, faehrt einfach, auch wenn die Ampel rot ist. Ansonsten gilt einfach fahren wo man will. Wenn man schaut und der andere Verkehrsteilnehmer hat gesehen, dass man ihn gesehen hat wird er nicht mehr bremsen... Also einfach Fahren ohne zu schauen. Handzeichen usw. gibt es eh nicht! Das ist wie Walzer tanzen auf einer vollen Tanzflaeche, man muss ich immer ein freies Plaetzchen suchen und immer in Bewegung bleiben. Ich hatte grossen Spass daran, mit allen anderen gegen die Verkehrsregeln zu verstossen. Das ist hier ganz normal. Der Polizei ist das auch voellig egal...

Datum: 2009/09/25
Good Morning Vietnam!

Heute Morgen bin ich am Flughafen in Saigon angekommen und habe mich sehr ueber mein Guidebook geaergert, da es Null Informationen gab, wie man vom Flughafen in die Stadt kommt. Ich habe leider ein entzuendete Sehne und das Laufen tut mir sehr weh. Deshalb wollte ich nicht lange herumlaufen und habe das naechste Taxi genommen. Die Sehne hat schon vor meiner Abreise geschmerzt, es ist dann aber in der ersten Woche in China zurueckgegangen. Wahrscheinlich durch den langen steilen Marsch mit vollem Gepaeck von den Reisterrassen zur Bushaltestelle ist die Entzuendung wieder gekommen. Im Taxi lief eine CD von "Modern Talking". Von Dieter ist mal wohl nirgends sicher. Der Taxifahrer hat kein Englisch gesprochen und fuhr auch nicht dort hin wo ich wollte... Immer die gleiche Geschichte! Zum Glueck hat Vietnam lateinische Buchstaben! (Sie fuegen zwar ein paar komische Apostrophen und andere Zeichen hinzu...) Somit kann man die Strassennamen leicht vergleichen. Habe ihm dann immer gezeigt, wo er fahren muss. Er hat dann jemanden angerufen der Englisch spricht und ich konnte ihm dann sagen wo ich hin will. Er hat es dann dem Taxifahrer gesagt. Das hat dann auch funktioniert. Der Taxifahrer kann wohl nicht mal einen Stadtplan lesen! Ich wollte dann einen Discount, weil er ja viel weiter gefahren war als notwendig gewesen waehre, aber er hatte mir nichtmal auf den Preis auf der Taxiuhr richtig rausgegeben und hat nur rumgelabert. Ich habe dann einen Stift genommen und ihm eine Rechnung aufgeschrieben. Dann habe ich das richtige Geld bekommen. Also Rechnen kann er auch nicht. Die Diskussion ueber den Discount war somit allerdings vom Tisch. Die Taxifahrt war dann im Nachhinein doch billiger als ich zuerst gedacht hatte. Da mir mein Fuss so weh getan hatte bin ich am Tag bevor ich nach Vietnam bin nicht mehr ins Internetcafe um den Kurs zu checken. Leider gab es im Hotel kein Internet. Somit hatte ich nur den Kurs aus meinem Guidebook, doch wegen der starken Inflation war der alles andere als aktuell.

Als ich dann etwas spaeter das Hotel wieder verlassen habe wollte ich was essen. Ich bin keine 10 Meter gegangen, da hat mich ein Mann angesprochen, ob ich mit Ihm die Stadt anschauen will. Er hat mir ein Buch gezeigt, wo auch auf deutsch geschrieben Stand dass er die Stadt wie kein anderer kennt und es ein sehr interessanter Ausflug sei... Da mir meine Fuss immer noch sehr weh tat war es eh keine Freude zu laufen und somit schien mir das eine Gute Idee zu sein. Ich habe ihm gesagt, dass er mich zuerst in ein Restaurant fahren soll, da ich zuerst was essen moechte. Anschliessend hat er mich dann zum Kriegsmuseum gefahren. Ich Hof standen ein paar alte Panzer und Hubschrauber. Dort waren einige Personen, welche durch das Entlaubungsmittel, welches die US Armee ueber den Urwaeldern Vietnams verstreut hat sehr starke Behinderungen aufweisen. Z. B. ein Mann der Relativ normal aussah aber Arme und Haende hatte wie ein Kind. Das kann man sich garnicht Vorstellen, wie schlimm das aussieht. Es sind dort natuerlich auch einige ehemalige Soldaten, die Arme und oder Beine verloren haben. Sie wollen einem dann das Museum zeigen und verlangen einen US Dollar. Auch der Eintritt kostete einen US Dollar. Das war fuer mich irgendwie Paradox. Die Amerikaner hatten diesen Menschen und dem Land so viel Leid zugefuegt, und Vietnam verwendet als Parallelwaehrung ausgerechnet den US Dollar. Man kann praktisch ueberall damit bezahlen. Im Museum waren dann einige Fotos von Missbildungen. Wenn ich diese Fotos im Internet finden wuerde, haette ich sie fuer eine Faelschung gehalten! Es muss wirklich ein schrecklicher Krieg gewesen sein und die Motive waren fuer mich nicht zu verstehen. Ich habe dann am Abend einige Stunden im Internet ueber den Vietnamkrieg und die Geschichte des Landes gelesen. Es ist wirklich unvorstellbar, welches Leid der Bevoelkerung dieses Landes in den letzten 200 Jahren zugefuegt wurde. Ich frage mich, ob meine Kinder in 30 Jahren in den Irak reisen und nicht verstehen koennen, was an der "Achse des Boesen" so boese war....

Datum: 2009/09/24
Netbook fuer Falk

Da ich noch etwa 500 Yuan uebrig hatte, habe ich mir heute, kurz vor meiner Weiterreise nach Hong Kong, das schon lange gewuenschte Netbook gekauft! Musste noch 2000 Yuan drauflegen, der Preis ich aber tortzdem OK. Das Windows ist zwar auf chinesisch, ich werde aber eh bei der naechsten Gelegenheit Linux installieren. Nun kann ich endlich die Wartezeiten nutzen, um meine Reiseberichte zu schreiben.

Meinen Ausreisestempel fuer China habe ich soeben erhalten und ich sitze nun in der Wartehalle fuer den Zug nach Hong Kong. Endlich kann ich diese Zeit zum schreiben nutzen. Leider gibt es hier kein WIFI. Wenn ich kein Netbook gekauft haette, waehre sicher eines vorhanden gewesen. Morgen am Flughafen ist dann sicher WIFI vorhanden, aber ich bin dann wahrscheinlich noch zu muede um im Internet zu surfen.

Datum: 2009/09/23
Unfreiwillige Dusche

Heute morgen hatte ich noch einen haben Tag Zeit bevor ich zur Rueckreise nach Guilin aufbrechen musste. Da die hinfahrt incl. Fussmarsch 6 Stunden gedauert hat, wollte ich um 13:00 aufbrechen um meinen Zug um 21:45 nicht zu verpassen. Es gibt mehrere ausgeschilderte Aussichtspunkte und ich habe mir Punkt eins und drei vorgenommen. Punkt eins war ganz in der Naehe meiner Unterkunft, und Punkt drei wahr etwa eine Stunde von Punkt eins entfernt. Also genuegend Zeit. Den ersten Aussichtpunkt konnte man nicht verfehlern, dort habe ich dann nach dem Weg gefragt, und man konnte den Punkt von dort auch schon sehen, denn er lag direkt gegenuber auf der anderen Seite des Tals.

Auf dem Weg bin ich an einem Haus vorbeigelaufen und ploetzlich war ich patsch nass. Eine Frau hatte einfach den Putzeimer aus den Fenster gelehrt und mich voll getroffen. Ich glaube die Chance im Lotto zu gewinnen ist groesser. Habe natuerlich geschimpft und nach einem Handtuch verlangt. Es tat ihr wirklich sehr Leid, sie hat sich 1000 mal entschuldigt, aber das Handtuch war auch nass und nicht zu gebrauchen. Im unteren Stock hingen im Fenster ein paar T-Shirts. Ich habe mir eines davon geschnappt und mich abgetrocknet. Eines war auf jeden Fall klar, dieser Weg konnte nicht der richtige sein. Ich habe dann gefragt und der Weg geht ueber die Terrasse des Hauses. Im naechsten Bach habe ich mich dann etwas gewaschen. Es war sehr heiss und ich bin auch recht schnell wieder getrocknet. Ploetzlich kam ich an eine Kreuzung wo kein Schild stand. Von der Logik her ging es gerade aus aber der Weg wurde bald sehr eng, dann bin ich zurueck und habe denn Weg nach oben probiert, der ging dann in die falsche Richtung. Nach unten bin ich auch noch gegangen, aber das kam mir sehr komisch vor. Hatte mich dann doch entschieden, den Weg zu gehen, der in die richtige Richtung ging. Der ging dann auch ploetzlich steil nach oben, es war klar dass dies nicht der richtige Weg war, aber ich wollte jetzt auch nicht mehr zurueck. Es musste also doch der Weg nach unten sein. Nach etwa einer halben Stunde habe dann den richtigen Pfad wieder gesehen. Er war direkt unter mir - uns trennte nur eine Reisterrasse. Da diese Terrassen mit Wasser gefuellt sind, war es nicht so einfach dort hin zu kommen... Auf dem Rueckweg hatte sich dann die Vermutung bestaetigt, dass der Weg nach unten der richtige gewesen waere.

Ich bin dann wie geplant um 13:00 bei meiner Unterkunft losgelaufen - um 14:00 wahr ich schon im Bus! Doch diesmal habe ich den anderen Bus genommen, also musste ich umsteigen. Als wir in dem Ort waren, wo ich das letzte mal den Bus gewechselt hatte, habe ich dem Fahrer mein Zugticket gezeigt, damit dieser weiss wo ich hin will. Er nickte und der Bus fuhr weiter. Ploetzlich stieg Jin Mei Ge ein, die Frau in deren Hotel ich uebernachtet hatte. Kurze Zeit spaeter hielt der Bus an und der Busfahrer stoppte einen entgegenkommenden Bus. Jin Mei Ge meinte dieser Bus wuerde nach Guilin fahren. Nach 2 Stunden Busfahrt war ich in Guilin und das hat die Haelfte von der Hinfahrt gekostet.

Am Busbahnhof habe ich dann in einer Garkueche was gegessen und die Chinesen am Nachbartisch haben angefangen, sich mit mir auf chinesisch oder mit Haenden und Fuessen zu unterhalten. Dann haben sie mir Reiswein eingeschaenkt. Wein ist wohl das falsche Wort, das ist eher Reisschnapps denn das Zeug hat 45%. Ich kannte es schon und dachte dann sind wenigstens die Bakterien im Essen abgetoetet. Das Glas wurde natuerlich ex getrunken und der Reiswein hat noch schlimmer gebrannt wie das scharfe Essen. Zum Glueck haben sie nicht nachgeschenkt. Als ich fertig gegessen hatte habe ich auf meine kaputten Wanderschuhe gezeigt. Dann hat mich jemand zu einem Schuster direkt um die Ecke gebracht. Die Reparatur, naehen und kleben, hat umgerechnet 0.40 Euro gekostet. Bin mal gespannt wie lange es haelt!

Datum: 2009/09/22
Ein Bett im Reisfeld

Heute morgen habe ich zum Fruehstueck einen echten Pfandkuchen bekommen, eine nette zu den ueblichen Eier Omelettes. Dazu gab die besagten Wassermelonen!

Heute habe ich mir eine Wanderung durch die Reisfelder vorgenommen. Es gibt einen markierten Weg in ein anderes Dorf. Es sind etwas 2,5 Stunden durch die Reisterrassen. Zurueck kann man entweder mit dem Bus oder eben wieder zu Fuss. Da es hier ausser den Reisfeldern nicht viel zu tun gibt, bin ich in das Dorf gelaufen habe dort was gegessen und dann wieder zurueckgelaufen. Das Essen war Schweinefleisch und Gemuese, welches in einem Bambusrohr gegrillt wurde. Das Bambusrohr ist dann total verkohlt, man muss es aufbrechen und kommt so an ein Essen. Sehr Lecker! Auf dem Weg habe ich viele Frauen in traditioneller Kleidung getroffen, die einem erst als Tourguide dienen wollen, dann kommen Postkarten, Schmuck, Foto mit Ihnen, was zum Essen und eine Unterkunft. Drei Frauen sind mir auf dem Rueckweg eine Stunde lang gefolgt und haben mich dann mit der Zeit echt genervt. Ich bin sie erst losgeworden als ich sie mit einem wuetenden "BU BU BU BU BU BU BU" verjagt habe. "Bu" heisst nein und sieben mal "Bu" muss wohl etwas schlimmes sein. Habe es zum ersten mal benoetigt, hat super funktioniert. Danke Mama fuer diesen Tipp!

Datum: 2009/09/21
Wassermelonen

Als letzte Station meiner China Reise wollte ich noch die Reisterassen noerdlich von Guilin besuchen. Ich haette es zwar noch laenger in Yangshuo ausgehalten, aber da ich meinen Flug nach Vietnam schon einmal verschoben hatte habe ich mich entschlossen heute abzureisen. Tim aus den USA wollte auch abreisen, also sind wir zusammen gegangen. Tim kann sehr gut chinesisch, so konnte er ein super Omelette bestellen. Das es schon recht spaet war habe ich gleich zwei gegessen. Eines zum Fruehstueck und eins zum Mittagessen.

Anschliessend sind wir mit dem Bus nach Guilin. Dort hat mir Tim geholfen das Zugticket nach Gunagzhou zu kaufen. Nach den Reisterassen werde ich nach Guilin zurueckkehren und dann ueber Gunagzhou nach Hong Kong Reisen.

Es gibt zwei Busse zu den Reisterrassen, einer der direkt dort hin geht und eine andere Verbindung wo man den Bus nochmal wechseln muss. Der direkte Bus faehrt vom Bahnhof, der andere vom Busbahnhof. Tim hat mir noch geholfen, denn Bus zu finden. Da dieser Bus keine Nummer hatte, war er mir eine grosse Hilfe! Er bracht noch in Erfahrung, dass der Bus 50 Yuan kostet und in 20 Minuten abfaehrt und die Fahrt 2 Stunden dauern wird. Das war eigentich recht teuer, den der Bus hatte keine Klimaanlage und der Preis war ein viertel meines Schlafwagen Tickets fuer 10 Stunden Zugfahrt! Aber es schien der einfachere und schnellere Weg zu den Reisterrassen zu sind. Wir sind dann noch was trinken gegangen und ich bin dann zu diesem Bus. Die Frau im Bus hat dann auch gleich kassiert und ist dann verschwunden. Eigentlich haette der Bus laengst fahren muessen. Ich dachte in diesem Moment, dass sie mich wohl gelinkt hatten und das Geld weg ist... Auf jeden Fall werde ich in Zukunft fuer Busse erst bezahlen, wenn sie losfahren... Nach 20 Minuten habe ich dann mein Gepaeck genommen und die Frau gesucht... Habe sie dann auch recht schnell gefunden und ihr gesagt, das ich das Geld zurueck will um einen anderen Bus zu nehmen. Da ich sehr viel bezahlt hatte, wollte sie mir das Geld natuerlich nicht zurueckgeben. Sie hat dann jemand angerufen, der englisch spricht, der mit gesagt hatte, dass der Bus in 20 Minuten faehrt. Ich hatte gesagt, das sei zwar sehr schon, aber der Bus haette eigentlich schon vor 40 Minuten fahren muessen und ich wuerde lieber mit einem anderen Bus fahren. Die andere Frau schien mit Ihrem Handy einen Fahrer zu organisieren. Inzwischen war auch eine junge Frau gekommen, die wohl auch mit diesem Bus fahren will. Sie meinte er wuerde in fuenf Minuten fahren. Ich habe auf die Uhr gezeigt und gesagt, wenn er in fuenf Minuten nicht faehrt, will ich mein Geld zurueck. Da kam dann eine ganze Gruppe und einer war wohl der Fahrer. Ich glaube ich habe fuer die ganze Gruppe bezahlt. Ploetzlich wahren alle wieder sehr freundlich und wir haben waehrend der Busfahrt Orangen und Wassermelonen gegessen. Die Wassermelonen waren die besten die je gegessen hatte. Vor allem war klar warum die Wassermolonen heissen, denn allen ist das Wasser ueber die Haende gelaufen. Der Bus hat ein einem Bach gehalten, um die Haende zu waschen. Dann hat der Bus nochmal gehalten um neue Melonen zu kaufen. Sie haben bei jedem Strassenhaendler gehalten und nach dem Preis gefragt. Als der Preis dann endlich passte, sind alle ausgestiegen und haben erst mal eine Melone geschlachtet. Da diese wohl OK war haben ging der Einkauf los. Die Melonen die dort lagen schienen ploetzlich doch nicht mehr so gut zu sein. Also sind die Frauen in das Feld gelaufen um dort Melonen auszuwaehlen. Dann ist der Bus endlich weitergefahren, mit etwas 20 Melonen an Bord. Dann sind wir in eine Stadt gekommen und der Bus hat wieder gehalten. Alle sind in die Laeden gerannt und auch ich habe mir Wasser gekauft, da es sehr heiss war. Als ein anderer Bus kam, hiess es ploetzlich ich soll dort einsteigen. Die Frau welche englisch spricht ist auch mitgekommen, und mit ihr auch ein paar der Melonen. Das war dann eine Busfahrt, wie ich es auf meinen Reisen schon oft erlebt hatte. Der Bus war knallvoll mit lebendigen und toten Huehnern, jeder menge Gepaeck und einem Bus der staendig gehalten hat um auf etwas zu warten, das man eh nicht versteht. In dem Bus wahren auch viele Leute in traditioneller Kleidung und neben mir hat eine Frau in dem Gedraenge versucht ihr Kind zu stillen. Das hat zwar nicht wirklich funktioniert da der Bus voll war, die Strasse schlecht war. Aber sie hat das nicht davon abgehalten. Dann kam eine Station wo eine Frau durch den Bus ist und alle Auslaender mussten 50 Yuan bezahlen. Die Reisterassen sind wohl eine Art Nationalpark. Bin mal gespannt ob die bei der Ausreise auch wieder kassieren, fuer jeden Tag wo ich drin war. Ploetzlich hat der Bus "In The Middle Of Nowhere" angehalten und alle sind ausgestiegen. Ich dachte eigentlich der Bus faehrt zu einem Dorf! Es war inzwischen 19:30 etwa 5 Stunden nach der Abfahrt in Guilin. Also soviel zu den 2 Stunden Fahrtzeit. Ich hatte die Frau, welche englisch spricht gefragt, wo denn das Dorf sei und wo man hier uebernachten konnte. Sie meinte ich koennte in Ihrem Hotel schlafen. Wir sind losgelaufen, sie mit den Melonen und ich mit meinem Rucksack. Ich fragte Sie nach Ihrem Namen: Jin Mei Ge! Nach einer viertel Stunde legte Sie die Melonen ab und sagte zu mir: "This Way"! Ich dachte wir sind gleich da! Wir sind dann aber noch 45 Minuten den Berg hoch gelaufen. Staendig haben alte Frauen in traditionller Kleidung gefragt, ob sie mein Gepaeck tragen koennen. Ich habe es selbst getragen! Es war sehr heiss, denn obwohl es inzwischen schon dunkel war, habe ich geschwitzt wie noch nie in meinem Leben. Das T-Shirt war so nass als ob ich damit ins Wasser gefallen waehre. Den anderen Leuten die den Berg hinauf wollten, ging es auch nicht anders. Als ich dann beim Abendessen war und ein kuehles Bier getrunken habe, kam dann ein Pferd welches die Wassermelonen gebracht hat...

Datum: 2009/09/20
Biken in Yangshuo

Gestern habe ich beim Baden im Li Sunny getroffen. Sie hat einen Shop fuer Outdoor Aktivitaeten. Klettern, Kajak, Biken, Bamboo Rafting... Heute sind wir dann mit dem Bike zum Mond Berg gefahren. Der Berg hat in der Mitte ein Loch, welches aussieht wie der Mond. Zuerst sind wir zum Loch und dann zum Gipfel... (Hoffe das wird jetzt nicht falsch verstanden!). Anschliessend haben wir noch eine Ente gegessen. Die haben einen Wog mit mit der Ente auf den Tisch gestellt. Mann konnte dann noch Gemuese in den Wog packen. Es war sehr viel Fleisch, bestimmt eine ganze Ente. Der Entenkopf ist in China eine Delikatesse, der war natuerlich auch im Topf. Er war in der Mitte durchteilt also zwei Haelften. Ich habe eine Probiert und den Entenkopf am Schnabel gepackt, denn mit den Staebchen habe ich das nicht hinbekommen. Man kann ja auch nicht reinbeissen, denn es sind ja ueberall Knochen. Der Entenkopf hat mir nun wirklich nicht geschmeckt, war ja auch noch Hirn, Auge, usw. drin. Habe dann nur die Haut gegessen, und den Rest gelassen...

Datum: 2009/09/19
Ballonfahrt in Yangshuo

Heute Abend habe ich eine Ballonfahrt in Yangshuo gemacht. Das ist wirklich der perfekte Ort fuer eine Ballonfahrt. Die Berglandschaft ist ueberwaeltigend schoen und die Ballonfahrt mit umgerechnet 48 Euro extrem guenstig. Was soll ich sagen, es war eine unbeschreiblich schoen - deshalb versuche ich es erst garnicht!

Datum: 2009/09/18
20 Yuan

Am Morgen um 7:00 bin ich mit dem Zug in Guilin angekommen. Ich hatte im Zug noch im Reisefuehrer gelesen, dass man auch mit dem Boot von Guilin nach Yangshuo fahren koennte. Das dauert zwar sehr viel laenger, soll aber sehr schoen sein. Es gab wieder zweierlei Boote, eines fuer Auslaender und ein anderes fuer Chinesen, welches natuerlich wesentlich guenstiger ist... Am Bahnhof standen bereits auf dem Bahnsteig Leute, die mich gefragt haben, ob sie mir helfen koennen. Mann muss wissen, dass man in China nicht so einfach auf den Bahnsteig kommt. Man braucht ein Ticket fuer genau den Zug, der zu dieser Zeit von diesem Bahnsteig abfaehrt. Also mussten es wohl offizielles Personal vom Touristenbuero sein. Sie sagten mir auf jeden Fall, dass ich fuer das chinesische Boot zwei Tage im voraus reservieren muesste....

Bin dann trotzdem zum Pear gefahren und eine Stunde spaeter war ich bereits auf dem Boot Richtung Yangshuo! Die fahrt auf dem Li Fluss war wirklich ein sehr tolles Erlebnis, da sich der Fluss durch eine Landschaft mit gruenen Huegeln windet. Das Bild ist auch auf der Rueckseite des 20 Yuan Scheins und die Chinesen haben diesen Schein die ganze Zeit in der Hand gehalten, um die Stelle zu finden. Dummerweise gab es gerade zu dem Zeitpunkt Essen und die meisten haben diese besagte Stelle verpasst.

Datum: 2009/09/17
Back to China

Von Macau bin ich nun auf dem Landweg das zweite mal nach China eingereist. Von dort bin ich mit dem Bus in die naechste groessere Stadt. Groessere Stadt ist gut, Gunagzhou hat 10 Mio Einwohner! Von dort wollte ich mit dem Zug nach Guilin. Ich hatte aber weder geschaut ob ein Zug faehrt und von welchem Bahnhof dieser faehrt. Aber selbst wenn ich geschaut haette, mein Reisefuehrer hatte diese Infos jedenfalls nicht parat. Wie so oft gibt es mehrere Bahnhoefe. Ich bin zum Ostbahnhof gefahren. Zum Glueck konnte die Dame am Schalter etwas Englisch. Leider hat sie mir nur fuer den Zug am naechsten Abend ein Ticket verkauft. Der Zug ging dann zwar vom anderen Bahnhof, aber das war jetzt auch egel...

Die Jugendherberge war direkt neben dem Bahnhof, von dem mein Zug am naechsten Tag fahren wuerde. Bin dann mit der Metro zum anderen Bahnhof gefahren und habe die Jugendherberge gesucht. Ich habe den Chinesen immer die chinesische Adresse gezeigt. Als ich gemerkt hatte, dass mich jeder in eine andere Richtung schickt, habe ich mich entschlossen ein Motorradtaxi zu nehmen. Zum Glueck hatte ich den Preis vorher ausgemacht. Der fuhr in die flasche Richtung und es war sehr schnell klar, dass er keine Ahnung hatte wo diese Adresse ist.... In der entsprechenden Strasse war ich ja schon, nur die Nummer hatte ich nicht gefunden! Er fuhr also in die falsche Richtung und hat auf jedes Gebaeude gezeigt. Ich habe immer nur "BU" gesagt, was NEIN heisst. Das Motoradtaxi ist ueber Zebrastreifen und Buergersteige gefahren, und aufeinmal hat er gekehrt. Es war eine sechsspurige Strasse mit Gruenstreifen in der Mitte. Er ist aber nicht auf die andere Seite, sondern als Geisterfahrer zwischen den anderen Autos hindurch.... Ein paar Meter von der Stelle wo wir gestartet wahren, hat der dann andere Taxisfahrer gefragt, wo diese Adresse ist. Einer konnte etwas Englisch und wusste auch wo die Adresse ist. Er hat mich dann aufgefordert das Taxi zu wechseln und er wollte auch Geld haben. Da er aber nur in die falsche Richtung und zurueckgefahren war, wollte ich ihn natuerlich nicht bezahlen. Er hat gezeigt, das der Weg sehr weit war und ich habe ihm gezeigt, dass ich direkt um die Ecke eingestiegen bin. Die anderen Taxifahrer haben gelacht. Als ihm klar war, dass er von mir wohl kein Geld bekommen wuerde hat er mich aufgefordert wieder bei ihm aufzusitzen. Der andere Taxifaher hat ihm dann gesagt wo er hinfahren soll.

Das doofe war nur, dass die Jugendherberge jetzt an eine anderen Ort war. Ich wollte eigentlich in eine Jugendherberge, um Kleidung zu Waschen und ein paar Dinge zu organisieren, wo ich englisch sprechendes Personal benoetigte. Da ich nun nicht weiter Suchen wollte, bin ich zum naechten Schlepper, der mir ein Zimmer fuer 15 Euro angeboten hat, welches ich dann fuer 10 bekommen habe. Im Fernsehen kam dann eine Sendung wo ein Deutscher beschrieben hat, welche Unterschiede es im Stadtverkehr zwischen Gunagzhou und Deutschland gibt. Ich konnte ihn sehr gut verstehen.

Datum: 2009/09/15
No More Bets

Im Casino habe ich Nina aus der Schweiz und Pablo aus Portuagal, der in Macau als Architekt arbeitet getroffen. Sie sind beide in meinem Zimmer im Hostel. Pablo hat Nina die Casinos gezeigt, und mich eingeladen mitzukommen. Da die beiden nicht spielen wollten, habe auch ich an diesem Abend nicht gespielt. In den Casinos gibt es gratis Getraenke, Internet, Diskos und Strip Shows. Auch das Essen ist sehr guenstig. Die Casinos versuchen mit allen Mitteln, die Leute an den Spieltischen zu halten. Es gibt auch Shuttelbusse zwischen den Casinos. Man kann gratis vom einen Casino ins andere Fahren, ohne einen Fuss vor die Tuere zu setzen.

Ich bin heute im dem Shuttle Bus ins Hard Rock Casino gefahren, dass liegt auf einer anderen Insel. Ich habe sogar einen kleinen Gewinn von 250 Hong Kong Dollar gewonnen. Soviel kostet mein Zimmer hier fuer 2 Tage. Allerdings musste ich auf dem Rueckweg ein Taxi nehmen, da sie Busse wegen eines Taifuns nicht mehr gefahren sind. Damit ist mein Gewinn nochmal um 50 Dollar geschrumpft.

Datum: 2009/09/14
Macau - Las Vegas Asiens

Eigentlich wollte ich direkt am 10. September vom Hong Kong Airport mit dem Boot nach Macau weiterreisen. Es gibt direkt vom Flughafen eine Bootsverbingung. Macau ist wie Hong Kong eine Sonderverwaltungszohne. Macau stand bis 1999 unter portugiesischer Verwaltung, d.h. es sind die selben Imigration Formalitaeten wie in Hong Kong erforderlich. Was ich nicht wusste, dass ich in Hong Kong nicht durch den Zoll gehen darf, wenn ich auf dieses Boot nach Macau moechte. Nun musste ich zuerst in die Stadt um von dort ein Boot nach Macau zu nehemen.

Heute bin ich nun mit dem Boot von Hong Kong nach Macau gefahren. Die Ueberfahrt in einem Speedboot ist meinem Margen nicht so gut bekommen, da ein starker Seegang war... Ich war dann froh, als ich in Macau angekommen bin. Mir hat dann eine sehr nette Frau geholfen, das Hostel zu finden. Sie hat dort sogar fuer mich angerufen um zu fragen wo es ist.

Anschliessend bin ich dann etwas durch Macau geschlendert, um mir die alten Haeuser anzusehen. Man koennte fast denken man ist in Portugal. Macau ist das Las Vegas Asiens. Heute Abend werde ich dann noch in's Casino gehen. Evtl. kann ich ja meine Reisekasse etwas aufbessern.

Datum: 2009/09/13
Wandern in Hong Kong

Was ich auch nicht gewusst habe, 80% von Hong Kong sind nicht bebaut. Es gibt dort mehrere 100 km Wanderwege und Berge. Ich bin mit einer Seilbahn zu einem grossen Budda gefahren und von dort etwa 3 Stunden gewandert. Danach habe ich noch ein kleines Fischerdorf besucht. Das ist ein krasser Kontrast zwischen Hochhaeusern und Natur!

Datum: 2009/09/12
Day Off in Hong Kong

Da mein Zimmer in Hong Kong kein Fenster hat habe ich heute erst mal ewig geschlafen... Das Zimmer ist das teuerste und schlechteste welches ich bisher hatte. Es ist zwar alles sehr sauber, aber sonst recht klein und einfach... Als ich dann aufgewacht bin war es schon Mittag. Ich bin dann erst mal in eine Baeckerei zum fruehstuecken. Hier gibt es wirklich sehr gute Baeckereien mit Croissants usw.. Eine angenehme Abwechslung zu Toastbrot! Es hat immer wieder geregnet und ich wollte irgendwie nicht wachwerden. Bin dann in einen sehr schoenen Park gegangen, aber bei Regen war das auch doof. Auf Museum hatte ich auch keine Lust, so bin ich zurueck in mein Zimmer und habe den ganzen Tag geschlafen und etwas TV gesehen... Jetzt bin ich allerdings wieder Fit und werde jetzt was Essen und dann noch in eine Disko gehen.

Datum: 2009/09/11
Weil das ja klar ist!!!

Ich bin heute von Shanghai nach Hong Kong gefolgen. Dabei habe ich vom Hostel im Zentrum zum Flughafen gerade einmal 30 Minuten benoetig.... Weil das ja klar ist!!! Mit dem Transrapid steigen Sie in den Hauptbahnhof ein und in 10 Minuten sind sie am Flughafen... In Schanghai sind es sogar nur 8 Minuten. Das ist schon was anderes wie in Muenchen eine Stunde vom Hauptbahnhof mit der S8 durch die Gegend zu gurken... Auch in Hong Kong gibt es einen Airport Expess, der einen in 25 Minuten mitten ins Zentrum bringt. Also was die Verkehrsinfrastruktur angeht sind uns die Chinesen weit voraus und dabei meine ich nicht nur die Flughafenanbindungen...

Datum: 2009/09/10
Shanghai under construction

Wegen der Expo im naechsten Jahr wird in Shanghai ueberall gebaut. Im Reisefuehrer wird darauf hingewiesen, dass man ja kein Hotel vor einer Baustelle nehmen soll, es wird naemlich Tag und Nacht gearbeitet. Dashalb ist auch Shanghais Hauptattraktion, die Flaniermeile, von der man die beruehmte Skyline sieht zur Zeit leider nicht zugaenglich. Ich habe dann eine Bootsfahrt auf dem Huangpu Fluss gemacht, um doch noch in diesen Genuss zu kommen.

There is not much to see - but much to do! Shopping und Clubbing scheinen die Hauptattraktionen der Stadt zu sein. Die Shopping Malls sind riesig und eine Boutique an der anderen. Zum Glueck habe ich keine Frau dabei, die haette vor Ladenschluss um 22:00 da sicher nicht mehr rausbekommen...

Datum: 2009/09/08
Irrfahrt im Taxi

Am letzten Tag der Bootsfahrt haben wir noch den Yangtse Staudamm angeschaut. Der Damm sah irgendwie garnicht so gross aus und ich habe mich gefragt, wie man wohl definiert ob ein Damm der groesste der Welt ist. Nach der Hohe, der Laenge, der aufgestauten Wassermenge, dem Strom der in Turbinen erzeugt wird....

Nach dem Damm war die Tour zu ende und ich habe einen Bus nach Wuhan genommen, da von dort viele Zuege nach Shanghai fahren. Der Bus hat etwa vier Stunden benoetigt. Ich wollte noch an diesem Abend mit dem Nachtzug nach Shanghai fahren, aber hatte noch kein Zugticket. Als wir dann so langsam in Wuhan ankamen habe ich der Busbegleiterin auf der Karte die chinesischen Zeichen fuer Bahnhof gezeigt. Kurze Zeit spaeter hat der Busfahrer angehalten und mich in ein Taxi gesetzt. Ich hatte das nicht verstanden, da der Busbahnhof wo er eigentlich hinfahren sollte auf meiner Karte ganz in der Naehe des Bahnhofs war. Es gab aber in der Stadt zwei Bahnhoefe und diese sollen nach meinem Reisefuehrer erst im naechten Jahr durch einen neuen Bahnhof abgeloest werden. Auf jeden Fall ist das Taxi in eine ganz falsche Richtung gefahren, dass habe ich recht schnell gemerkt. Ich habe auch versucht es dem Taxifahrer zu sagen, dass hat natuerlich nichts gebracht. Dummerweise war ich auch noch auf dem Ruecksitz und konnte dem Fahrer so die Karte nicht wirklich zeigen. Haette wahrscheinlich eh nix gebracht. Als er dann am Ziel war, hat er auf ein Gebaeude gezeigt, welches tatsaechlich wie ein Bahnhof aussah. Ich bin dann rein und habe am Ticketschalter meinen Zettel gezeigt, denn mir Mary vom Boot geschrieben hatte: "Ich moechte ein Zugticket von hier nach Shanghai kaufen". Die Frau am Schalter sagte irgend was, klar war nur, dass ich das Ticket wohl nicht bekommen wuerde. Warum? Keine Ahnung! Habe dann nach jungen Leuten ausschau gehalten, die koennen meistens etwas Englisch. Eine junge Dame hat mir dann erklaert, dass ich hier am Busbahnhof bin und nicht dort wo die Zuege fahren. Ich hatte sie gebeten mir zu helfen ein Taxi zum Bahnhof zu finden. Das Taxi brachte mich dann zum Bahnhof der sehr neu aussah. Somit ist der neue Bahnhof etwas schneller fertig geworden. Hoffentlich faehrt der verdammte Zug nun von diesem Bahnhof! Zumindest das Ticket konnte ich hier kaufen. In China wird das Ticket schon beim betreten der Bahnhofshalle entwertet, das System ist so wie man es vom Flughafen kennt mit Gates, Sicherheitskontorllen usw. Die wuerden mir also gleich sagen, wenn ich hier falsch bin. Hat zum Glueck gepasst, mein Gate war auch schon angeschrieben und da nur noch 1. Klasse verfuegbar war, bin ich auch gleich in VIP Lounge.

Datum: 2009/09/06
Neue Freunde

Am naechsten Morgen haben wir die Geisterstadt direkt am Yangtse Fluss besucht. Da habe ich Manu aus Kolumbien die in Peking Chinesisch studiert und Alex der in London arbeitet und gerade beruflich in Peking ist getroffen. Die einzigen Auslaender ausser mir auf dem Boot. Manu hat ein super Fruehstueck bestellt, dass es natuerlich nicht auf der Karte gab. Aber da sie ja gut chinesisch kann, konnte sie ein Omelette aus Eiern, Tomaten, Zwiebeln und Kartoffeln bestellten. Das war das beste Fruehstueck in China. Als ich ihr sagte: "Manu ich liebe dich fuer dieses Fruehstueck" meinte Manu mit Schmollmund: "Nur wegen des Fruehstucks?" Anschliessend sind wir zurueck aufs Boot und die Fahrt wurde durch die drei Schluchten des Yangtse Flusses fortgesetzt.

Am Abend habe ich auf dem Oberdeck einen freien Liegestuhl gesucht. Es war noch genau einer frei, neben einer huebschen Chinesin. Das Glueck blieb auf meiner Seite. Der Stuhl war nicht nur frei und sie war huebsch, sie spricht auch noch gut englisch. Ihr Name ist Mary (ihren chinesischen Namen habe ich vergessen) und sie macht gerade ein Ausbildung zur Englischlehrerin. So ging dieser Tag mit einem netten Gespraech auf dem Schiff zuende.

Datum: 2009/09/05
Yangtse Kreuzfahrt

Es gibt 2 verschiedene Arten von Kreuzfahrten. Eine fuer Touristen und eine fuer Chinesen. Das Problem an den Touristenbooten ist, dass man immer eine Kabiene fuer mindestens 2 Personen buchen muss und dass ist dann doch etwas teuer, wenn man nur alleine ist. Also bin ich auf das Chinesenboot. Dort spricht allerdings nicht mal der Guide Englisch. Beim Einchecken hat mir noch ein englisch sprechender Guide geholfen und mir mein Bett gezeigt und dann ging das Abendteuer chinesisches Boot los...

Die Chinesen in der Kabiene haben auch gleich begonnen mich vollzulabern. Es ist ihnen naemlich total egal, ob man sie versteht oder nicht... Sie sagen dann immer wieder das gleiche und meinen wohl man wuerde es irgendwann verstehen... Ich habe ihnen auf chinesisch gesagt wie ich heisse und wo ich herkomme, bin mir aber nicht sicher, ob sie es auch verstanden haben. Dann haben sie ihr mitgebrachtes Essen ausgepackt: Pikante Huehnerfuesse, die mir natuerlich sofort gereicht wurden. Das hat mal wirklich nicht geschmeckt, aber ich habe es dann doch gegessen... Daraufhin wurden mir natuerlich gleich neue Huehnerfuesse greicht. Ich hatte ja extra langsam gegessen um das zu vermeiden, aber wohl nicht langsam genug... Habe dann aber dankend abgewunken, aber das hat die Chinesen nicht abgehalten mir weiterhin Huehnerfuesse anzubieten. Dann haben sie mir eine Tuete mit Regenwuermern gereicht, die sich dann zum Glueck als Nudeln herausgestellt hatten, die garnicht schlecht waren. Dann kam eine Person um die Auslaender zu registieren, damit war die chinesischen Koestlichkeiten zum Glueck erst einmal los.

Um auf das Oberdeck zu gehen musste man pro Tag 1 Euro bezahlen. Ich bin dann auf das Oberdeck und habe gewartet bis das Schiff ablegt. Es war Abends und die Wokenkratzer von Chongqing waren bunt beleuchtet.

Datum: 2009/09/04
Clubbing in Chongqing

Ich habe mich entschlossen, am Abend auszugehen, da das Boot eh erst am Abend ablegt und ich somit genug Zeit zum ausschlaffen habe. In Chongqing gibt es einen riesigen Kneipen und Club Bezirk. Dort sieht es aus wie in Las Vegas, lauter Neonlichter, aber keine Casinos... Konnte es leider nicht fotografieren, denn wer nimmt schon einen Foto mit in die Disco. Das Tolle ist, das jeder Club vor der Tuere einen Lausprecher hat, so dass man schon hoeren kann, welche Musik dort lauft. Bin dann in den HD Club gegangen. Das war wirklich sehr beindruckend, es war ein sehr grosser Club, der allederings nur einen Raum hatte...

Als ich an der Bar stand um ein Bier zu bestellen, hat ein Chinese gegenueber getanzt. Ich hatte seine Handbewegungen nachgemacht und kurz darauf stand er neben mir und hat mir ein Glas Bier in die Hand gedrueckt... Er hat mich an seinen Tisch eingeladen. Die Glaeser sind sehr klein und man schenkt immer wieder aus der Flasche ein. Als ich mein Bier bekommen habe, wollte ich es mit einer anderen Flasche, welche auf dem Tisch stand oeffnen. Dies hat mit den chinesischen Kronkorken aber nicht so recht klappen wollen... Da nahm mir eine Chinesin die Flasch aus der Hand und oeffnete sie mit Ihren Zaehnen! Zum Wohl in China!

Der Chinese, der mich zu einem Bier eingeladen hatte, hatte ne riesen Gaudi, denn dadruch das er eine Langnase an seinem Tisch hatte, gelang es ihm alle Maedels an seinen Tisch zu holen. Auf dem Tisch waren viele der kleinen Glaeser, so hat man mit den Maedels erst mal ein paar Glaeschen Bier getrunken. Er konnte uebrigens kein Englisch, und die meisten Chinesinen auch nicht. Sie wollten aber trotzdem alle mit mir Tanzen. Die Chinesinen sind wirklich sehr huebsch und waren alle extrem sexy gekleidet. Ein Rock, der bis zu den Knien geht, der laengste, den ich gesehen hatte. Ploetzlich wurde deutsche Partymusik gespielt (z.B. Das Rote Pferd), da hatte ich natuerlich eine riesen Gaudi...

Dann habe ich endlich mal ein Maedel getroffen, die etwas Englisch gesprochen hat. Ihr Name war Zhong Jin Chi. Wir sind dann in den Open Air Bereich gegangen und uns etwas zu Unterhalten. Die Musik kam mir sehr viel lauter vor wie bei uns zu hause in den Discos. Der Chinese kam dann auch recht bald nach, und dann war Zhong Jin Chi nur noch damit beschaeftigt zu uebersetzen, was er mir alls sagen wollte. Er meinte dann er wuerde mit mir auf das Boot kommen. Ich kann es mir ja beim besten Willen nicht vorstellen, dass er mit auf das Boot kommt, aber gespannt bin ich natuerlich schon, ob er heute Abend am Hafen steht...

Datum: 2009/09/03
Die groesste Stadt der Welt

Heute Morgen bin ich mit dem Nachzug aus Xi'an in Chongqing der groessten Stadt der Welt angekommen. Die Flaeche der Stadt ist so gross wie die Republik Oesterreich und es wohnen dort ca. 40 Mio Menschen, das ist die Haelfte aller Bundesbuerger...

Chongqing ist eine sehr interessante Stadt, da es hier noch alte Stadtviertel gibt welche direkt an die Wolkenkratzer grenzen. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Viertel den Hochhaeusern weichen werden...

Ich werde morgen auf eine viertaegige Bootsfahrt auf dem Yangzi gehen und die beruehmten drei Schluchten und natürlich den grossen Staudamm besichtigen.

Datum: 2009/09/02
Internationale Gruppe

Gestern Abend bin ich mit 11 anderen Leuten die im selben Hostel uebernachten zum Essen gegangen. Die anderen waren aus Holland, England, Italien, Spanien, Neuseeland, Chile, USA und der Schweiz. Die Chinesen gehen auch oft mit grossen Gruppen zum Essen und das koennen wir Langnasen auch. Es wird dann von allem etwas bestellt und auf dem Tisch befindet sich eine Drehscheibe, damit man auch ueberall dazu kommt. Zuerst haben wir eine Flasche Reiswein bestellt. Das war ein Schnaps mit 48%vol. und ein Feuerzeug war auch dabei um den Schnaps anzuzuenden... Es hat dann jeder ein Glas getrunken, aber die Flasche war noch nicht leer. Um sie leer zu bekommen haben wir ein gefuelltest Glas auf den noch leeren Drehteller gestellt und Reisweinroulette gespielt. Die Person bei der das Glas stehen blieb, musste es ausdrinken... Wir waren inzwischen mindestens so laut wie die Chinesen nebenan. Wir haben Ihnen immer zugeprostet und geklatscht wenn sie gesungen haben... Dann haben sie noch mehr und lauter gesungen. Es war ein gehobenes Restaurant, so konnte man anhand von Bildern auswaehlen, was man will und auch in Englisch bestellen. Es hat dann alles zusammen etwas 3 Euro pro Person gekostet (incl. Bier)!

Danach sind wir dann noch in's Kneipenviertel von Xi'an und haben noch bis spaet in die Nacht Bier getrunken. Eine Chinareise lohnt sich schon alleine wegen der guenstigen Preise ueberall. Hier lebt man echt wie im Himmel und muss nicht mal viel dafuer bezahlen.

Datum: 2009/09/01
Panda Resort

Etwa eine Stunden von Xi'an entfernt gibt es ein Panda Resort, dass ich heute Vormittag besucht habe. Leider habe ich kein Zugtickt nach Chongqing bekommen und muss noch bis morgen Abend warten... Hier im Hostel sind viele nette Leute und das Bier ist recht guenstig! Es gibt also schlimmeres...

Datum: 2009/08/31
Terracotta Armee

Etwa eine Stunde von Xi'an entfernt ist die Terracotta Armee, die auch als 8tes Weltwunder bezeichnet wird. Es handelt sich um ueber 6000 Armeefiguren, die das Grab von Qin Shi Huang bewachen sollten. Urspruenglich waren die Figuren bemalt, aber davon ist heute nichts mehr zu sehen...

Datum: 2009/08/30
Mein Freund Hans

Heute morgen bin ich mit dem Nachtzug in Xi'an angekommen. Der Zug wahr sehr luxurioes, mit eigenem Bad, Sessel, Tisch, Fernseher, Radio und natuerlich einem Bett!

Im Reisefuehrer wurde schon darauf hingewiesen, dass es am Bahnhof viele Taschendiebe gibt. Und prompt hat ein junges Maedchen versucht mir meine Geldtasche zu stehlen. Sie hatte den Reisverschluss an meiner Hose schon geoeffnet, ohne dass ich es gemerkt hatte, da ich gerade nach dem richtigen Bus Ausschau gehalten hatte... Mir ist dies zum Glueck aufgefallen, bevor sie zugreifen konnte.

Auch meiner weiteren Reisplanung wurde leider ein Strich durch die Rechnung gemacht. Ich wollte mit dem Zug nach Lhasa fahren, aber das ist Touristen nur erlaubt, wenn ein Begleiter von der Regierung mit kommt. Diese Genehmigung ist natuerlich sehr teuer (etwa 500 Euro). Somit kann ich diese wunderbare Eisenbahnstrecke leider auf dieser Reise nicht mitnehmen :-(

Nun zu Hans. Ich bin heute durch eine Strasse mit Restaurants gegangen, dort wird vor dem Restaurant gegrillt und gekocht. Es gab verschiedene Fleisch und Fischspiesse, Gemuesse und etwas das aussah wie Kartoffeln. Im Restaurant war natuerlich niemand der Englisch sprechen konnte... Ich bin dann mit der Bedienung vor die Tuer und habe auf die Kartoffen und die Fleischspiesse gezeigt. Als ich zurueckkam war ein aelterer Mann an meinem Tisch, der auch Kartoffeln hatte und einen Huenchenschenkel. Ich bekamm dann auch meine Kartoffen, die leider keine waren. Es war irgendwas glitschiges, war zwar nicht schlecht aber irgendwie komisch. Haette lieber was mit Kohlenhydraten gehabt. Ich denke es waren Muschen, obwohl die Brocken ziemlich gross waren. Will es glaub ich garnicht genau wissen, was es war. Der alte Mann bekam ein Bier. Das wollte ich dann natuerlich auch, und das konnte ich ja jetzt einfach bestellen. Daraufhin wollte sie Geld von mir. 0,60 Euro! Keine Ahnung ob das nun nur das Bier war oder auch die Muscheln... Ueberraschung es war gar kein Bier, es war HANS! Das war so ziemlich das einzigste was ich auf der Flasche lesen konnte. Ausser den Zahlen natuerlich. Also ich hatte 0,5 Litter HANS, HANS hat 3% Alkohol und sollt wohl mit 5 Grad genossen werden. Hans war uebrigens sehr lecker, denke es war Apfelwein, aber sicher bin ich natuerlich nicht! HANS hat mir sehr geholfen die glitschigen Dinger zu essen. Es wurden immer wieder Fleischspiesse durch das Restaurant getragen, ich hatte aber noch keine bekommen... Als ich mitbekommen habe, dass man die nicht bestellen muss, sondern direkt haben kann, habe ich mir gleich mal 5 geben lassen, die waren echt Klasse. Wenn die Muscheln nur Kartoffeln waehren! Irgenwo gab es auch Reis, dann hatte ich nur draussen nicht gesehen. Auf einmal kam ein Teller mit komischen gegrillten Gemuese, ich dachte der alte Mann haette es bestellt, er hat es aber nicht angeruehrt und meinte immer ich sollte es essen. Wahr garnicht so schlecht aber viel zu viel... Hatte nach den Fleischspiessen keinen Hunger mehr. Wollte aber nicht alles stehen lassen und habe dann noch etwas davon gegessen. Das was auch immer war inzwischen kalt und hat nicht mehr geschmeckt. Ploetzlich wurde mir eine Suppe vor die Nase gestellt! Die gehoerte dann aber zum Glueck dem alten Mann. Aus einem Kessel wurde ein braunes Getraenk ausgeschenkt, dachte es ist Tee. War kein Tee, war kalt und sah aus wie Spezi nur ohne Kohlensaeure. Das Zeug war recht suess und nicht schlecht. Dann Mann war inzwischen gegangen. Ich habe dann noch 0,.65 Euro bezahlt und bin auch gegangen.

Datum: 2009/08/29
Ming Graeber

Heute habe ich die Ming Graeber etwa 70 km ausserhalb von Peking besucht. Dabei bin ich mit oeffentlichen Bussen und der Bahn gefahren. Was eine eche Herausforderung war. Zum Glueck sind wenigstens die Zahlen gleich... Mann muss aber zwischen den Expressbussen und den langsamen unterschieden. Die Busse haben zwar die selbe Nummer fahren aber nicht die selbe Route und auch nicht zum gleichen Endpunkt!

Heute Abend habe noch die obligatorische Peking Ente gegessen. Elmar, kann dich beruhigen, war erst ein mal beim KFC...

Datum: 2009/08/28
Die grosse Mauer

Die grosse Mauer war das Beindrückendste, was ich bisher besichtigt habe. Wir sind zu einem Abschnitt der Mauer gefahren, der nicht so von Touristen ueberlaufen ist. Dort hatte ich die Moeglichkeit 12 km auf der Mauer zu laufen...

Das Bier hier ist auch nicht schlechter als Sonnenbraeu. Das haben auch 2 Schweizer aus Herisau gefunden! 0,6 Liter kosten etwa 1 Euro. Zum Wohl in China

Datum: 2009/08/27
Sommerpalat

Der Sommerpalast liegt es ausserhalb von Peking in einem sehr schoenen Park und zaehlt zum UNESCO Weltkulturerbe! Es gibt dort verschiedene Tempel und Ausstellungen zu sehen. Ausserdem gibt es einen sehr grossen See auf dem man mit dem Boot fahren kann...

Am Abend wolte ich noch in ein Internetcafe, aber ohne Registrierung und Reisepass war das nicht moeglich. Im Hotel geht es auch ohne Registrierung, aber das Internet ist dort sehr langsam, deshalb habe ich auch noch keine Bilder hochgeladen. Facebook, YouTube und so weiter sind gesperrt...

Datum: 2009/08/26
Die verbotene Stadt

Heute habe ich die verboten Stadt, den Jingshan Park und den Platz des himlischen Friedens angeschaut. Auf dem Platz war ich gerade zu Sonnenuntergang u

Datum: 2009/08/25
Das Neue China

Als ich heute in China angekommen bin habe nicht schlecht gestaunt. Alles bombastisch und auch sehr sauber. Ich habe auf meinen Fernreisen noch nie eine so saubere und moderne Stadt gesehen...

Allerdings habe von Peking ausser dem Flughafen, der Metro, dem Bahnhof, ein paar Shoping Malls und der Jugendherberge noch nicht viel gesehen. Das was ich gesehen habe ist aber alles vom feinsten!

Ich hatte heute Aufgrund der Zeitverschiebung noch keine Lust viel zu tun. Morgen werde ich beginnen die historischen Sehenswuerdigkeiten der Stadt anzusehen.

Datum: 2009/08/24
Stopover in London

Was ich ja nie gedacht haette, dass ich mich ueber meinen neuen biometrischen Reisepass mal so freuen wuerde. Bei der Einreise in London gibt es einen Automaten, wo man mit dem neuen Pass ohne zu warten ins Land einreisen kann. Das hat mir bestimmt ein halbe Stunde Wartezeit gespart... Wer mich kennt, weiss das ich sehr ungern warte und somit hatte die Reise schon mal einen guten Anfang genommen.

Am Abend wollte ich ein Musical besuchen, doch bis ich vom Flughafen im Hostel war und dann wieder in Stadt war es leider schon zu spaet um noch eine Vorstellung zu besuchen... Dann bin ich nach Covent Gardens um Abend zu essen und den Strassenkuenstlern zuzuhoeren. Anschliessend noch in's Hard Rock Cafe um den Abend mit 2 Long Island Iced Tea's ausklingen zu lassen...

Am naechten Morgen ging's dann Richtung China. Und wie bei "Hektors Reise" wurde auch ich upgegraded und ich durfte in der Business Class nach China Reisen. Wie Hektor war ich darueber natuerlich sehr gluecklich, da es ein langer Flug uebernacht war und ich so sehr gut schlafen konnte.

Datum: 2009/08/23
Homepage Online

Nun ist es endlich geschafft, 30 Tage vor der Reise ist meine neue Homepage online. Ich werde an dieser Stelle fortlaufend meine Reiseberichte und Fotos publizieren.

Datum: 2009/07/22

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